Test Acer Aspire 5745PG Notebook

J. Simon Leitner & Klaus Hinum, 16.09.2010

Touch me. Touch ist in, nicht nur bei Tablets. Beim Aspire 5745PG handelt es sich um einen 15-Zoll Multimedia Boliden mit brandneuer Nvidia Geforce GT 420M Grafik (Optimus), der auch eine Eingabe über sein Display akzeptiert.

Das Acer Aspire 5745PG ist kein gänzlich unbekannter. Unter der Endung 354G32Mns ist das Gerät etwa schon einige Monate in UK in den Shops gelistet, allerdings mit Intel i3 CPU und Nvidia 310M Grafik. Die Variante 5454G50Bnks ist auch im deutschsprachigen Europa verfügbar, ausgestattet mit der wesentlich stärkeren GT330M Grafik von Nvidia und einer Core i5 CPU. 

Mit der uns vorliegenden Version 5464G32Mnks kommen zwei wesentliche Neuerungen auf den User zu. Wie der Vorgänger verfügt das Gerät über ein Multitouch-Display das dank eigener Acer-Software zum familiären Verschmieren des Bildschirmes einlädt. Allerdings kommt unter der Haube brandneue Hardware von Intel und Nvidia zum Einsatz.
Intel stellt mit der Core i5-460M einen Chip des kommenden Arrandale-Refreshs zur Verfügung während Nvidia mit der Geforce GT 420M die neue Mittelklasse Grafikkartengeneration auf Basis der Fermi-Architektur, nun endlich auch mit DirectX 11 Support, auf den Markt wirft. Die GT420M kommt im 5745PG in Verbindung mit Nvidia's Optimus-Technologie, die automatisch zwischen eigenständiger Grafikkarte und der integrierten Intel GMA HD Grafiklösung wechselt.

Den Punkten GPU und Touch-Display gilt im folgenden Test besondere Aufmerksamkeit, zumal das Gehäuse des 5745PG jenem des bereits getesteten Aspire 5625G entspricht.
Detaillierte Informationen zu den neuen Intel Prozessoren folgen, sobald diese offiziell vorgestellt werden.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Acer Aspire 5745PG hinterlässt einen guten Eindruck hinsichtlich Design und Verarbeitung. Maßgeblich trägt dazu die Handballenauflage aus gebürstetem Aluminium bei, deren Haptik als ausgesprochen gut zu beschreiben ist und sich auch auf die Stabilität des Gerätes positiv auswirkt. Das übrige Gehäuse besteht ausschließlich aus Kunststoffteilen, die wechselnd mit matter bzw. glänzender Oberfläche ausgeführt sind.

Als pflegebedürftiger Eycatcher fungiert der Displaydeckel im Streifendesign, der Fingerabdrücke und Staubpartikel nahezu magisch anzieht, und entsprechend oft poliert werden will.
Weitere Infos finden Sie im Test des baugleichen Acer Aspire 5625G.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Anschlusstechnisch kann man ebenso auf den erwähnten Aspire 6525G verweisen. Das 5745G verfügt über eine idente Schnittstellenausstattung, die zwar nur den Basisumfang abdeckt, aber einen eventuell attraktiven HDMI-Port anbietet (Anschluss an externen Monitor/TV).
Kritik muss die Platzierung der einzelnen Ports einstecken, die an den Seitenkanten links und rechts jeweils im vorderen Bereich zu finden sind. Abhängig von der Belegung der Schnittstellen, könnte dies zu Beeinträchtigungen der Arbeitsbereiche neben dem Notebook führen.

Frontseite: keine Anschlüsse
Frontseite: keine Anschlüsse
Linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, LAN, USB, Audio
Linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, LAN, USB, Audio
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Rechte Seite: 3x USB, Stromversorgung
Rechte Seite: 3x USB, Stromversorgung

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Die angebotenen Tastatur hinterlässt einen insgesamt guten Eindruck. Sie sitzt fest im Gehäuse und lässt sich nur bei übermäßig starkem Druck minimal eindellen. Als etwas gewöhnungsbedürftig erwiesen sich im Test die Tasten mit ihrer glatten Oberfläche. Dank des Einzeltastenlayouts mit normalen Tastenabständen war blindes Tippen im 10-Finger-System dennoch sofort möglich. Auch optisch kann die Tastatur überzeugen.

