Notebookcheck

Test Acer Aspire V Nitro 7-791G Notebook

Nino Ricchizzi, Tanja Hinum, 27.04.2015

Stark, aber nicht stärker. Das potente Hardwareupgrade von Acers Nitro-Serie macht auf dem Datenblatt viel her. In den synthetischen Benchmarks gibt es zwar keinen Leistungsgewinn, dennoch können sich Gamer über mehr fps und höheren Bildkontrast freuen.

Vor etwas mehr als einem halben Jahr durften wir zum ersten mal Acers Black Edition der Nitro-Serie unter die Lupe nehmen. Im Anschluss unserer zahlreichen Tests waren wir vom Gesamtpaket überzeugt und belohnten es mit einer Wertung von 86 %. Nun steht ein Update dieser Serie an, und Hauptaugenmerk ist die Grafikkarte der neuen NVIDIA GeForce GTX 900er-Reihe. In unserer Konfiguration besitzt das 17,3-Zoll-Testgerät aber auch einen stärkeren Prozessor und größere Speicherkapazitäten. Der Preis ist hierbei nur leicht um 70 Euro angestiegen. Dafür erhalten wir 16 GB anstelle von 8 GB Arbeitsspeicher und eine doppelt so große SSD mit 256 GB. Wie schon früher gibt es unzählige Konfigurationsvarianten, weshalb die Preisspanne schon bei 980 Euro beginnt - später hierzu mehr. Wir widmen uns in diesem Test den Neuerungen im Inneren und verweisen an dieser Stelle bei dem Gehäuse und den Eingabegeräten an das baugleiche und schon getestete Acer Aspire V 17.

Um weitere Vergleiche in unserem Tests anzustellen, werden wir unsere beiden Acer Notebooks dem Schenker XMG A705 entgegenstellen. Dieses verfügt über eine äquivalente CPU und Grafikkarte. Der Preis wird seitens des Herstellers mit rund 2.000 Euro angesetzt.

Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW (Aspire VN7-791G Serie)
Prozessor
Intel Core i7-4720HQ (Intel Core i7), 4 Kerne, TDP 47 W
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 960M - 2048 MB, Kerntakt: 1100 MHz, Speichertakt: 1250 MHz, nvlddmkm 9.18.13.4505 (ForceWave 345.05), NVIDIA Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, Dual-Channel, PC3-12800 DDR3 SDRAM Samsung M471B1G73DB0-YK0
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, LG Philips LGD0469 ÖP173WF4-SPF1, IPS, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Kingston RBU-SNS8100S3256GD, 256 GB 
, + WDC WD19JPVX-22JC3T0 1 TB, 1116 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Audio-Combo, Card Reader: SD, Sensoren: Helligkeitssensor
Netzwerk
Broadcom BCM57780 NetLink Gigabit Ethernet (10/100MBit), Atheros Communications AR9565 Wireless Network Adapter (b/g/n), Bluetooth Bluetooth 4.0
Optisches Laufwerk
MATSHITA BD-MLT UJ272Q
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 25.4 x 423 x 293
Akku
53 Wh Lithium-Ion, 3 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: 4 Stereo Lautsprecher, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 24 Monate Garantie
Gewicht
2.992 kg, Netzteil: 620 g
Preis
1360 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Display

Ein Herstellerwechsel ist bei dem Display des Testgeräts zu verzeichnen. Anstatt eines IPS-Panels aus dem Hause LG, wählt Acer nun ein Panel von Sharp. Die FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 und das 16:9-Format bleiben identisch. Nahezu gleich bleibt auch die durchschnittliche Helligkeit von 326 cd/m². Weiterhin setzt Acer auf ein mattes Display, wodurch Lichtquellen in der Umgebung nicht stören. Einen echten Unterschied stellen wir bei dem Kontrast fest. Dieser ist erfreulich höher und beträgt nun 848:1. Deshalb und wegen des besseren Schwarzwertes von rund 0,4 cd/m² sieht das Schwarz mit freiem Auge auch deutlich satter aus. Dennoch könnte dieser Wert ruhig noch etwas niedriger liegen. Die Ausleuchtung verliert wohl 2 %, ist aber mit 90 % immer noch sehr gut. Auch im Akkubetrieb bleiben die maximalen Helligkeiten erhalten. Andere Displayvarianten bietet der Hersteller auf seiner Seite leider nicht an. Eine QHD-Version oder sonstige Alternativen wären bei einem großem Display sicherlich interessant gewesen.

