Notebookcheck

Die schnellsten Notebooks des Jahres 2017

Craig Ward, 👁 Douglas Black, Douglas Black, Tanja Hinum (übersetzt von Martin Jungowski), 08.09.2017

Beim Kauf eines High-Performance-Notebooks schwingt immer die Angst mit, trotz eines beachtlichen Kaufpreises nicht das schnellstmögliche Notebook zu bekommen. Wir haben unsere Benchmarkergebnisse verglichen und eine Liste der schnellsten Laptops der vergangenen 12 Monate zusammengestellt.

Auf der Suche nach dem schnellsten Laptop? Wir haben die Antwort.
Auf der Suche nach dem schnellsten Laptop? Wir haben die Antwort.

Für den originalen Englischen Artikel, siehe hier.

Jahr für Jahr werden hunderte neue Laptops auf den Markt geworfen. Einsteigermodelle mit Intel Atom, Celeron, Pentium, Core-Y (z.B. dem i5-7Y54) oder AMDs Bristol-Ridge-Prozessoren, die primär als sekundäre Computer oder für gelegentliches Surfen im Netz und Netflix-Streamen daheim konzipiert sind. Mittelklassegeräte mit Intels energieeffizienten U-Serie Dual-Core-CPUs i3, i5 und i7 wie dem i5-7200U, primär vorzufinden in Ultrabooks und Einsteiger-Gaming-Notebooks gepaart mit Grafikkarten vom Schlage einer MX150. Kräftigere Notebooks kommen dann meist mit Quad-Core-Prozessoren der H-Serie wie dem Core i7-7700HQ und werden zumeist mit potenteren Grafikchips wie einer GTX 1060 kombiniert. In diese Kategorie fallen die meisten Gaming-Barebones der Clevo-Reseller (Sager, XMG, Eurocom etc.) sowie die Gaming-Notebooks von MSI, Aorus, Razer etc.

Und für all jene Anwender, die bereit sind, noch mehr Geld auszugeben, gibt es dann noch die Kategorie der super-leistungsstarken Notebooks, zumeist ausgestattet mit übertaktbaren Prozessoren wie dem Core i7-7820HK oder einer Desktop-CPU mit entsprechend hoher TDP (z.B. dem dem Core i7-7700K). In Kombination mit GeForce GTX 1070GTX 1080 oder Dual-GTX-1080 SLI-Grafiklösungen sind selbst moderne Spiele mit hohen Anforderungen an die Hardware keine ernstzunehmende Herausforderung mehr für diese Boliden. Als Webseite, die sich auf Notebooks spezialisiert hat, haben wir Jahr für Jahr rund 400 Notebooks im Test. Jeder einzelne Test dauert mehrere Tage um die Detailtiefe zu erreichen, die wir uns selbst vorgeben. Im Gegenzug dazu verfügen wir über eine sehr ausgiebige Datenbasis, auf die wir zur Vergleichbarkeit einzelner Geräte zurückgreifen können und die uns als Grundlage dient, wenn ein Neugerät entsprechend eingeordnet werden muss. Es folgen die schnellsten Notebooks, die wir im vergangenen Jahr im Test hatten.

Schnellste CPU: Cinebench R15 Single-Core und Multi-Core

Cinebench R15 ist ein hervorragendes Programm, um die rohe Rechenleistung einer CPU zu ermitteln. Zudem skaliert es hervorragend mit der Anzahl der verfügbaren Kerne. Am schnellsten bewältigte das Schenker XMG U727 2017 den Cinebench-Benchmark und das sowohl im Single-Core (193) als auch im Multi-Core-Test (958), dicht gefolgt vom kleineren Schenker XMG U507 2017 mit 192 Punkten im Single- und 919 Punkten im Multi-Core-Test. Die Punktzahlen verraten es schon: Beide Systeme basieren auf der Desktop-CPU i7-7700K.

