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Türkei: Provider ersetzt Download von Software durch Malware

Türkei: Provider ersetzt Download von Software durch Malware
Türkei: Provider ersetzt Download von Software durch Malware
Ein türkischer Provider soll einem Bericht nach Download von Internetkunden gezielt manipuliert haben. Statt der angeforderten Downloads von kostenfreier Software wie etwa WinRar oder Skype erhielten Kunden eine Malware.

Wie die Sicherheitsexperten von Citizen Lab in einem aktuellen Beitrag berichten, hat der größte türkische Internetanbieter, Türk Telekom, Anfragen von Nutzern gezielt umgeleitet. 

Konkret bediente sich der Telekommunikationsanbieter der sogenannten Deep Packet Inspection. Dadurch erhielten Nutzer, die eigentlich eine ungefährliche Software wie etwa Avast Antivirus, CCleaner, Opera oder 7-Zip von den Seiten des Herstellers beziehen wollten, Malware erhielten.

Diese Man-in-the-Middle-Angriff sind möglich, da die Webseiten der Software-Entwickler zum Teil via HTTP erreichbar waren, zum Teilen leiteten selbst die HTTPS-Version der Webseite auf einen HTTP-Download um. Insgesamt sollen von dem Angriff mehrere hundert Nutzer betroffen sein.

Ein ganz ähnlicher Angriff soll auch in Ägypten stattfinden: Dort wurden den Betroffenen Crypto-Miner untergeschoben.

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Autor: Silvio Werner, 10.03.2018 (Update: 15.05.2018)
Silvio Werner
Silvio Werner - Editor
Als stolzer Digital Native mag ich Zahlen und liebe Technik. Ein Chemiestudium endete zwar nicht erfolgreich, entfesselte dafür aber das Interesse an Testmethodiken und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, deren anwendernahe Vermittlung für mich im Fokus steht. Als Ausgleich dienen mir Laufen und Trekken.