Notebookcheck

Test Dell Latitude 5290 (i5-8250U, HD) Laptop

Benjamin Herzig, 👁 Andreas Osthoff, Tanja Hinum, 01.05.2018

Display-Versager. Dells Latitude-Serie richtet sich vor allem an Firmenkunden, deren Ansprüche von Privatkunden abweichen. Doch sollten Firmen ihren Mitarbeitern Laptops mit schlechten Displays servieren? Das jedenfalls würden sie tun, wenn sie das Dell Latitude 5290 kaufen, das wir ausführlich getestet haben.

Kompakte 12-Zoll-Notebooks sind im Business-Bereich in der Regel nicht im unteren Bereich des Markts angesiedelt. Eine Ausnahme stellt die Latitude-5000-Serie von Dell dar, denn Dell stellt die günstigeren Latitudes auch im kleineren Formfaktor her. Unser heutiges Testgerät ist der neueste Spross dieser Latitude-Mittelklasse, das Dell Latitude 5290. Von Interesse ist dabei für uns insbesondere die Frage, welche Kompromisse der Hersteller gegenüber den teureren Subnotebooks eingehen musste. Wir vergleichen das Latitude daher mit dem Lenovo ThinkPad X280, dem HP EliteBook 830 G5 sowie dem Dell Latitude 7280. Außerdem dient uns natürlich auch das Vorgängermodell Latitude 5280 als Vergleichsgerät. 

Ein wirkliches Schnäppchen ist das Latitude nicht, obwohl es der 5000er-Serie angehört. Für einen Kaufpreis von knapp 1.300 Euro bekommt man das Latitude 5290 in der Einstiegskonfiguration, die uns auch vorliegt. Seine wichtigste Spezifikationen: der Core i5-8250U, eine 256-GB-SSD, 8 GB RAM und ein HD-Display.

Dell Latitude 5290 (Latitude 5290 Serie)
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4-2400, 1 von 2 SO-DIMM-Slots belegt, max. 32 GB
Bildschirm
12.5 Zoll 16:9, 1366 x 768 Pixel 176 PPI, AUO B125XW01-V0, TN LED, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Kaby Lake-U + iHDCP 2.2 Premium PCH
Massenspeicher
Micron 1100 MTFDDAV256TBN, 256 GB 
, M.2 SATA III , 210 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Kaby Lake-U/Y PCH - High Definition Audio
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 DisplayPort, Audio Anschlüsse: Kombo-Audio, Card Reader: MicroSD, Noble WedgeLock
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-LM (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 8265 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 21.4 x 305.1 x 211.3
Akku
51 Wh Lithium-Ion
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: 6 Reihen Chiclet-Tastatur, Tastatur-Beleuchtung: nein, Dell SupportAssist, Dell Command, Microsoft Office Trial, 12 Monate Garantie
Gewicht
1.362 kg, Netzteil: 300 g
Preis
1300 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Unsere unabhängige Redaktion wird durch Werbung bezahlt. Wir zeigen Lesern die geringst-mögliche Menge an Ads, jedoch sehen Adblock-Nutzer mehr und qualitativ schlechtere Werbung. Bitte schalten Sie Ad-Blocker ab.

Gehäuse & Ausstattung

Das Latitude 5290 ist ein Laptop mit einem gediegenen schwarzen Gehäuse, das in das Business-Umfeld genau wie ein schwarzer Anzug passt. Äußerlich ist es als günstigeres Latitude vor allem an der Dicke des Gehäuses erkennbar: Das Latitude 7280 ist spürbar und sichtbar dünner. Auch die Materialien sind günstiger, Kunststoff wird hier großzügiger eingesetzt. Die Oberflächen sind an der Handballenauflage und am Displayrücken samtig weich lackiert, der Displayrahmen und die Bodenplatte bestehen dagegen aus unlackiertem, rauerem Kunststoff. Von der Stabilität her ist das Gehäuse durchaus nicht schlecht, der Tastaturbereich lässt sich nur in der Mitte minimal eindrücken. Das Displaycover ist allerdings etwas schwächer, Druck auf den Displayrücken überträgt sich vergleichsweise schnell auf das LCD-Panel. Die Drop-Down-Scharniere, die das Display an Ort und Stelle halten, lassen ein einhändiges Öffnen des Displaydeckels nicht zu. Dafür erlauben sie immerhin ein Öffnen des Displaydeckels auf bis zu 180°.