Den dritten und vierten Platz müssen sich zwei Geräte teilen. Im Single-Core lag das Eurocom Tornado F5 dank i7-7700K Desktop-CPU mit 190 Punkten knapp vor dem Core i7-7820HK des Asus G701VIK-BA049T mit 184 Punkten. Dafür konnte sich dieses im Multi-Core-Test mit 899 vs. 897 Punkten knapp vor ersteres setzen. Den fünften Platz belegt das Acer Predator 17 X GX-792-76DL mit 184 (Single-Core) und 874 (Multi-Core) Punkten.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Schenker XMG U727 2017
Intel Core i7-7700K
193 Points ∼100%
Schenker XMG U507 2017
Intel Core i7-7700K
192 Points ∼99%
Eurocom Tornado F5
Intel Core i7-7700K
190 Points ∼98%
Acer Predator 17 X GX-792-76DL
Intel Core i7-7820HK
184 Points ∼95%
Asus G701VIK-BA049T
Intel Core i7-7820HK
184 Points ∼95%
CPU Multi 64Bit
Schenker XMG U727 2017
Intel Core i7-7700K
958 Points ∼100%
Schenker XMG U507 2017
Intel Core i7-7700K
919 Points ∼96%
Asus G701VIK-BA049T
Intel Core i7-7820HK
899 Points ∼94%
Eurocom Tornado F5
Intel Core i7-7700K
897 Points ∼94%
Acer Predator 17 X GX-792-76DL
Intel Core i7-7820HK
874 Points ∼91%
Schenker XMG U727 2017
Schenker XMG U727 2017

Schenker XMG U727 2017

Das vollständige Review findet sich hier.

Es überrascht nur wenig, dass sich das XMG U727 2017 an die Spitze unserer Tabelle setzen kann. Anders als die meisten Notebooks setzt es statt auf einen verlöteten BGA-Prozessor auf eine gesockelte LGA-1151-CPU. Unser Testgerät war ausgestattet mit der Desktop-CPU i7-7700K mit einer TDP von 91 W und einem Turbo-Boost von bis zu 4,5 GHz. Gesockelte CPUs haben zudem den Vorteil, dass sie ausgetauscht werden können. Vorausgesetzt natürlich, dass die nächste Generation denselben Sockel unterstützt. Dies kann die Lebensdauer eines solchen Notebooks durchaus wesentlich verlängern.

Schenker kombiniert die CPU mit einer GeForce GTX 1080 Grafikkarte, der schnellsten derzeit erhältlichen mobilen GPU mit einem Turbo-Takt von knapp 1.660 MHz (offizieller Turbo-Bereich der GTX 1080: 1.582-1.771 MHz). Dank dieser Kombination laufen die meisten Spiele auf maximalen Details und Full-HD-Auflösung mit mehr als 60 FPS sehr flüssig und bei 4K-Auflösung mit zwischen 40 und 60 FPS noch immer sehr gut.

Zu guter letzt steckt in dem System auch noch eine Samsung SM961 M.2-PCIe-SSD mit sequentiellen Lese- und Schreibraten von jeweils 2.746/1.445 MB/s.

Obwohl sowohl CPU als auch GPU sehr heiß werden, konnten wir bei der CPU während unseres 30-minütigen Cinebench-Tests keinerlei Throttling feststellen und auch die GPU war in der Lage, ihren hohen Turbo-Takt während unserer Tests zu halten. Bei gleichzeitiger Ausführung von Prime95 und FurMark kam es jedoch zu Throttling, insbesondere bei der GPU. Diese Art der Belastung ist jedoch eher als realitätsfern einzustufen.

Preisvergleich

Schnellste GPU: 3DMark Fire Strike

Fire Strike ist einer der beliebtesten 3D-Performance-Benchmarks. Daher steht hier auch eine Unmenge an Ergebnissen verschiedenster Systeme zur Verfügung, die man sich vor dem Kauf zu Gemüte führen kann. Es handelt sich um einen sehr detaillierten Full-HD-Benchmark (1080p) für High-Performance Gaming-PCs.