Ein interessantes wenn auch gewöhnungsbedürftiges Feature ist in Zusammenhang mit den Eingabegeräten noch zu erwähnen: Tipp man zügig auf der Tastatur, so wird das Touchpad automatisch deaktiviert. Wechselt man rasch zwischen Tippen und Cursorbewegungen, kann dies zu einem kurzzeitigen Verweigern des Pads führen.  

Touchpad

Das große Touchpad von Synaptics mit eigenständiger Wippen-Taste unter dem sensiblen Bereich bietet Multitouch-Support (z.B. 2-Finger Scrollen,..) und zeichnet sich vor allem durch seine angenehme und gleitfreudige Oberfläche aus.
Das Feedback der Tastenleiste fällt zufriedenstellend aus, wobei das angenehm dumpfe Klickgeräusch positiv zu erwähnen ist.

Touchscreen

Die Endung -P in der Typenbezeichnung weist auf die Integration eines Touchscreens hin. Dieser kann natürlich ergänzend zu den zuvor erwähnten Eingabeoptionen zur Interaktion mit dem Notebook genutzt werden.

Im Vergleich zu Touch-optimierten Devices, etwa dem Dell Streak oder dem Apple iPad, fällt das Resümee über den Acer Touchscreen aber bescheiden aus. Speziell in den Eckbereichen (rechtes unteres Eck bei unserem Testgerät besonders auffällig) spricht der Touchscreen nur sehr ungenau an. Überhaupt lässt die Windows-Benutzeroberfläche insgesamt nur wenig Freude bei der Bedienung mit den Fingern aufkommen.
Besser klappt dies schon mir der vorinstallierten Software von Acer "TouchPortal". Hier werden oft verwendete Funktionen in Form von Symbolen entlang eines horizontalen Balkens eingeblendet durch den man Touch-typisch scrollen kann. Ein Fingertipp auf das jeweilige Icon öffnet die Anwendung, etwa TouchMusic (Musikwiedergabe und Verwaltung), TouchVideo (BluRay und DVD Wiedergabe, Video-Streaming), TouchPhoto (Wiedergabe und Organisation von Fotos) sowie den Touch-Browser, der ein Touch-optimiertes Surfen im Netz erlaubt.

Einige Anwendungen, wie Microsoft Surface (Weltkarte - Google Earth Pendant) können mit der Touchscreenbedienung durchaus überzeugen. Browser und Fotoanwendung sind jedoch nicht perfekt gelungen und haken bei der Bedienung häufig.

Display

Wie wir testen - Display

Kommen wir nun zu den Hard-Facts des verbauten Displays. Das Panel mit einer Diagonale von 15.6-Zoll (39.6cm) löst mit 1366x768 Pixel auf und verfügt laut den Angaben Acers über eine Reaktionsgeschwindigkeit von 8 Millisekunden.

Die Herstellerangabe von 200-nit Helligkeit kann unseren Messungen zufolge nicht ganz erreicht werden. Wir beobachten maximal 185 cd/m² im zentralen Displaybereich bei einer mäßigen durchschnittlichen Helligkeit von 173.3 cd/m². Die Ausleuchtung des Displays geht dank eines nur geringen Helligkeitsabfalls zu den Ecken hin mit 88% mehr als in Ordnung.

170
cd/m²
163
cd/m²
177
cd/m²
178
cd/m²
185
cd/m²
180
cd/m²
168
cd/m²
170
cd/m²
169
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Maximal: 185 cd/m²
Durchschnitt: 173.3 cd/m²
Ausleuchtung: 88 %
Schwarzwert: 1.07 cd/m²
Kontrast: 173:1

Die Qualität der Bilddarstellung am Acer Aspire 5745PG ist einerseits geprägt durch den nur mäßigen Kontrastwert von 173:1, der bei günstigen Notebooks schon beinahe als üblich einzuordnen ist.
Andererseits kann das Displays in der Messung des darstellbaren Farbraumes positiv überraschen (i1 Display 2). Dieser ist größer als bei "Billig-Displays". Dennoch, verglichen mit Profi-Panels, zu finden etwa im Dell Studio XPS 16, relativiert sich der soeben eingefahrene Bonus.