Um an die Komponenten des Latitudes zu gelangen, muss man die Bodenplatte abnehmen, dazu muss man Schrauben und Clips lösen. Hat man das geschafft, erhält man Zugang zu allen wichtigen Komponenten. Auffällig ist der freie 2,5-Zoll-Slot, den man allerdings nicht ohne weiteres nutzen kann, es wäre ein Kabel und ein Caddy von Nöten – beides ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Das Latitude bietet immer noch einen VGA-Anschluss – eine Seltenheit im Jahr 2018. Deshalb muss man aber auch nicht auf modernere Standards verzichten, denn USB-Typ-C ist vorhanden. Dieser Anschluss beherrscht zwar kein Thunderbolt, aber immerhin kann man das Notebook laden und auch Monitore per DisplayPort anschließen. Das Dell Latitude Ultrabook verfügt über einen MicroSD-Kartenleser, was bei Subnotebooks mittlerweile normal ist. Dieser Kartenleser arbeitet überdurchschnittlich schnell, doch die Position auf der Rückseite ist schlecht.

Größenvergleich

310 mm 229 mm 17.7 mm 1.3 kg305.2 mm 211.3 mm 21.4 mm 1.4 kg305.1 mm 211.3 mm 21.4 mm 1.4 kg307.7 mm 209.8 mm 17.4 mm 1.1 kg305 mm 209 mm 18 mm 1.3 kg

Anschlussausstattung

links: Stromanschluss, USB 3.1 Gen1 Typ C, HDMI, USB 3.0 Typ A
links: Stromanschluss, USB 3.1 Gen1 Typ C, HDMI, USB 3.0 Typ A
rechts: Kombo-Audio, USB 3.0 Typ A, VGA, RJ45 Ethernet, Noble-Lock
rechts: Kombo-Audio, USB 3.0 Typ A, VGA, RJ45 Ethernet, Noble-Lock
SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Dell Latitude 5290
  (Toshiba Exceria Pro M501)
136 MB/s ∼100%
Dell Latitude 7280
  (Toshiba THN-M401S0640E2)
77 MB/s ∼57% -43%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
  (Toshiba Excerie Pro M501)
76.8 MB/s ∼56% -44%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (8 - 186, n=103)
62.1 MB/s ∼46% -54%
Dell Latitude 5280
  (Toshiba THN-M401S0640E2)
45.51 MB/s ∼33% -67%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
Dell Latitude 5290
  (Toshiba Exceria Pro M501)
193.5 MB/s ∼100%
Dell Latitude 5280
  (Toshiba THN-M401S0640E2)
92 MB/s ∼48% -52%
Dell Latitude 7280
  (Toshiba THN-M401S0640E2)
90.92 MB/s ∼47% -53%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
  (Toshiba Excerie Pro M501)
86.1 MB/s ∼44% -56%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (17.7 - 251, n=104)
80.7 MB/s ∼42% -58%
Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Dell Latitude 5280
Atheros/Qualcomm QCA6174
650 MBit/s ∼100% +6%
Dell Latitude 7280
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
641 MBit/s ∼99% +5%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
639 MBit/s ∼98% +5%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
634 MBit/s ∼98% +4%
Dell Latitude 5290
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
611 MBit/s ∼94%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Dell Latitude 7280
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
530 MBit/s ∼100% +2%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
525 MBit/s ∼99% +1%
Dell Latitude 5290
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
521 MBit/s ∼98%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
512 MBit/s ∼97% -2%
Dell Latitude 5280
Atheros/Qualcomm QCA6174
497 MBit/s ∼94% -5%

Eingabegeräte

Der einzige farbliche Akzent im Design des Latitudes sind die blauen FN-Markierungen der Chiclet-Tastatur mit sechs Reihen, die bei unserem Dell Latitude 12 5290 in einer non-Backlight-Variante verbaut ist. Es wäre zwar durchaus noch etwas Platz rechts und links der Tastatur, aber Dell verbaut hier dennoch eine Tastatur mit leicht verkleinerten Tasten. Erkennbar ist dies zum Beispiel an der weniger breiten Enter-Taste. Vom Tippgefühl her wissen die leicht angerauten Tasten zu gefallen, der Hub fällt für heutige Verhältnisse großzügig aus und der Druckpunkt ist weder zu weich noch zu fest. Aufgrund des verkleinerten Layout kann etwas Eingewöhnungszeit nötig sein, insgesamt hat Dell aber ein gut nutzbares kleineres Layout geschaffen.

Dell setzt auf ein traditionelles Touchpad mit dedizierten Maustasten unterhalb einer festen Touch-Fläche. Das erinnert uns an die 2000er-Jahre, ist aber durchaus nicht unangenehm in der Nutzung. Zwar fühlt sich die Kunststoffoberfläche nicht sehr hochwertig an und die Gleitfähigkeit ist auch nicht ideal, doch ganz schlecht ist das Touchpad auch nicht – immerhin handelt es sich auch um ein Microsoft-Precision-Trackpad. Ein TrackPoint-Äquivalent gibt es bei 12-Zoll-Latitudes nicht.