Dominiert wird unsere Bestenliste wenig überraschend von SLI-Notebooks. Schließlich gibt es nur eine Sache, die noch performanter ist als eine Grafikkarte: zwei Grafikkarten. Ganz oben steht das MSI GT83VR 7RF-206 Titan SLI mit zwei GTX 1080 und einem Ergebnis von 22.192 Punkten, dicht gefolgt von zwei weiteren SLI-Notebooks: dem Schenker XMG U727 (Skylake) mit Dual-GTX-1080 und 21.423 Punkten sowie dem MSI GT83VR-6RE32SR451, einer etwas älteren Version des Spitzenreiters, mit zwei GTX 1070 und einem Ergebnis von 21.132 Punkten. Letzteres ist besonders beeindruckend, handelt es sich doch schließlich um GTX 1070 und nicht 1080.

Die Plätze vier und fünf sind belegt von zwei Single-GTX-1080-Notebooks, dem Asus G701VIK-BA049T (17.700) und dem Acer Predator 17 X GX-792-76DL (17.463). Nur ein einziges dieser Top 5 war mit einer Desktop-CPU ausgestattet; vermutlich erlaubt die niedrigere TDP einer Notebook-CPU der GPU einen höheren thermischen Spielraum als dies bei einer Desktop-CPU der Fall wäre.

3DMark - 1920x1080 Fire Strike Score
MSI GT83VR 7RF-206 Titan SLI
NVIDIA GeForce GTX 1080 SLI (Laptop)
22192 Points ∼100%
Schenker XMG U727
NVIDIA GeForce GTX 1080 SLI (Laptop)
21423 Points ∼97%
MSI GT83VR-6RE32SR451
NVIDIA GeForce GTX 1070 SLI (Laptop)
21132 Points ∼95%
Asus G701VIK-BA049T
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
17700 Points ∼80%
Acer Predator 17 X GX-792-76DL
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
17463 Points ∼79%
MSI GT83VR 7RF
MSI GT83VR 7RF

MSI GT83VR 7RF-206 Titan SLI

Das vollständige Review findet sich hier.

Der Grund für das sehr gute Abschneiden mit 22.192 Punkten lässt sich bereits am Namen erkennen: MSI hat es tatsächlich fertiggebracht, zwei mobile GTX 1080 in SLI-Konfiguration in das Notebook zu packen. Der Vorsprung dieses SLI-Systems gegenüber dem schnellsten Single-GPU-System (Asus G701VIK mit 17.700 Punkten) liegt bei immerhin 25 %.

Um diese Grafikpower in das GT83VR zu packen, war jedoch ein Kompromiss nötig. Zwar handelt es sich bei der verbauten i7-7920HQ-CPU noch immer um den schnellsten verfügbaren mobilen Prozessor, die TDP ist jedoch bedeutend geringer als bei einem Desktop-i7. Folglich schneidet es in CPU-Benchmarks aufgrund des niedrigeren Turbo-Takts auch messbar schlechter ab.

Als Massenspeicher verbaut MSI ein Paar Toshiba NVMe-SSDs mit rasend schnellen sequentiellen Lese/Schreibraten von 3.045/2.149 MB/s. Auch beim Arbeitsspeicher ließ man sich nicht lumpen: insgesamt 64 GB DDR4-2400 stehen zur Verfügung.

Wir konnten bei der CPU keinerlei Throttling feststellen, eine der beiden GPUs taktete jedoch während der Tests von anfangs 1.557 auf 1.400 MHz runter.

