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PinePhone: KDE Community Edition mit neuer Android-Alternative vorgestellt

Das PinePhone KDE Community Edition kostet 199 US-Dollar (Bild: KDE)
Das PinePhone KDE Community Edition kostet 199 US-Dollar (Bild: KDE)
Mit der KDE Community Edition kann man ab Dezember eine neue Version des PinePhone vorbestellen. Dabei bekommt man ein recht leistungsschwaches Smartphone für 199 US-Dollar, das aber mit Plasma Mobile als Betriebssystem auf eine interessante Alternative zu Andorid setzt.
Cornelius Wolff,

Die Entwickler-Community KDE ist unter Linux-Nutzern hauptsächlich durch die Desktop-Umgebung KDE Plasma 5 bekannt, das auf dem OS mit dem Pinguin-Logo aufbaut. Doch nun haben sich die Programmierer der Community mit dem relativ kleinen und unbekannten Hersteller Pine64 zusammengetan, der neben Single-Board-Computern seit einigen Monaten auch ein eigenes Smartphone unter dem Namen PinePhone verkauft. Ab Dezember wird dann mit der KDE Community Edition eine weitere Version des Smartphones für 199 US-Dollar verfügbar sein, das sich nur durch einen Faktor von der normalen Variante unterschiedet: Dem Betriebssystem. 

Mit dem recht jungen Betriebssystem bekommt man ein ungewöhnliches Maß an Flexibilität (Bild: KDE)
Mit dem recht jungen Betriebssystem bekommt man ein ungewöhnliches Maß an Flexibilität (Bild: KDE)

So bekommt man hier nicht wie üblich Android als OS mitgeliefert, sondern das neue Plasma Mobile. Wie Android, baut auch dieses Betriebssystem auf Linux auf, ist aber auch in seiner aktuellen Version vollkommen Open Source und wird von einer sehr aktiven Community weiterentwickelt. Dabei gibt es mittlerweile schon verschiedene Entwicklungsumgebungen, mit denen man Apps gleichzeitig für die Desktop und für die Smartphone-Variante vom Plasma-Betriebssystem entwickeln kann. Damit hat die Umgebung schon jetzt Android etwas voraus.

Was die Spezifikationen angeht, ist das Smartphone für seinen Preis leider etwas schwach auf der Brust. Als Prozessor bekommt man hier den Allwinner A64, einem Quad-Core-Prozessor mit einem Mali-400-MP2-Grafikchip. Diesem stehen wahlweise 2/3 GB RAM und 16/32 GB internen Speicher zur Seite, wobei sich letzterer per microSD-Karte erweitern lässt, von der man auch booten kann. Der wechselbare ist mit 3000mAh angemessen groß und wird mit USB Type C geladen. Die Selfiekamera löst mit 3 MP auf, während sich die Hauptkamera auf der Rückseite mit 5 MP begnügen muss. Das Display besitzt eine Größe von 5,95 Zoll und eine HD-Auflösung.

Das PinePhone kommt mit einem wechselbaren Akku (Bild: KDE)
Das PinePhone kommt mit einem wechselbaren Akku (Bild: KDE)

Trotz dieser recht enttäuschenden Werte, dürfte das Smartphone unter Programmierern und Bastlern einige Abnehmer finden, da das System ungewöhnlich flexibel gestaltet ist und viel Spielraum für interessante neue Entwicklungen bietet. Daher darf man das PinePhone in der KDE Community Edition auch weniger als wirkliche Smartphone-Alternative, sondern mehr als Plattform für das neue und durchaus interessante Betriebssystem Plasma Mobile verstehen.

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Autor: Cornelius Wolff, 17.11.2020 (Update: 17.11.2020)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.