Das Testmodell ...
Das Testmodell ...
... wird auf Grund seiner ...
... wird auf Grund seiner ...
... Größe selten im Outdoor-Bereich ...
... Größe selten im Outdoor-Bereich ...
... anzutreffen sein.
... anzutreffen sein.
327
cd/m²
328
cd/m²
327
cd/m²
326
cd/m²
347
cd/m²
326
cd/m²
316
cd/m²
324
cd/m²
314
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro
Maximal: 347 cd/m² Durchschnitt: 326.1 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 347 cd/m²
Kontrast: 848:1 (Schwarzwert: 0.409 cd/m²)
ΔE Color 6.81 | 0.4-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 7.27 | 0.64-98 Ø6.4
57% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.4
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
Bildschirm
-11%
-19%
Helligkeit Bildmitte
347
330
-5%
322
-7%
Brightness
326
317
-3%
299
-8%
Brightness Distribution
90
92
2%
87
-3%
Schwarzwert *
0.409
0.59
-44%
0.57
-39%
Kontrast
848
559
-34%
565
-33%
DeltaE Colorchecker *
6.81
7.19
-6%
9.29
-36%
DeltaE Graustufen *
7.27
7.27
-0%
9.58
-32%
Gamma
2.4 92%
2.54 87%
2.17 101%
CCT
7546 86%
7962 82%
11114 58%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
57
59
4%
59
4%

* ... kleinere Werte sind besser

Die Kombination aus Gewicht und Größe des 17,3 Zoll großen Acers werden dafür sorgen, dass das Testgerät nur selten im Outdoorbereich anzutreffen ist. Die matte Display mit der ausreichenden Displayhelligkeit kann allerdings ohne Probleme im schattigen Außeneinsatz genutzt werden. Nur die direkte Sonneneinstrahlung sollte gemieden werden.

Zunächst erfreut uns die Wahl eines grundsätzlich blickwinkelstabilen IPS-Panels. Bei Neigungen entlang der horizontalen und vertikalen Achse wird allerdings die Helligkeit verfälscht. Die Abweichung der Farben und Graustufen vom Referenzfarbraum (sRGB) sind erheblich. Die deltaE-Werte der Farben und der Graustufen sind zufolge unserer Messung eher mager und schon bei besseren TN-Panels anzutreffen. Eine separate Farbkalibrierung des Herstellers existiert nicht, um dieses Defizit einzuschränken. Bedauerlich ist der daraus resultierende sichtbare Blaustich. Die Farbraumabdeckung liegt beim AdobeRGB-Raum bei 57 % und bei dem sRGB-Raum bei 78 % .

CalMAN: Farben
CalMAN: Farben
CalMAN: Graustufen
CalMAN: Graustufen
CalMAN: Farbsättigung
CalMAN: Farbsättigung
Abdeckung AdobeRGB-Raum
Abdeckung AdobeRGB-Raum
Abdeckung sRGB-Raum
Abdeckung sRGB-Raum
Blickwinkelstabilität
Blickwinkelstabilität

Leistung

Zur Wartung muss die Bodeneinheit entfernt werden.
Zur Wartung muss die Bodeneinheit entfernt werden.
DPC Latency Checker
DPC Latency Checker

