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Kein Ausweg für Oculus-Nutzer: Facebook verschärft die Account-Pflicht weiter

In wenigen Jahren können auch ältere Oculus-Headsets nicht mehr ohne Facebook-Account genutzt werden. (Bild: Minh Pham / Facebook)
In wenigen Jahren können auch ältere Oculus-Headsets nicht mehr ohne Facebook-Account genutzt werden. (Bild: Minh Pham / Facebook)
Wer seinen Facebook-Account löscht, der verliert auch dauerhaft sämtliche Oculus-Software, die erworben wurde – das ist nur eine der verschärften Richtlinien, die Oculus-Nutzer zur Verwendung eines Facebook-Account zwingen sollen, und zwar auch jene Kunden, die ein älteres Headset verwenden.
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Wir haben schon vor einigen Tagen darüber berichtet, dass einzelne Oculus VR-Headsets nur noch als Briefbeschwerer taugen, nachdem Facebook einige Kunden aus ihren Accounts ausgesperrt und den betroffenen Nutzern keine Hilfe angeboten hat.

Nun geht diese Account-Pflicht in die nächste Runde: Einem Bericht von UploadVR zufolge müssen künftig nämlich nicht nur Nutzer eines Oculus Quest 2 zwangsläufig einen Facebook-Account verwenden und mit dem Headset verknüpfen, spätestens im Jahr 2023 gilt diese Account-Pflicht wohl auch für Nutzer älterer Headsets, denn dann wird der Support für Oculus-Accounts endgültig eingestellt. Unklar ist lediglich, wie diese Umstellung gehandhabt wird – es wäre durchaus denkbar, dass Kunden einfach aus ihren Headsets ausgesperrt werden, bis ein entsprechendes Facebook-Profil verknüpft wurde.

Noch bedenklicher ist, dass sämtliche gekaufte Oculus-Inhalte gelöscht werden, wenn man den eigenen Facebook-Account löscht. Wird das Profil beim sozialen Netzwerk deaktiviert, so verlieren Nutzer vorübergehend den Zugriff auf ihre Inhalte. Wer in Zukunft ein Virtual Reality Headset verwenden möchte, ohne seine Identität preiszugeben und ohne einen Facebook-Account anzulegen oder zu verknüpfen, der muss sich wohl bei der Konkurrenz umsehen.

In jedem Fall ist der Weg bedenklich, den Oculus seit der Übernahme durch Facebook eingeschlagen hat. Offenbar will Facebook in Zukunft auch in der virtuellen Realität so viele Daten wie möglich sammeln, um Kunden noch mehr Werbung vor den Kopf knallen zu können.

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Autor: Hannes Brecher, 26.10.2020 (Update: 26.10.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.