NVIDIA GeForce GT 420M

NVIDIA GeForce GT 420M

Die NVIDIA GeForce GT 420M ist eine Mittelklasse Grafikkarte für Notebooks welche in 2010 vorgestellt wurde. Sie basiert auf den GF108 Kern, der ein Ableger der Fermi Architektur ist und daher DirectX 11 und OpenGL 4.0 unterstützt. Bei der GT420M sind alle 96 Shader freigeschalten (im Vergleich zur GT415M), jedoch ist sie im Vergleich zur GT425M und GT435M niedriger getaktet.

GF108 Architektur

Der GF108 Kern der GT420M basiert auf den GF100 (GeForce GTX 480M) und bietet maximal 96 Shader und einen 128 Bit Speicherbus. Im Vergleich zum GF104 Kern, ist der GF108 sozusagen eine geviertelte Version. Dadurch ist die Architektur nicht mehr mit dem GT215 (GeForce GTS 350M) oder GT216 (GeForce GT 330M) verwandt. Im Unterschied zum GF100 wurden die kleineren GF104, GF106 und GF108 Kerne jedoch nicht nur abgespeckt, sondern deutlich abgeändert. Die Chips sind auf den Consumer Markt orientiert (GF100 auf für professionelle Anwendungen) und besitzen mehr Shader (3x16 statt 2x16), Textureinheiten (8 statt 4) und SFUs (Special-Function-Units) pro Streaming-Multiprocessors (SM). Da jedoch immer noch nur zwei Warp Scheduler sich um die drei Shader Blöcke kümmern, stieg Nvidia auf eine Superskalare Architektur um. Dadurch kann man die Shader theoretisch besser auslasten und die Performance pro Rechenkern steigern. Im Worst-Case kann die Performance jedoch auch schlechter als bei der GF100 Architektur sein (und den Vorgängern). Der für professionelle Anwendungen wichtige ECC Speicherschutz wurde komplett weggelassen und die FP64 Hardware beschnitten (nur noch 1/3 der Shader sind FP64 fähig und damit 1/12 der FP32 Leistung). Durch die Beschneidungen im Vergleich zum GF100 stieg die Größe eines SM nur um 25% trotz der höheren Shaderanzahl. Aufgrund der unterschiedlichen Shaderarchitekturen und der höheren Taktung der Rechenkerne bei Nvidia, kann man die Anzahl nicht direkt mit den AMD Radeon Grafikkarten (z.B. HD 5650) vergleichen.

Detaillierte Informationen zur GF104 (und damit auch GF106 und GF108) Architektur kann man z.B. bei Anandtech nachlesen (über die Desktop GTX 460 - Englisch).

Leistung

Die Leistung der GeForce GT 420M lässt sich aufgrund der veränderten Architektur also nicht direkt mit z.B. einer GeForce GTS 250M (gleiche Shaderanzahl) vergleichen. Durch die Limitierung auf (G)DDR3 Speicher, dürfte sich die Speicherbandbreite (128 Bit Bus) etwas als Flaschenhals darstellen. Im Test mit einem Acer Aspire 5745PG Vorseriengerät positionierte sich die GeForce GT420M meistens zwischen GT 330M und GT335M. Da die GT335M deutlich weniger Shader als die GT 420M aufweist, lässt sich noch auf einiges Optimierungspotential per Treiberupdates schließen.

Die Spieleleistung der GT420M reicht dadurch bei sehr anspruchsvollen Spielen (wie Battlefield Bad Company 2) nur für mittlere Detailstufen. Weniger anspruchsvolle Spiele, können auch in hohen Detail-Einstellungen flüssig gespielt werden. Die ideale Spieleauflösung ist 1360x768. Detaillierte Spielebenchmarks und Vergleichsdiagramme mit anderen Grafikkarten finden Sie im weiteren Verlauf der Seite.

Features

Eine weitere Neuheit bei den GF104/106/108 Chips ist die Unterstützung der Bitstream Übertragung von HD Audio (Blu-Ray) per HDMI Anschluss. Wie die Radeon HD 5650, kann die GT 420M Dolby True HD und DTS-HD per Bitstream ohne Qualitätsverlust an einen geeigneten Receiver übertragen.

Zur Dekodierung von HD Videos durch die Grafikkarte unterstützt die GT420M PureVideo HD. Der verbaute Video Processor 4 (VP4) unterstützt das Feature Set C und kann somit MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 Part 2 (MPEG-4 ASP - z.B. DivX oder Xvid), VC-1/WMV9 und H.264 vollständig auf der Grafikkarte dekodieren (VLD, IDCT, Motion Compensation und Deblocking). 