Acer präsentiert mit seiner Black Edition ein Notebook, das wie geschaffen für den Multimedia- und Gamingbereich ist. Die ordentlichen Eingabegeräte verwehren aber keinen Einsatz im Office-Umfeld. Für die nötige Rechenleistung findet eine Hochleistungs-CPU ihren Platz in unserem Testgerät. Die grafischen Aktivitäten gelingen mittels einer dedizierten NVIDIA GeForce GTX 960M. Diese erlaubt ohne größere Probleme die flüssige Darstellung von neuen Spielen auf einem mittleren und hohen Qualitätsniveau. In Kombination mit diesen Recheneinheiten dient ein 16 GB, im Dual-Channel arbeitender, Arbeitspeicher. Also wird dieser im Vergleich zum Vorgänger um 8 GB aufgestockt. Bei der Summe der potenten Komponenten darf kein schneller SSD-Speicher fehlen. Um gleichzeitig genügend Speicher zur Verfügung zu stellen, wird eine 256 GB große SSD und eine 1 TB große HHD verbaut. Der Hersteller verlangt für diese Hardwareaustattung 1.350 Euro. Weitere Konfigurationen sind allerdings möglich. Die günstigste Version wird mit Intel Core i5-4210H, 8 GB Arbeitsspeicher und einer 1 TB SSHD versehen. In dieser Variante kostet das Acer Aspire VN7 gerade einmal 970 Euro.

Prozessor

Die im Testgerät verbaute Intel Core i7-4720HQ ist ein Hochleistungs-Prozessor mit vier Kernen und acht möglichen parallelen Threads. Der Prozessor taktet mit einer Grundfrequenz von 2,6 GHz und erlaubt einen Turbo-Boost von bis zu 3,6 GHz. Intels Datenblatt besagt einen TDP von 47 W. In unserem getesteten Vorgänger fand noch ein Intel Core i7-4710 HQ seinen Weg ins Notebook. Der Unterschied hierbei sind lediglich 100 MHz mehr Grund- und Turbotakt. Um einen Unterschied der beiden CPUs festzustellen, ziehen wir die Benchmarks des Cinebench zur Seite. Im Cinebench R15 sowie in der R11.5-Version müssen wir feststellen, dass unser aktuelles Testgerät sogar weniger Punkte als das mit Intel Core i7-4710 HQ ausgestattete Acer Aspire erzielt. Die kleine Differenz liegt im Varianzbereich dieser Tests. Dennoch wird schnell klar, dass hier die 100 MHz mehr maximale Turbo-Taktfrequenz nicht über die Dauer des Benchmarks hinweg beständig bleiben und beide CPUs auf einem ähnlichen Taktlevel rechnen.

Sobald das Aspire VN7 vom Strom genommen wird, fällt die Taktfrequenz auf den Basistakt ab und erreicht rund 14 % weniger Punkte im Cinebench R11.5

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
133 Points ∼61%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
126 Points ∼58% -5%
Schenker XMG A705
132 Points ∼61% -1%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
643 Points ∼15%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
660 Points ∼15% +3%
Schenker XMG A705
645 Points ∼15% 0%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
1.13 Points ∼46%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
1.29 Points ∼53% +14%
Schenker XMG A705
1.58 Points ∼65% +40%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
7.03 Points ∼26%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
7.13 Points ∼26% +1%
Schenker XMG A705
7.03 Points ∼26% 0%

Legende

 
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW Intel Core i7-4720HQ, NVIDIA GeForce GTX 960M, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
 
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q) Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
 
Schenker XMG A705 Intel Core i7-4720HQ, NVIDIA GeForce GTX 960M, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
Cinebench R10 Shading 32Bit
6791
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
19788
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
5200
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
59.94 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
7.03 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.13 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
103.68 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
643 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
133 Points
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System Performance

Alle Arbeiten während der Testphase gehen am Acer Aspire V Nitro erfreulich leicht von der Hand. Nicht zuletzt liegt dies an den reaktionsschnellen Komponenten. So macht es den Anschein, dass wir das Gaming- und Multimediagerät performancetechnisch kaum in die Knie zwingen können. Dieser positive subjektive Eindruck spiegelt sich auch in einem respektablen Ergebnis des PCMarks 7 von fast 5.670 Punkten wieder. Eine Nuance besser schneidet das getestete Acer Aspire mit schwächerer Hardware ab.

PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
5669 Points ∼66%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
5808 Points ∼68% +2%
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
6098 Points ∼71% +8%
PCMark 7 Score
5669 Punkte
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Massenspeicher

Wie finden man den Kompromiss zwischen schnellem und großem Speicher? Acer löst dies mit dem Einbau von zwei Speichern. Einerseits einen schnellen 256 GB großen Festspeicher aus dem Hause Kingston und andererseits eine 1 TB große Western-Digital-Magnetfestplatte. Das Betriebssystem wird auf dem schnellen Speicher installiert und ist in unseren Benchmarks von größerem Interesse. Hierbei betragen die Lesewerte im CrystalDiskMark rund 500 MB/s und die Schreibwerte 351 MB/s. Etwas bedauerlich ist allerdings das schlechtere Abschneiden der wichtigen 4K-Werte im Vergleich zum Vergleichsmodell. Zusammengefasst löst Acer das Speicherproblem zufriedenstellend, was besonders der Spielerfraktion zugutekommt, da neuere Spiele wie GTA V schon einmal bis zu 60 GB für sich beanspruchen.

Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
CrystalDiskMark 3.0
8%
74%
Write 4k QD32
250
244.4
-2%
228.4
-9%
Read 4k QD32
179.9
180
0%
289
61%
Write 4k
71.25
94.75
33%
86.89
22%
Read 4k
24.72
32.03
30%
32.76
33%
Write 512
351.6
345.6
-2%
821.2
134%
Read 512
337.1
341.9
1%
636.9
89%
Write Seq
351.2
344.5
-2%
921.2
162%
Read Seq
498.1
530.9
7%
1004
102%
Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Sequential Read: 498.1 MB/s
Sequential Write: 351.2 MB/s
512K Read: 337.1 MB/s
512K Write: 351.6 MB/s
4K Read: 24.72 MB/s
4K Write: 71.25 MB/s
4K QD32 Read: 179.9 MB/s
4K QD32 Write: 250 MB/s

Grafikkarte

Die wohl wichtigste Neuerung zu unserem vorherigen Test ist die eingesetzte NVIDIA GTX 960M. Schon unsere ersten Tests konnten einen Leistungsvorsprung von rund 10 % zur NVIDIA GTX 860M feststellen. Das Datenblatt beider Grafikeinheiten verrät uns, dass der Unterschied bei der Kerntaktrate liegt. Diese wurde um 70 MHz erhöht und liegt nun bei 1.100 MHz. Diese leichte Erhöhung soll direkte Folgen auf Rechenleistung und Frameraten haben. Laut der Auslesung unseres bereits getesteten Acer Aspire VN7 betrug der Kerntakt dort schon bis zu 1.100 MHz. Den genauen Unterschied wollen wir anhand einiger Benchmarks ermitteln. Im Benchmark des 3DMark Firestrike können wir zunächst einen positiven Zuwachs von 9 % feststellen. Dieser Abstand verringert sich jedoch im 3DMark 11. Hier liegt die Differenz bei nur 4 %. Wie schon in alten Tests, entfaltet die GPU nur im Netzbetrieb ihre Performance. Sobald der Akkueinsatz folgt, werden nur etwas mehr als 4.600 Punkte im 3DMark 11 erzielt.

Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
3DMark
-2%
-1%
1920x1080 Fire Strike Physics
8085
9173
13%
7861
-3%
1920x1080 Fire Strike Graphics
4304
3870
-10%
4313
0%
1920x1080 Fire Strike Score
3974
3633
-9%
3978
0%
3DMark 11
-5%
4%
1280x720 Performance Combined
5237
4856
-7%
5456
4%
1280x720 Performance Physics
8000
7535
-6%
8319
4%
1280x720 Performance GPU
5103
4915
-4%
5250
3%
1280x720 Performance
5410
5178
-4%
5579
3%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-4% / -4%
2% / 2%
3DMark 11 Performance
5410 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
108304 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
15434 Punkte
3DMark Fire Strike Score
3974 Punkte
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Gaming Performance

Was sind schon synthetische Benchmarks für einen Gamer? Obwohl in den 3D-Mark-Benches die NVIDIA GTX 960M unter dem erwarteten Vorsprung zur NVIDIA GeForce GTX 860M lag, wollen wir mithilfe praxisnäherer Benchmarks den Unterschied analysieren. Dazu ziehen wir 10 Spiele für unsere Analyse hinzu. Darunter auch der neue Klassenschlager GTA V und ältere bewährte Spiele wie Bioshock Infinite. Durch die Reihe hinweg werden alle Spiele flüssig dargestellt und in einem hohen Qualitätsniveau dargestellt. Die Differenz zur NVIDIA GeForce GTX 860M beträgt hier gerne mal zwischen 10 - 15 %. Das kann schon bedeuten, dass eine höhere Grafikstufe spielbar wird. Als Beispiel benennen wir das Spiel Metro Last Light. NVIDIAs GeForace GTX 860M erreicht eher knapp flüssige Bildraten mit 29 fps. Die neue NVIDIA der 900er-Reihe hingegen erreicht 4,5 mehr Bilder die Sekunde.

