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Oculus und Valve: Drei neue VR-Brillen an einem Tag

Die Oculus Quest wird von einem Snapgragon 835 betrieben (Quelle: Oculus)
Die Oculus Quest wird von einem Snapgragon 835 betrieben (Quelle: Oculus)
Mit den Modellen Quest und Rift S hat der VR-Brillen-Hersteller Oculus zwei neue VR-Brillen gelauncht, während Valve mit der Index wie erwartet ebenfalls eine neue VR-Brille offiziell vorgestellt hat.

Heute ist ein guter Tag für Fans von Virtual Reality. So wurden in den letzten 24 Stunden 3 neue VR-Brillen zur Vorbestellung veröffentlicht: Zwei neue Modelle von der Facebook-Tochterfirma Oculus und eine neue VR-Brille von Valve, die jetzt in den noch jungen Markt einsteigen.

Oculus Quest - Günstige VR-Brille mit 2 Jahre altem Snapdragon

Bei der Oculus Quest handelt es sich um ein standalone-Headset, welches von einem Snapdragon 835 betrieben wird und schon vor fast einem Jahr erstmals vorgestellt wurde. Der große Vorteil von dieser Art VR-Headset ist natürlich, dass es ohne zusätzlichen Rechner kabellos betrieben werden kann. Auf der anderen Seite dürfte der zwei Jahre alte SoC kaum die Qualität eines aktuellen Gaming-PCs erreichen. Die VR-Brille löst indes mit einer Auflösung von 1440×1600 pro Auge auf, wobei die Panels mit 72 Hz angesteuert werden, was für aktuelle VR-Brillen keine besonderen Spezifikationen darstellen. Ausgeliefert wird die Oculus Quest mit 2 Controllern, mit denen man in den Spielen interagieren kann.

Die Oculus Quest ist jetzt für 450 Euro vorbestellbar und soll ab dem 21. Mai verfügbar sein.

Rift S - Höhere Auflösung und interne Sensoren

Die Oculus Rift S (Quelle: Oculus)
Die Oculus Rift S (Quelle: Oculus)

Mit der Rift S ist jetzt noch ein weiteres VR-Headset von Oculus für 450 Euro bestellbar. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger der originalen Oculus Rift, die mit ein paar wesentlichen Neuerungen ausgeliefert wird. Hierbei wäre als erstes die höhere Auflösung zu nennen, die jetzt bei 1.280 x 1.440 Pixeln pro Auge liegt, wobei der Vorgängern nur mit 1.080 x 1.200 Pixeln auflöst. Diese höhere Auflösung dürfte dabei helfen, den Fliegengittereffekt von VR-Brillen zu vermeiden, der häufig zu Übelkeit führt.

Eine weitere Neuheit, die man allerdings schon von diversen anderen Herstellern kennt, sind die internen Sensoren. Bei der ursprünglichen Oculus Rift musste man noch externe Kameras aufstellen, die die Bewegungen des Kopfes tracken, um diese Bewegungen in das Spiel zu übertragen. Mit der Rift S ist das jetzt nicht mehr nötig, da Oculus entsprechende Sensoren direkt in das Headset integriert hat, was den Comfort für die Nutzer deutlich verbessern sollte.

Da die Rift S nicht über einen integrierten Spieleprozessor verfügt, benötigt man hier wie bei der originalen Rift einen Gaming-PC der über die entsprechende Leistung verfügt.

Valve Index

Nach einem ersten Teaser vor einem Monat hat jetzt auch Valve seine erste VR-Brille mit dem Namen 'Index' offiziell vorgestellt. Diese ist mit 540 Euro (hier bestellbar) nochmal ein wenig teurer als die Konkurrenz von Oculus, wobei sie auch erst am 28. Juni ausgeliefert werden soll. Wer allerdings noch die zugehörigen Controller und die zwei Lighthouse-Boxen, die das Tracken im Raum ermöglichen sollen, haben möchte, darf insgesamt ganze 1080 Euro zahlen. Bei der Auflösung setzt die Index wie die Oculus Quest auf 1.440 x 1.600 Pixel, die mit 90 oder 120 Hz betrieben werden können. Weiterhin gibt es einen experimentellen 144 Hz-Modus. Diese hohen Bildfrequenzen könnten vielen Nutzern dabei helfen, Motion Sickness zu vermeiden.

Wie zuvor bereits spekuliert, verfügt die Valve Index dank ihrer zwei Kameras an der Vorderseite, über einen Pass-through-Modus, mit welchem Entwickler die wirkliche Welt in ihre Programme einbinden können. Ob dieses Feature in Kombination mit den Lighthouse-Boxen für wirkliche Augmented Reality-Anwendungen geeignet ist, bleibt abzuwarten. Es ist auf jeden Fall eine interessante Technik, mit der sich Entwickler jetzt auseinandersetzen können.

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Autor: Cornelius Wolff,  1.05.2019 (Update:  1.05.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.