Weiters können gleichzeitig zwei Streams in Echtzeit dekodiert werden um z.B. Blu-Ray Picture-in-Picture umzusetzen (primäres Video in 1080p, secundäres in 480p). Weiters bezeichnet PureVideo HD die Fähigkeit der HDCP Verschlüsselung für digitale Anschlüsse.

Für generelle Berechnungen (z.B. Video Transcoding) können die Shader Cores (auch CUDA Cores genannt) durch die Schnittstellen CUDA, DirectCompute 2.1 und OpenCL angesprochen werden. Dank PhysX kann die Physikberechnungen auf die GPU verlagern. Die Leistung der GT 420M reicht jedoch nicht aus um in modernen Spielen die 3D Grafik und die Physikeffekte zu berechnen.

Der Stromverbrauch der GeForce GT 420M ist laut Gerüchten bei ungefähr 35 Watt (TDP inkl. Speicher) und dadurch für 15” Notebooks geeignet. Unser Aspire 5745PG Testgerät mit Optimus brauchte die GT420M Idle etwa 10.7-12.3 Watt, im 3DMark06 15.6-17.5 Watt und bei Maximallast (Furmark) 23.2 Watt mehr. 

Ohne Last kann sich der Chip automatisch im 2D Betrieb auf 50/100/135 MHz (Chip / Shader / Speicher) bzw. 200/400/320 MHz im 3D Betrieb untertakten um Strom zu sparen. Außerdem unterstützt der GF108 Optimus zum automatischen Umschalten zwischen integrierter Grafikkarte und Nvidia GPU. Dies muss jedoch vom Notebookhersteller umgesetzt werden und kann nicht nachgerüstet werden.

HerstellerNVIDIA
GeForce GT 400M Serie

GeForce GT 445M 144@590MHz

GeForce GT 435M 96@650MHz

GeForce GT 425M 96@560MHz

GeForce GT 420M 96@500MHz

GeForce GT 415M 48@500MHz

CodenameN11P-GE
ArchitekturFermi
Pipelines96 - unified
Kerntakt *500 MHz
Shadertakt *1000 MHz
Speichertakt *800 MHz
Speicherbandbreite128 Bit
Speichertyp(G)DDR3
Shared Memorynein
DirectXDirectX 11, Shader 5.0
Herstellungsprozess40 nm
Notebookgrößemittel (15.4" z.B.)
Erscheinungsdatum03.09.2010
Informationen
Optimus Support, PureVideo HD VP4, Blu-Ray 3D, Bitstream HD Audio, CUDA, DirectCompute, OpenCL, OpenGL 4.0, DirectX 11
Herstellerseitehttp://www.nvidia.com/object/product-gef...
* Die angegebenen Taktraten sind Vorgaben, die von den Notebookherstellern abgeändert werden können.

Benchmarks

3DMark 11 - Performance 1280x720
0% 100%
min: 775     avg: 775 (7%)     max: 775 points
3DMark 11 - Performance GPU 1280x720
0% 100%
min: 685     avg: 685 (6%)     max: 685 points
3DMark Vantage - P Result no PhysX 1280x1024
0% 100%
min: 2991     avg: 3051 (8%)     max: 3111 Points
3DMark Vantage - P GPU no PhysX 1280x1024
0% 100%
min: 2514     avg: 2527 (7%)     max: 2540 Points
3DMark 06
0% 100%
min: 5988     avg: 6151.3 (21%)     max: 6301 Points
3DMark 05 - Standard 1024x768
0% 100%
min: 10788     avg: 11124.5 (30%)     max: 11461 Points
3DMark 03 - Standard 1024x768
0% 100%
min: 14473     avg: 15343.5 (10%)     max: 15972 Points
3DMark 2001SE - Standard 1024x768
0% 100%
min: 16559     avg: 18904 (31%)     max: 21249 Points
Unigine Heaven 2.1 - high, Tesselation (normal), DirectX11 1280x1024
0% 100%
min: 9.9     avg: 10.1 (7%)     max: 10.3 fps
PCMark Vantage - Gaming Score 1024x768
0% 100%
min: 2984     avg: 4011.5 (15%)     max: 5039 Points
SPECviewperf 11 - Catia 1920x1080
0% 100%
min: 2.34     avg: 2.5 (4%)     max: 2.61 fps
SPECviewperf 11 - Ensight 1920x1080
0% 100%
min: 7.12     avg: 7.2 (12%)     max: 7.26 fps
SPECviewperf 11 - Lightwave 1920x1080
0% 100%
min: 5.19     avg: 6.2 (8%)     max: 7.15 fps
SPECviewperf 11 - Maya 1920x1080
0% 100%
min: 2.13     avg: 3.3 (3%)     max: 4.41 fps
SPECviewperf 11 - Pro/ENGINEER 1920x1080
0% 100%
min: 0.78     avg: 0.8 (5%)     max: 0.88 fps
SPECviewperf 11 - SolidWorks 1920x1080
0% 100%
min: 3.4     avg: 3.7 (6%)     max: 3.98 fps
SPECviewperf 11 - Tcvis 1920x1080
0% 100%
min: 0.56     avg: 0.6 (1%)     max: 0.58 fps
SPECviewperf 11 - Siemens NX 1920x1080
0% 100%
min: 1.44     avg: 1.5 (2%)     max: 1.46 fps
Cinebench R11.5 - OpenGL 64Bit
0% 100%
min: 0.92     avg: 14.3 (16%)     max: 18.93 Points
Cinebench R10 - Shading 32Bit
0% 100%
min: 3023     avg: 3529.3 (33%)     max: 4166 Points
Windows 7 Experience Index - Graphics
0% 100%
min: 4.5     avg: 5.2 (65%)     max: 5.8 points
Windows 7 Experience Index - Gaming graphics
0% 100%
min: 6.5     avg: 6.5 (82%)     max: 6.5 points
- Bereich der Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte
- Durchschnittliche Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte

