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Xiaomi Mi 11 und Mi 11 Pro: Vermeintliche Specs und Preise aus China deuten auf Mi 10 Ultra-Strategie für das Pro-Modell

Das Mi 11 und Mi 11 Pro von Xiaomi sollen ein Quad-Curve-Display bieten (Bild: Slashleaks)
Das Mi 11 und Mi 11 Pro von Xiaomi sollen ein Quad-Curve-Display bieten (Bild: Slashleaks)
(Update: Hinweis auf mögliche 200 Megapixel Kamera integriert) Vorsicht, sie betreten das wilde Land der China-Leaks. Diese Warnung gilt gleich für all jene, die hier gesicherte Fakten suchen, denn bestätigt sind die in dieser News erwähnten Spezifikationen noch nicht. Eine kursierende Tabelle mit vermeintlichen Specs zu Mi 11 und Mi 11 Pro im Vergleich zum Mi 10 Ultra ist dennoch zumindest als Diskussionsgrundlage ganz brauchbar, zeigt sie doch eine mögliche Abkehr von der High-Megapixel-Strategie für die wahren Flaggschiffe.
Alexander Fagot,

Xiaomi wird möglicherweise noch Ende Dezember oder zumindest dann im Januar die Mi 11-Serie launchen, fix ist bereits der Snapdragon 888 als wichtige Neuerung in Sachen Chipsatz, der dank intern integriertem 5G-Modem und 5 nm-Fertigung zumindest mal effizienter als der gute alte Snapdragon 865 werden soll. Dem Leaker Ice Universe zufolge hat Xiaomi dem Mi 11 ein Quad-Curve-Display verpasst, sprich alle vier Seiten sind zur Seite hin gekrümmt, was nicht jedem gefallen wird.

Womit wir bei den vermeintlichen Spezifikationen sind, die aktuell gerade durchs Netz geistern. Diverse Leaker auf Twitter handeln dabei mit einer Tabelle, die aus dem chinesischen Netzwerk Weibo stammt, allerdings in Teilen modifiziert und übersetzt wurde. Wir haben uns die Mühe gemacht und die wahrscheinlichste Quelle in Weibo eruiert womit natürlich nicht gesagt ist, dass die darin gelisteten Spezifikationen auch tatsächlich stimmen, was wir aktuell nicht bewerten können.

Die Tabelle (siehe Original ganz unten) haben wir so gut es halt geht, in eine Tabelle geklopft, im Original wird auch noch mit dem Mi 10 Ultra verglichen, das ja hierzulande nur über Importshops zu haben ist. Dem Leaker zufolge basieren beide Mi 11-Flaggschiffe auf einem 120-Hz-fähigen 6+ Zoll AMOLED-Display mit 1440p-Auflösung und Quad-Curve-Glas, nur das Pro-Modell soll aber offenbar ein Display von Samsung erhalten. Weitere Unterschiede finden sich dann vor allem bei den Kameras.

Vermeintliche Spezifikationen zu Mi 11 und Mi 11 Pro (Stand 03.12.2020)

Xiaomi Mi 11 Xiaomi Mi 11 Pro
Display 6,x Zoll AMOLED mit 1440p-Auflösung, 120 Hz, Quad-Curve, unterschiedliche Hersteller 6,x Zoll AMOLED mit 1440p-Auflösung, 120 Hz, Quad-Curve, Samsung-Panel
Akku 4780 mAh oder höher, 50 Watt und 30 Watt Wireless Charging 4500 mAh oder höher, 120 Watt und 80 Watt Wireless Charging
Front-Kamera 20 Megapixel Punch-Hole 20 Megapixel Punch-Hole
Kamera 108 MP (1/1.33) + 13 MP (Ultra-Weitwinkel, 12 mm, 1.12 um) + 50 MP Telefoto/Macro 50 (?) MP + 48 (?) MP Ultraweitwinkel + 48 MP Telefoto (5x Zoom)
Sicherheit Fingerabdrucksensor und 2D-Gesichtserkennung Fingerabdrucksensor und 2D-Gesichtserkennnung
Chipsatz Snapdragon 888 Snapdragon 8888
Speicher 8 GB RAM LPDDR5, 128 GB UFS 3.1 8 GB RAM LPDDR5, 128 GB UFS 3.1
Audio Stereolautsprecher Stereolautsprecher
Diverses X-Axis-Motor, Infrarot, NFC X-Axis-Motor, Infrarot, NFC
Preis (China) 3999-4499 Yuan (477-536 Euro) 5299-5499 Yuan (632-656 Euro)

