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Test Asus ZenFone AR (ZS571KL) Smartphone

Manuel Masiero, 👁 Daniel Schmidt, Sven Kloevekorn, 03.11.2017

Erweiterte Realität. Das Asus ZenFone AR bringt Augmented Reality und Virtual Reality zusammen, denn es ist laut Hersteller das weltweit erste Smartphone, das für Google Tango und Daydream zertifiziert ist. Asus ruft für sein 5,7 Zoll großes Oberklasse-Smartphone jedoch stolze 899 Euro auf. Ob seine AR- und VR-Features diesen Preis rechtfertigen, zeigt unser Test.

Mit dem ZenFone AR setzt Asus gleich zweimal ein Ausrufezeichen. Das 5,7 Zoll große Smartphone auf Basis von Android 7.0 und dem rasanten Quadcore-SoC Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro ist das erste Smartphone, in dem bis zu 8 GB RAM stecken. Eindeutig im Vordergrund steht aber die zweite Besonderheit.

Das ZenFone AR ist laut Hersteller das weltweit erste Smartphone, das für Google Tango und Google Daydream zertifiziert ist. Das ZenFone AR kann damit virtuelle Objekte in Echtzeit in das Kamerabild einbetten (Augmented Reality, AR). Über die optional erhältliche Daydream-3D-Brille lässt sich das Bild sich dann gleichzeitig auch dreidimensional darstellen (Virtual Reality, VR). Günstig ist das Gesamtpaket allerdings nicht, denn Asus ruft für die ZenFone-AR-Konfiguration mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher stolze 899 Euro auf.

Erste AR-Gehversuche unternahm bereits das Lenovo Phab 2 Pro, war aufgrund seiner nicht allzu leistungsstarken Hardware aber damit überfordert. Das Asus ZenFone steht dagegen auf einem deutlich stärkeren Hardware-Fundament und bringt damit beste Voraussetzungen für flüssige Augmented-Reality-Anwendungen mit. Wie gut ihm das in der Praxis gelingt, zeigt unser Test. Dabei vergleichen wir das ZenFone AR nicht nur mit dem Lenovo Phab 2 Pro, sondern lassen es auch gegen vergleichbar ausgestattete Smartphones aus der Oberklasse antreten, und zwar gegen das Apple iPhone 8, das LG G6, OnePlus 5 und das Samsung Galaxy S8.

Asus ZenFone AR ZS571KL (Zenfone Serie)
Hauptspeicher
6144 MB 
, LPDDR4
Bildschirm
5.7 Zoll 16:9, 2560 x 1440 Pixel 515 PPI, kapazitiv, Super AMOLED, Corning Gorilla Glass 4, 10-Finger-Multitouch, über 100% NTSC-Farbraumwiedergabe, 79% Screen-to-Body Ratio, spiegelnd: ja
Massenspeicher
128 GB UFS 2.0 Flash, 128 GB 
, 110 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3.5-mm-Headsetbuchse, Card Reader: microSD-Karten bis 2 TB, 1 Fingerprint Reader, NFC, Helligkeitssensor, Sensoren: Beschleunigungssensor, Gyroskop, elektronischer Kompass, Näherungssensor, Umgebungslichtsensor, Hallsensor, RGB-Sensor, IR-Sensor (Laser-AF), Fingerabdrucksensor, Barometer, Wi-Fi Direct, Quick Charge 3.0, USB-OTG
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2, GSM (850/​900/​1.800/​1.900 MHz), UMTS (800, 850, 900, 1.900, 2.100 MHz), LTE Cat.11 (Band 1, 2, 3, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 38, 40, 41), Downloads bis zu 600 MBit/s, Uploads bis zu 75 MBit/s, Kopf-SAR 0,85 W/Kg, Körper-SAR 1,59 W/kg, Nano-SIM, Dual SIM, LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 8.95 x 158.7 x 77.7
Akku
3300 mAh Lithium-Ion, BoostMaster-Schnellladefunktion: 60% Akku in 39 Minuten (18W) laut Hersteller
Betriebssystem
Android 7.0 Nougat
Kamera
Primary Camera: 23 MPix Sony IMX318, 1,0 µm Pixelgröße, f/2.0, 27 mm Brennweite, 6-Elemente-Linse, 4-stufiger optischer Bildstabilisator (OIS), 3-achsiger elektronischer Bildstabilisator (EIS), Dual-LED Zweifarbblitz, 4K-Videoaufnahmen mit 30 fps
Secondary Camera: 8 MPix OmniVision 8856, 1,12 µm Pixelgröße, f/2.0, Display-Blitz
Sonstiges
Lautsprecher: Mono-Lautsprecher, Tastatur: virtuell, Netzteil (9V, 2A), USB-C-Kabel, USB-C- auf USB-A-2.0-Adapter, Kopfhörer, Dokumentation (Anleitung, Garantiekarte), ASUS ZenUI 3.0, 24 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
170 g, Netzteil: 40 g
Preis
899 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Gehäuse

Das Asus ZenFone AR hüllt sich in einen Aluminiumrahmen, der auf der Vorderseite von Corning Gorilla Glass 4 geschützt wird. Die Rückseite besteht aus geglättetem Leder, das eine leicht angeraute Oberflächenstruktur besitzt. Den Fingern gibt das Backcover dadurch einen guten Halt, es fühlt sich allerdings eher wie weicher Kunststoff an als wie echtes Leder. Ebenfalls auf der Rückseite sitzt das für Tango AR und Daydream VR maßgeschneiderte, TriCam genannte Kameramodul, das sich aus der 23-Megapixel-Hauptkamera sowie zwei weiteren Kameras für Bewegungserkennung und Tiefenschärfe zusammensetzt. Es ragt etwas aus dem Gehäuse hervor, wodurch das Smartphone leicht ins Wippen kommt, wenn es auf dem Tisch liegt und man den Displayrand antippt.

Mit genau 8,95 Millimetern Bauhöhe ist das ZenFone AR etwas dicker als fast alle Vergleichsgeräte und wird nur vom 6,4 Zoll großen Lenovo Phab 2 übertroffen (10,7 mm). Dennoch wirkt das Smartphone sehr schlank und macht durch seine dünnen Spaltmaße und das robuste Chassis auch einen sehr hochwertigen Eindruck. Das immerhin 5,7 Zoll große Gehäuse lässt sich weder nennenswert verwinden noch an irgendeiner Stelle spürbar eindrücken.

Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)
Asus ZenFone AR (ZS571KL)

Größenvergleich

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Ausstattung

Im ZenFone AR rechnet das High-End-SoC Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, das laut Asus für Googles Augmented-Reality-Technologie Tango optimiert ist. In das SoC integriert sind die Grafikkarte Adreno 530 und ein LPDDR4-Speichercontroller, der mindestens 6 GB RAM ansteuert. Herkömmliche Apps ziehen kaum Vorteile aus derart viel Hauptspeicher, doch für Tango sollte reichlich davon vorhanden sein. Das Lenovo Phab 2 Pro unterstützt die AR-Technologie von Google ebenfalls, erwies sich dafür im Test mit seinen 4 GB RAM und seinem schwächeren Qualcomm-SoC Snapdragon 652 MSM8976 aber als unterdimensioniert.

Asus bietet das ZenFone AR auch in einer Variante mit 8 GB RAM an, verrät aber nicht, ob es sie auch hierzulande zu kaufen geben wird. Im deutschsprachigen Asus-Webshop und in hiesigen Preisvergleichsportalen war zum Testzeitpunkt jedenfalls nur die 6-GB-Variante erhältlich.

