Notebookcheck

Test Acer TravelMate P236-M Notebook

Nino Ricchizzi, Stefanie Voigt, 27.02.2015

Einfacher Business-Partner. Das neue Acer Travelmate P236 positioniert sich für 700 Euro in der Mittelklasse der Business Notebooks. Da Zeit bekanntlich Geld ist, sorgen ordentlich schnelle Komponenten für einen runden Arbeitsablauf. Allerdings bremst die Handhabung des Trackpads die Arbeitsgeschwindigkeit rapide aus.

Intels neue Broadwell Architektur findet nun auch in Acers Business-Mittelklasse ihren Anklang. Ein Intel Core i5-5200U wird in dem neuen, 700 Euro teuren Travelmate P236-M-57R4 seitens Acer verbaut. Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen gehören 8 GB Arbeitsspeicher, eine 240 GB große SSD und ein mattes mit 1366 x 768 Pixeln auflösendes Display. Ob diese Grundausstattung ausreicht, um sich im alltäglichen Einsatz, sprich für die Office-Arbeiten in der Arbeitswelt oder als Begleiter für die Uni, durchsetzen zu können, sei zu prüfen. Wie viel Office- und Business-Potential in dieser Preisklasse steckt, werden wir anhand weiterer Kontrahenten beurteilen. 100 Euro können in dieser Preisklasse enorme Unterschiede machen. Als Beispiel wählen wir das HP ProBook 430 G2. Das HP wird noch mit Haswell Architektur bestückt und verfügt über einen Intel Core i5-4210U, 4 GB Arbeitsspeicher und eine 128 GB große SSD. Mittlerweile ist das ProBook 430 schon ab 600 Euro erhältlich. 770 Euro verlangt Asus für das ASUSPRO Essential PU301LA, das mit einem potenten Haswell Prozessor vom Typ Intel Core i7-4500U daherkommt. Jedoch gibt es nur 4 GB Arbeitsspeicher und eine HDD mit 500 GB. Besonders die Akkulaufzeit gilt als bedeutungsvolles Kriterium der Business-Klasse. Genau da setzt das Dell Latitude 3340 an. Ganze 14 Stunden hält das Latitude in einem praxisnahen Szenario aus. Im Inneren rechnet ein Intel Core i5-4200U. Preislich bewegt sich das Gerät zwischen 750 und 800 Euro.

Gehäuse & Ausstattung

Schlank und schlicht beschreibt das Design des TravelMates. Die Materialwahl des 13,3 Zoll großen Notebooks beläuft sich größtenteils auf Kunststoffelemente. Nur der Displayrücken kann sich über eine gebürstete Aluminiumeinheit erfreuen. Die dünne Bauhöhe von 2 cm und das geringe Gewicht von 1.524 g machen das Acer zu einem angenehmen Begleiter. Leider sorgt der Baustoß für unangenehm scharfe Kanten im vorderen Trackpad-Bereich. Weiterhin sind die Scharnierklappen etwas locker. Das Display ist jedoch nicht zu leichtgängig zu öffnen oder zu schließen. Ob die dünnen Scharniere allerdings im Langzeittest bestehen, können wir an dieser Stelle nicht sagen. Der Spalt zwischen Displaypanel und Rahmen sorgt für unschöne Staubablagerungen. Insgesamt ist die Verarbeitung dennoch für diese Preisklasse in Ordnung. Besonders im Vergleich zum gehäuseähnlichen Aspire V3 können wir deutliche Verbesserungen erkennen. Dennoch finden wir keine Wartungsklappen oder gar einen einfachen Zugang zum Akku. Für tiefgründige Reparatur- und Austauschverfahren muss die komplette Bodeneinheit entfernt werden. An dem Schnittstellenumfang und an der Platzierungsstrategie können wir keinen Gefallen finden. Nur eine der beiden USB-Verbindungen verfügt über den USB-3.0-Standard. Bis auf den Headset Port und den SD-Kartenslot werden alle Ports an der rechten Seite verbaut. Je nach angeschlossener Peripherie können die Kabel zu einer immensen Einschränkung des Arbeitsbereiches links neben dem Testgerät führen.