5745PG Farbdreieck
5745PG Farbdreieck
5745PG (transparent) versus FuSi U9200
5745PG (transparent) versus FuSi U9200
sRGB (transparent) versus 5745PG
sRGB (transparent) versus 5745PG
Dell XPS 16 (transparent) versus 5745PG
Dell XPS 16 (transparent) versus 5745PG
Für den Ausseneinsatz kaum zu brauchen.
Für den Ausseneinsatz kaum zu brauchen.

Weder die maximale Helligkeit des Bildschirmes noch seine spiegelnde Displayoberfläche machen Hoffnung auf einen vertretbaren Einsatz unter freiem Himmel. Besten Falles kann das Gerät noch gut beschattet auf der Terrasse verwendet werden, auch dann machen aber auftretende Spiegelungen und ein zu geringer Bildkontrast das Leben schwer.

Die gebotene Blickwinkelstabilität leidet unter der weit verbreiteten Schwäche im vertikalen Sichtbereich. Hier kommt es schon bei geringfügigen Abweichungen zu störenden Bildveränderungen. Im horizontalen Sichtbereich gibt sich das eingesetzte Displays etwas kulanter und ermöglicht auch mehreren Personen dargestellten Inhalten am Aspire 5745PG zu folgen.

Blickwinkel Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks
Blickwinkel Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks

Mit der Kombination aus Intel Core i5-460M CPU und der neuen Nvidia GT 420M  Grafik verspricht das Acer Aspire 5745PG solide Multimedialeistung auf Mittelklasseniveau. Die Details/Benchmarks zur Intel CPU werden vorerst übergangen und nach dem offiziellen Marktstart nachgereicht. Mindestens genauso interessant ist dennoch die eingesetzte Grafiklösung (Optimus), die wir folgend genauer analysieren werden.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminformationen Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks

Die Nvidia Geforce GT 420M basiert auf den GF 108 Kern, einem Ableger der brandneuen Fermi-Architektur. Damit unterstützt der Chip sowohl DirectX11 als auch OpenGL 4.0. Der Grafikkern verfügt über 96 Shader und einen 128-Bit Speicherbus. Aufgrund der neuen Architektur, ist die Shaderanzahl jedoch nicht direkt vergleichbar mit der Vorgängergeneration.

Des weiteren unterstützt die Grafikkarte verlustfreie Bitstream Übertragung von HD-Audio per HDMI-Anschluss, PureVideo HD zur Decodierung von HD-Material, CUDA, DirectCompute 2.1 und OpenCL (Nutzung der GPU für Berechnungen) sowie PhysX für Physikberechnungen in 3D-Games.
Dank Nvidia Optimus wechselt das Aspire 5745PG automatisch zwischen der eigenständigen GT420M Grafik und der CPU-internen GMA HD Grafiklösung. Damit werden die zur Verfügung stehenden Leistungsreserven ständig an die jeweilige Anwendung angepasst und Stromverbrauch und Emissionen des Notebooks optimiert.

Für eine erste Klassifizierung der Leistungsfähigkeit ziehen wir die bewährten 3D-Mark Benchmarktests von Futuremark heran. In der Ausgabe 2006 erreichte das vorliegende Acer Aspire 5745PG 5988 Punkte. Damit ordnet sich die GPU im Bereich zwischen der GT 325M und der GT 330M ein. Die Mobility Radeon HD 5650 sollte je nach Taktung doch deutlich vor der GT 420M bleiben.

3D Mark
3DMark 2001SE16559 Punkte
3DMark 0314473 Punkte
3DMark 0510788 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
5988 Punkte
3DMark Vantage2991 Punkte
Hilfe

Das Ergebnis des 3DMark Vantage Benchmarktests rückt die Grafikkarte etwas weiter nach vorne. Hier kommt die Nvidia Geforce GT 420M auf 2540 Punkte und platziert sich vor der GT 330M knapp hinter der GT 335M. Die Mobility Radeon HD 5650 als einer der größten Konkurrenten von ATI/AMD fällt je nach Taktung knapp zurück bzw. bleibt etwas vor der GT 420M im Acer Aspire 5745PG.

