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Leaker beschwert sich bei Vivo über eine fehlende Rückmeldung zu einem "kontrollierten Leak"

Das Vivo X50 war offenbar Teil eines "kontrollierten Leaks". (Bild: Vivo / Sparrows News)
Das Vivo X50 war offenbar Teil eines "kontrollierten Leaks". (Bild: Vivo / Sparrows News)
Dass einige vermeintliche Leaks eigentlich Marketing-Stunts diverser Unternehmen sind, das dürfte längst niemanden mehr überraschen. Dass sich ein bekannter Leaker aber öffentlich darüber beschwert, vom Unternehmen keine Rückmeldung zu einem dieser "kontrollierten Leaks" zu bekommen, das ist neu.
Hannes Brecher,

Evan Blass dürfte unseren langjährigen Lesern längst ein Begriff sein, unter seinem Twitter-Account @evleaks hat er über die letzten Jahre viele spannende Informationen zu noch nicht angekündigten Produkten verraten. In einem seiner jüngsten Tweets, der als Screenshot unten eingebettet zu sehen ist, beschwert er sich öffentlich übe den Smartphone-Hersteller Vivo.

Offenbar hat Evan Blass ein NDA (einen Geheimhaltungsvertrag) unterschrieben und den Tweet bereits vorbereitet, der den Leak mit der Welt teilen sollte – Vivo habe sich dann plötzlich aber einfach nicht mehr gemeldet, um den Tweet freizugeben. Die Aktion war damit wohl nur Zeitverschwendung, dieser Tweet zeigt aber wieder einmal, dass es sich bei einigen Leaks nicht um viel mehr als um mehr oder weniger clevere Marketing-Aktionen handelt.

Das trifft allerdings sicher nicht auf alle Leaks zu: Einige Benchmarks zu Comet Lake-S-Prozessoren, die vor dem Launch aufgetaucht sind, haben die Chips nicht gerade im besten Licht gezeigt – es ist wohl kaum vorstellbar, dass diese mittelmäßigen Zahlen zum Intel Core i9-10900K von Intel absichtlich verteilt wurden.

Gerade bei Informationen zu noch nicht angekündigten Smartphones dürfte der Anteil an absichtlich verstreuten Informationen aber nicht ganz unerheblich sein, immerhin ist der Markt derart stark umkämpft, dass Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Konsumenten wetteifern müssen. Da bleibt nur zu hoffen, dass künftig offizielle Informationen über die regulären Kanäle nicht ausbleiben, unter diesen Leaks sind schlicht zu viele Falschmeldungen, sodass Kunden sich nicht darauf verlassen können.

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Autor: Hannes Brecher,  4.06.2020 (Update:  4.06.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.