Um eine drahtlose Verbindung herzustellen, wird ein Intel Wireless-AC 7265 Modul verwendet. In einem individuellen Szenario vom Autor wird die durchschnittliche Downloadrate ermittelt. Um einen Vergleich zu ziehen, steht ein Apple MacBook Pro Retina (Late 2013) mit einem Broadcom 802.11ac-Modul bereit. Über eine Fritz!Box 7323SL, die ca. 4 m von beiden Notebooks entfernt ist, steht ein Netzwerkspeicher bereit. Nach einigen 1-GB-Test-Downloads pendelt sich das Acer bei 3,85 MB/s ein und das MacBook bei 11,15 MB/s . Dieser große Unterschied kann auf eine Problematik zwischen dem verwendeten WLAN-Modul und des Routers hinweisen.

330.9 mm 243.2 mm 34 mm 1.8 kg331 mm 234.5 mm 26.3 mm 1.9 kg327 mm 228 mm 20 mm 1.5 kg326 mm 233.5 mm 21 mm 1.5 kg
hinten
hinten
vorne
vorne
links: Headset-Buchse, SD-Kartenslot
links: Headset-Buchse, SD-Kartenslot
rechts: 1x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI-Ausgang, Ethernetport, Netzanschluss
rechts: 1x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI-Ausgang, Ethernetport, Netzanschluss

Eingabegeräte

Eingabegeräte des Acers
Eingabegeräte des Acers

Tastatur

10-Finger-Schreiblinge werden sich schnell an der Tastatur des Acers zurecht finden. Die Druckpunkte sind zufriedenstellend, und die Tasten verfügen über einen knackigen Hub. Die Tasten geben außerdem ebenfalls nicht an den Ecken zu stark nach und besitzen dadurch eine gute Festigkeit. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der geringe Abstand zwischen Raute- und Enter-, sowie Umschalt- und Relationszeichentaste. Dafür ist lobenswert, dass der meist freistehende Platz über der linken und rechten Pfeiltaste mit einer Bild-hoch- und Bild-runter-Taste gefüllt ist. Selbst bei ruhiger Geräuschkulisse macht die Tastatur einen vorbildlichen Eindruck: Dumpf und leise lassen sich die Tasten auch bei leicht härteren und schnellen Eingaben bedienen. 

Trackpad

Die Tastatur bietet einen idealen Einsatz in der Office- und Arbeitswelt. Anders sieht es leider bei dem Trackpad aus: Teilweise reagiert das Touchpad nicht oder nur stark verzögert. Besonders an den Rändern und Ecken ist der Einsatz kaum möglich. Dazu kommt die unter Windows 7 magere native Multitouch-Unterstützung. Eingaben gelingen insgesamt mit vielen Rucklern. Ob es hier an einem softwareseitigen Problem oder gar einem Defekt handelt, können wir nicht sagen. Wie bei dem Acer Aspire V3-371 mangelt es weiterhin an der Verarbeitung: Die Touchpad-Einheit ist nicht genügend fest verbaut, weshalb jegliche Eingaben mit Störgeräuschen des lockeren und auf dem Boden aufkommenden Kunststoffs hinterlegt werden.

Display

Acer spendiert dem TravelMate ein mattes mit 1366 x 768 Bildpunkten auflösendes TN-Panel. Wer auf ein FullHD-IPS-Panel hofft, schaut selbst bei der Konkurrenz ins Leere. Leider liegt die durchschnittliche Helligkeit nur bei rund 187,3 cd/m². Besser steht das ASUSPRO Essential PU301LA mit 235 cd/m² dar. Der Kontrast von 242 : 1 ist zwar gering, jedoch für diese Preisklasse normal. Das Asus und das HP liegen noch einmal deutlich unter diesem Wert. Der sich aus dem Kontrast und der Helligkeit ergebene Schwarzwert von 0,78 cd/m² genügt für normale Tätigkeiten aus, obwohl es nicht für satte Schwarztöne reicht. 