Das ZenFone AR kommt mit schnellem UFS-2.0-Speicher, der je nach gewählter Version 64, 128 oder 256 GB groß ist. Bei unserem 128-GB-Testexemplar waren im Auslieferungszustand noch rund 110 GB frei.

Der interne Speicher lässt sich per microSD-Karte theoretisch um bis zu 2 TB erweitern, praktisch sind es aber maximal 400 GB, weil derzeit keine größeren microSD-Karten verfügbar sind. Mit einer microSD-Karte an Bord fällt ein freier Steckplatz und damit auch die Dual-SIM-Funktion im Nano-SIM-/microSD-Einschub weg. Ein Auslagern von Apps auf microSD-Karte klappte im Test nicht, weil das ZenFone AR die microSD-Karte als tragbaren Speicher formatiert und sich damit nur Fotos und andere Mediendateien darauf ablegen lassen.

Der USB-Typ-C-Port läuft zwar nur mit USB-2.0-Tempo, unterstützt aber USB-OTG und Quick Charge 3.0. Mit an Bord ist auch ein High-Res-Soundchip (bis zu 24 Bit/192 kHz).

links: Nano-SIM-/micro-SD-Hybrid-Slot
links: Nano-SIM-/micro-SD-Hybrid-Slot
rechts: Powertaste, Lautstärkewippe
rechts: Powertaste, Lautstärkewippe
Kopfseite: Mikrofon
Kopfseite: Mikrofon
Fußseite: 3,5-mm-Audiobuchse, Mikrofon, USB 2.0 Typ C, Lautsprecher
Fußseite: 3,5-mm-Audiobuchse, Mikrofon, USB 2.0 Typ C, Lautsprecher

Software

Asus liefert das ZenFone AR mit Android 7.0 und seiner neuesten hauseigenen Benutzeroberfläche namens ZenUI 3.0 aus. Zum Testzeitpunkt (Ende Oktober) befanden sich die Sicherheitsupdates noch auf dem Stand vom 1. August 2017 und waren damit nicht mehr aktuell.

Bei den Apps legt Asus den Fokus ganz klar auf Tango. Googles Tango-App findet sich direkt auf dem Startbildschirm und fungiert als Launcher-App beziehungsweise App Store, über den sich weitere Tango-Anwendungen herunterladen lassen. Einige davon sind bereits auf dem Smartphone vorinstalliert.

Slingshot Island: Schwebende Insel unter Beschuss
Slingshot Island: Schwebende Insel unter Beschuss

Was genau sind nun Tango-Apps? Im Prinzip nichts anderes als Anwendungen und Spiele, die das Kamerabild mit eigenen Inhalten überlagern. Die meisten Tango-Apps sind eher nette Spielereien. So kann man zum Beispiel mit Slingshot Island das Smartphone in eine Steinschleuder verwandeln und virtuelle Burgen damit beschießen. Ebenfalls zur Auswahl stehen Apps wie Solar Simulator. Damit holen sich User ein maßstabsgetreues Abbild des Sonnensystems in die eigenen vier Wände und können dann zwischen den Planeten hin- und her spazieren. Recht praktisch ist die Measure-App, ein virtuelles Metermaß. Damit visiert man Anfangs- und Endpunkte mit der Kamera an bekommt dann die Länge im Display angezeigt. 

BMW i Visualiser: Probesitzen im Elektroauto, hier im BMW i3.
BMW i Visualiser: Probesitzen im Elektroauto, hier im BMW i3.

Auch wenn die meisten Tango-Apps nur zur kurzfristigen Unterhaltung taugen, befinden sich doch einige darunter, die zeigen, welches Potenzial in AR-Anwendungen steckt. So kann man sich zum Beispiel mit dem BMW i Visualiser einen BMW i3, i3s oder i8 innen wie außen im Detail anschauen und auch interaktiv bedienen, also etwa die Scheinwerfer einschalten oder die Türen öffnen. In Kombination mit der 3D-Brille Google Daydream View Headset wird das dann richtig interessant – man kann vor dem Kauf quasi schon einmal virtuell im schicken Elektroflitzer Platz nehmen, was optisch durch das hochauflösende WQHD-Display gut unterstützt wird und insgesamt für einen tollen räumlichen Eindruck sorgt.

In die gleiche Kerbe schlagen auch Bekleidungs- und Einrichtungs-Apps wie Dressing Room, Lowe’s, Wayfair und iStaging. Mit Dressing Room kann man ein Mannequin, das den eigenen Proportionen nachempfunden ist, mit Kleidung ausstatten und anschließend die Klamotten auf Wunsch einkaufen. Lowe’s, Wayfair und iStaging ermöglichen es, Möbel und Gegenstände im Raum aufzustellen – ein kurzweiliges „Probewohnen“ der etwas anderen Art. Eine Zoomfunktion wäre bei den Einrichtungs-Apps jedoch hilfreich gewesen, denn besonders die Platzierung von großen Möbeln in kleinen Räumen ist alles andere als leicht und gerät schnell zur fummeligen Angelegenheit.

Measure - das Smartphone als Metermaß
Measure - das Smartphone als Metermaß
iStaging - virtuelle Wohnwelten
iStaging - virtuelle Wohnwelten

All das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut, weil sich das Drei-Kamera-System des ZenFone AR die aktuelle Position der Objekte punktgenau merkt und es dem Anwender so erlaubt, buchstäblich um virtuelle Gegenstände herumzugehen, auch wenn die Kameraoptik die Proportionen zwischen Umgebung und virtuellem Objekt nicht immer ganz zielsicher trifft. Dann reicht es aber meistens, das Smartphone an eine andere Position zu bewegen, um die Verhältnisse wieder geradezurücken.

Sehr gut gelingen dem ZenFone AR die Distanzmessungen. Sie sind bis auf den Zentimeter genau, wenn man sie aus kürzeren Abständen bis etwa 2 Meter vornimmt und sorgfältig zielt. Auch dann kann es aber immer mal wieder passieren, dass die Measure-App auf den falschen Punkt fokussiert und die Messung damit hinfällig wird. Bei Objekten, die mehr als 10 Meter entfernt sind, stößt die App zudem sehr schnell an ihre Grenzen.

Insgesamt hinterließ das ZenFone AR im Test anders als noch das Lenovo Phab 2 Pro, das ebenfalls Tango unterstützt, einen soliden Eindruck bei den AR-Anwendungen – bei keiner Tango-App kam es zu Verzögerungen oder Grafikfehlern. Dabei wurde das ZenFone AR zwar recht warm, allerdings nie so heiß, dass es auf Dauer unangenehm war, es in der Hand zu halten. Steckt das Smartphone im VR-Headset, spielt dieser Punkt ohnehin keine Rolle mehr.

Es gibt letztlich nur einen großen Haken: Die Auswahl an Tango-Apps ist derzeit noch sehr klein und umfasst nur etwa 30 Anwendungen und Spiele. Eine laufend von Google aktualisierte Liste der Tango-Titel gibt es hier.

Die übrigen vorinstallierten Apps beschränken sich auf die Google-Apps und herstellereigene Tools wie ZenCircle oder ZenTalk. Dazu kommt eine Mini-Auswahl an Spielen und Apps, die sich aber praktischerweise alle deinstallieren lassen.