Spiele Benchmarks

Die folgenden Benchmarks basieren auf unseren Spieletests mit Testnotebooks. Die Performance dieser Grafikkarte bei den gelisteten Spielen ist abhängig von der verwendeten CPU, Speicherausstattung, Treiber und auch Betriebssystem. Dadurch müssen die untenstehenden Werte nicht representativ sein. Detailierte Informationen über das verwendete System sehen Sie nach einem Klick auf den fps Wert.

Call of Duty: Black Ops
min.:
63.6  fps      Vergleich
mittel:
42.7  fps      Vergleich
hoch:
34.3  fps      Vergleich
max.:
20.9  fps      Vergleich
» In Detailstufe mittel mit allen getesteten Notebooks spielbar
Fifa 11
Fifa 11 (2010)
min.:
184.1 307.5 ~ 246 fps      Vergleich
mittel:
102.6 148.8 ~ 126 fps      Vergleich
hoch:
74.1 94.6 ~ 84 fps      Vergleich
max.:
52.3  fps      Vergleich
» In Detailstufe max. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Civilization 5 (2010): Mit einer schwächeren Grafikkarte nicht flüssig spielbar - mehr...
Mafia 2
Mafia 2 (2010)
min.:
47.3  fps      Vergleich
mittel:
31.6  fps      Vergleich
hoch:
25.1  fps      Vergleich
max.:
14.9  fps      Vergleich
» In Detailstufe min. mit allen getesteten Notebooks spielbar
StarCraft 2
StarCraft 2 (2010)
min.:
112  fps      Vergleich
mittel:
34  fps      Vergleich
hoch:
25  fps      Vergleich
max.:
14  fps      Vergleich
» In Detailstufe min. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Just Cause 2 (2010): Mit einer schwächeren Grafikkarte nicht flüssig spielbar - mehr...
Metro 2033
Metro 2033 (2010)
min.:
36 40 ~ 38 fps      Vergleich
mittel:
23 24.1 ~ 24 fps      Vergleich
hoch:
12  fps      Vergleich
max.:
4  fps      Vergleich
» In Detailstufe min. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Dawn of War II - Chaos Rising (2010): In Detailstufe min. im Schnitt mit einer schwächeren Grafikkarten spielbar - mehr...
Battlefield: Bad Company 2
min.:
41  fps      Vergleich
mittel:
31  fps      Vergleich
hoch:
23  fps      Vergleich
max.:
11  fps      Vergleich
» In Detailstufe min. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Stalker: Call of Pripyat (2010): Mit einer schwächeren Grafikkarte nicht flüssig spielbar - mehr...
CoD Modern Warfare 2
mittel:
33  fps      Vergleich
hoch:
29  fps      Vergleich
max.:
18  fps      Vergleich
» Mit den meisten getesteten Laptops in den getesteten Detailstufen nicht flüssig spielbar.
Risen
Risen (2009)
min.:
58 67.5 ~ 63 fps      Vergleich
mittel:
27 28.2 ~ 28 fps      Vergleich