Als ein Gefährt für den ständigen Außenbereich, ist das Testgerät nicht zu betrachten. Das matte Display erlaubt bei schattigen Umgebungen einen spiegelfreien Einsatz. Düster wird es, bedingt durch die geringe Helligkeit, bei direkter Sonneneinstrahlung.

Meist düstere Aussichten ...
Meist düstere Aussichten ...
... im Outdoor-Bereich.
... im Outdoor-Bereich.
An schattigen Orten ...
An schattigen Orten ...
... ist ein Einsatz durchaus denkbar.
... ist ein Einsatz durchaus denkbar.
209
cd/m²
204
cd/m²
197
cd/m²
179
cd/m²
188
cd/m²
180
cd/m²
187
cd/m²
163
cd/m²
179
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
AU Optronics B133XW01 V3
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 209 cd/m² Durchschnitt: 187.3 cd/m²
Ausleuchtung: 78 %
Helligkeit Akku: 188 cd/m²
Kontrast: 242:1 (Schwarzwert: 0.777 cd/m²)
ΔE Color 12.21 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 13.1 | 0.64-98 Ø6.2
39.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.66

Die CalMAN Analyse der Graustufen bestätigt den schon ersichtlich starken Blaustich. Die DeltaE-Abweichung von über 13 ist viel zu hoch. Gleichermaßen kommen die Farben bei der durchschnittlichen Abweichung von über 12 nicht besser weg. Ebenso enttäuschend sieht es bei der Farbraumabdeckung aus, die eher für den professionellen Grafiker interessant ist. Diese beträgt 39,4 % beim AdobeRGB-Raum und 56,6 % beim sRGB-Raum.

Abdeckung des AdobeRGB-Raumes
Abdeckung des AdobeRGB-Raumes
CalMAN - Farbsättigung
CalMAN - Farbsättigung
CalMAN - Farben
CalMAN - Farben
CalMAN - Graustufen
CalMAN - Graustufen
Abdeckung des sRGB-Raumes
Abdeckung des sRGB-Raumes

Leistung

Das Testgerät wird mit einer neuen Broadwell-CPU ausgestattet. In Kombination mit einem 8 GB großen Arbeitsspeicher und einem schnellen Festspeicher ist das Acer für den Office- und Multimedia-Bereich prädestiniert. Reserven für einige anspruchsvollere Anwendungen und einige ältere Spiele sind mit der internen Grafikeinheit denkbar. Den Leistungsunterschied zu annähernd äquivalent ausgestatteten Notebooks wird der nur im Single-Channel arbeitende Arbeitsspeicher sein. Unsere hier vorliegende TravelMate Version ist unter den P236-Modellen die potenteste. Weitere sind mit Intel Core i3-5005U und einer 500-GB-Magnetfestplatte für rund 560 Euro verfügbar.

Prozessor

Die sparsame Dual-Core Intel Core i5-5200UCPU taktet mit einer Grundrate von 2,2 GHz. Dank Turbo-Modus können bis zu 2,7 GHz erreicht werden. Die maximale Leistungsaufnahme wird seitens Intel mit 15 W angegeben. Unsere auserkorene Konkurrenz rechnet noch mit Haswell Prozessoren. In wie fern dies ein Nachteil darstellt, wird der Cinebench R15 zeigen. Im Multi-Core-Test schneidet das Testgerät mit 258 Punkten 11 % besser als seine im Dell Latitude 3340 verbaute Haswell-Vorgänger-CPU ab. Selbst den Intel Core i5-4210U überholt das Acer mit rund 7 % mehr Punkten. Der Intel Core i7-4500U des Asus zeigt sich mit 272 Punkten etwas leistungsstärker.