108 Megapixel-Kamera nicht gut genug für das Pro-Modell?

Schon beim Mi 10 Ultra ging Xiaomi von den anfangs so gehypten 108 Megapixel-Sensoren ab und erreichte mit dem großen 48 Megapixel Omnivision OV48C-Sensor und der Dual-Telefoto-Kamera nicht nur auf DxOMark neue Rekordwerte im Ranking. Diese Strategie könnte Xiaomi - zumindest laut diesem Leak aus China - auch wieder beim Mi 11 Pro fahren. Der Tabelle zufolge setzt nur das reguläre Mi 11 auf einen 108 Megapixel-Sensor, in Tandem mit einem 13 Megapixel Ultraweitwinkel und einer 50 Megapixel Telefoto-Kamera. Das Pro-Modell setzt dagegen wieder auf einen 50 Megapixel Hauptsensor, eine 48 Megapixel Ultraweitwinkel-Cam und offenbar ebenfalls auf einen 48 Megapixel Telefoto-Shooter mit 5x Zoom. 

Wenn sich diese Angaben als halbwegs korrekt herausstellen, wäre das also genau die entgegengesetzte Strategie zu Samsungs Galaxy S21-Serie, die ja nur beim teuersten Ultra-Modell auf einen 108 Megapixel-Sensor setzen wird. Ob die restlichen Angaben in der Tabelle, etwa zu Speicher, Preisen oder Akkugrößen alle so stimmen, bleibt abzuwarten. Wir würden aktuell nicht unsere Hände dafür ins Feuer legen, als Diskussionsgrundlage scheinen sie aber allemal geeignet, da Xiaomi ja bereits mit dem Mi 10 Ultra vorgeführt hat, wohin die Reise beim MI 11 möglicherweise gehen könnte. Die Preise aus China sind natürlich ebenfalls mit entsprechender Vorsicht zu genießen, im Vorjahr startete die Mi 10-Serie (bei Amazon aktuell ab 539 Euro) in Europa letztlich zu deutlich höheren Preisen als in China.

Das Mi 11 und das Mi 11 Pro mit seinen vermeintlichen Specs im Vergleich zum Mi 10 Ultra. (Quelle: Weibo)
Das Mi 11 und das Mi 11 Pro mit seinen vermeintlichen Specs im Vergleich zum Mi 10 Ultra. (Quelle: Weibo)

Update 03.12.2020 11:15: 200 Megapixel-Hauptsensor im Mi 11 Pro?

Einem früheren Tweet des Leakers DigitalChatStation zufolge, der uns gerade wieder im Rahmen einer redaktionsinternen Diskussion zum Thema in Erinnerung gerufen wurde, wird erwähnt, dass es offenbar einen Prototypen des Mi 11 Pro mit einem 192 oder 200 Megapixel-Sensor gibt. Die Angabe von 50 oder 48 Megapixel für den Hauptsensor im Mi 11 Pro könnte also eine NACH dem 4:1 Pixel-Binning-Prozess sein. In dem Tweet wird auch erwähnt, dass die Telefoto-Kamera ebenfalls Pixel-Binning nutzt.

Wir haben damals darüber berichtet. Aktuell gibt es noch keinen 192 Megapixel-Sensor am Markt, angesichts des Spekulationen sollte aber erwähnt werden, dass es nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass Samsung kurz vor dem Xiaomi Mi 11 Pro-Launch auch einen neuen 192 Megapixel-Sensor präsentieren wird - Pläne bis zu 600 Megapixel gibt es ja bereits. Das wäre natürlich eine komplette Abkehr vom Mi 10 Ultra, sollte angesichts der aktuellen Gerüchte aber nicht ganz ausgeschlossen werden.

Quelle(n)

Technology Xiaotian Weibo

Bild (wahrscheinlich nicht Mi 11): Slashleaks

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Autor: Alexander Fagot,  3.12.2020 (Update:  3.12.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.