Preisvergleich

Schnellste GPU: 3DMark Fire Strike Extreme

Fire Strike Extreme ist ein guter Kandidat um das Laptop mit der höchsten 3D-Performance zu ermitteln, da er explizit entwickelt wurde, um High-End-Grafikkarten und SLI/Crossfire-Setups auf ihre Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Im Vergleich zum Standard-Fire-Strike-Benchmark beinhaltet Fire Strike Extreme noch detailliertere Szenen und läuft außerdem bei einer höheren Auflösung (1440p). Unsere Ergebnisse verteilen sich auf beide Benchmarks und die meisten Notebooks tauchen in beiden Listen auf. Da sich jedoch einige nur in der einen oder anderen Liste blicken lassen, müssen wir die zwei in diesem Artikel getrennt aufführen.

Überraschenderweise findet sich in den Top 5 kein einziges SLI-Notebook, den ersten Platz nimmt das mit einer einzelnen GTX 1080 ausgestattete Aorus X7 DT v6 ein (9.557 Punkte). Auf den Plätzen folgen ebenfalls Modelle mit jeweils einer einzelnen GTX-1080-GPU und analog zum normalen Fire-Strike-Benchmark ist nur eines davon mit einer Desktop-CPU ausgestattet. Auf Platz 2 rangiert denkbar knapp hinter dem Spitzenreiter das Acer Predator 17 X GX-792-76DL mit 9.502 Punkten, dicht gefolgt vom Eurocom Sky X7E2 mit 9.472 Punkten, dem Alienware 17 R4 mit 9.422 Punkten und dem MSI GT73VR 6RF mit 9.042 Punkten.

3DMark - Fire Strike Extreme Score
Aorus X7 DT v6
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
9557 Points ∼100%
Acer Predator 17 X GX-792-76DL
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
9502 Points ∼99%
Eurocom Sky X7E2
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
9473 Points ∼99%
Alienware 17 R4
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
9422 Points ∼99%
MSI GT73VR 6RF
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
9042 Points ∼95%
Aorus x7 DT v6
Aorus x7 DT v6

Aorus X7 DT v6

Das vollständige Review findet sich hier.

Das etwas ältere Aorus X7 DT v6 hat es gerade so geschafft, sich in Fire Strike Extreme vor das Acer Predator 17 X zu setzen (9.557 vs. 9.502 Punkte – ein Unterschied von gerade mal 0,58 %). Technisch sind sich die beiden Notebooks recht ähnlich, also kann man hier durchaus von einem Patt sprechen. Die Entscheidung, welches der beiden Geräte besser ist, sollte anhand anderer Kriterien wie Bildschirmqualität, Tastatur, Preis und, ob einem persönlich Kaby Lake wichtig ist oder nicht, getroffen werden.

Im Predator steckt mit dem Core i7-7820HK (2,9/3,9 GHz) die neuere CPU, das Aorus ist mit einem Core i7-6820HK mit 2,7/3,6 GHz der Vorgängergeneration ausgestattet. Nominell liegen Basis- und Turbo-Takt des Predator um 200 MHz (7,4 %) respektive 300 MHz (8,3 %) höher, was bei CPU-lastigen Single-Thread-Tasks hilfreich ist. Der Skylake-Prozessor des X7 DT v6 reicht jedoch vollkommen aus um die verbaute GTX 1080 bei Laune zu halten.

Die Samsung SM951 NVMe-SSD des Aorus X7 DT v6 ist sehr flott, kann in puncto sequentiellen Lese- und Schreibraten (1.829 und 1.588 MB/s) jedoch mit aktuelleren Modellen, wie sie in vielen Kaby-Lake-Notebooks stecken, nicht mehr mithalten.

Während unseres CPU-Stresstests senkte das Aorus den Turbo-Takt von den übertakteten 3,8 GHz nach etwa 45 Sekunden auf rund 3,3-3,4 GHz ab. Unsere Übertaktung ermöglichte es uns also, Throttling unterhalb des nominellen Turbo-Takts zu verhindern. Obwohl es dicker ist, wurde das Predator 17 X viel heißer, schaffte es jedoch trotzdem einen Turbo-Takt von 3,3 GHz zu halten. Die GPU im Aorus lief auf zwischen 1.620-1.650 MHz, wenn wir die OC-Spannung leicht modifizierten.