Die maximale Turbo-Taktrate von 2,7 GHz wird immer noch kurz während des Betriebs erreicht. Bei den Benchmarks bleibt die CPU trotz Lastbedingung konstant auf 2,5 GHz. Selbst nach einem mehrmaligen Cinebench-Durchlauf unterschritten wir nie diese Frequenz.

Selbst unter Batteriebetrieb macht das Testgerät keinen Halt. Ohne Netzbetrieb kann die volle Leistung abgerufen werden. Für weitere Details zur eingesetzten CPU und weiteren Vergleichen sei an unsere Benchmarkliste von Notebook-Prozessoren verwiesen.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer TravelMate P236-M-57R4
107 Points ∼49%
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G
114 Points ∼52% +7%
HP Probook 430 G2
106 Points ∼49% -1%
Dell Latitude 3340 Education Series
100 Points ∼46% -7%
Acer Aspire V3-371-58DJ
108 Points ∼50% +1%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Acer TravelMate P236-M-57R4
257 Points ∼6%
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G
272 Points ∼6% +6%
HP Probook 430 G2
240 Points ∼5% -7%
Dell Latitude 3340 Education Series
229 Points ∼5% -11%
Acer Aspire V3-371-58DJ
260 Points ∼6% +1%

Legende

 
Acer TravelMate P236-M-57R4 Intel Core i5-5200U, Intel HD Graphics 5500, Kingston RBU-SC100S37240GE
 
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G Intel Core i7-4500U, Intel HD Graphics 4400, Toshiba MQ01ABF050
 
HP Probook 430 G2 Intel Core i5-4210U, Intel HD Graphics 4400, Samsung SSD 840 PRO MZ7PD128HCFV-000H1
 
Dell Latitude 3340 Education Series Intel Core i5-4200U, Intel HD Graphics 4400, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
 
Acer Aspire V3-371-58DJ Intel Core i5-5200U, Intel HD Graphics 5500, Kingston RBU-SC100S37240GE
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.21 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.51 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
18.79 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
107 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
257 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
25.22 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
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System Performance

Das subjektive Arbeitsgefühl ist dank schnellem Festspeicher und rechenstarker CPU äußerst erfreulich. Um einen Eindruck vom Gesamtsystem zu bekommen, untersuchen wir die Systemleistung mit dem PCMark 7. Der Vergleich zur Konkurrenz bestätigt unser erstes Gefühl: Die 4.096 erreichten Punkten liegen weit über den 2.475 Punkten des Asus und 2.928 Punkten des Dell. Als Streber dieser Runde rückt das HP ProBook 430 G2 ins Rampenlicht: Eine um 15 % bessere Systembewertung erhält das HP, obwohl es mit schwächerer Hardware auskommt. Bis zu dieser Stelle haben wir einen für den Test ausschlaggebenden Faktor noch nicht berücksichtigt: die Festplatte. Obwohl beide mit einem Festspeicher arbeiten, könnte dies der Grund der Differenz sein, da der PCMark 7 Geräte mit schnellem SSD-Speicher deutlich bevorzugt.

Acer TravelMate P236-M-57R4
HD Graphics 5500, 5200U, Kingston RBU-SC100S37240GE
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G
HD Graphics 4400, 4500U, Toshiba MQ01ABF050
HP Probook 430 G2
HD Graphics 4400, 4210U, Samsung SSD 840 PRO MZ7PD128HCFV-000H1
Dell Latitude 3340 Education Series
HD Graphics 4400, 4200U, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
PCMark 7
-36%
16%
-26%
Computation
9870
9300
-6%
13500
37%
9791
-1%
Creativity
7687
4679
-39%
8847
15%
5551
-28%
Entertainment
3045
2444
-20%
3176
4%
2520
-17%
Productivity
3533
1511
-57%
4173
18%
2127
-40%
Lightweight
4626
2203
-52%
5183
12%
2668
-42%
Score
4097
2475
-40%
4556
11%
2928
-29%
PCMark 7 Score
4097 Punkte
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Massenspeicher