WDC Scorpio Blue WD3200BPVT-22ZES
Minimale Transferrate: 24.6 MB/s
Maximale Transferrate: 64.9 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 91.1 MB/s
Zugriffszeit: 19.7 ms
Burst-Rate: 87.3 MB/s

Mit der WD3200BPVT Harddisk von Western Digital verfügt das Acer Aspire 57845PG über eine Bruttospeicherkapazität von 320 Gigabyte bei einer Geschwindigkeit von 5400 U/min.
Die mittels HDTune und Crystaldiskmark gemessenen Benchmarkergebnisse liegen hinsichtlich der Übertragungsraten im erwarteten Bereich. Lediglich die Zugriffszeit fällt mit 19.7 Millisekunden etwas über dem Durchschnitt vergleichbarer Festplatten aus.

Gaming Performance

Wie wir testen - Leistung

In unseren Praxistests mit gängigen Spielen konnte sich die GT420M meist auf dem Niveau der GT330M plazieren. Bei manchen Spielen wie Metro 2033 und Battlefield Bad Company 2 war die Performance sogar deutlich besser. Durch die höhere Shaderanzahl könnte noch einiges an Potential in der GT 420M schlummern und eventuell durch Treiberupdates zu Tage gebracht werden.

Die Mittelklasse Grafikkarte der Konkurrenz, die Mobility Radeon HD 5650, erreicht jedoch durchwegs höhere Ergebnisse. Ihr Gegenspieler wäre jedoch auch die höher getaktete GeForce GT 425M. Die schwächere HD 5470 ist durch die geringe Shaderanzahl und den 64Bit Speicherbus weit abgeschlagen.

Folgend einige aktuelle Games im Detail:

Battlefield: Bad Company 2

Als einer der erfolgreichsten Multiplayer-Shooter dieser Tage hat BF:BC2 beinahe ein Recht darauf, auf Mittelklasse-Grafikkarten bei akzeptabler Grafik zu laufen. Die Vergangenheit zeigte allerdings, dass es das Game den verschiedenen Grafikchips nicht immer leicht macht, auch ausreichend flüssig dargestellt zu werden.

Das Acer Aspire 5745PG mit Geforce GT 420M Grafik steigt allerdings mit einem zufriedenstellenden Ergebnis aus. So liefert unser Testgerät in unserem Benchmarkdurchlauf bei mittlerer Detailstufe (1366x768, medium, HBAO aus, 1xAF, 1xAA) durchschnittlich 31 Fps. Beobachten kann man aber auch ein kurzzeitiges Einbrechen unter die 20 Fps-Marke ("...im Vergleich" klicken), womit man von einzelnen Rucklern im Game vermutlich nicht verschont bleiben wird.
Bei hohen Grafik-Presets (1366x768, high, HBAO ein, 4xAF, 1xAA) sinkt die Framerate dann aber auf 23 Fps im Schnitt ab und verläuft über lange Abschnitte unter der 20-Fps-Marke. Für ein flüssiges Spiele-Vergnügen reicht dies nicht mehr aus.

Im Vergleich positioniert sich etwa das MacBook Pro 17" mit GT 330M Grafik mit 28.0 Fps bei mittleren Details geringfügig hinter der GT 420M. Die GT 335M bleibt im Alienware M11x (32.1 Fps) als auch im QMG6 mit 34.9 Fps voran. Auch auf hohen Detaileinstellungen bleibt diese Reihenfolge aufrecht.

Battlefield: Bad Company 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080high, HBAO on, 4xAA, 8xAF11 fps
 1366x768high, HBAO on, 1xAA, 4xAF23 fps
 1366x768medium, HBAO off, 1xAA, 1xAF31 fps
 1024x768low, HBAO off, 1xAA, 1xAF41 fps

Call of Duty: Modern Warfare 2

Nicht weniger attraktiv, aber erfahrungsgemäß etwas weniger Ressourcen fordernd als BF:BC2 gibt sich Modern Warfare 2. Auf mittlerer Detailstufe (1024x768, all on/med vsync off, normal textures, 2xAA) liefert unser Benchmarkdurchlauf im Schnitt 33 Fps. Kurzzeitig ist dabei auch ein Einbruch unter 20 Fps zu beobachten, womit ein kurzes Ruckeln nicht auszuschließen ist.
Unter hohen Grafikanforderungen (1366x768, all on/high vsync off, high textures, 4xAA) sind es dann nur mehr 29 Fps im Schnitt, der Frame-Verlauf fällt aber ähnlich unkritisch wie unter mittleren Einstellungen aus.

