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Intel: Verkauf der Modem-Sparte an Apple abgeschlossen

Die Modem-Entwicklung hat Intel Milliarden gekostet. (Bild: Slejven Djurakovic, Unsplash)
Die Modem-Entwicklung hat Intel Milliarden gekostet. (Bild: Slejven Djurakovic, Unsplash)
Die Übernahme von Intels Modem-Sparte durch Apple für eine Milliarde US-Dollar wurde heute offiziell abgeschlossen. Damit erhält Apple Patente, Equipment und 2.200 neue Mitarbeiter. Intel gibt an, die Sparte für einen Multi-Milliarden-Dollar-Verlust verkauft zu haben.

Die Übernahme wurde bereits im Juli angekündigt, nach der obligatorischen behördlichen Prüfung wurde sie aber erst jetzt abgeschlossen. Nach dem Deal hält Apple mehr als 17.000 Patente auf drahtlose Technologien, von Mobilfunk-Standards bis hin zur Modem-Technologie. Intel wird keine weiteren Modems für Smartphones entwickeln, der Konzern will aber weiter an Modems für PCs, IoT-Geräte und Autos arbeiten.

Wie Reuters letzte Woche berichtet hat wurde die Modem-Sparte für einen Milliardenverlust verkauft. Durch den Druck von Qualcomm, vor allem im Hinblick auf die Lizenzierung einiger Patente, sah sich der Konzern aber gezwungen, diesen Markt zu verlassen.

Apple hat in den vergangenen Jahren eine Kombination aus Qualcomm- und Intel-Modems in seinen iPhones (iPhone 11 ab 799 Euro auf Amazon) verwendet. Qualcomm hat Apple allerdings jahrelang mit Patentrechtsstreiten bombardiert – um diese beizulegen hat Apple sich dazu verpflichtet, Modems über die nächsten sechs Jahre von Qualcomm zu beziehen. Analysten zufolge wird das iPhone im Jahr 2020 auf ein 5G-Modem von Qualcomm setzen, während die hauseigenen Modems frühestens 2022 marktreif sein werden.

Quelle(n)

Intel, via BusinessWire

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Autor: Hannes Brecher,  2.12.2019 (Update:  2.12.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.