Preisvergleich

Schnellstes Gesamtpaket: PCMark8 Work Score V2

Es mag etwas kurios erscheinen, PCMark8 Work Score V2 in diese Auflistung mit aufzunehmen. Handelt es sich hierbei doch um einen ganz so belastenden Benchmark wie Cinebench oder 3DMark. Trotzdem ist dieser Test hervorragend dazu geeignet, die Gesamtleistung eines Systems bei normalen Produktivaufgaben wie der Tabellenkalkulation oder dem Surfen im Netz zu beurteilen, da hier neben CPU und GPU vor allem RAM und Massenspeicher einen gewichtigen Einfluss haben.

Die Abstände der Punktzahlen zwischen den Top 5 dieser Kategorie sind beachtlich: 6.515 Punkte für das Eurocom Tornado F5, 6.123 für das Acer Predator 17 X GX-792-76DL, 5.846 Punkte für das Asus 701VIK-BA049T, 5.778 Punkte für das Asus G752VS-XB78K und zu guter Letzt 5.629 Punkte für das Schenker XMG U507 2017. Besonders interessant ist hierbei, dass die Plätze 2-4 von Notebooks mit mobilem Core i7-7820HK bzw. Core i7-6820HK eingenommen werden. Dies steht im Kontrast zu den von Desktop-CPUs dominierten CPU-Benchmarks.

In diesem Test haben Arbeits- und Massenspeicher starken Einfluss auf das Gesamtergebnis. In den Top 5 sind zwei Geräte mit 64 GB, zwei mit 32 GB und eines mit 16 GB ausgestattet. Alle fünf verfügen über rasend schnelle SSDs, mit der Samsung 960 Pro (2.819/2.046 MB/s sequentielle Lese-/Schreibrate) an der Spitze und der Toshiba THNSN5512GPU7 (1.494/1.371 MB/s sequentielle Lese-/Schreibrate) als Schlusslicht.

PCMark 8 - Work Score Accelerated v2
Eurocom Tornado F5
GeForce GTX 1070 (Laptop), 7700K, Samsung SSD 960 Pro 512 GB m.2
6515 Points ∼100%
Acer Predator 17 X GX-792-76DL
GeForce GTX 1080 (Laptop), 7820HK, Toshiba NVMe THNSN5512GPU7
6123 Points ∼94%
Asus G701VIK-BA049T
GeForce GTX 1080 (Laptop), 7820HK, 2x Samsung SM961 MZVPW256HEGL NVMe (RAID 0)
5846 Points ∼90%
Asus G752VS-XB78K
GeForce GTX 1070 (Laptop), 6820HK, Toshiba NVMe THNSN5512GPU7
5778 Points ∼89%
Schenker XMG U507 2017
GeForce GTX 1070 (Laptop), 7700K, Samsung SSD 960 Evo 500GB m.2 NVMe
5629 Points ∼86%
Eurocom Tornado F5
Eurocom Tornado F5

Eurocom Tornado F5

Der Spitzenplatz in diesem Test wird eingenommen von einem Notebook mit Core i7-7700K Desktop-CPU und einem Turbo-Takt von bis zu 4,5 GHz. Office-Aufgaben erledigt es somit spielend, es sind jedoch primär andere Aspekte, die für die gute Platzierung sorgen: die schnelle NVMe-SSD und die gigantische Menge an hochperformantem Arbeitsspeicher.