Im direkten Umfeld des Acer Aspire 5745PG mit GT420M Grafik findet man abermals das Alienware M11x mit GT 335M Grafik (36.0 Fps bei mittleren Einstellungen) sowie das QMG6 (GT335M/620M), welches mit 39.4 Fps das 5745PG doch deutlich überbieten kann. Knapp hinter dem Aspire bleibt das Asus N61JV mit Nvidia GT325M Grafik.
Bei hohen Grafikeinstellungen kann etwas überraschend das Toshiba A660 mit GT330M GPU mit erreichten 30.5 Fps das Acer Aspire 5745PG knapp überholen. Etwas reduziert hat sich allerdings der Vorsprung der GT335M im Schenker QMG6 (33.2 Fps).

CoD Modern Warfare 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080all on/max vsync off, textures extra, 4xAA18 fps
 1366x768all on/high vsync off, high textures, 4xAA29 fps
 1024x768all on/med vsync off, normal textures, 2xAA33 fps

Starcraft II

Der Erfolg des Nachfolgers des Strategie-Hits Starcraft scheint bereits wenige Wochen nach seinem Erscheinen besiegelt. Auch wenn die Optik des Games auf den ersten Blick nicht besonders berauschend wirkt, so setzt Starcraft 2 dennoch durchschnittlich potente Grafikhardware für einen flüssigen Bildgenuss voraus.

Bei der nativen Auflösung von 1366x768 Pixel und mittleren Grafiksettings beobachten wir im Benchmarkdurchlauf 33 Fps. Der konstante Verlauf der Framerate bestätigt die Spieltauglichkeit bei diesen Einstellungen. Will man mehr, nimmt man einen Abfall auf 25 (high) und weniger in Kauf.

Im Vergleich bleibt das Acer Aspire 5745PG hier überraschender Weise hinter Notebooks mit GT 330M Grafik zurück. So liefert etwa das Samsung R590 als auch das Sony F12Z mit 39 bzw. 39.3 Fps ein doch deutlich besseres Ergebnis.

StarCraft 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080ultra14 fps
 1360x768high25 fps
 1360x768medium34 fps
 1024x768low112 fps

Spiele-Fazit

Damit reicht die Performance der GT420M bei modernen und anspruchsvollen Spielen (Metro 2033, StarCraft 2, Batttlefield BC2, Cod MW2) nur für niedrige bis mittlere Detailstufen. Ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele wie Left 4 Dead oder Sims 3 können auch in hohen Details gespielt werden.
Detaillierte Informationen welche Performance Sie bei verschiedenen Games erwarten können, finden Sie in folgender Tabelle bzw. in unserer Übersicht: Welche Spiele laufen auf welchen Notebook-Grafikkarten flüssig.

min. mittelhoch max.
Quake 3 Arena - Timedemo (1999) 436fps
Doom 3 (2004) 187133fps
World of Warcraft (2005) 38fps
Quake 4 (2005) 62fps
Half Life 2 - Lost Coast Benchmark (2005) 115fps
World in Conflict - Benchmark (2007) 113532912fps
Crysis - GPU Benchmark (2007) 65.737.722.75.3fps
Crysis - CPU Benchmark (2007) 37.320.65fps
Supreme Commander - FA Bench (2007) 48.232.927.114.9fps
Call of Duty 4 - Modern Warfare (2007) 30fps
Trackmania Nations Forever (2008) 20153.328.7fps
Crysis Warhead (2008) 4711fps
Far Cry 2 (2008) 7937.419fps
Left 4 Dead (2008) 74fps
F.E.A.R. 2 (2009) 3919fps
Sims 3 (2009) 32fps
Anno 1404 (2009) 7012fps
Colin McRae: DIRT 2 (2009) 63.651.124.112.8fps
Need for Speed Shift (2009) 43282816fps
Resident Evil 5 (2009) 81.734.819.5fps
Risen (2009) 58272111fps
CoD Modern Warfare 2 (2009) 332918fps
Battlefield: Bad Company 2 (2010) 41312311fps
Metro 2033 (2010) 4023124fps
StarCraft 2 (2010) 112342514fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Im Idle-Betrieb als auch bei geringer Belastung des Systems bleibt das Acer Aspire 5745PG stehts angenehm leise. Zwar ist beim Websurfen ein immer wieder anlaufender Lüfter zu beobachten, dieser bleibt aber auf unkritisch niedrigem Niveau. Ob nun die integrierte Intel GMA HD oder die Geforce GT420M aktiv war, spielte dabei keine Rolle.

