Notebookcheck

Mit der Radeon Pro VII präsentiert AMD eine günstige Alternative zur Nvidia Quadro RTX 5000

Mit der Radeon Pro VII bringt AMD eine Vega 20 und 1 TB/s schnellen HBM2-Speicher zu professionellen Anwendern. (Bild: AMD)
Mit der Radeon Pro VII bringt AMD eine Vega 20 und 1 TB/s schnellen HBM2-Speicher zu professionellen Anwendern. (Bild: AMD)
AMD hat eine brandneue Radeon Pro VII Workstation-Grafikkarte präsentiert, die für industrielle Anwendungen wie etwa der Verarbeitung von 8K-Videos gedacht ist. Dabei setzt AMD auf dieselbe Vega 20 GPU, die man bereits von der Radeon VII kennt, durch den günstigen Preis sollen aber sowohl die Quadro RTX 5000 als auch die Quadro GV100 ausgestochen werden.
Hannes Brecher,

Die professionelle Version der Radeon VII (ab 639 Euro auf Amazon) wird als günstigere und gleichzeitig leistungsstärkere Alternative zur Nvidia Quadro RTX 5000 (ca. 2.168 Euro auf Amazon) platziert. Die GPU ist dabei mit PCIe 4.0 und 16 GB HBM2-Grafikspeicher mit einer Bandbreite von 1 TB/s ausgestattet.

Interessanterweise besitzt die Radeon Pro VII mit 250 Watt eine geringere TDP im Vergleich zur Radeon VII, bei der AMD noch 295 Watt angegeben hatte, zur Stromversorgung werden ein 8-Pin- und ein 6-Pin-Kabel benötigt. Die Grafikkarte ist mit sechs mini-DisplayPort 1.4-Anschlüssen ausgestattet, insgesamt werden sechs Full HD-Displays oder aber ein 8K-Monitor unterstützt. Kombiniert man vier dieser GPUs mit einem AMD FirePro S400 Modul, so lassen sich bis zu 24 Monitore gleichzeitig betreiben.

AMD will professionelle Anwender vor allem durch das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Dazu hat das Unternehmen einen Vergleich veröffentlicht, laut dem zwei Radeon Pro VII für insgesamt "nur" 3.997 US-Dollar (ca. 3.680 Euro) eine Nvidia Quadro GV100 übertreffen können, die mehr als das Doppelte kostet. 

Mit einer kombinierten FP64-Leistung von 13,1 TFLOPs, der enormen Bandbreite dank PCIe 4.0 und dem 1 TB/s schnellen HBM2-Speicher wirkt die Radeon Pro VII durchaus attraktiv, wie sich die Radeon Pro VII in der Praxis schlägt bleibt aber abzuwarten, denn auch wenn AMD seinen hauseigenen ProRender seit Jahren intensiv bewirbt, so setzen viele Anwender nach wie vor auf Software, die auf CUDA angewiesen ist.

Preise und Verfügbarkeit

Die AMD Radeon Pro VII soll ab Mitte Juni zum Preis von 1.899 US-Dollar (ca. 1.748 Euro) erhältlich sein. Komplette Workstations mit der neuen Grafikkarte sollen in der zweiten Hälfte des Jahres auf den Markt kommen.

Quelle(n)

AMD

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2020-05 > Mit der Radeon Pro VII präsentiert AMD eine günstige Alternative zur Nvidia Quadro RTX 5000
Autor: Hannes Brecher, 13.05.2020 (Update: 19.05.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.