Aktuell gibt es in Google Play nur knapp über 30 Tango-Apps.
Aktuell gibt es in Google Play nur knapp über 30 Tango-Apps.
das optional erhältliche Google Daydream View Headset
das optional erhältliche Google Daydream View Headset

Kommunikation und GPS

Mit LTE Cat.11 unterstützt das ZenFone AR Downloads mit bis zu 600 MBit/s und erreicht in Gegenrichtung maximal 75 MBit/s. Im Test war der Empfang im ländlichen Vodafone-Netz einwandfrei. Asus stattet das ZenFone AR mit insgesamt 23 Netzwerkbändern aus, so dass man auch an nahezu jedem Ort der Welt ein Empfangssignal erhalten sollte. Wer ein Smartphone mit Weltenbummler-Qualitäten braucht, ist unter den Vergleichsgeräten mit dem Apple iPhone 8 und dem OnePlus 5 besser bedient – letzteres unterstützt zum Beispiel 34 Netzwerkbänder.

Das ZenFone AR beherrscht WLAN 802.11 a/b/g/n/ac und kann damit auch über das weniger genutzte 5-GHz-Netz kommunizieren. Im Test gelingt ihm das im Zusammenspiel mit unserem Referenz-Router Linksys EA8500 sehr gut und mit bis zu 340 MBit/s in Empfangsrichtung. Ähnlich schnell sind das Lenovo Phab 2 Pro und das LG G6. Weil dem Asus-Smartphone scheinbar die MIMO-Antennentechnik fehlt, kann es nicht mit Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S8, dem OnePlus 5 und dem Apple iPhone 8 mithalten, die Daten teilweise noch ein ganzes Stück flotter übertragen.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Apple iPhone 8
A11 Bionic GPU, A11 Bionic, Apple 256 GB (iPhone 8 / Plus)
915 MBit/s ∼100% +169%
OnePlus 5
Adreno 540, 835, 64 GB UFS 2.1 Flash
371 MBit/s ∼41% +9%
Asus ZenFone AR ZS571KL
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 128 GB UFS 2.0 Flash
340 MBit/s ∼37%
Samsung Galaxy S8
Mali-G71 MP20, 8895 Octa, 64 GB UFS 2.1 Flash
329 MBit/s ∼36% -3%
LG G6
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB UFS 2.0 Flash
325 MBit/s ∼36% -4%
Lenovo Phab 2 Pro
Adreno 510, 652 MSM8976, 64 GB eMMC Flash
313 MBit/s ∼34% -8%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Samsung Galaxy S8
Mali-G71 MP20, 8895 Octa, 64 GB UFS 2.1 Flash
651 MBit/s ∼100% +118%
OnePlus 5
Adreno 540, 835, 64 GB UFS 2.1 Flash
539 MBit/s ∼83% +80%
Apple iPhone 8
A11 Bionic GPU, A11 Bionic, Apple 256 GB (iPhone 8 / Plus)
354 MBit/s ∼54% +18%
Asus ZenFone AR ZS571KL
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 128 GB UFS 2.0 Flash
299 MBit/s ∼46%
Lenovo Phab 2 Pro
Adreno 510, 652 MSM8976, 64 GB eMMC Flash
261 MBit/s ∼40% -13%
LG G6
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB UFS 2.0 Flash
220 MBit/s ∼34% -26%
GPS im Gebäude
GPS im Gebäude
GPS im Freien
GPS im Freien

Zur Positionsbestimmung nutzt das ZenFone AR die Satellitennetzwerke GPS, GLONASS und BeiDou. Innerhalb von geschlossenen Räumen gelingt das dem Smartphone mit einer Genauigkeit von 6 Metern. Im Freien ist die Ortung mit 5 Metern noch ein wenig präziser.

Auf einem knapp 8,8 Kilometer langen Fahrradtrip zeigt sich, dass das ZenFone AR ähnlich exakt arbeitet wie das Profi-Navigationsgerät Garmin Edge 500. Bei der aufgezeichneten Gesamtstrecke ergibt sich lediglich eine Differenz von 50 Metern und bei einigen Streckenabschnitten arbeitet das ZenFone AR sogar noch etwas genauer als der Fahrradcomputer. Für alltägliche Navigationsaufgaben ist das Smartphone damit bestens geeignet.

Asus ZenFone AR: Gesamtstrecke
Asus ZenFone AR: Gesamtstrecke
Asus ZenFone AR: Brücke
Asus ZenFone AR: Brücke
Asus ZenFone AR: Wendepunkt
Asus ZenFone AR: Wendepunkt
Garmin Edge 500: Gesamtstrecke
Garmin Edge 500: Gesamtstrecke
Garmin Edge 500: Brücke
Garmin Edge 500: Brücke
Garmin Edge 500: Wendepunkt
Garmin Edge 500: Wendepunkt

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Bei den Telefonfunktionen hinterlässt das ZenFone AR einen guten Eindruck: Am Ohr und über den Lautsprecher liefert das Smartphone eine solide Sprachqualität ab, was im Test unabhängig davon war, ob die Gegenseite eine Festnetz- oder eine Mobilfunkverbindung nutzte. Liegt das ZenFone AR auf dem Tisch, lässt sich bei aktiviertem Freisprecher der Gesprächspartner durch die seitliche Anordnung des Lautsprechers problemlos verstehen.

Nutzt man die Dual-SIM-Funktion, lässt sich eine der beiden SIM-Karten als bevorzugte SIM für Sprachanrufe, SMS-Nachrichten und Datenservices zuweisen. Beide SIM-Kartenplätze unterstützen 2G/3G/4G-Verbindungen, allerdings kann nur jeweils eine Karte mit einem LTE-Mobilfunknetz verbunden sein.

Kameras

HDR-Aufnahme (16 Megapixel, 16:9) mit der Hauptkamera
HDR-Aufnahme (16 Megapixel, 16:9) mit der Hauptkamera

Das ZenFone AR verwendet eine 4K-fähige, 23 Megapixel auflösende Hauptkamera, die mit einer F/2.0-Blende arbeitet. Dazu kommen ein vierachsiger optischer Bildstabilisator (OIS), ein dreiachsiger elektronischer Bildstabilisator (EIS), ein Dual-LED-Blitz sowie ein 77-Grad-Sichtfeld. Als Sensor dient der 1/2,6 Zoll große Sony Exmor RS IMX318.

Asus bezeichnet die Kameraeinheit auf der Rückseite auch als TriCam, weil direkt neben der 23-Megapixel-Hauptkamera noch zwei weitere Kameras sitzen. Die zweite erfasst mittels Motion-Tracking Bewegungen im Raum, während es sich bei der dritten um einen Tiefensensor handelt, der die Distanz zu Objekten berechnet. Alle drei ermöglichen im Zusammenspiel dann Augmented-Reality-Anwendungen auf Basis von Googles Tango-Technologie. Wie das funktioniert und was die TriCam dabei leistet, haben wir bereits im Kapitel Software behandelt. Im Folgenden schauen wir uns die fotografischen Qualitäten der 23-Megapixel-Hauptkamera und ihres Gegenparts, der 8-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, genauer an.

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht (Szenen 1 und 2) gute Aufnahmen, die durch ihre leuchtenden Farben und ihre hohe Dynamik einen sehr lebendigen Eindruck machen. Mitunter fehlt ihnen aber das letzte Quäntchen Schärfe bei feinen Bilddetails, die die angetretenen Konkurrenten noch ein wenig besser herausarbeiten können. Die Low-Light-Qualität ist durchwachsen. Das Testbild (Szene 3) sieht schon beim ersten Hinsehen unscharf aus und Bilddetails sind ausgewaschen. Videoaufnahmen, die maximal in 4K-Auflösung (3.840 × 2.160 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde möglich sind, gelingen der Kamera dagegen gut.