Unter Last wird der Lüfter dann zwar deutlich hörbar, aufgrund seiner rauschenden Charakteristik drängt dieser sich aber auch bei einem Lärmpegel von 37-42dB nicht unangenehm in den Vordergrund.

Lautstärkediagramm

Idle 29.1 / 30.5 / 30.5 dB(A)
HDD 30.5 dB(A)
Last 37.6 / 41.9 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)
interne Temperaturen nach mehrstündiger Extremlast
interne Temperaturen nach mehrstündiger Extremlast

Temperatur

Im Betrieb ohne bzw. mit geringer Office-Last bleiben die Oberflächentemperaturen sowohl an der Unter- als auch an der Oberseite der Baseunit im kaum wahrnehmbaren Bereich.
Erst unter Last konnten dann doch teils erhebliche Erwärmungen an der Oberseite (bis zu 44°C) und an der Unterseite mit einem Maximum von 49°C beobachtet werden.

Die internen Temperaturen bleiben laut HWMonitor selbst nach mehrstündiger Extremlast (Furmark + Prime95) im Rahmen und nähern sich nicht den maximal spezifizierten Temperaturen. Auch ein direkt nach der Belastungsphase durchgeführter Cinebench Test ermittelte die erwarteten Ergebnisse. Daher sollte Throttling beim Aspire 3D Notebook kein Problem sein.

Max. Last
 44 °C43 °C35 °C 
 43 °C41 °C32 °C 
 37 °C34 °C29 °C 
Maximal: 44 °C
Durchschnitt: 37.6 °C
30 °C33 °C49 °C
29 °C30 °C46 °C
28 °C29 °C29 °C
Maximal: 49 °C
Durchschnitt: 33.7 °C
Raumtemperatur 21 °C

Lautsprecher

Bei der Audiowiedergabe wird die kompakte Bauform auch hörbar. Die Speaker liefern höhenlastigen und bassarmen Sound, der noch dazu auch nicht sonderlich laut zu tönen vermag. Ein Ausweichen auf externe Audiogeräte ist damit durchwegs zu empfehlen, insbesondere bei der Wiedergabe von Filmmaterial.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Lässt die maximal beobachtete Akkulaufzeit (Batteryeater Readers Test) mit mehr als 6 Stunden noch positive Stimmung aufkommen, so wird das Bild spätestens bei Wiedergabe einer DVD im Akkubetrieb wieder getrübt. Hier kann mit rund 2,5 Stunden lediglich ein Hollywoodstreifen mit knapper Überlänge wiedergegeben werden. Unter Last sollte man nicht mit bedeutend mehr als einer Stunde netzunabhängiger Aktivität rechnen. Dafür steht dem User die volle Rechenleistung (mittels CB11.5 getestet) zur Verfügung.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 18min
DVD
2h 38min
Last (volle Helligkeit)
1h 04min

Der Stromverbrauch des Aspire 5745PG ist dank Optimus Technologie besonders ohne Last sehr gut und befindet sich auf dem Niveau des 1830T oder Asus U30JC (ebenfalls mit Optimus). Dass dies dem Notebook nicht wirklich zu sehenswerten Akkulaufzeiten verhelfen kann, liegt in erster Linie an dem mit 47Wh eher knapp bemessenen Akku.

Unter Last steigt der Stromverbrauch deutlich und reiht sich auf dem Niveau des MSI FX600 mit GT 325M ein. Andere Notebooks mit GT 330M bzw. HD 5730 Grafik befinden sich jedoch ebenfalls auf diesem Niveau.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.1 / 0.4 Watt
Idle 6.5 / 12.3 / 19 Watt
Last 59.6 / 87.2 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Acer Aspire 5745PG
Acer Aspire 5745PG

Auf den Punkt gebracht kann man das Acer Aspire 5745PG als durchschnittliches Multimedia Notebook bezeichnen, welches dank Touch-Display einen gewissen Mehrwert im Vergleich zu normalen Geräten bietet. Wie hoch dieser ausfällt, hängt in erster Linie vom User selbst ab, inwiefern dieser die Touch-Funktionalität auch nutzt.