Tastaturbereich Dell Latitude 5290
Tastaturbereich Dell Latitude 5290

Display

Pixelraster Dell Latitude 5290
Pixelraster Dell Latitude 5290
TN-Display ohne Backlight-Bleeding
TN-Display ohne Backlight-Bleeding

Schon das ältere Latitude 5280 enthielt ein schlechtes HD-TN-Display (1.366 x 768) und das AUO-Panel, das Dell im Latitude 5290 verbaut, ist sogar noch schlechter. Unter anderem ist es nochmals dunkler, durchschnittlich erreicht das Display nur 218 cd/m². Normalerweise würden wir in diesem Fall empfehlen, dass man das Testgerät mit einer anderen Displayoption kauft. Das Problem: Es gibt keine andere Display-Option, weder aktuell in Deutschland auf dem Markt, noch laut Datenblatt.

So ist das Latitude 5290 den Konkurrenten natürlich in jeglicher Hinsicht unterlegen, denn diese sind alle mit Full-HD-IPS-Displays (1.920 x 1.080) ausgestattet. Diese Bildschirme haben nicht nur einen deutlich höheren Kontrast, sondern auch eine höhere Helligkeit von jeweils mehr als 300 cd/m². Dazu kommt natürlich auch die absolute mangelhafte Blickwinkelstabilität, die typisch für TN-LCDs ist. Dafür hat das Display kein Backlight-Bleeding, was aber angesichts des furchtbaren Schwarzwerts und schlechten Kontrasts auch egal ist.

212
cd/m²
199
cd/m²
209
cd/m²
224
cd/m²
232
cd/m²
218
cd/m²
219
cd/m²
229
cd/m²
222
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 232 cd/m² Durchschnitt: 218.2 cd/m² Minimum: 14.5 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 232 cd/m²
Kontrast: 430:1 (Schwarzwert: 0.54 cd/m²)
ΔE Color 11.8 | 0.4-29.43 Ø6.2, calibrated: 3.9
ΔE Greyscale 13.9 | 0.64-98 Ø6.4
59.2% sRGB (Argyll 3D) 37.6% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.13
Dell Latitude 5290
AUO B125XW01-V0, , 1366x768, 12.5
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
B125HAN02.2, , 1920x1080, 12.5
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
IVO M133NVF3-R0, , 1920x1080, 13.3
Dell Latitude 7280
AUO236D , , 1920x1080, 12.5
Dell Latitude 5280
1366x768, 12.5
Response Times
-58%
-36%
-57%
-36%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
46.8 (26.8, 20)
40 (22, 18)
15%
36 (18.8, 17.2)
23%
32.4 (12.4, 20)
31%
42 (21.2, 20.8)
10%
Response Time Black / White *
12.8 (7.6, 5.2)
29.6 (16.4, 13.2)
-131%
24.8 (14, 10.8)
-94%
31.2 (9.2, 22)
-144%
23.2 (17.2, 6)
-81%
PWM Frequency
1020 (99)
Bildschirm
54%
67%
39%
-3%
Helligkeit Bildmitte
232
344
48%
316
36%
310.4
34%
251.8
9%
Brightness
218
313
44%
326
50%
301
38%
246
13%
Brightness Distribution
86
82
-5%
85
-1%
88
2%
90
5%
Schwarzwert *
0.54
0.25
54%
0.19
65%
0.32
41%
0.75
-39%
Kontrast
430
1376
220%
1663
287%
970
126%
336
-22%
DeltaE Colorchecker *
11.8
4.7
60%
4.5
62%
5.9
50%
11.3
4%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
23.2
19.4
16%
12.1
48%
21
9%
23.1
-0%
Colorchecker DeltaE2000 calibrated *
3.9
2.9
26%
DeltaE Graustufen *
13.9
2.2
84%
5
64%
5.1
63%
13.2
5%
Gamma
2.13 103%
2.16 102%
2.22 99%
2.33 94%
2.05 107%
CCT
16629 39%
6252 104%
6018 108%
6816 95%
14912 44%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
37.6
41.2
10%
57.9
54%
42
12%
37.6
0%
Color Space (Percent of sRGB)
59.2
64.1
8%
87.3
47%
65
10%
59.2
0%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-2% / 35%
16% / 51%
-9% / 23%
-20% / -8%

* ... kleinere Werte sind besser

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
12.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 7.6 ms steigend
↘ 5.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 11 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.5 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
46.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 26.8 ms steigend
↘ 20 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 74 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (40.7 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9813 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Farbwerte
Farbwerte
Sättigung
Sättigung
Grauwerte
Grauwerte
Farbwerte (kalibriert)
Farbwerte (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Grauwerte (kalibriert)
Grauwerte (kalibriert)

Über die Farbraumabdeckung brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren, denn sie ist mit 59,2 % des sRGB-Farbraums mangelhaft. Ein anderes Ergebnis hätte uns bei einem günstigen HD-TN-Display auch sehr überrascht. Für jegliche Arbeit mit Farben ist der Bildschirm ungeeignet.