Daumen hoch heißt es für das umfangreiche Kameramenü, das alle wichtigen Einstellungen bietet, darunter auf einen manuellen Aufnahmemodus, Bokeh und Gesichtserkennung. Auch Fotos im RAW-Format (Extension DNG) sind möglich. Der Verschönerungsmodus steht auch für die 8-Megapixel-Webcam zur Verfügung, die eine ordentliche Bildqualität abliefert. Bei Videos konnten wir der Webcam allerdings nur eine maximale Auflösung von 1.280 x 720 Pixel bei 20 Bildern pro Sekunde entlocken.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Unter angepassten Lichtbedingungen haben wir uns die Kamera des Asus ZenFone AR genauer angeschaut. Dabei analysieren wir die Farbabbildung der Kamera mit dem X-Rite ColorChecker Passport und die Bildschärfe mit unserem Testchart.

Bei der Farbdarstellung übertreibt es das ZenFone AR etwas, es ist aber keinesfalls zu viel. Die Farben lichtet es generell eine Spur zu hell ab, was für kontrastreiche und lebendige Fotos sorgt. Das Bildschärfe-Testchart ist für das Smartphone da schon eine größere Herausforderung. Auch in der Bildmitte – normalerweise die Stelle, die einer Kameraoptik die wenigsten Probleme bereitet – ist das Chart nicht allzu detailgenau, was sich besonders bei den Übergängen zwischen Bildkanten zeigt. Die Bildschärfe bleibt dafür über das komplette Chart hinweg etwa gleich hoch, und auch den Farbverlauf zeichnet das Smartphone recht genau nach.

ColorChecker Passport: Im unteren Teil eines jeden Patchfeldes sind die Zielfarben dargestellt.
ColorChecker Passport: Im unteren Teil eines jeden Patchfeldes sind die Zielfarben dargestellt.
Ausschnitt des Testcharts
Ausschnitt des Testcharts
Testchart (Klick für Original)
Testchart (Klick für Original)

Zubehör und Garantie

Asus legt dem ZenFone AR ein modulares Netzteil, ein USB-Typ-C-Kabel, einen USB-Typ-C-auf-Typ-A-Adapter, ein SIM-Auswurftool, ein Kopfhörer sowie eine Kurzanleitung und eine Garantiekarte bei.

Zu unserem Testexemplar gehörte außerdem das separat erhältliche Google Daydream View Headset, mit dem sich die virtuellen Welten dreidimensional erleben lassen. Asus bietet die 3D-Brille nicht in seinem Webshop an. In diversen Online-Shops ist das Google Daydream View Headset für rund 70 Euro erhältlich.

Auf das ZenFone AR gibt Asus 24 Monate Garantie.

Eingabegeräte & Bedienung

Der 10-Punkt-fähige Touchscreen des Asus ZenFone AR fasst sich angenehm seidig an und reagiert ohne erkennbare Verzögerung auf Eingaben, egal ob diese in der Mitte des Displays oder nahe den Ecken und Kanten erfolgen. Die Android-Tasten für Zurück und Tabs sind als beleuchtete Soft-Touch-Tasten ausgeführt. Die Home-Taste, in der gleichzeitig auch der sehr zuverlässig funktionierende Fingerabdrucksensor steckt, ist wie die Lautstärkewippe und der Powerbutton als physische Taste ausgeführt, wirkt äußerst stabil und gibt ein knackiges Feedback. Als Standard-Keyboard verwendet das ZenFone AR die hauseigene ZenUI-Tastatur, die sich jederzeit durch eine andere aus dem Google Play Store ersetzen lässt.

Tastatur hochkant
Tastatur hochkant
Tastatur quer
Tastatur quer

Display

Subpixel
Subpixel

Das Asus ZenFone AR nutzt ein Super-AMOLED-Panel, das 2.560 x 1.440 Pixel darstellt, von Gorilla Glass 4 geschützt wird und 79 Prozent der gesamten Vorderseite des Smartphones einnimmt. Weil sich diese immens hohe Auflösung auf eine vergleichsweise kleine Anzeigefläche verteilt, ergibt sich daraus eine beeindruckende Pixeldichte von 515 ppi – einzelne Bildpunkte lassen sich mit bloßem Auge nicht mehr erkennen. Die Pixel des AMOLED-Displays können einzeln an- und ausgeschaltet werden und kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus, sodass das Asus ein echtes Schwarz darstellen kann.

Bei maximal eingestellter Helligkeit bringt es das ZenFone AR auf eine Luminanz von 341 cd/m². Das ist ein guter Wert, er reicht aber nicht aus, um damit gegen eines der Vergleichsgeräte konkurrieren zu können. Im realitätsnäheren APL50-Test, der eine gleichmäßige Verteilung von hellen und dunklen Bildbereichen simuliert, steigt die maximale Helligkeit dafür auf 402 cd/m² an. Auch die Ausleuchtung seines Bildschirms (90 %) bekommt das Asus ZenFone AR gut hin.

Der Bildschirm des ZenFone AR flackert mit 231,5 Hz, wird also 231,5 Mal in der Sekunde ein- und ausgeschaltet. Empfindliche Personen können das als störend wahrnehmen. Dafür gibt es einen Blaulichtfilter und eine sehr niedrige Minimalleuchtkraft von 7,06 cd/m², die zusammen die Augen abends beziehungsweise in dunklen Umgebungen schonen.

362
cd/m²
346
cd/m²
328
cd/m²
352
cd/m²
338
cd/m²
326
cd/m²
354
cd/m²
337
cd/m²
325
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 362 cd/m² Durchschnitt: 340.9 cd/m² Minimum: 7.06 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 338 cd/m²
Kontrast: ∞:1 (Schwarzwert: 0 cd/m²)
ΔE Color 3.7 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 4.9 | 0.64-98 Ø6.4
Gamma: 2.25
Asus ZenFone AR ZS571KL
Super AMOLED, 2560x1440, 5.7
Lenovo Phab 2 Pro
IPS, 2560x1440, 6.4
Apple iPhone 8
IPS True Tone, 1334x750, 4.7
LG G6
IPS LCD, 2880x1440, 5.7
Samsung Galaxy S8
Super AMOLED, 2960x1440, 5.8
OnePlus 5
AMOLED, 1920x1080, 5.5
Bildschirm
-18%
59%
20%
39%
38%
Helligkeit Bildmitte
338
472.4
40%
604
79%
646
91%
566
67%
426
26%
Brightness
341
479
40%
580
70%
611
79%
564
65%
431
26%
Brightness Distribution
90
93
3%
91
1%
89
-1%
94
4%
93
3%
Schwarzwert *
0.482
0.44
0.23
DeltaE Colorchecker *
3.7
7
-89%
1.2
68%
4.5
-22%
2.7
27%
1.6
57%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
7.9
11
-39%
2.3
71%
8.3
-5%
5.4
32%
4.1
48%
DeltaE Graustufen *
4.9
7.9
-61%
1.6
67%
6
-22%
3.1
37%
1.7
65%
Gamma
2.25 98%
2.34 94%
2.25 98%
2.27 97%
2.15 102%
2.25 98%
CCT
7286 89%
7826 83%
6688 97%
7996 81%
6335 103%
6329 103%
Kontrast
980
1373
2809
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
67.74
81.57
Color Space (Percent of sRGB)
99.05
99.87

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 231.5 Hz

Das Display flackert mit 231.5 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) .