Eurocom stattet dieses Laptop mit einer 512 GB fassenden Samsung 960 Pro NVMe-M.2-SSD aus. Im Vergleich mit anderen von uns getesteten SSDs schneidet diese hervorragend ab – die sequentiellen Lese- und Schreibraten von 2.819 und 2.046 MB/s sprechen für sich. Damit ist sie nicht nur die schnellste SSD in diesen Top 5, sondern eine der schnellsten SSDs überhaupt. Der mit 64 GB sehr üppig ausgestattete Arbeitsspeicher ist nicht nur sehr großzügig, sondern mit DDR4-3200-Spezifikation auch noch ausgesprochen schnell. Auch hier gilt: Kein anderes Gerät in den Top 5 kann mit noch schnellerem Arbeitsspeicher aufwarten.

Bei Prime95 konnten wir Throttling feststellen, die Taktfrequenz schwankte zwischen 2,4 und 4,3 GHz. Bei realistischerer Last, wie Unigine Valley, liefen jedoch sowohl CPU als auch GPU mit stabil hohen Turbo-Taktraten.

Preisvergleich

Ausgewogenstes Notebook

Bei der Betrachtung der Benchmark-Datenbank fiel uns auf, dass einige Notebooks nur in einer einzelnen Kategorie glänzten, während andere deutlich ausgewogener waren und in mehreren Top-5-Listen auftauchten. Den besonders aufmerksamen Lesern wird sicherlich bereits aufgefallen sein, dass nur ein einzelnes Laptop in allen vier Top-5-Listen zu finden ist: das Acer Predator 17 X GX-792-76DL.

Acer Predator 17 X
Acer Predator 17 X

Acer Predator 17 X GX-792-76DL

Das vollständige Review findet sich hier.

Im CPU-lastigen Cinebench-Test landete das Predator 17 X auf dem 4. Platz bei der Single-Core (184) und dem 5. Platz bei der Multi-Core-Performance (874). Das Ergebnis ist durchaus beachtenswert, schließlich handelt es sich hier um einen mobilen Prozessor. Die Geräte drumherum waren hingegen größtenteils mit Desktop-CPUs mit höherer TDP und höherem Turbo-Boost ausgestattet. Allerdings genießt der verbaute Core i7-7820HK durchaus den Ruf, zu den wenigen übertaktungsfreudigen mobilen CPUs zu gehören. Bei adäquater Kühlung können also ein paar hundert MHz mehr rausgequetscht werden.

Ebenfalls auf dem fünften Platz landete es im Fire-Strike-Benchmark (17.463 Punkte), gleich drei SLI-Notebooks waren nötig um das mit einer einzelnen GTX 1080 ausgestattete Predator 17 X auf die Plätze zu verweisen. In Fire Strike Extreme reichten die 9.502 Punkte sogar für einen denkbar knappen 2. Platz.

Im PCMark8 Work Score V2 lag das Predator 17 X mit 6.123 Punkten erneut auf dem 2. Platz. Interessanterweise handelte es sich um das Gerät mit dem geringsten Arbeitsspeicher (16 GB DDR4-2400) und der langsamsten SSD (1.494/1.371 MB/s sequentielle Lese-/Schreibrate) in diesen Top 5. Vermutlich waren es die guten 4K-Werte, die den Unterschied gemacht haben.

Übertaktet auf 4,3 GHz musste die CPU in Prime95 throttlen. Trotz der sehr hohen Temperaturen schaffte sie jedoch einen stabilen Takt von 3,7 GHz auf allen vier Kernen, was signifikant über dem Basistakt liegt. Ohne Übertaktung konnten wir kein Throttling feststellen, die vier Kerne liefen im Schnitt jedoch auch rund 200 MHz langsamer als bei übertakteter CPU. Im kombinierten CPU- und GPU-Stress schaffte es die GPU immerhin ihren Takt zu halten, während die CPU auf bis zu 3,3 GHz runtertakten musste.