Battlefield 4
1920x1080 Ultra Preset AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
33.4 fps ∼17%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
29 fps ∼15% -13%
1366x768 High Preset (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
81.2 fps ∼41%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
71.8 fps ∼36% -12%
BioShock Infinite - 1920x1080 Ultra Preset, DX11 (DDOF) (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
44.8 fps ∼17%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
40.82 fps ∼15% -9%
GRID: Autosport - 1920x1080 Ultra Preset AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
49.02 fps ∼33%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
42.49 fps ∼28% -13%
min. mittel hoch max.
Crysis 3 (2013) 12578.853.820.9fps
Tomb Raider (2013) 282.2170111.449.1fps
BioShock Infinite (2013) 187.3131.3115.744.8fps
Metro: Last Light (2013) 94.7786.3955.8330.69fps
Battlefield 4 (2013) 158.4110.881.233.4fps
Watch Dogs (2014) 81.364.428.515.4fps
GRID: Autosport (2014) 223.9109.6983.6449.02fps
Sims 4 (2014) 180.6140.681.470.8fps
Fifa 15 (2014) 224.5186130.4fps
Battlefield Hardline (2015) 145.510448.630.8fps
GTA V (2015) 105924318.6fps

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

Seitens Lüftercharakteristik untersuchen wir, ob die potentere Hardware Auswirkungen auf die erzeugte Geräuschkulisse hat. Im Idle-Betrieb schalten die Lüfter unseres Testgerätes teilweise ganz ab. Sobald wir Anwendungen oder Steam-Downloads starten, machen sich die Lüfter dennoch bemerkbar und sind schon bis zu 3 dB(A) lauter als bei der alten 17-Zoll Black Edition. Auffällig war während unserer Testprozedur, dass die Lüfterauch bei Steam-Downloads und Surfaktivitäten teilweise recht laut wurden. Hierbei war das Windows-Energiesparprofil "Ausgeglichen" eingeschaltet. Für den Gaming-Bereich interessant ist eher das Lautstärkediagramm in einer Auslastungssituation. An dieser Stelle erkennen wir, dass die leistungsstärkere Hardware durchaus mehr Abwärme erzeugt, weshalb die Lüfter eine höhere Geräuschkulisse als das sonst baugleiche Aspire VN7 mit NVIDIA GTX 860M und Intel Core i7-4210HQ erzeugen. Wir sprechen hier von Maximalwerten zwischen 47 dB(A) und 48 dB(A) - also rund 5 dB(A) lauter als beim Vorgänger. Insgesamt bewegt sich das Acer noch in keinem unangenehmen Bereich. Die Lüftergeräusche sind unter Last zwar relativ hoch, blieben aber erträglich. Eine von Acer zur Verfügung gestellte Software soll durch die Umkehrung der Drehrichtung für die Entfernung von Staubablagerungen am und im Lüfter sorgen. Dies kann manuell gestartet werden, oder erfolgt automatisch alle drei Stunden, solange man das Gerät im Netzbetrieb nutzt. Aus diesem Grunde macht sich das Notebook hin und wieder bemerkbar.