Die Frequenz von 231.5 Hz ist relativ gering und daher sollte es bei sensiblen Personen zu Problemen wie Flackern oder Augenbeschwerden führen.

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9226 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
4.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 2.8 ms steigend
↘ 2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind sehr kurz, wodurch sich der Bildschirm auch für schnelle 3D Spiele eignen sollte.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 2 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.6 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
4.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 2 ms steigend
↘ 2.8 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind sehr kurz, wodurch sich der Bildschirm auch für schnelle 3D Spiele eignen sollte.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 1 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (41 ms).

Durch den theoretisch unendlich hohen Kontrast wirken Farben auf dem Display subjektiv betrachtet sehr lebendig und frisch. Mit der Software CalMAN und dem Spektralfotometer testen wir, wie gut das Smartphone die Farbräume sRGB und AdobeRGB abbilden kann. Farben trifft das ZenFone AR in beiden Farbräumen ziemlich exakt. Die Darstellung der Graustufen und Farben liegt jeweils nur leicht oberhalb des Idealbereichs von Delta-E < 3, in dem Farbunterschiede für den Betrachter nicht mehr wahrnehmbar sind. Sowohl im sRGB- als auch im AdobeRGB-Farbraum zeigt sich ein leichter Blaustich, der im sRGB-Farbraum etwas ausgeprägter ist. Im Alltag macht sich das jedoch kaum bis gar nicht bemerkbar.

Farbtreue (Zielfarbraum sRGB)
Farbtreue (Zielfarbraum sRGB)
Farbtreue (Zielfarbraum AdobeRGB)
Farbtreue (Zielfarbraum AdobeRGB)
Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
Farbraum (Zielfarbraum AdobeRGB)
Farbraum (Zielfarbraum AdobeRGB)
Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Graustufen (Zielfarbraum AdobeRGB)
Graustufen (Zielfarbraum AdobeRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum AdobeRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum AdobeRGB)

Das OLED-Display des ZenFone AR bringt zwar keine allzu hohe Luminanz an den Start, leuchtet aber immer noch so hell, dass man die dargestellten Inhalte auch bei sehr hellem Umgebungslicht erkennen kann. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, einen etwas schattigeren Ort aufzusuchen oder das Smartphone entsprechend anders auszurichten. Insgesamt ist das ZenFone AR definitiv outdoortauglich.

Auch die Blickwinkelstabilität ist gut. Selbst aus sehr flachen Winkeln betrachtet dunkelt der Bildschirm nicht nennenswert ab. Typisch für ein OLED-Display: Es kommt ein leichter Grünschleier dazu, der in der Praxis – also bei normalen, sprich deutlich weniger flachen Betrachtungswinkeln – aber nicht auffällt und damit auch nicht weiter stört.

Außeneinsatz
Außeneinsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Das Asus ZenFone AR setzt auf das High-End-SoC Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro und ist damit ein echtes Kraftpaket. Genauso leistungsstark ist die Grafikkarte Qualcomm Adreno 530 – sie gehört zu den schnellsten Smartphone-GPUs auf dem Markt. Dazu kommen bis zu 8 GB RAM und maximal 256 GB Speicherplatz; in unserem Testgerät waren es 6 GB RAM und 128 GB interner Speicher.

Trotz seiner starken Hardware gehört das Asus ZenFone AR nicht zu den stärksten Oberklasse-Smartphones. Es erreicht in etwa die Leistung des LG G6 und ist schneller als das Lenovo Phab 2 Pro, wird aber vom Samsung Galaxy S8, dem OnePlus 5 und dem Apple iPhone 8 geschlagen.

AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
150228 Points ∼59%
Lenovo Phab 2 Pro
85438 Points ∼34% -43%
Apple iPhone 8
204270 Points ∼80% +36%
LG G6
151751 Points ∼60% +1%
Samsung Galaxy S8
171884 Points ∼68% +14%
OnePlus 5
177156 Points ∼70% +18%
PCMark for Android
Work 2.0 performance score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
5972 Points ∼58%
LG G6
5152 Points ∼50% -14%
Samsung Galaxy S8
5370 Points ∼52% -10%
OnePlus 5
6579 Points ∼64% +10%
Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
6318 Points ∼47%
LG G6
5703 Points ∼42% -10%
Samsung Galaxy S8
6035 Points ∼45% -4%
OnePlus 5
7826 Points ∼58% +24%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
985 Points ∼48%
Lenovo Phab 2 Pro
966 Points ∼47% -2%
LG G6
1073 Points ∼53% +9%
Samsung Galaxy S8
1156 Points ∼57% +17%
OnePlus 5
1287 Points ∼63% +31%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
4649 Points ∼16%
Lenovo Phab 2 Pro
1623 Points ∼6% -65%
LG G6
5138 Points ∼18% +11%
Samsung Galaxy S8
6096 Points ∼21% +31%
OnePlus 5
6144 Points ∼21% +32%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
1948 Points ∼31%
Lenovo Phab 2 Pro
1940 Points ∼31% 0%
LG G6
1930 Points ∼31% -1%
Samsung Galaxy S8
3039 Points ∼48% +56%
OnePlus 5
4423 Points ∼70% +127%
System (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
3220 Points ∼20%
Lenovo Phab 2 Pro
2297 Points ∼14% -29%
LG G6
3646 Points ∼22% +13%
Samsung Galaxy S8
5386 Points ∼33% +67%
OnePlus 5
5902 Points ∼36% +83%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
2315 Points ∼27%
Lenovo Phab 2 Pro
1626 Points ∼19% -30%
LG G6
2496 Points ∼30% +8%
Samsung Galaxy S8
3277 Points ∼39% +42%
OnePlus 5
3790 Points ∼45% +64%
Geekbench 4.3
Compute RenderScript Score (nach Ergebnis sortieren)
LG G6
7080 Points ∼16%
Samsung Galaxy S8
8490 Points ∼19%
OnePlus 5
8005 Points ∼18%
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
4359 Points ∼12%
Apple iPhone 8
10380 Points ∼29% +138%
LG G6
4369 Points ∼12% 0%
Samsung Galaxy S8
6711 Points ∼19% +54%
OnePlus 5
6799 Points ∼19% +56%
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
1891 Points ∼30%
Apple iPhone 8
4162 Points ∼66% +120%
LG G6
1831 Points ∼29% -3%
Samsung Galaxy S8
1997 Points ∼32% +6%
OnePlus 5
1973 Points ∼31% +4%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
1787 Points ∼42%
Lenovo Phab 2 Pro
2014 Points ∼48% +13%
Apple iPhone 8
1989 Points ∼47% +11%
LG G6
1955 Points ∼46% +9%
Samsung Galaxy S8
2494 Points ∼59% +40%
OnePlus 5
3026 Points ∼72% +69%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
2767 Points ∼51%
Lenovo Phab 2 Pro
755 Points ∼14% -73%
Apple iPhone 8
2581 Points ∼48% -7%
LG G6
2980 Points ∼55% +8%
Samsung Galaxy S8
3472 Points ∼64% +25%
OnePlus 5
3757 Points ∼70% +36%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
2466 Points ∼52%
Lenovo Phab 2 Pro
877 Points ∼19% -64%
Apple iPhone 8
2421 Points ∼51% -2%
LG G6
2669 Points ∼56% +8%
Samsung Galaxy S8
3194 Points ∼67% +30%
OnePlus 5
3566 Points ∼75% +45%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Physics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
1721 Points ∼41%
Lenovo Phab 2 Pro
1844 Points ∼44% +7%
Apple iPhone 8
1774 Points ∼42% +3%
LG G6
1961 Points ∼47% +14%
Samsung Galaxy S8
2440 Points ∼58% +42%
OnePlus 5
3012 Points ∼71% +75%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
4354 Points ∼52%
Lenovo Phab 2 Pro
1271 Points ∼15% -71%
LG G6
4121 Points ∼50% -5%
Samsung Galaxy S8
4923 Points ∼59% +13%
OnePlus 5
4765 Points ∼57% +9%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
3249 Points ∼50%
Lenovo Phab 2 Pro
1365 Points ∼21% -58%
LG G6
3282 Points ∼51% +1%
Samsung Galaxy S8
4015 Points ∼62% +24%
OnePlus 5
4219 Points ∼65% +30%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
22750 Points ∼26%
Lenovo Phab 2 Pro
11364 Points ∼13% -50%
Apple iPhone 8
24131 Points ∼28% +6%
LG G6
22335 Points ∼26% -2%
Samsung Galaxy S8
21543 Points ∼25% -5%
OnePlus 5
19411 Points ∼22% -15%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
34038 Points ∼6%
Lenovo Phab 2 Pro
21103 Points ∼4% -38%
Apple iPhone 8
112424 Points ∼21% +230%
LG G6
32128 Points ∼6% -6%
Samsung Galaxy S8
36347 Points ∼7% +7%
OnePlus 5
58001 Points ∼11% +70%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
30658 Points ∼13%
Lenovo Phab 2 Pro
17727 Points ∼8% -42%
Apple iPhone 8
62006 Points ∼26% +102%
LG G6
29276 Points ∼12% -5%
Samsung Galaxy S8
31532 Points ∼13% +3%
OnePlus 5
40229 Points ∼17% +31%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
87 fps ∼1%
Lenovo Phab 2 Pro
22 fps ∼0% -75%
Apple iPhone 8
161.3 fps ∼1% +85%
LG G6
75 fps ∼1% -14%
Samsung Galaxy S8
121 fps ∼1% +39%
OnePlus 5
115 fps ∼1% +32%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
51 fps ∼2%
Lenovo Phab 2 Pro
33 fps ∼1% -35%
Apple iPhone 8
119.8 fps ∼4% +135%
LG G6
46 fps ∼1% -10%
Samsung Galaxy S8
60 fps ∼2% +18%
OnePlus 5
60 fps ∼2% +18%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
45 fps ∼1%
Lenovo Phab 2 Pro
14 fps ∼0% -69%
Apple iPhone 8
70.8 fps ∼1% +57%
LG G6
38 fps ∼1% -16%
Samsung Galaxy S8
62 fps ∼1% +38%
OnePlus 5
61 fps ∼1% +36%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
28 fps ∼1%
Lenovo Phab 2 Pro
8.6 fps ∼0% -69%
Apple iPhone 8
114.5 fps ∼3% +309%
LG G6
27 fps ∼1% -4%
Samsung Galaxy S8
41 fps ∼1% +46%
OnePlus 5
56 fps ∼2% +100%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
16 fps ∼0%
Lenovo Phab 2 Pro
9.2 fps ∼0% -42%
Apple iPhone 8
54 fps ∼1% +238%
LG G6
29 fps ∼1% +81%
Samsung Galaxy S8
24 fps ∼1% +50%
OnePlus 5
42 fps ∼1% +163%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
15 fps ∼0%
Lenovo Phab 2 Pro
4.7 fps ∼0% -69%
Apple iPhone 8
109.7 fps ∼3% +631%
LG G6
16 fps ∼0% +7%
Samsung Galaxy S8
23 fps ∼1% +53%
OnePlus 5
41 fps ∼1% +173%
GFXBench
off screen Car Chase Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
19 fps ∼1%
Lenovo Phab 2 Pro
3.2 fps ∼0% -83%
LG G6
20 fps ∼1% +5%
Samsung Galaxy S8
25 fps ∼1% +32%
OnePlus 5
25 fps ∼1% +32%
on screen Car Chase Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Asus ZenFone AR ZS571KL
11 fps ∼0%
Lenovo Phab 2 Pro
5.4 fps ∼0% -51%
LG G6
11 fps ∼0% 0%
Samsung Galaxy S8
13 fps ∼0% +18%
OnePlus 5
25 fps ∼1% +127%

Legende

 
Asus ZenFone AR ZS571KL Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, Qualcomm Adreno 530, 128 GB UFS 2.0 Flash
 
Lenovo Phab 2 Pro Qualcomm Snapdragon 652 MSM8976, Qualcomm Adreno 510, 64 GB eMMC Flash
 
Apple iPhone 8 Apple A11 Bionic, Apple A11 Bionic GPU, Apple 256 GB (iPhone 8 / Plus)
 
LG G6 Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, Qualcomm Adreno 530, 32 GB UFS 2.0 Flash
 
Samsung Galaxy S8 Samsung Exynos 8895 Octa, ARM Mali-G71 MP20, 64 GB UFS 2.1 Flash
 
OnePlus 5 Qualcomm Snapdragon 835 (8998), Qualcomm Adreno 540, 64 GB UFS 2.1 Flash

Bei den Browser-Benchmarks zeigt sich das gleiche Bild. Das Apple iPhone 8 liegt uneinholbar in Führung, während sich das Asus ZenFone AR zusammen mit dem LG G6 hinter dem Samsung Galaxy S8 und dem OnePlus 5 einreiht. In der Praxis gibt es aber nichts zu meckern: Webseiten laden schnell und ruckeln zu keinem Zeitpunkt. Auch anspruchsvolle HTML5-Games wie http://letsplay.ouigo.com/ werden butterweich dargestellt.

JetStream 1.1 - Total Score
Apple iPhone 8
206.7 Points ∼100% +263%
OnePlus 5 (Chrome 59)
71.6 Points ∼35% +26%
Samsung Galaxy S8 (Samsung Browser 5.2)
65.846 Points ∼32% +16%
Asus ZenFone AR ZS571KL (Chrome 58.0.3029.83)
56.931 Points ∼28%
LG G6 (Chrome 57)
56.628 Points ∼27% -1%
Lenovo Phab 2 Pro (Chrome 54.0.2840.85)
50.703 Points ∼25% -11%
Octane V2 - Total Score
Apple iPhone 8
34163 Points ∼100% +246%
Samsung Galaxy S8 (Samsung Browser 5.2)
12941 Points ∼38% +31%
OnePlus 5 (Chrome 59)
11945 Points ∼35% +21%
Asus ZenFone AR ZS571KL (Chrome 58.0.3029.83)
9863 Points ∼29%
LG G6 (Chrome 57)
9113 Points ∼27% -8%
Lenovo Phab 2 Pro (Chrome 54.0.2840.85)
8837 Points ∼26% -10%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score
Lenovo Phab 2 Pro (Chrome 54.0.2840.85)
3597.8 ms * ∼100% -48%
OnePlus 5 (Chrome 59)
2621.7 ms * ∼73% -8%
LG G6 (Chrome 57)
2464.2 ms * ∼68% -2%
Asus ZenFone AR ZS571KL (Chrome 58.0.3029.83)
2423.1 ms * ∼67%
Samsung Galaxy S8 (Samsung Browser 5.2)
1886.6 ms * ∼52% +22%
Apple iPhone 8
730.8 ms * ∼20% +70%
WebXPRT 2015 - Overall Score
Apple iPhone 8
359 Points ∼100% +153%
Samsung Galaxy S8 (Samsung Browser 5.2)
194 Points ∼54% +37%
OnePlus 5 (Chrome 59)
161 Points ∼45% +13%
Asus ZenFone AR ZS571KL (Chrome 58.0.3029.83)
142 Points ∼40%
LG G6 (Chrome 57)
122 Points ∼34% -14%
Lenovo Phab 2 Pro
111 Points ∼31% -22%

* ... kleinere Werte sind besser

Mit seinem UFS-2.0-Speicher ist das Asus ZenFone AR sehr flott unterwegs. Dass es trotzdem noch schneller geht, zeigen das Samsung Galaxy S8 und das OnePlus 5, in denen jeweils UFS-2.1-Speicher werkelt, der für noch etwas kürzere Ladezeiten sorgt.