Preisvergleich

Fazit

Mit der Vielzahl an Jahr für Jahr veröffentlichten Laptops ist es eine wahre Mammutaufgabe das richtige Gerät zu finden. Nach Durchsicht der rund 400 von uns in den vergangenen 12 Monaten getesteten Laptops haben wir unsere Favoriten in jeder Kategorie ausgewählt. Grafik- und Storage-Leistung waren recht uniform, es war jedoch äußerst faszinierend zu sehen, wie gut mobile Prozessoren trotz teilweise nur halb so hoher TDP mittlerweile mit ihren Desktop-Äquivalenten mithalten können. Mit jedem weiteren Jahr unterscheiden sich Desktop- und Notebook-CPU weniger in puncto Leistung und mehr in Bezug auf den Preis, den man bereit sein muss für ein kompaktes Gerät auszugeben.

Wer primär stark CPU-lastige Aufgaben ausführt, wie zum Beispiel Video-Encoding, der ist mit einem i7-7700K-Modell wie dem Schenker XMG U727 oder dem kleineren Schenker XMG U507 2017 am besten beraten. Diese wuchtigen Notebooks werden zwar unter Last entsprechend heiß, zeigten jedoch nur unter der unrealistischen Extremlast unseres Prime95- und Furmark-Stresstests Zeichen von Throttling.

Wem hingegen besonders hohe Spieleleistung am Herzen liegt, ist mit einem Dual-GTX-1080 SLI-Notebook wie dem MSI GT83VR 7RF-206 Tital SLI am besten beraten. Sind 18 Zoll zu groß, ist das 17-Zoll-Schenker XMG U727 (Skylake) eine gute Wahl. Da bei SLI-Konfigurationen nicht selten Probleme auftreten, kann es nötig werden, bei neuen Spielen erst ein wenig Feintuning und Fehlersuche zu betreiben. Davor sind Notebooks mit einzelner GTX 1080 zwar gefeit, gleichzeitig bieten sie jedoch auch nicht die rohe Rechenleistung eines SLI-Verbunds. In so einem Fall ist das Aorus X7 DT v6 eine vergleichsweise dünne und portable Option, sofern man bei einem 17-Zoll-Notebook überhaupt von portabel sprechen kann. Das etwa gleich schnelle und mit einer Kaby-Lake-CPU ausgestattete Acer Predator 17 X GX-792-76DL ist hingegen eine ausgezeichnete Wahl für jene Käufer, die beim Kauf ältere Komponenten einer Vorgängergeneration lieber meiden wollen.

Normale Office-Anwendungen profitieren von schnellen NVMe-SSDs und Unmengen an RAM. Über Aufgaben, die lokal gespeicherte Datenbanken oder stark makro-lastige Tabellenkalkulation beinhalten, kann das Eurocom Tornado F5 mit seinen 64 GB DDR4-2400-Arbeitsspeicher und seiner Samsung 960 NVMe-SSD nur müde lächeln. Es sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass dies in der Regel die am einfachsten auszutauschenden und aufzurüstenden Komponenten eines Notebooks sind. Entsprechend können diese Aspekte bei einem anderen Laptop, das die eigenen Ansprüche hiervon abgesehen voll erfüllt, getrost ignoriert werden.

Und zu guter letzt gilt natürlich, dass die wenigsten von uns einen Laptop für eine einzige Aufgabe verwenden. Nicht selten mutieren die Arbeitstiere, die tagsüber mit Bild- und Videobearbeitung, mathematischen Berechnungen oder anderen Aufgaben gequält werden, am Abend zu Unterhaltungselektronik für das eine oder andere Spiel. In diesen Situationen ist ein möglichst ausgewogenes System einem in einer einzelnen Kategorie herausstechenden vorzuziehen. Das einzige Notebook, das in allen Top-5-Listen auftaucht, ist das Acer Predator 17 X GX-792-76DL. Dank übertaktbarem Core i7-7820HK, GeForce GTX 1080, 16 GB RAM und einer Toshiba NVMe-SSD stellt es eine hervorragend und ausgewogene Wahl dar.

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Autor: Craig Ward,  8.09.2017 (Update: 18.09.2017)