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Hands-On Huawei P40 Pro: Die Kamera bleibt der Star - und was für einer!

Das Huawei P40 Pro besitzt einen riesigen Hauptsensor.
Das Huawei P40 Pro besitzt einen riesigen Hauptsensor.
Huawei stellte heute die neue P40 Serie vor. Während das P40 Lite bereits gestartet ist, gesellen sich nun drei weitere Modelle hinzu. Neu ist das P40 Pro+, welches jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein soll, die beiden anderen Smartphones P40 und P40 Pro bereits ab Mai. Letzteres konnten wir uns schon genauer anschauen und haben es einem Unboxing und Hands-On unterzogen.

Das Huawei P40 Pro ist tatsächlich etwas kleiner als sein Vorgänger P30 Pro, dafür aber auch dicker. Der Kamerabuckel ist sichtbar angewachsen und erinnert optisch an den des Samsung Galaxy S20 Ultra, ist aber wesentlich schmaler. Das Smartphone besteht wieder aus einer Kombination von Metall sowie Glas und hinterlässt einen verarbeitungstechnisch erstklassigen Eindruck. Als Farbvarianten wird es zum Start hierzulande Schwarz und Silber Frost geben, eine blaue Version soll später folgen. Das Smartphone ist außerdem gemäß IP68 vor Staub und Wasser geschützt.  

OLED-Display mit FHD+ und 90 Hz

Technisch steckt Huawei modernste Technik in das P40 Pro. Angetrieben wird es von einem Kirin 990 5G, 8 GB Arbeits- sowie 256 GB UFS-3.0-Speicher. Letzterer lässt sich mittels NanoMemory-Card um bis zu weitere 256 GB erweitern. Das sogenannte Overflow-Display zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur an den Längsseiten gekrümmt ist, sondern auch an der Ober- und Unterkante, lediglich die Ecken sind nicht gebogen, sodass das Frontglas an dieser Stelle optisch ansprechend mit dem Metallrahmen abschließt. Da die Panelkrümmung sehr dezent ausfällt, gibt es keine Einschränkungen bei der Ablesbarkeit. Das 6,58 Zoll messende OLED-Panel löst mit 2.640 x 1.200 Bildpunkten auf, womit es in die Kategorie Full HD+ fällt und leider kein WQHD+ bietet. Mit 441 PPI ist die Pixeldichte jedoch absolut in Ordnung und sorgt für eine scharfe Darstellung des Inhalts. Außerdem besitzt das Huawei-Smartphone einen 90-Hz-Modus. Der Hersteller spricht hier von einer sehr energieeffizienten Variante, welche die Laufzeiten kaum beeinflussen soll. Ob dies stimmt, wird aber erst der ausführliche Test zeigen. 

P40 Serie mit 5G für alle

Der Akku des Huawei P40 Pro leistet 4.200 mAh und ist damit genauso groß wie im P40 Pro Plus. Geladen wird der Akku kabelgebunden mit Huaweis SuperCharge (40 Watt), per Induktion können bis zu 27 Watt genutzt werden, ebenso steht Reverse Wireless Charging zur Verfügung. Für die Mobilfunkanbindung werden die Möglichkeiten des Kirin 990 5G voll ausgeschöpft und dieser sorgt bei allen Mobilfunkstandards inklusive 5G für eine breite Frequenzabdeckung. Eine LTE-Version wird es nicht geben, stattdessen stattet Huawei alle neuen Smartphones der P40 Serie mit dem schnelleren 5G-Chipsatz aus. Auch beim WLAN drücken die Chinesen kräftig auf die Tube und spendieren dem P40 Pro Wi-Fi 6 mit VHT160, welches in der Theorie bis zu 2,4 GBit/s schaffen soll. Im Alltag wird dies wohl kaum möglich sein, aber dennoch sollte sich Huawei hier im Test die Krone für das schnellste Smartphone im WLAN schnappen können, da alle Konkurrenten sonst auf VHT80 setzen. 

Huawei P40 Pro mit großem 50-MP-Sensor

Die Hauptkamera ist der Star des Huawei P40 Pro und trägt den Namen „UltraVision Leica Quad Camera“. Der Hauptsensor (1/1,28“) ist brandneu und einer der größten, die bisher in einem Smartphone verbaut wurde, nur das Nokia PureView 808 (1/1,2“) hatte mehr Sensorfläche. Darauf tummeln sich 50 MP, von denen immer vier zu einem Super-Pixel kombiniert werden. Während die Pixelgröße beim P30 Pro mit 1,0 µm schon vergleichsweise groß war, wachsen diese nun auf 1,22 µm an und sind damit wesentlich größer als bei der Konkurrenz, was eine gute Abbildungsleistung in dunklen Szenarien verspricht. 

Außerdem besitzt das P40 Pro ebenfalls die Ultra Wide Cine Lens (40 MP), welche wir bereits aus dem Mate 30 Pro kennen. Diese dient als eigenständiger Videosensor und für die Ultraweitwinkelaufnahmen. Für den Zoom ist eine nominelle 5-fach-Periskop-Linse (12 MP) zuständig, welche eine bis zu 50-fache Vergrößerung ermöglicht. Alle drei Linsen besitzen eine optische Bildstabilisierung sowie Huaweis AIS. Letzteres soll vor allem bei Zooms in Videos stark verbessert worden sein und sich sozusagen am Motiv festhalten, um eine möglichst stabile Aufnahme zu gewährleisten. Die vierte Linse ist eine ToF-Kamera.

Autofokus fürs Selfies und AI Best Moments

Auf der Vorderseite finden sich zwei Optiken und ein IR-Sensor. Dieser ermöglicht die Gestenunterstützung des P40 Pro und liefert auch Informationen für die Gesichtserkennung, jedoch nicht auf dem Niveau einer vollwertigen 3D-Erkennung. Die Selfie-Kamera löst mit 32 MP auf und unterstützt jetzt auch Ultra-HD-Video und kann auf einen Autofokus zurückgreifen. 

Auf der Softwareseite hat sich ebenfalls einiges getan und mit AI Best Moments sollen ansehnliche Aufnahmen noch einfacher gelingen. So analysiert die KI des Smartphones die Fotos und entfernt Personen aus dem Hintergrund, rechnet Reflektionen heraus, ermittelt den optimalen Auslösemomente und stellt daraus eine Auswahl an Bildern bereit sowie einiges mehr. 

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei P40 Pro wird zu einer UVP von 999 Euro angeboten, das kleinere P40 für 799 Euro. Vorbestellungen sind ab heute bis zu 1. Mai 2020 möglich, wer diese Option nutzt, kann über die Vorbesteller-Aktion sowohl eine Huawei Watch GT2e als auch die Huawei FreeBuds 3 gratis dazu bekommen. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite von Huawei. Das P40 und das P40 Pro werden ab dem 2. Mai 2020 im Handel erhältlich sein. Wie zuletzt wird auch das Huawei P40 Pro ohne Google Dienste ausgeliefert. 

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Autor: Daniel Schmidt, 26.03.2020 (Update:  1.04.2020)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.