"Zeit ist Geld" ist das Motto der Arbeitswelt, und besonders SSD-Festplatten sorgen für ein rundes und schnelles System. Deswegen verbaut Acer eine 240 GB große Kingston SSD. Obwohl diese Lese- und Schreibwerte von fast 500 MB/s und 270 MB/s nicht ganz an die Resultate der Samsung SSD 840 PRO des HPs herankommen, sorgt der Festspeicher für einen angenehmen Betriebsfluss.

Kingston RBU-SC100S37240GE
Sequential Read: 495.77MB/s
Sequential Write: 270.72MB/s
4K Read: 20MB/s
4K Write: 40.19MB/s
4K-64 Read: 289.74MB/s
4K-64 Write: 132.08MB/s
Access Time Read: 0.146ms
Access Time Write: 0.087ms
Score Read: 359Points
Score Write: 199Points
Score Total: 737Points

Grafikkarte

Eine interne Intel HD Graphics 5500 findet seine Verwendung in dem TravelMate P236. Die Prozessorgrafikkarte taktet mit bis zu 950 MHz und unterstützt nun wichtige Standards wie OpenCL 2.0 und DirectX 11.2. Alle Kontrahenten verwenden eine Intel HD Graphics 4400, welche sich im 3DMark 11 als deutlich schwächer erweist. Das Acer baut mit 1.014 Punkten einen Vorsprung von 17 % vor dem ASUSPRO Essential PU301LA und über 20 % bei den Vergleichspartnern aus dem Hause HP und Dell auf.

Selbst den Akkubetrieb scheut unser Testkandidat nicht: Eine äquivalente Grafikleistung wird hierbei laut 3DMark-11-Ergebnis erreicht.

3DMark 11 - 1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
Acer TravelMate P236-M-57R4
1014 Points ∼3%
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G
843 Points ∼2% -17%
HP Probook 430 G2
781 Points ∼2% -23%
Dell Latitude 3340 Education Series
774 Points ∼2% -24%

Legende

 
Acer TravelMate P236-M-57R4 Intel Core i5-5200U, Intel HD Graphics 5500, Kingston RBU-SC100S37240GE
 
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G Intel Core i7-4500U, Intel HD Graphics 4400, Toshiba MQ01ABF050
 
HP Probook 430 G2 Intel Core i5-4210U, Intel HD Graphics 4400, Samsung SSD 840 PRO MZ7PD128HCFV-000H1
 
Dell Latitude 3340 Education Series Intel Core i5-4200U, Intel HD Graphics 4400, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
3DMark 11 Performance
1014 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
41862 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
4560 Punkte
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Gaming Performance

Die hardwaretechnischen Beschaffenheiten sorgen schon auf den ersten Blick für einen Ausschluss an die High-End-Gaming-Welt. Nur unter niedrigen Grafikeinstellungen ist auch das eine oder andere neuere Spiel spielbar. So muss beispielsweise der FIFA-Abend nicht fehlen. Bei niedrigen Einstellungen sind in der 2015er-Version durchschnittlich fast 42 fps zu erwarten. Die neue Intel HD Graphics 5500 zeigt sich besonders leistungsstärker als eine Intel HD Graphics 4400. Mit fast 26 fps lässt sich BioShock Infinite noch gerade so unter minimalsten Einstellungen mit dem HP Probook 430 G2 genießen. Bei unserem Testgerät sind ganze 32 Bilder die Sekunde laut internem Benchmark zu erwarten.

