Notebookcheck

Meizu Pro 7 und Pro 7 Plus: High-End-China-Phones mit zweitem Display

Die Rückseite ist hier spannender: Das Meizu Pro 7 und Pro 7 Plus mit zusätzlichem AMOLED-Panel.
Die Rückseite ist hier spannender: Das Meizu Pro 7 und Pro 7 Plus mit zusätzlichem AMOLED-Panel.
Vermutlich wieder mit sehr limitiertem LTE-Band-Spektrum aber dafür mit rückwärtigem Zweitdisplay und Dual-Cam kommt das neue Meizu-Flaggschiff daher, das als Pro 7 und Pro 7 Plus auf Mediatek's neuen 10 nm-Prozessor Helio X30 setzt. Es gibt allerdings auch eine Billig-Version mit dem langsameren Helio P25.

Schade, auch dieses Jahr kommt die Meizu-High-End-Riege wohl wieder ohne weltweitem LTE-Support auf den Markt, zumindest findet sich kein offizielles Statement zur Anzahl der unterstützten LTE-Bänder. Das Specsheet zum Pro 7 und seinem größeren Bruder Pro 7 Plus schweigt sich hierzu hartnäckig aus, pfui, Meizu! Ansonsten wären die Geräte aufgrund ihres rückwärtigen 1,9 Zoll Displays direkt unterhalb der Dual-Cam nämlich durchaus spannend.

Gemeinsamkeiten

Dieses Zweitdisplay ist nicht, wie vorab gemunkelt, ein E-Ink-Panel sondern ein AMOLED-Display und bietet zusätzliche 240 x 536 Pixel für Statusinformationen, das eine oder andere Spiel zwischendurch oder ein Selfie mit der rückwärtigen Dual-Cam, wie das Video unten zeigt. Sowohl das Meizu Pro 7 als auch die Plus-Variante basieren auf Android 7 mit der Meizu-typischen Flyme-Oberfläche in Version 6.

Die rückwärtige Dual-Cam ist bei beiden Modellvarianten mit zwei 12 Megapixel-Sony IMX 386-Linsen ausgestattet, jeweils mit F/2.0 Blende und PDAF, einmal als S/W-Linse und einmal als RGB-Sensor. Vorne steckt eine 16 Megapixel-Kamera, ebenfalls mit F/2.0 Blende. Ein Cirrus Logic-DAC soll für guten Klang sorgen.

Meizu Pro 7

Das kleinere der beiden neuen Meizu-Flaggschiffe kommt mit 5,2 Zoll Super AMOLED-Panel und Full-HD-Auflösung, integriert entweder einen MediaTek Helio P25-SOC oder den neuen 10 nm-Chip Helio X30, der deutlich mehr Leistung bei geringerem Verbrauch erlauben sollte. Das Pro 7 kommt mit 4 GB RAM und 64 GB eMMC 5.1-Speicher im Fall der P25-Variante oder mit 4 GB RAM und 128 GB UFS 2.1-Speicher in der Helio X30-Version.

Diesbezüglich unterscheiden sich die Geräte also auch in der Geschwindigkeit des Speicherzugriffs recht stark voneinander. Das 7,3 mm dünne Metallgehäuse integriert einen 3.000 mAh Akku der mCharge 3.0 unterstützt, nicht das vor Monaten versprochene Super mCharge (Version 4.0) Wer die rote Gehäuse-Variante haben will, muss vorerst zum kleineren Modell greifen.

Meizu Pro 7 Plus

Das Plus-Modell ist mit 5,7 Zoll Super AMOLED-Display in QHD-Auflösung nur in einer Variante mit dem schnellen Helio X30-SOC zu haben. Zudem gibt es hier standardmäßig 6 GB RAM und entweder 64 oder 128 GB schnellen UFS 2.1-Speicher. Der Akku ist mit 3.500 mAh etwas größer und unterstützt hier die neue Version 4.0 von mCharge. Warum Meizu die schnellere Ladetechnik nicht auch beim kleineren Modell bietet, bleibt vorerst ein Rätsel. Möglicherweise liegt es an dem teilweise eingesetzten älteren MediaTek-Prozessor im Pro 7.

Preise und Verfügbarkeit

Los geht's ab 2.880 Yuan (365 Euro), dafür bekommt man aber nur das kleinere Pro 7 mit dem langsameren Helio P25 und 64 GB eMMC 5.1-Speicher. Wer den Helio X30-SOC und 128 GB UFS 2.1-Speicher will, muss in China 3.880 Yuan (490 Euro) ausgeben. Das Plus-Modell gibt es ab 3.580 Yuan (455 Euro). Die Verfügbarkeit soll ab Anfang August gegeben sein. Wer das Gerät selbst aus China importieren will, sollte unter anderem vorab noch die tatsächlich unterstützten LTE-Frequenzen erfragen, den Vorgänger gab es nicht mit Band 20-Support. 

Update

Der Text zu den unterschiedlichen Versionen von mCharge wurde geändert.

Quelle(n)

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2017-07 > Meizu Pro 7 und Pro 7 Plus: High-End-China-Phones mit zweitem Display
Autor: Alexander Fagot, 27.07.2017 (Update: 27.07.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.