Positiv zu vermerken sind die an sich guten Eingabegeräte, das teils hochwertig anmutende Gehäuse sowie der leise und kühle Office-Betrieb. Die Performance des Notebooks liegt insgesamt auf dem Niveau ähnlich positionierter bisheriger Multimedia-Notebooks. Ungünstig fanden wir vor allem die Positionierung der Schnittstellen sowie das gänzliche Fehlen einer schnellen Übertragungsmöglichkeit von und zu externen Speichermedien (eSATA/USB 3.0).

Für Touch-Freunde ohne besondere Anforderungen in Punkto Performance ist das Acer Aspire 5745PG durchaus einen näheren Blick wert, nicht zuletzt da man hier aktuellste Grafik- und Prozessorhardware erwirbt und somit auch ein Stück Zukunftssicherheit.

Die GT420M Grafik von Nvidia ordnet sich wie erwartet etwas über dem Niveau der bisherigen Mittelklasse Grafiklösung GT330M ein. In Verbindung mit Nvidia Optimus schafft das Acer 5745PG den Spagat zwischen leisem und kühlen Office-Betrieb und dennoch ausreichenden 3D-Leistungsreserven für das eine oder andere aktuelle Computergame, wenn auch mit angepassten Grafikdetails.

» Das Acer Aspire 5745PG ist derzeit ab 999,- bei Amazon.de erhältlich

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Im Test: Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks
Im Test:  Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks

Datenblatt

Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM55 Express Chipset
:: Speicher
4096 MB, DDR3
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GT 420M - 1024 MB, Kerntakt: 500/1000 MHz, Speichertakt: 800 MHz, DDR3, 259.05
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, TN-Panel: CMO1592, LED Backlight, Touchscreen: EETI PCAP MultiTouch Digitizer, spiegelnd: ja
:: Festplatte
WDC Scorpio Blue WD3200BPVT-22ZES, 320 GB 5400 U/Min Scorpio Blue, 8MB Cache, SATA 3Gb
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Ibex Peak PCH
:: Anschlüsse
4 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer / SPDIF, Mikrofoneingang, Card Reader: MMC, SD, MS (Pro), XD,
:: Netzwerkverbindungen
Atheros AR8151 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Broadcom BCM43225 (b g n ), Broadcom 3.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
Matshita DVD-RAM UJ890AS
:: Gewicht
2.672 kg Netzteil: 0.548 kg
:: Akku
47.5 Wh Lithium-Ion
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: SXGA CrystalEye, 24 Monate Garantie

 

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Pricerunner n.a.

Pro

+Gute Eingabegeräte
+Touchscreen als Spielerei
+Leise und kühl
+Optimus zum Automatischen Grafikkartenumschalten
 

Contra

-Spiegelndes Display mit geringer Helligkeit
-Kein eSATA oder USB 3.0 Port
-Schnittstellen im vorderen Bereich

Shortcut

Was uns gefällt

Aktuellste Technik in einem Notebook, wem gefällt das nicht?

Was wir vermissen

Eine schnelle Schnittstelle zum Datentransfer.

Was uns verblüfft

Touch-Technik im Notebook, ob das gut geht?

Die Konkurrenz

Alles was im 15-Zoll Bereich auf eine halbwegs potente CPU und Grafik verweisen kann, also Core i5/GT330M bzw. HD 5650 Kombinationen aller Hersteller.

Bewertung

Acer Aspire 5745PG-5464G32Mnks
04.12.2010 v2
J. Simon Leitner & Klaus Hinum

Gehäuse
90%
Tastatur
86%
Pointing Device
86%
Konnektivität
68%
Gewicht
78%
Akkulaufzeit
77%
Display
70%
Leistung Spiele
72%
Leistung Anwendungen
88%
Temperatur
77%
Lautstärke
90%
Auf- / Abwertung
84%
Durchschnitt
81%
80%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: J. Simon Leitner & Klaus Hinum (Update: 11.02.2014)