min. mittel hoch max.
Crysis 3 (2013) 16.1 10.2 7.4 fps
BioShock Infinite (2013) 31.9 18.1 14.7 4.6 fps
Battlefield 4 (2013) 24.2 14.3 8.9 fps
Watch Dogs (2014) 15.1 10.6 fps
Fifa 15 (2014) 41.8 28.2 fps
Far Cry 4 (2014) 14.9 11.1 fps

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

So lange der Betrieb nur  im Idle-Modus erfolgt, gibt das 13,3-Zoll-Acer keinen Mucks von sich; der Lüfter bleibt ausgeschaltet. Die dunkle Seite des Acers zeigt sich erst unter Lastbetrieb: Schon kurz nach dem Start einiger performancelastigen Anwendungen springen die Lüfter an und erreichen schnell ihr Maximum. Mit 40,8 dB(A) ist das TravelMate 2-5 dB(A) lauter als unsere Vergleichs-Notebooks. Obwohl man sich bei der Lautstärke nicht unbedingt Freunde in Bibliotheken oder in leisen Arbeitsräumen macht, kommt diese Lüftercharakteristik dem Prozessortakt zur Gute, wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden.

Lautstärkediagramm

Idle
29.1 / 29.1 / 29.1 dB(A)
Last
38.7 / 40.8 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-451 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

keine Wartungsklappen auf der Unterseite
keine Wartungsklappen auf der Unterseite
Stresstest
Stresstest

Besonders unter Last wird im Lüfterbereich ein hoher Hotspot von knapp 45 °C erreicht. Dieser betrifft zum Glück nicht den Arbeitsbereich, sondern die Unterseite in der hinteren Mitte. Ein Einsatz auf den Oberschenkel ist dadurch meist problemlos möglich. Selbst die Konkurrenz schneidet nicht großartig anders ab. Interessant allerdings wird der Blick ins  Innere. Vorhin konnten wir empfindliche und für diese Notebook-Kategorie laute Lüfter feststellen. Der sich daraus ergebene Vorteil ist, dass im Stresstest mittels Prime95 und Furmark eine Turbofrequenz von konstant 2,5 GHz aufrecht erhalten wurde. Selbst nach mehreren Stunden wurde diese nicht unterschritten. Im Anschluss des Stresstests starteten wir den 3DMark 11, um zu sehen, ob das Acer tatsächlich gleiche Werte wie unter einem Kaltstart erreicht - dies ist auch der Fall.

Max. Last
 25.9 °C32.4 °C33.5 °C 
 23.4 °C27.8 °C28.8 °C 
 22.6 °C23.8 °C23.9 °C 
Maximal: 33.5 °C
Durchschnitt: 26.9 °C
39.4 °C44.8 °C26.4 °C
27.8 °C29.9 °C23.9 °C
24.5 °C23.3 °C22.1 °C
Maximal: 44.8 °C
Durchschnitt: 29.1 °C
Netzteil (max.)  48 °C | Raumtemperatur 19.6 °C | Fluke 62 Max
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 26.9 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office v7 auf 29.4 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 33.5 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 44.8 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 25.6 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 24 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(+) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.1 °C (+4.1 °C).

Lautsprecher

Für ein kleines 13,3-Zoll-Mittelklasse-Business-Gerät punkten die Lautsprecher hinsichtlich ihrer Lautstärke. Selbst ein angemessenes Klangspektrum ist wahrnehmbar. Von satten Bässen kann bei solchen Standard-Lautsprechern nicht die Rede sein. Dennoch genügt das Testgerät für sämtliche Skype Konferenzen oder den gelegentlichen YouTube Clip.