Trotz der eher niedrigen Displayhelligkeit ist die Nutzung im Freien, dank der matten Displayoberfläche, möglich. Allerdings sollte man sich immer im Schatten aufhalten, denn knapp 220 cd/m² reichen nicht ansatzweise aus, um gegen die Sonne anzukämpfen. Auch indirekte Sonneneinstrahlung ist ein Problem mit diesem Bildschirm.

sRGB: 59,2 %
sRGB: 59,2 %
AdobeRGB: 37,6 %
AdobeRGB: 37,6 %
Outdoor (bewölkt)
Outdoor (bewölkt)
TN-Displays...
TN-Displays...
...haben eine sehr schlechte...
...haben eine sehr schlechte...
...Blickwinkelstabilität
...Blickwinkelstabilität

Leistung

Die Vielfalt an Konfigurationen ist beim Dell 5290 nicht gerade riesig. In Deutschland gibt es bei verschiedenen Händlern aktuell zwei verschiedene Modelle. Der einzige Unterschied zwischen diesen Modellen ist der verbaute Prozessor: Ein Modell enthält den Intel Core i5-8250U, das andere den vPro-Prozessor Core i7-8650U. Beide Modelle enthalten eine 256-GB-SSD und 8 GB DDR4-2400-RAM (aufrüstbar auf maximal 32 GB). Bestellt man direkt über den Dell Shop, hat man im Laptop-Konfigurator nur wenige Optionen mehr: Hier enthält das günstigste Modell den Core i5-8350U, außerdem kann man das Latitude mit einer WWAN-Karte und mit einer Backlight-Tastatur konfigurieren.

HWiNFO
HWiNFO
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z Caches
CPU-Z Caches
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Memory
CPU-Z Memory
CPU-Z SPD
CPU-Z SPD
GPU-Z
GPU-Z
LatencyMon
LatencyMon

Prozessor

Der Intel Core i5-8250U ist der günstigste Quad-Core-Prozessor der U-Serie von Intel. Die U-Serie ist eine "Ultra-Low-Voltage"-Serie, deren Prozessoren also standardmäßig eine TDP von 15 W haben. Dabei liegt der Grundtakt des Core i5-8250U bei 1,6 GHz, der Turbo-Takt bei 3,4 GHz. Weitere Benchmarks zu diesem Prozessor bietet unsere CPU-Benchmarkliste.

Dell räumt dem Prozessor durchaus einen großen Spielraum ein. Die TDP beträgt 25 Watt statt 15 Watt. Für 28 Sekunden ist der Prozessor sogar auf 44 Watt freigeschaltet. In der Cinebench-Schleife wird so in der ersten Interation ein sehr gutes Ergebnis von über 700 Punkten erreicht, was nahe am Maximum dieses Prozessors liegt. Im zweiten Durchlauf steht die maximale Boost-Performance dann schon nicht mehr zur Verfügung, sodass die Leistung dementsprechend von 3,4 auf 3 GHz sinkt. Im weiteren Testverlauf sinkt die Leistung dann noch etwas weiter ab, wobei sie schwankt. Das liegt an einem Temperaturlimit, das Dell bei etwa 90 °C gesetzt hat. Wird dieses Limit erreicht, sinkt der Takt zeitweise auf bis zu 2,7 GHz, bis die Temperaturen wieder etwas gesunken sind.

0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340350360370380390400410420430440450460470480490500510520530540550560570580590600610620630640650660670680690700710720Tooltip
Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

Die Multicore-Boost-Leistung des Core i5-8250U im Latitude ist exzellent, fast auf einem Level mit dem Lenovo ThinkPad T480s, das bisher die beste Leistung aus diesem Prozessor rausgeholt hat. Die Dauerlast-Leistung ist nicht ganz so exzellent, aber immer noch deutlich überdurchschnittlich.

Die CPU-Leistung ist im Akkubetrieb nicht gedrosselt.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Intel Core i7-8550U
169 Points ∼78% +15%
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
164 Points ∼75% +12%
Dell Latitude 5290
Intel Core i5-8250U
147 Points ∼67%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Intel Core i5-8250U
145 Points ∼67% -1%
Lenovo ThinkPad T480s-20L8S02D00
Intel Core i5-8250U
143 Points ∼66% -3%
Durchschnittliche Intel Core i5-8250U
  (81 - 147, n=90)
141 Points ∼65% -4%
Dell Latitude 5280
Intel Core i5-7200U
129 Points ∼59% -12%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (20 - 184, n=250)
113 Points ∼52% -23%
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad T480s-20L8S02D00
Intel Core i5-8250U
724 Points ∼17% 0%
Lenovo ThinkPad T480s-20L8S02D00
Intel Core i5-8250U
716 Points ∼16% -1%
Dell Latitude 5290
Intel Core i5-8250U
721 Points ∼16%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Intel Core i5-8250U
684 Points ∼16% -5%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Intel Core i7-8550U
577 Points ∼13% -20%
Durchschnittliche Intel Core i5-8250U
  (320 - 730, n=94)
570 Points ∼13% -21%
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
351 Points ∼8% -51%
Dell Latitude 5280
Intel Core i5-7200U
328 Points ∼7% -55%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (32 - 721, n=260)
324 Points ∼7% -55%
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
46.74 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
97.8 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
721 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
147 Points
Hilfe

System Performance

Im PCMark8-Benchmark steht das Latitude an der Spitze des Testfelds, was angesichts der guten CPU-Leistung und der niedrigen Displayauflösung keine großartige Überraschung ist. In der Alltagsnutzung arbeitet das Latitude ebenso sehr schnell.

