Im Oktober 2025 rollten hierzulande wieder mehr neue Pkw auf die Straßen. Das KBA meldet ein Plus von knapp 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spannend wird es beim Blick ins Detail: Der Schub kam praktisch nur von einer Seite. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben legten kraftvoll um mehr als ein Viertel zu und stellen inzwischen satte 61,9 Prozent aller neu zugelassenen Wagen. Von den insgesamt gut 250.000 Neuwagen fährt damit die Mehrheit erstmals nicht mehr konventionell mit Benzin oder Diesel. Dieser anhaltende Schub Richtung Elektromobilität wirbelt die bisherigen Zulassungsstatistiken und Modell-Ranglisten kräftig durcheinander.
Starke Zuwächse bei BEV und Plug-in-Hybriden
Besonders stark gewachsen ist das Marktsegment der reinen Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV). Vollelektrische Stromer erreichten ein Plus um 47,7 Prozent auf 52.425 Neuzulassungen. Das entspricht der Behörde zufolge einem Marktanteil von 21,0 Prozent. An der Spitze dieses Segments gab es einen Wechsel: Der Skoda Elroq sicherte sich mit 3.320 Einheiten den ersten Platz unter den BEVs. Noch stärker war der prozentuale Zuwachs bei den oft totgesagten Plug-in-Hybriden. Sie verzeichneten ein sattes Plus von 60,0 Prozent auf 30.946 Einheiten (12,4 Prozent Marktanteil). Auch hier gab es einen neuen Spitzenreiter: Der Volvo XC60 war im Oktober das meistzugelassene Modell mit Stecker-Hybrid. Zählt man alle Fahrzeuge mit einem Elektro-Antrieb (BEV, PHEV und Brennstoffzelle) zusammen, kommt diese Gruppe auf 83.371 Fahrzeuge und ein Wachstum von 52,0 Prozent. Ein Drittel (33,3 Prozent) aller Neuwagen war damit im Oktober extern aufladbar.
Gemischte Entwicklung bei klassischen Hybriden
Die Hybride ohne externe Lademöglichkeit (HEV) verzeichneten ebenfalls Zuwächse, wenn auch deutlich moderatere. Mit 70.652 Fahrzeugen und einem Plus von 7,6 Prozent bleiben sie das volumenstärkste Segment unter den Alternativen (28,2 Prozent Marktanteil). Das beliebteste Modell war hier unverändert der VW Golf mit 2.755 Einheiten. Ein interessantes Detail offenbart jedoch der Blick auf die Unterkategorie der Voll-Hybriden. Diese Fahrzeuge, die laut KBA-Definition mit mindestens 20 kW/t elektromotorischer Leistung auch rein elektrisch fahren, anfahren und beschleunigen können, verzeichneten einen leichten Rückgang. Ihre Zulassungen sanken um 1,1 Prozent auf 12.165 Einheiten. Der Bestseller in dieser Nische bleibt der Toyota Yaris mit 2.313 Neuzulassungen.
Nischenantriebe Gas, Wasserstoff und Brennstoffzelle
Kaum eine Rolle im Marktgeschehen spielen die weiteren alternativen Antriebsformen. Fahrzeuge mit Gasantrieb (insgesamt) mussten einen Rückgang von 10,3 Prozent hinnehmen; nur 932 Einheiten wurden registriert. Der Dacia Sandero bleibt hier das mit Abstand beliebteste Modell. Ein ernüchterndes Bild zeigt sich bei der Zukunftstechnologie Wasserstoff: Sowohl bei der Antriebsart Brennstoffzelle als auch bei der gesondert ausgewiesenen Antriebsart Wasserstoff meldete das KBA für den Oktober 2025 keine einzige Neuzulassung.
Neue Segment-Könige abseits der Stromer
Obwohl der Fokus auf den alternativen Antrieben liegt, gab es auch in den klassischen, oft von Verbrennern dominierten Fahrzeugsegmenten Bewegung. Das KBA meldet vier Wechsel an der Spitze. In der Mittelklasse übernahm der Audi A5 die Führung, in der Oberen Mittelklasse setzte sich der BMW 5er an die Spitze und in der Oberklasse der BMW 7er. Bei den Großraum-Vans war die Mercedes V-Klasse das meistzugelassene Modell. In den volumenstärksten Segmenten gab es hingegen keine Veränderung an der Spitze: Bei den SUVs bleibt der VW T-Roc das Maß der Dinge und bei den Geländewagen der VW Tiguan.

