Energieaufnahme

Trotz rechenstarker CPU bleibt die Leistungsaufnahme im Idle noch gering. Wirklich durstig wird das Acer dann aber doch im Last-Betrieb: Beinahe 40 W verlangt unser Testkandidat, was auf die erstaunlich hohen Taktraten im Stresstest zurückzuführen ist. Offensichtlich wird die CPU, anders als gewöhnlich, nicht bei 15 Watt abgeregelt. Weniger verbraucht der Konkurrent von Asus mit einem Intel Core i7-4500U. Rund 13 W weniger werden vom HP und Dell benötigt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 3 / 5.7 / 6.3 Watt
Last midlight 30.2 / 39.1 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Extech Power Analyzer 380803

Akkulaufzeit

Der Vier-Zellen-Lithium-Ion-Akku verfügt über eine Kapazität von 49 Wh. Um ein praxisnahes Szenario zu simulieren, testen wir das Surfen über WLAN. Dazu stellen wir die Helligkeit auf etwa 150 cd/m² ein. Im Energiesparprofil wechseln im Minutentakt die Webseiten mit verschiedenen Inhalten von Texten bis hin zu Video-Clips. Leider schaltet das Acer nach 6 h ab und hält keinen ganzen Arbeitstag aus. Das soll nicht heißen, dass die Konkurrenz besser abschneidet. Eine halbe Stunde früher schalten das Asus ASUSPRO Essential PU301LA und das HP ProBook 430 G2 ab. Als ein wahres Vorbild dieser Notebook-Klasse offenbart sich das Dell Latitude 3340 mit 14,5 h Laufzeit.

Akkulaufzeit - WLAN (alt) (nach Ergebnis sortieren)
Acer TravelMate P236-M-57R4
HD Graphics 5500, 5200U, Kingston RBU-SC100S37240GE
359 min ∼41%
HP Probook 430 G2
HD Graphics 4400, 4210U, Samsung SSD 840 PRO MZ7PD128HCFV-000H1
332 min ∼38%
Asus ASUSPRO Essential PU301LA-RO064G
HD Graphics 4400, 4500U, Toshiba MQ01ABF050
317 min ∼36%
Dell Latitude 3340 Education Series
HD Graphics 4400, 4200U, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
871 min ∼100%
Akkulaufzeit
Surfen über WLAN
5h 59min

Fazit

Acer TravelMate P236
Acer TravelMate P236

Einen teilweise holprigen Einstieg in der unteren Mittelklasse der Business-Sparte vollbringt das Acer TravelMate P236. Das Gehäuse ist auf Grund des geringen Gewichtes und des schlichten Looks ein ansehnlicher Begleiter. Kleinere Defizite in der Verarbeitung mussten wir in Kauf nehmen. Leider werden keine Wartungsklappen oder sonstige Vorrichtungen für den schnellen Hardware- oder Akkutausch verwendet. In puncto Eingabegeräte stießen wir auf verschiedene Gesichtspunkte in Sachen Qualität. Die Tastatur ist für diese Preisklasse wirklich gelungen und erlaubt schnelles und komfortables Schreiben. Die Hersteller von solchen Office-Geräte sollten besonders bei den Eingabegeräten ein gewisses Maß an Qualität abliefern. Dieses fehlt gänzlich bei dem Trackpad; Probleme bei der Eingabe und Genauigkeit schließen eher auf einen Defekt hin. Dies sollte individuell vor dem Kauf geprüft werden. Schön allerdings ist, dass das Testgerät ein mattes Display verwendet. Obwohl Acer ein TN-Panel einsetzt, ist die Blickwinkelstabilität okay. Für eine Outdoor-Tauglichkeit mangelt es an Helligkeit, und auch die Abbildung der Graustufen (starker Blaustich) und Farben könnte besser ausfallen. Die Rechenleistung und Reaktionsfreudigkeit des TravelMates erwiesen sich ideal für den Arbeitsalltag. Obwohl die Leistung stimmig ist, könnte der unruhige und laute Lüfter stören. Bei der Akkulaufzeit erreichte das Acer mit 6 h einen angemessenen Wert, der aber weit hinter dem des Dell Latitude 3340 von 14,5 h liegt.