PCMark 8 - Home Score Accelerated v2
Dell Latitude 5290
UHD Graphics 620, 8250U, Micron 1100 MTFDDAV256TBN
4019 Points ∼66%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
UHD Graphics 620, 8550U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
3948 Points ∼65% -2%
Dell Latitude 7280
HD Graphics 620, 7600U, SanDisk X400 M.2 2280 256GB
3667 Points ∼60% -9%
Durchschnittliche Intel Core i5-8250U, Intel UHD Graphics 620
  (2986 - 4458, n=64)
3602 Points ∼59% -10%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
UHD Graphics 620, 8250U, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
3574 Points ∼59% -11%
Dell Latitude 5280
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba MQ01ACF050
3409 Points ∼56% -15%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (1027 - 4182, n=219)
3020 Points ∼50% -25%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
4019 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Als alleiniger Massenspeicher des Dell Business Notebook Latitude 5290 dient eine 256-GB-M.2-SSD vom Hersteller Micron, die die Modellnummer MTFDDAV256TBN trägt. Es handelt sich um eine SATA-III-SSD, wie man sie heutzutage in der Regel häufig nur noch in Budget-PCs findet. Die SSD bringt eine alltagstaugliche Performance zustande, beim Kopieren größerer Mengen von Daten könnte man aber den Unterschied zu einer schnellen PCIe-NVMe-SSD schon spüren. Die Vergleichsgeräte sind alle besser, nur der Vorgänger Dell Latitude 5280 war noch langsamer, denn er enthielt eine HDD.

Dell Latitude 5290
Micron 1100 MTFDDAV256TBN
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
Dell Latitude 7280
SanDisk X400 M.2 2280 256GB
Dell Latitude 5280
Toshiba MQ01ACF050
Durchschnittliche Micron 1100 MTFDDAV256TBN
 
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
 
CrystalDiskMark 3.0
409%
278%
55%
-85%
40%
12%
Write 4k QD32
163.5
645.6
295%
412.8
152%
183
12%
0.795
-100%
233 (123 - 300, n=22)
43%
139 (0.239 - 646, n=405)
-15%
Read 4k QD32
173.4
387.9
124%
305
76%
344.4
99%
0.737
-100%
227 (149 - 248, n=22)
31%
187 (0.13 - 657, n=406)
8%
Write 4k
83.54
129.4
55%
113.9
36%
59.51
-29%
0.827
-99%
80.8 (62.4 - 102, n=22)
-3%
48.3 (0.238 - 196, n=413)
-42%
Read 4k
19.71
59.27
201%
49.4
151%
30.23
53%
0.357
-98%
24.6 (14 - 29, n=22)
25%
18.2 (0.102 - 60, n=414)
-8%
Write 512
163.4
1864
1041%
1058
547%
323.2
98%
45.49
-72%
315 (157 - 447, n=22)
93%
265 (9.85 - 1979, n=411)
62%
Read 512
310.1
1751
465%
1219
293%
370.1
19%
31.13
-90%
315 (249 - 360, n=22)
2%
312 (11.4 - 1751, n=411)
1%
Write Seq
164.5
1236
651%
1114
577%
477.4
190%
95.28
-42%
379 (165 - 471, n=22)
130%
317 (20.6 - 1840, n=414)
93%
Read Seq
472.8
2535
436%
2331
393%
470.8
0%
107.5
-77%
465 (413 - 490, n=22)
-2%
468 (40.4 - 2535, n=414)
-1%
Micron 1100 MTFDDAV256TBN
Sequential Read: 472.8 MB/s
Sequential Write: 164.5 MB/s
512K Read: 310.1 MB/s
512K Write: 163.4 MB/s
4K Read: 19.71 MB/s
4K Write: 83.54 MB/s
4K QD32 Read: 173.4 MB/s
4K QD32 Write: 163.5 MB/s

Grafikkarte

Die Intel UHD Graphics 620, die bei allen "Kaby-Lake-Refresh"-CPUs dabei ist, ist eine integrierte Grafikkarte mit 24 Ausführungseinheiten. Da sie keinen eigenen Speicher mitbringt, muss sie auf den Hauptspeicher zurückgreifen. Dementsprechend ist ihre GPU-Performance davon abhängig, ob der Speicher im Single- oder Dual-Channel-Modus läuft. Da er bei unserem Testgerät im Single-Channel-Modus läuft, wird das Potenzial des Grafikchips nicht vollständig ausgenutzt. Mit der Nachrüstung einen zweiten Speichermoduls kann man das ganz einfach ändern.