Geht es um die Geschwindigkeit des microSD-Slots, liegt wiederum das ZenFone AR vorne. Mit der Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M501 (Lesen bis zu 270 MB/s, Schreiben bis 150 MB/s) erreicht das Smartphone einen Datendurchsatz von bis zu 83,4 MB/s und ist damit am schnellsten unterwegs.

Asus ZenFone AR ZS571KLLenovo Phab 2 ProLG G6Samsung Galaxy S8OnePlus 5
AndroBench 3-5
-22%
-2%
21%
52%
Sequential Write 256KB SDCard
62.59 (Toshiba Exceria Pro M501)
54.81 (Toshiba Exceria Pro M401)
-12%
53.33 (Toshiba Exceria Pro M401)
-15%
53.5 (Toshiba Exceria Pro M401)
-15%
Sequential Read 256KB SDCard
83.4 (Toshiba Exceria Pro M501)
71.88 (Toshiba Exceria Pro M401)
-14%
77.61 (Toshiba Exceria Pro M401)
-7%
63.9 (Toshiba Exceria Pro M401)
-23%
Random Write 4KB
13.51
12.92
-4%
16.58
23%
15.25
13%
19.3
43%
Random Read 4KB
88.44
38.53
-56%
95.19
8%
127.17
44%
141
59%
Sequential Write 256KB
142.82
138.01
-3%
122.85
-14%
193.23
35%
201.5
41%
Sequential Read 256KB
458.91
254.99
-44%
428.67
-7%
792.86
73%
748
63%

Spiele

Der im ZenFone AR eingesetzte Grafikchip Adreno 530 gehört zu den schnellsten Smartphone-Grafikbeschleunigern. Entsprechend mühelos bringt das Smartphone alle aktuellen Android-Spiele zum Laufen, darunter auch die beiden anspruchsvollen Test-Games Asphalt 8: Airborne und Dead Trigger 2. Die reibungslos funktionierenden Sensoren stehen dem Spielspaß dabei genauso wenig im Weg wie der präzise Touchscreen. Der einzige kleine Spielverderber ist der Monolautsprecher: Hält man das Smartphone im Querformat, kommt der Sound nicht mittig an, sondern je nach Ausrichtung von der linken oder rechten Seite. Auch kann es dabei passieren, dass man den Lautsprecher aus Versehen verdeckt.

Asphalt 8: Airborne
Asphalt 8: Airborne
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2
 EinstellungenWert
 high56 fps
Asphalt 8: Airborne
 EinstellungenWert
 high30 fps
 very low30 fps

Emissionen

Temperatur

GFXBench Akkutest
GFXBench Akkutest

Auch bei voller Auslastung wird es nie unangenehm, das ZenFone AR in der Hand zu halten. Nach einer Stunde unter Volllast konnten wir dem Smartphone nur einen Maximalwert von 37,9 °C entlocken. Durchschnittlich waren es auf Vorder- und Rückseite nur 34,9 °C, im Leerlauf sogar nur 25,3 °C.

Zu einem Throttling kommt es selbst unter Volllast nicht. Im Manhattan-ES-3.1-Testszenario von GFXBench blieb die Framerate auch nach 30 Durchläufen konstant hoch.

Max. Last
 37.1 °C36.5 °C33.6 °C 
 37.8 °C37.6 °C32.7 °C 
 35.8 °C35.2 °C32.5 °C 
Maximal: 37.8 °C
Durchschnitt: 35.4 °C
31.8 °C34.2 °C36 °C
31.9 °C34.5 °C37.9 °C
30.3 °C36.6 °C35.1 °C
Maximal: 37.9 °C
Durchschnitt: 34.3 °C
Netzteil (max.)  25.3 °C | Raumtemperatur 20.8 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 35.4 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone auf 33.1 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 37.8 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.6 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 37.9 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 25.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.

Lautsprecher

Lautsprechercharakteristik
Lautsprechercharakteristik

Das ZenFone AR besitzt einen Monolautsprecher an der Fußseite, der mit 88,4 dB(A) recht laut spielen kann. Mitten und Höhen gibt der kleine Klangkörper nahezu mustergültig wieder, doch bei den Bässen bleibt eine große akustische Lücke, wodurch sich der Sound insgesamt etwas dünn anhört. Für die gelegentliche Beschallung mit YouTube, Spotify und Konsorten reicht die gebotene Klangqualität aber auf jeden Fall aus. Durch seinen integrierten Soundchip kann das ZenFone AR auch High-Res-Audio (24 Bit/96 kHz und 24 Bit/192 kHz) ausgeben.