Zusammengefasst ist mit dem Acer TravelMate P236 für 750 Euro ein Mittelklasse-Business-Gerät erhältlich, das eine ordentliche Systemleistung besitzt. Leider müssen hinsichtlich der Verarbeitung und des Displays einige Abstriche gemacht werden. Ein Blick auf die Konkurrenz ist auch interessant.

Preisvergleich

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Das Acer TravelMate P236, zur Verfügung gestellt von:
Das Acer TravelMate P236, zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

Acer TravelMate P236-M-57R4
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5500, Kerntakt: 900 MHz, Speichertakt: 800 MHz, igdumdim64 10.18.10.3995 / Win7 64
Hauptspeicher
8192 MB 
, Single-Channel DDR3 SDRAM, 1/2 Steckplätzen belegt
Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1366 x 768 Pixel, AU Optronics B133XW01 V3, TN, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Kingston RBU-SC100S37240GE, 240 GB 
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 2.0, 1 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, Card Reader: SD
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Wireless-AC 7265 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.0 Bluetooth
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 20 x 327 x 228
Akku
49 Wh Lithium-Ion, 4 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, 24 Monate Garantie
Gewicht
1.524 kg, Netzteil: 277 g
Preis
700 Euro

 

Schlicht und edel ...
Schlicht und edel ...
... beschreibt das Aussehen ...
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... des neuen TravelMates P236.
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Eine brauchbare Tastatur und ein ...
Eine brauchbare Tastatur und ein ...
... etwas misslungenes Touchpad ...
... etwas misslungenes Touchpad ...
... müssen für den Office-Einsatz genügen.
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Links

Pro

+Matter Bildschirm
+Systemleistung
+Design
+Turbo selbst nach langem Stresstest
+Tastatur
 

Contra

-Verarbeitung
-Lüftercharakteristik
-Wartbarkeit
-grausiges Touchpad
-Schnittstellenpositionierung und Umfang
-Starker Blaustich

Shortcut

Was uns gefällt

In dem 13,3-Zoll-Acer stecken für 750 Euro schnelle Leistungskomponenten. Weiterhin gefällt das schlichte und schmale Gehäuse.

Was wir vermissen

Ein höher auflösendes Panel und/oder ein IPS-Panel mit besserer Wertung. Besonders das Trackpad enttäuscht, und allgemein wäre ein höheres Niveau an Qualität in Zukunft angebracht.

Was uns verblüfft

Selbst nach langem Auslastungstest erreicht das Acer TravelMate seine volle Performance.

Die Konkurrenz

Eine potente Intel Core i7 CPU bietet das Asus ASUSPRO Essential PU301LA. Ein ordentliches Gehäuse und gute Werte im PCMark besitzt das HP ProBook 430 G2. Besonders die Akkulaufzeit sticht im Dell Latitude 3340 ins Auge, was dieses Notebook schon alleine dadurch zu einem wahren Business-Künstler macht.  

Bewertung

Acer TravelMate P236-M-57R4 - 23.02.2015 v4(old)
Nino Ricchizzi

Gehäuse
75 / 98 → 77%
Tastatur
81%
Pointing Device
64%
Konnektivität
49 / 80 → 61%
Gewicht
69 / 20-67 → 100%
Akkulaufzeit
89%
Display
73%
Leistung Spiele
63 / 68 → 93%
Leistung Anwendungen
75 / 92 → 82%
Temperatur
92%
Lautstärke
90%
Audio
60%
Kamera
40 / 85 → 47%
Durchschnitt
71%
77%
Office - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Nino Ricchizzi (Update: 15.05.2018)
Nino Ricchizzi
Nino Ricchizzi - Editor
Von Kindesbeinen an hielt die Neugierde der Funktionsweise neuster technischer Errungenschaften an. Aus diesem Wissensdrang heraus folgte ein Studium der Mathematik und Informatik. Abseits der Welt der Testberichte arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in dem Arbeitsbereich IT-Security/Cybersecurity für die Industrie 4.0.