Eine Limitierung der GPU-Leistung im Akkubetrieb existiert nicht.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8250U
1821 Points ∼100% +13%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i7-8550U
1728 Points ∼95% +7%
Durchschnittliche Intel UHD Graphics 620
  (1235 - 1979, n=132)
1696 Points ∼93% +5%
Dell Latitude 5290
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8250U
1616 Points ∼89%
Dell Latitude 7280
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7600U
1442 Points ∼79% -11%
Dell Latitude 5280
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
1309 Points ∼72% -19%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (230 - 4905, n=338)
1212 Points ∼67% -25%
3DMark 11 Performance
1770 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
7862 Punkte
3DMark Fire Strike Score
904 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Das Dell Latitude 5290 ist kein Gaming-System und die verbaute iGPU zu schwach für fast alle neueren Spiele. Möchte man spielen, dann sollte man sich nach einem anderen PC umsehen.

min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 51.8129.624.2fps

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

Im Idle und bei geringer Last springt der Lüfter des Latitude 12 5290 fast nie an, Dell hat die Lüftersteuerung also gut optimiert. Unter Last läuft der Lüfter dafür dann gut hörbar, wobei das auch notwendig ist, schließlich will der leistungsstarke Prozessor ordentlich gekühlt werden. Spulenfiepen, das ja einige andere Dell-Systeme wie das ältere XPS 13 oftmals plagte, können wir hier nicht feststellen.

Lautstärkediagramm

Idle
29.3 / 29.3 / 29.3 dB(A)
Last
34.3 / 39.1 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 29.3 dB(A)
dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2031.13331.732.531.12529.232.230.327.429.23129.83232.131.329.84032.12931.930.332.15028.127.727.829.128.16325.526.826.524.725.58027.325.126.825.327.310029.224.926.425.229.212525.124.524.423.825.116024.324.22423.324.320024.423.122.822.524.425023.622.121.621.223.631523.221.319.52023.240024.621.319.619.424.650027.122.719.718.727.163026.922.618.117.426.980026.522.619.216.826.5100028.424.619.716.628.412502923.918.416.62916003024.918.816.230200029.824.417.81629.8250028.724.316.916.328.7315027.419.91716.827.4400023.618.717.116.923.6500023.218.917.51723.2630021.418.317.817.221.4800020.117.817.817.620.11000018.217.717.617.718.21250017.717.517.617.617.71600017.517.417.517.817.5SPL39.134.330.329.339.1N321.41.23median 24.6median 22.6median 18.4median 17.6median 24.6Delta2.42.41.42.22.43232.332.132.132.533.63029.730.233.735.633.933.533.933.432.531.434.13133.229.428.127.82930.228.725.926.626.626.224.725.125.325.426.825.923.923.924.525.924.123.122.623.82522.721.822.422.824.822.12222.321.721.320.822.221.121.121.12120.120.320.421.622.421.320.218.720.423.121.720.818.320.222.620.519.617.62124.221.720.21720.125.523.421.817.420.927.324.521.316.321.127.124.321.31621.629.526.523.41622.229.726.723.91623.129.727.223.716.422.429.32727.416.72329.928.723.91720.727.122.519.517.118.923.921.419.217.618.622.72018.317.717.920.218.518.217.817.618.717.917.717.517.639.737.234.829.233.43.12.521.21.9median 24.1median 22.2median 21.3median 17.6median 21.12.51.61.51.41.2hearing rangehide median Fan NoiseDell Latitude 5290Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00

Temperatur

Unter Last erhitzt sich das Gehäuse vor allem an der Unterseite spürbar. Maximal sind in der Mitte 51 °C möglich, was nicht ganz unbedenklich ist. Bei längeren Work-Sessions kann die Schoß-Nutzung schon unangenehm werden.

Im Stresstest mit Prime95 und FurMark arbeitet der Prozessor anfangs mit 3 GHz, wobei der Takt nach 28 Sekunden auf etwa 2,6 GHz sinkt. Die CPU-Kerne müssen sich schließlich die TDP von 25 Watt mit der iGPU teilen. Nach etwa 10 Minuten stabilisiert sich der CPU-Takt bei 1,8 GHz, was an einem Temperaturlimit liegt, das der Hersteller bei etwa 80 °C für gleichzeitige CPU- und GPU-Last eingestellt hat. Im weiteren Test-Verlauf sinkt der Takt noch etwas weiter auf den Grundtakt von 1,6 GHz. Thermales Throttling tritt also nicht auf, da der Takt nie unter den Grundtakt sinkt.

Ein 3DMark11, den wir direkt nach dem Stresstest ausgeführt haben, bringt ein normales Ergebnis zustande.