Verwendet man das mitgelieferte Headset, hört sich der Sound nicht nur um einiges besser an: Dann kommt man auch in den Genuss des "DTS Headphone:X 7.1 Virtual-Surround-Klangs", was allerdings die Wiedergabe von entsprechend encodiertem Filmmaterial voraussetzt. Testen lässt der 7.1-Sound zum Beispiel mit Filmtrailern von thedigitaltheater.com/index.php/dts-trailers.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2035.241.62532.941.13137.240.34031.736.25039.636.56328.336.28027.334.510026.931.512526.731.71602439.320020.947.325020.951.231519.55940018.559.850017.563.263017.560.680015.762.3100015.868.8125016.669.4160015.868200015.468.5250015.570.931501672.6400015.87550001684.3630016.381.6800016.376.81000016.275.41250016.474.11600016.455.6SPL28.688.4N1.165median 16.4median 68Delta2.19.637.636.234.835.333.734.333.933.833.333.531.331.232.230.629.72930.631.127.441.326.850.42654.824.858.323.960.923.464.422.768.622.46722.667.92267.121.763.821.563.821.26821.172.120.978.220.978.32172.72171.121.272.32168.421.257.73484.52.256.8median 22median 671.86.631.639.125.437.625.336.932.940.833.635.231.633.328.433.82733.520.842.82250.821.351.520.849.821.253.919.45619.558.717.761.617.962.917.866.217.368.217.468.416.768.517.267.318.26817.969.817.668.817.767.517.861.717.959.118.160.618.256.23078.41.343.6median 17.9median 61.61.37.5hearing rangehide median Pink NoiseAsus ZenFone AR ZS571KLLenovo Phab 2 ProApple iPhone 8
Asus ZenFone AR ZS571KL Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (88.4 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 24.7% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (9.8% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 3.6% abweichend
(+) | lineare Mitten (4.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 8.6% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.8% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (21.5% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 21% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 12% vergleichbar, 67% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 51% aller getesteten Geräte waren besser, 8% vergleichbar, 41% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Lenovo Phab 2 Pro Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (84.46 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 22.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (11.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.2% abweichend
(+) | lineare Mitten (4.7% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 6.3% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (7.3% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (20.2% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 13% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 9% vergleichbar, 79% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 42% aller getesteten Geräte waren besser, 9% vergleichbar, 49% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Apple iPhone 8 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (78.4 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 14.6% geringer als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (9.2% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.3% abweichend
(+) | lineare Mitten (4.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.1% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.7% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (16.4% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 2% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 97% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 22% aller getesteten Geräte waren besser, 5% vergleichbar, 73% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Beim Stromverbrauch zeigt das ZenFone AR zwei Gesichter: Mit durchschnittlich 1,24 W im Leerlauf ist es nach dem Samsung Galaxy S8 das sparsamste Smartphone im Vergleich. Unter Last verbraucht es mit 7,71 W im Mittel allerdings deutlich mehr als fast jeder seiner Mitbewerber und wird dabei nur noch vom Lenovo Phab 2 Pro übertroffen.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.04 / 0.31 Watt
Idledarkmidlight 0.88 / 1.24 / 1.26 Watt
Last midlight 7.71 / 8.64 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Asus ZenFone AR ZS571KL
3300 mAh
Lenovo Phab 2 Pro
4050 mAh
Apple iPhone 8
1821 mAh
LG G6
3300 mAh
Samsung Galaxy S8
3000 mAh
OnePlus 5
3300 mAh
Stromverbrauch
-147%
10%
1%
23%
-1%
Idle min *
0.88
3
-241%
0.54
39%
0.62
30%
0.78
11%
0.73
17%
Idle avg *
1.24
4.1
-231%
1.63
-31%
1.43
-15%
1.1
11%
1.44
-16%
Idle max *
1.26
4.2
-233%
1.67
-33%
1.48
-17%
1.16
8%
1.5
-19%
Last avg *
7.71
10.4
-35%
2.74
64%
5.52
28%
4.15
46%
6.91
10%
Last max *
8.64
8.1
6%
7.78
10%
10.47
-21%
5.12
41%
8.51
2%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit schwächelt das Asus ZenFone AR. Obwohl es mit einer 3.300 mAh starken Batterie eigentlich viele Energiereserven mitbringt, merkt man in der Praxis wenig davon, woran sicher auch der überdurchschnittlich hohe Stromverbrauch unter Last nicht ganz unschuldig ist. Auch die Tango-Apps zehren kräftig am Akku. Beim realitätsnahen WLAN-Test hält das ZenFone AR nur magere 7:24 Stunden durch. Damit landet es sogar noch hinter den bereits nichts sehr ausdauernden Smartphones Lenovo Phab 2 Pro und OnePlus 5 auf dem letzten Platz.

Immerhin gibt es ein Trostpflaster: Das Asus Smartphone unterstützt die Schnellladefunktion Quick Charge 3.0 und lässt sich damit wie vom Hersteller versprochen innerhalb von knapp 40 Minuten wieder auf 60 % Akkuladung hieven. Im Test vergingen rund 1:45 Stunden, bis das ausgeschaltete Smartphone wieder voll aufgeladen war.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
24h 36min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
7h 24min
Big Buck Bunny H.264 1080p
10h 36min
Last (volle Helligkeit)
3h 41min
Asus ZenFone AR ZS571KL
3300 mAh
Lenovo Phab 2 Pro
4050 mAh
Apple iPhone 8
1821 mAh
LG G6
3300 mAh
Samsung Galaxy S8
3000 mAh
OnePlus 5
3300 mAh
Akkulaufzeit
-9%
11%
28%
29%
8%
Idle
1476
1119
-24%
1629
10%
1789
21%
1667
13%
1534
4%
H.264
636
567
-11%
698
10%
779
22%
771
21%
623
-2%
WLAN
444
508
14%
585
32%
692
56%
719
62%
518
17%
Last
221
190
-14%
202
-9%
252
14%
264
19%
247
12%

Pro

+ AR- und VR-kompatibel
+ hochwertiges, stabiles Gehäuse
+ schneller UFS-2.0-Speicher
+ LTE Cat.11
+ WQHD-OLED-Display
+ gute Kamera
+ hohe Performance

Contra

- sehr teuer
- nur wenige Tango-Apps
- nur Hybrid-Dual-SIM-Slot
- kurze Akkulaufzeiten

Fazit

Im Test: Asus ZenFone AR. Testgerät zur Verfügung gestellt von Asus Deutschland.
Im Test: Asus ZenFone AR. Testgerät zur Verfügung gestellt von Asus Deutschland.

Das Asus ZenFone AR darf sich damit rühmen, das erste Smartphone zu sein, auf dem Augmented-Reality-Anwendungen auf Basis von Google Tango flüssig laufen. Vom Killer-Feature ist Tango aber noch ein ganzes Stück entfernt, denn die Auswahl an Apps ist derzeit noch sehr klein und umfasst kaum mehr als 30 Titel, bei denen es sich größtenteils auch nur um nette Spielereien handelt. Will man für dieses recht magere AR-Paket 899 Euro ausgeben? Wir vermuten, dass nur wenige Anwender alleine wegen Tango beim ZenFone AR zuschlagen werden. Für die 3D-Brille Google Daydream muss man zudem extra bezahlen, weil sie nicht zum Lieferumfang gehört.

Allein wegen Tango lohnt sich die Anschaffung des Asus ZenFone AR nicht. Lässt man die Augmented-Reality-Thematik beiseite, bleibt ein gutes, aber letztlich überteuertes Smartphone übrig.

Das LG G6 bietet eine vergleichbar hohe Leistung, kostet aber weniger als die Hälfte. Auch die von Asus viel gerühmte TriCam kann das Ruder nicht herumreißen: Die Kamera macht gute Bilder, gehört aber noch lange nicht zu den besten ihrer Art. Auch bei der Akkulaufzeit muss das ZenFone AR Federn lassen, denn ihm geht im Vergleich zur Konkurrenz schnell die Puste aus.

Mit dem ZenFone AR bekommt man allerdings auch ein hervorragend verarbeitetes Smartphone, das mit seinem OLED-Display und der WQHD-Auflösung wenige Wünsche offenlässt. Die Performance reicht für alle Alltagsaufgaben und Spiele locker aus und das starke Kommunikationsmodul sorgt für einen flotten Datenaustausch.

Asus ZenFone AR ZS571KL - 02.11.2017 v6
Manuel Masiero

Gehäuse
86%
Tastatur
72 / 75 → 95%
Pointing Device
93%
Konnektivität
48 / 60 → 79%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
91%
Display
84%
Leistung Spiele
60 / 63 → 95%
Leistung Anwendungen
61 / 70 → 87%
Temperatur
92%
Lautstärke
100%
Audio
73 / 91 → 80%
Kamera
82%
Durchschnitt
79%
87%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Preisvergleich

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Autor: Manuel Masiero,  3.11.2017 (Update:  3.11.2017)
Manuel Masiero
Manuel Masiero - Review Editor
Als ich 1986 meine Eltern lang genug genervt hatte, kauften sie mir endlich einen C64, den ich bei einem Freund gesehen hatte – und sofort wusste, so was will ich auch. Seitdem hat mich die Faszination für Computer nie mehr verlassen und herumgebastelt wird grundsätzlich an allem, was mir an Computer-Equipment unter die Finger kommt. Vom C64 über den Amiga 500 und einen in den frühen 90ern gewaltig uncoolen IBM-Computer mit 8088-CPU (und grünem IBM Monochrom-Monitor!) wurde die Liste schließlich lang und länger. Die aktuellen Projekte heißen PC, Tablet und Smartphone.