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Interesse am Mi 10 Ultra-Import? Chinesisches Xiaomi-Flaggschiff unterstützt nicht alle LTE-Bänder in Europa

Das Xiaomi Mi 10 Ultra findet sich bereits bei Import-Händlern wie TradingShenzhen oder Banggood, doch der Import will gut überlegt sein.
Das Xiaomi Mi 10 Ultra findet sich bereits bei Import-Händlern wie TradingShenzhen oder Banggood, doch der Import will gut überlegt sein.
Das Mi 10 Ultra hat vergangene Woche ordentlich Wellen geschlagen. Insbesondere der Sprung auf Platz 1 der DxOMark-Charts hat man Xiaomi wohl nicht zugetraut, umso enttäuschender daher die Andeutung, die Jubiläums-Edition wäre aktuell nicht als globale Version geplant. Hier schlägt die Stunde der Import-Händler, insbesondere nachdem der Google Play Store hier recht einfach nachinstalliert werden kann. Wir haben das Mi 10 Ultra bereits bei zwei Händlern gefunden, doch ein uraltes Problem beim Import chinesischer Handys feiert fröhliche Urständ.
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Es ist mal wieder typisch: Da bringt Xiaomi endlich ein preislich durchaus interessantes und auch in Sachen Kamera und Fast-Charging wirklich spannendes Smartphone-Flaggschiff auf den Markt, vergibt sogar einen internationalen Namen für die in China "Mi 10 Extreme Commemorative Edition" genannte Sonderedition und dann soll die neue Nummer 1 im DxOMark-Ranking gar nicht nach Europa kommen?

Mi 10 Ultra vorerst exklusiv nur in China

Nun, wir sind zwar überzeugt davon, dass Xiaomi das Mi 10 Ultra mittel- bis langfristig auch international anbieten oder bald ein anderes Smartphone mit ähnlichen Features für die wachsende Xiaomi-Community launchen wird - wer aber nicht solange warten will, wird sicher schon an einen Import aus China nachgedacht haben. Hierbei fallen natürlich Steuern und potentiell Zoll an, dennoch ist das Mi 10 Ultra beim chinesischen Preisniveau aktuell eine überlegenswerte Alternative zu den teuren Flaggschiffen in Europa, insbesondere den Ultra-Flaggschiffen von Samsung.

Zwei Import-Händler listen das Mi 10 Ultra

Wir haben aktuell zwei Händler gefunden, die das Mi 10 Ultra bereits in ihre Online-Shops aufgenommen haben, teils bereits lagernd. Da wäre einerseits Banggood, die immerhin die Version mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher in drei Farboptionen, eine davon transparent, um knapp 972 Euro anbieten, allerdings noch nicht lagernd. Das komplette Paket liefert Tradingshenzhen, die alle vier Mi 10 Ultra-Versionen im Shop listen, die beiden günstigsten sind hier sogar in den zwei schwarzen Farboptionen und geringen Stückzahlen lagernd: 8/1288/25612/25616/512

Zugriff auf Google Play Store, Google-Apps

Womit sich natürlich die Frage stellt: Soll man? Die Preise ab 737 Euro bei Tradingshenzhen sind zumindest als fair zu bezeichnen, Xiaomi verlangt im chinesischen Mi-Shop ab 5.300 Yuan (645 Euro). Auch das Thema Google ist recht einfach zu lösen, den Play Store und damit alle weiteren Google Apps kann man sich über den chinesischen Xiaomi App-Store runterladen, wie die ersten Hands-On-Videos zeigen. Schwieriger zu beantworten ist das Thema Kompatibilität mit Mobilfunknetzen. Wie ein Blick in das chinesische Datenblatt beweist, feiert auch beim neuesten Xiaomi-Flaggschiff das uralte LTE-Band 20-Problem fröhliche Urständ.

Kein LTE-Band 20, 5G könnte funktionieren

Das in Europa vor allem im ländlichen Bereich genutzte LTE-Band fehlt beim Mi 10 Ultra leider - hier hat Xiaomi definitiv zuviel gespart - völlig unverständlich, dass ein Flaggschiff in 2020 nicht alle LTE-Bänder weltweit unterstützen kann. Hier sollte man also abwägen, ob man das fehlende Band wirklich benötigt. 5G-Empfang könnte übrigens theoretisch (wir haben es noch nicht probiert) funktionieren, denn das in Europa prominente Band n78 (sowie n1 und n3) bietet das Mi 10 Ultra an. Zu bedenken ist weiters, dass man das 120 Watt-Netzteil hierzulande mit Adapter nutzen muss und Garantieleistungen eingeschränkt sind, letzteres betrifft aber alle Import-Geräte gleichermaßen.

Bei TradingShenzhen ist das Xiaomi Mi 10 Ultra ab 737 Euro bereits importierbar.
Bei TradingShenzhen ist das Xiaomi Mi 10 Ultra ab 737 Euro bereits importierbar.
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Autor: Alexander Fagot, 16.08.2020 (Update: 16.08.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.