Lautstärkediagramm

Idle
29.6 / 32.1 / 35.4 dB(A)
HDD
30.6 dB(A)
DVD
38 / dB(A)
Last
47.3 / 48.1 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
Geräuschentwicklung
8%
1%
aus / Umgebung *
Idle min *
29.6
29.9
-1%
29.4
1%
Idle avg *
32.1
30.7
4%
30.6
5%
Idle max *
35.4
32.1
9%
38.2
-8%
Last avg *
47.3
38.1
19%
44.4
6%
Last max *
48.1
43.6
9%
48
-0%

* ... kleinere Werte sind besser

Temperatur

Herkömmlicher Office-Einsatz wärmt das Acer-Notebook nicht sonderlich auf. Im Idle können Maximaltemperaturen von rund 33 °C erreicht werden. Im hinteren Teil des Notebooks beträgt der Wärmeunterschied zu unserem bereits getesteten VN7-Modell maximal 3 °C. Einen überraschenden Unterschied zum Vorgängermodell mit NVIDIA GTX 860M Grafikeinheit gibt es erst im Last-Betrieb. Trotz potenterer Hardware bleibt unser Testgerät bis zu 3 °C kühler. Dieses Resultat könnte zwei Ursachen haben, die eine wäre eine leistungsstärkere Kühlung. Eine andere und ungewollte Möglichkeit ist, dass aufgrund der höheren Temperaturen die Taktraten runterregeln müssen, damit letztlich weniger Wärme produziert wird. Bei unserem alten Test stellen wir trotz extremer Last (Stresstest) kein Throttling (Unterschreitung des Basistaktes) fest.

Der Stresstest soll uns nun verraten, wie sich die Kerntemperaturen im Inneren der unter extremen Lastbedingungen verhalten. Dazu stehen uns die Programme Prime95 (CPU-Auslastung) und Furmark (GPU-Auslastung) bereit. Schon nach dem Start beider Programme sinken die Taktfrequenzen des Prozessors stetig. Nach wenigen Minuten wird trotz eines Kaltstartes eine CPU-Temperatur von bis zu 97 °C erreicht, was zur Folge hat, dass thermales Throttling einsetzt und der Prozessor unter seinem Basistakt arbeitet. Sobald wir die Stresstestprogramme beenden, steigen die Prozessortaktraten wieder an. Der 3DMark 11-Benchmark erzielt nach der Stressprozedur 5.372 Punkte, dies entspricht einem äquivalenten Ergebnis zum "Kaltstart". Da auch unsere Benchmarks bei aktuellen Games erwartete Ergebnisse zeigen, ist im Gaming-Einsatz nicht mit Leistungseinbußen zu rechnen.

 26.5 °C28.8 °C27.8 °C 
 24.1 °C29.5 °C27.4 °C 
 22.1 °C23.2 °C23.2 °C 
Maximal: 29.5 °C
Durchschnitt: 25.8 °C
27.9 °C33 °C28.8 °C
26.6 °C29.5 °C24.2 °C
23.5 °C24 °C23.2 °C
Maximal: 33 °C
Durchschnitt: 26.7 °C
Netzteil (max.)  26.2 °C | Raumtemperatur 20.9 °C | Voltcraft IR-360
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 33.6 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Multimedia auf 30.9 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 49.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 36.5 °C (von 21.1 bis 71 °C für die Klasse Multimedia).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 51.7 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 38.8 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 25.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.9 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 25.3 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(+) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 29.1 °C (+3.8 °C).

Energieaufnahme

Im Idle-Betrieb wird nur eine minimale Taktrate und die interne Prozessorgrafikkarte genutzt. Hier ist unser Testgerät sogar bis zu 4 W sparsamer als unser eigentlich sehr undurstiges Vergleichsmodell.

Erwartungsgemäß benötigt mehr Leistung auch mehr Strom. Die maximale Leistungsaufnahme des neuen Acer Aspire der Black Edition liegt aber rund 24 W unter der des anderen Modells. Ein Grund könnte das schnell auftretende Throttling sein.

Im Vergleich zu unseren schon getesteten Gaming Notebooks, gehört unser zuvor getestetes Aspire deutlich zu den sparsamsten Modellen, die wir je testen durften. Unser jetziges Modell scheint dies noch einmal zu übertrumpfen.

Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
Stromverbrauch
-5%
-57%
Idle min *
5.8
5.4
7%
13.5
-133%
Idle avg *
13.1
12.6
4%
18.8
-44%
Idle max *
14.5
18.3
-26%
25.5
-76%
Last avg *
98
84.2
14%
95.8
2%
Last max *
104.9
127.6
-22%
140
-33%

* ... kleinere Werte sind besser

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.2 / 0.3 Watt
Idledarkmidlight 5.8 / 13.1 / 14.5 Watt
Last midlight 98 / 104.9 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Im Bereich des Akkus hat sich zumindest datentechnisch nichts geändert. Immer noch wird ein 3-Zellen-Akku mit einer Kapazität von 52 Wh verbaut. In unserem praxisnahen WLAN-Test simulieren wir das Surfen. Dazu stellen wir das ausgeglichene Windows-Energiesparprofil ein und stellen die Helligkeit auf ca 144 cd/m². Nach 3,5 h beendet unser Testgerät seinen Betrieb. Ein direkter Vergleich zu unserem Vergleichskandidaten ist nicht möglich, da wir unsere Testbedingungen zwischenzeitlich geändert haben.

Battery Runtime - WiFi Websurfing 1.3 (nach Ergebnis sortieren)
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
204 min ∼8%
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
258 min ∼10% +26%

Pro

+ Hitzeentwicklung gering
+ Weiterhin sehr gute Eingabegeräte
+ Mattes IPS-Panel
+ Besserer Kontrast als Vorgänger
+ Gute Spieleleistung

Contra

- Lüfter springt früh deutlich hörbar an
- Stabilität des großen Gehäuses
- Wartbarkeit teils erschwert

Fazit

Acer Aspire V 17 Nitro, zur Verfügung gestellt von:
Acer Aspire V 17 Nitro, zur Verfügung gestellt von:

Wie schon in unserem bestehenden Test, überzeugt das Acers Aspire V 17 Nitro abermals und erwies sich in allen Bereichen als ein solides Notebook für 1.370 Euro. Als wichtige Veränderungen zum bereits getesteten Modell gilt eine höher getaktete CPU und eine neue NVIDIA GeForce GTX 960M. Der Prozessor konnte in unseren Benchmarks leider nicht vollends seinen Leistungszuwachs ausschöpfen. Dennoch überzeugen die kurzen Reaktionszeiten, weshalb das Arbeiten am Testgerät äußerst Spaß macht. Die eingesetzte Grafikeinheit zeigt ihr Potential im Gamingbereich und schafft es, dass die meisten Spiele mit hohen oder mittleren Grafikeinstellungen eine flüssige Darstellung finden. 

Acers Gesamtpaket stimmt. Viel Arbeitsspeicher, großer Datenspeicher, schnelle CPU und GPU sowie ein kontrastreiches Display schnüren ein rundes Multimedia-Paket. Das Aspire V17 Nitro sollte definitiv eine Option bei der Wahl eines potenten 17,3-Zoll-Gerätes sein. 

Die Leistung fordert allerdings ihren Tribut bei der Lüftercharakteristik. Obwohl das Acer Notebook im Idle recht leise ist, reagieren die empfindlichen Lüfter direkt auf etwas anspruchsvolle Anwendungen. Nicht in Vergessenheit geraten sollte auch der neue Hersteller des Displays. Obwohl die Auflösung und die Helligkeit äquivalent zum getesteten Aspire VN7 sind, ist es deutlich kontrastreicher geworden.

Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW - 23.04.2015 v4(old)
Nino Ricchizzi

Gehäuse
84 / 98 → 86%
Tastatur
87%
Pointing Device
89%
Konnektivität
65 / 81 → 80%
Gewicht
57 / 20-67 → 79%
Akkulaufzeit
80%
Display
85%
Leistung Spiele
94 / 85 → 100%
Leistung Anwendungen
93 / 92 → 100%
Temperatur
86%
Lautstärke
74 / 95 → 78%
Audio
91%
Kamera
70 / 85 → 82%
Durchschnitt
81%
86%
Multimedia - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Nino Ricchizzi (Update: 15.05.2018)
Nino Ricchizzi
Nino Ricchizzi - Editor
on Kindesbeinen an hielt die Neugierde der Funktionsweise neuster technischer Errungenschaften an. Aus diesem Wissensdrang heraus folgte ein Studium der Mathematik und Informatik. Abseits der Welt der Testberichte arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in dem Arbeitsbereich IT-Security/Cybersecurity für die Industrie 4.0.