Stresstest (Prime95 & FurMark) nach 10 Minuten
Stresstest (Prime95 & FurMark) nach 10 Minuten
Stresstest (Prime95 & FurMark) nach 51 Minuten
Stresstest (Prime95 & FurMark) nach 51 Minuten
Max. Last
 41.2 °C41.1 °C37.2 °C 
 39.7 °C39.2 °C36.1 °C 
 30.3 °C28.3 °C26.2 °C 
Maximal: 41.2 °C
Durchschnitt: 35.5 °C
41.6 °C48.6 °C49 °C
32.6 °C51 °C48.8 °C
23.8 °C29.9 °C30.5 °C
Maximal: 51 °C
Durchschnitt: 39.5 °C
Netzteil (max.)  39.8 °C | Raumtemperatur 21.2 °C | Voltcraft IR-900
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 35.5 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Subnotebook auf 30.7 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 41.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.8 °C (von 22 bis 57 °C für die Klasse Subnotebook).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 51 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 40.2 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 24.3 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 30.3 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.6 °C (-1.7 °C).
Stresstest (Oberseite)
Stresstest (Oberseite)
Stresstest (Unterseite)
Stresstest (Unterseite)

Lautsprecher

Für ein Subnotebook aus dem Business-Bereich sind die Lautsprecher des Dell Latitude 5290 ziemlich gut, die Boxen des Lenovo ThinkPad X280 sind im Vergleich wesentlich leiser und weniger ausgeglichen. Nur Bass fehlt den Latitude-Lautsprechern komplett, aber das ist bei Notebooks fast immer der Fall. Ein noch besseres Sound-Erlebnis hat man durch die Nutzung von externen Lautsprechern oder Kopfhörern, die über den Klinken-Anschluss angeschlossen werden können.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2032.535.42527.432.63131.333.24030.334.85029.132.86324.732.68025.337.110025.243.512523.843.816023.346.120022.550.725021.250.93152052.440019.461.750018.767.163017.474.180016.878.1100016.675.1125016.671160016.272.920001675.1250016.374.3315016.875.6400016.977.250001775.9630017.270.1800017.669.51000017.777.41250017.676.51600017.867.1SPL29.386.7N1.269.8median 17.6median 71Delta2.29.627.735.928.53231.136.929.132.531.627.725.82624.525.624.127.422.232.522.842.721.750.220.854.819.756.618.6581864.217.262.316.870.11871.316.263.815.958.71662.415.961.816.161.816.461.116.966.81764.417.362.117.459.417.356.717.257.329.176.81.239.4median 17.3median 61.11.64.3hearing rangehide median Pink NoiseDell Latitude 5290Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
Frequenzdiagramm (für Vergleiche die Checkboxen oben an-/abwählen)
Dell Latitude 5290 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (86.7 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 23.1% niedriger als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (4.8% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.2% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (8.6% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 4% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (5.1% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (17% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 44% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 6% vergleichbar, 50% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 20%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 24% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 69% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (76.8 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 17% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (11.8% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.1% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (9.9% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 1.9% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.7% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (15.6% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 29% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 12% vergleichbar, 59% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 20%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 19% aller getesteten Geräte waren besser, 4% vergleichbar, 78% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Energieaufnahme

Laptops mit ULV-Prozessoren arbeiten bei geringer Last oft sehr stromsparend, das ist auch beim Latitude 5290 der Fall. Der maximale Idle-Verbrauch von 5,2 Watt ist ein sehr gutes Ergebnis.

Das mitgelieferte Netzteil liefert 65 Watt an den Dell Laptop. Unter Last verbraucht das Latitude E5290 zwar geringfügig mehr, allerdings sinkt der Verbrauch im Lauf des Stresstests sowieso, womit das Netzteil wieder ausreichend Energie bereitstellt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.28 / 0.47 Watt
Idledarkmidlight 2.68 / 4.3 / 5.2 Watt
Last midlight 40.3 / 68 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy

Akkulaufzeit

Ladezeit: 150 Minuten
Ladezeit: 150 Minuten

In den Spezifikationen des Latitude 5290 sind insgesamt drei verschiedene Akku-Optionen gelistet: Ein 42-Wh-Akku, ein 51-Wh-Akku und ein Akku mit 68 Wattstunden. Die Konfigurationen, die in Deutschland erhältlich sind, enthalten alle den mittleren 51-Wh-Akku,  der intern im Gehäuse verbaut ist. Dell holt aus diesem Akku eine sehr ordentliche WiFi-Laufzeit (zehn Stunden und sechs Minuten) heraus, das Vorgängermodell Latitude 5280 hielt zum Beispiel weniger als acht Stunden durch. Auch das Lenovo ThinkPad X280 schnitt im WLAN-Test nicht ganz so gut ab, wobei der niedrigere Stromverbrauch durch das gröber aufgelöste Display dem Latitude sicherlich an dieser Stelle einen Vorteil verschafft.

