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Interviews mit Huawei-Boss: Mate 30-Serie wird trotz US-Bann ein Riesenerfolg

Der Huawei Mobile-CEO Richard Yu steht Journalisten im Zusammenhang mit dem Mate 30 und Mate 30 Pro Rede und Antwort.
Der Huawei Mobile-CEO Richard Yu steht Journalisten im Zusammenhang mit dem Mate 30 und Mate 30 Pro Rede und Antwort.
In China bereits bestellbar, ist die Mate 30-Serie in Europa bis auf Weiteres keine verfügbare Option, ohne Google-Services eventuell zu recht, auch wenn sich Huawei-Boss Richard Yu in Interviews überaus kämpferisch gibt. 20 Millionen Mate 30-Smartphones will Huawei absetzen, auch in anderen Märkten als China, längerfristig wohl auch in Europa.

Huawei gibt sich gern kämpferisch, agiert aber durchaus vorsichtig. Während in China bereits der Vorverkauf für die gesamte Mate 30-Familie bestehend aus Mate 30, Mate 30 Pro sowie Mate 30 RS gestartet wurde, etwa in der Huawei Vmall, haben wir in Europa zwar Europreise aber kein konkretes Datum für die Verfügbarkeit. Nach der unbefriedigenden Präsentation der neuen Mate 30-Serie in München vergangenen Donnerstag war der Huawei Mobile-CEO Richard Yu noch einige Stunden für die Presse verfügbar, einige Statements aus Interviews mit Richard poppten folglich auf diversen Tech-Seiten auf.

Auch ohne Google-Services glaubt der Huawei-Boss jedenfalls an einen großen Erfolg der Mate 30-Generation, rein aufgrund der, in seinen Augen, überlegenen Hardware, gab er etwa im Gespräch mit Android Authority zu Protokoll. Das Ziel, 20 Millionen Mates der neuen Generation zu verkaufen sei wohl alleine durch den wachsenden chinesischen Markt erreichbar, dazu kämen jede Menge interessierter Käufer aus dem Rest der Welt, die sich von den fehlenden Google-Services nicht abschrecken ließen. Insbesondere Käufer aus dem Rest Asiens und dem Mittleren Osten, die das Mate 30 wohl nach China als Nächstes erhalten werden.

Auf der allgemeinen Pressekonferenz nach dem Launch bestätigte der Huawei-Boss jedenfalls, dass die Mate 30-Serie nach und nach auch in anderen Märkten als China starten werde, ohne allerdings konkrete Termine zu nennen. Indirekt bekräftigte Richard auch die Annahme, dass ein Download der Google-Apps über Sideloading und aus anderen App-Stores möglich wäre, was erste Hands-On-Tester ja bereits vorgeführt hatten und für das Huawei offenbar intern Vorkehrungen getroffen hat. Parallel dazu positioniert sich Huawei als Alternative zu Google und will Entwickler, welche die Huawei Mobile Services (HMS) unterstützen und in der AppGallery veröffentlichen nicht nur finanziell unter die Arme greifen, sondern ihnen auch 85 Prozent der Einnahmen überlassen, deutlich mehr als bei Apples oder Googles App-Stores. 

Falls sich die schwierige Situation mit den USA entspannt, könnte Huawei zudem rasch reagieren und die fehlenden Google-Services und -Apps praktisch über Nacht per OTA-Update ausliefern, was einmal mehr die Vermutung bestätigt, dass "Mini-Schläfer-Stubs" der Google Services mit erhöhten Rechten bereits im Mate 30 schlummern und per Update zum Leben erweckt werden könnten, wie wir das in diesem Bericht zusammengefasst haben. Mit 17 Millionen verkaufter P30-und 16 Millionen Mate 20-Phones weltweit, ist das Ziel von 20 Millionen Millionen abgesetzter Mate 30-Handy in jedem Fall ambitioniert, auch wenn in China sehr viel Solidarität mit Huawei zu spüren ist.

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Autor: Alexander Fagot, 21.09.2019 (Update: 21.09.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.