Intel: Neue Generation von Atom-Prozessoren
Kategorie: Notebook-KomponentenVon: Ronald Tiefenthäler
Intel hat seine neue Atom-Plattform „Pine Trail“ offiziell vorgestellt und schon ab 4. Januar 2010 soll diese in über 80 neuen Netbook- und Nettop-Modellen über die Ladentheke wandern.

Intel | Pine Trail kommt 2010 in die Netbooks.

Intel | Heute hat Intel Pine Trail offiziell präsentiert.

Intel | Der Atom N450 kommt für Netbooks.

Intel | Weniger Energie und kompakter dank 2-Chip-Lösung.

Intel | HD-Video-Unterstützung via Drittanbieter wie Broadcom.

Intel | Der Beat bleibt bei 1,66 GHz.
Noch vor dem Beginn der Elektronikmesse CES 2010 in Las Vegas Anfang Januar stellt Intel seine nächste Generation der Atom-Plattform mit Codenamen „Pine Trail“ vor. Als neue Prozessoren („Pineview“) sind der Atom-Einkerner N450 für Netbooks sowie der D410 (Einzelkern) und Zweikern-Atom D510 für Einsteigerrechner bei den Desktops vorgesehen.
Bei „Pine Trail“ legt Intel sein Hauptaugenmerk auf höhere Integration und damit in Konsequenz auf eine höhere Energieeffizienz bei geringeren Fertigungskosten. Bei Pine Trail wandern CPU und integrierte GPU inklusive Speicherkontroller auf einen Chip. Zusammen mit dem neuen I/O-Chip Intel NM10 können die ODMs damit künftig eine noch kompaktere 2-Chip-Lösung mit noch geringerem Energieverbrauch nutzen.
Der für Netbooks gedachte Atom N450 kommt mit einer Taktfrequenz von 1,66 GHz, 512 KByte L2-Cache und 5,5 Watt TDP (Thermal Design Power) als CPU mit einem Rechenkern. Auch die Desktop-Variante D410 hat nahezu die gleichen Kenndaten, versteht sich aber – wie der größere Bruder D510 – nicht auf EIST (Ehanced Intel SpeedStep Technology und hat einen TDP von 10 Watt.
Intels Atom D510 integriert gleich zwei CPU-Kerne, genehmigt sich aber mit 13 Watt TDP auch etwas mehr Energie. Auch der D510 unterstützt kein EIST und kann somit die Taktfrequenz nicht dynamisch anpassen. Mit 1,66 GHz Taktfrequenz ist im Vergleich zur Vorgängerversion bei Pine Trail nicht wesentlich mehr Leistung zu erwarten. Erste Versuche mit Vorserienmodellen untermauern diese Abschätzung. Dafür dürfte aber der Stromverbrauch für das Gesamtsystem nochmals deutlich sinken.
Besonders von der neuen, natürlich ebenfalls integrierten Chipsatzgrafik GMA 3150 dürften sich wohl einige Anwender etwas mehr Grafik-Power erhofft haben. Wie die GMA 950 ist auch der Thronfolger GMA 3150 lediglich DirectX-9-tauglich und bei HD-Videos kommt die GMA 3150 in unseren Vorabtests mächtig ins Schwitzen. Im Vergleich zur GMA 950 können wir da keine echte Weiterentwicklung ausmachen.
Zudem wird es eine Ehe aus Intels Pine Trail und Nvidias ION zwecks mehr 3D- und HD-Video-Leistung wohl (in bisheriger Form) nicht geben. Intel sieht für die Pineview-Geräte lediglich HD-Video-Beschleunigerchips von Drittanbietern wie beispielsweise Broadcoms BCM70012 per PCI-Express vor.
Broadcoms BCM70012 bietet zwar HD-Dekodierung wie H.264/AVC, VC-1 und Blu-ray-Unterstützung an, HD-Clips auf Youtube in Adobes populärem Flash-Player-Format ruckeln bei den Vorabtests in 1080p aber gewaltig. Ob dies lediglich auf ein „Treiberproblem“ zurückzuführen ist und ob derlei HD-Clips in Serie dann angenehm ruckelfrei dargestellt werden, bleibt abzuwarten.
Update - Eben ist diese Meldung auf den Redaktionstisch geflattert:
„...The new Broadcom BCM70015 supports Windows Media Player 12, Adobe Flash player 10.1 and other video players. It allows Blu-Ray playback as well as support for a number of codecs including H.264/AVC, MPEG-2, VC-1, WMV9, MPEG-4, DivX, Xvid, and AVS...“
Broadcom hat soeben mit seinem neuen BCM70015 Single-Chip HD-Beschleuniger nun auch Unterstützung für Adobes Flash Player – derzeit in Version 10.1 – angekündigt. Weiter Details in englischer Sprache siehe Link unten.
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