Die Ladezeit des Akkus beträgt 150 Minuten.

Battery Runtime - WiFi Websurfing 1.3
Dell Latitude 7280
7600U, HD Graphics 620, 60 Wh
682 min ∼26% +13%
Dell Latitude 5290
8250U, UHD Graphics 620, 51 Wh
606 min ∼23%
Lenovo ThinkPad X280-20KES01S00
8250U, UHD Graphics 620, 50 Wh
531 min ∼20% -12%
Dell Latitude 5280
7200U, HD Graphics 620, 51 Wh
470 min ∼18% -22%
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
  (206 - 805, n=192)
468 min ∼18% -23%
HP EliteBook 830 G5-3JX74EA
8550U, UHD Graphics 620, 49 Wh
424 min ∼16% -30%
Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Edge)
10h 06min

Pro

+ robustes Gehäuse
+ VGA vorhanden
+ überdurchschnittliche CPU-Leistung
+ gute Akkulaufzeit
+ relativ gute Lautsprecher
+ zwei RAM-Slots

Contra

- unterirdischer HD-TN-Bildschirm
- kein Pointing-Stick
- fehlende Tastaturbeleuchtung
- schlechte Position des MicroSD-Kartenlesers
- nur 12 Monate Garantie
- nur eine SATA-III-SSD

Fazit

Im Test: Dell Latitude 5290, zur Verfügung gestellt von
Im Test: Dell Latitude 5290, zur Verfügung gestellt von

Das Latitude 5290 ist ein kompakter Laptop, den Dell durch und durch für den Einsatz in Firmen optimiert hat – mit allen Vor- und Nachteilen, die diese Zielgruppenorientierung mit sich bringt.

Zu den Vorteilen gehört zum Beispiel die gute Tastatur und das robuste Gehäuse. Auch verfügt das Latitude über VGA, einen Anschluss, den sicher einige Nutzer in Firmenumgebungen sicher immer noch gerne haben – schließlich sind immer noch viele VGA-Projektoren im Umlauf. Weiterhin läuft das Latitude im Idle immer sehr leise, bietet dabei aber trotzdem eine überdurchschnittliche CPU-Leistung. Die Akkulaufzeit ist gut, ebenso sind die Lautsprecher für ein kleines Business-Gerät nicht schlecht. Aufrüstbar ist das Latitude mit zwei RAM-Slots und bis zu 32 GB Arbeitsspeicher auch.

Das große Problem des Latitude 5290, das alles andere überschattet: das LCD-Panel. Dell verbaut ein absolut minderwertiges HD-TN-Display, wie man es auch heute noch in so vielen Business-Laptops findet. Diese bewegen sich allerdings dann meistens im Sub-1.000-Euro-Preisbereich, das Latitude 5290 spielt preislich in einer höheren Liga – dieses Display ist einfach komplett fehl am Platz. Dagegen sind die anderen Probleme des Latitudes, wie der fehlende TrackPoint, das Fehlen einer Tastaturbeleuchtung, die schlechte Position des MicroSD-Kartenslots, die kurze Garantie oder die SATA-III-SSD eher geringfügige Schönheitsfehler.

Obwohl das Dell Latitude 5290 in vielen Bereichen punkten kann, erhält es keine Empfehlung von uns. Mit so einem schlechten Display sollten Firmen die Augen ihrer Mitarbeiter nicht malträtieren.

Das Dell Latitude 5290 bekommt natürlich keine Empfehlung, das Display ist für ein Gerät dieser Preisklasse einfach viel zu unterirdisch. Dabei könnte es durchaus ein interessantes Gerät sein, wenn Dell nur ein besseres Display anbieten würde. So sollten sich Business-Kunden, denen die Augen ihrer Angestellten nicht egal sind, bei anderen Modellen umsehen, wie dem Lenovo ThinkPad X280 oder dem HP EliteBook 830 G5 (Test in Kürze). Auch das noch ungetestete Dell Latitude 7290 kann eine bessere Option sein.

Dell Latitude 5290 - 30.04.2018 v6
Benjamin Herzig

Gehäuse
85 /  98 → 87%
Tastatur
75%
Pointing Device
89%
Konnektivität
58 / 80 → 72%
Gewicht
71 / 35-78 → 83%
Akkulaufzeit
93%
Display
74%
Leistung Spiele
58 / 68 → 85%
Leistung Anwendungen
85 / 87 → 97%
Temperatur
90 / 91 → 99%
Lautstärke
96%
Audio
56 / 91 → 62%
Kamera
38 / 85 → 44%
Durchschnitt
74%
84%
Subnotebook - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

Preisvergleich

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Notebook Testberichte > Test Dell Latitude 5290 (i5-8250U, HD) Laptop
Autor: Benjamin Herzig,  1.05.2018 (Update:  1.05.2018)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.