
Titan Army C49C1S im Test: 49 Zoll, 240 Hz und 32:9 können in Fifa fast schon unfair sein
Unendliche Breite.
Wir schreiben das Jahr 2026. Titan Army hat einen neuen 49 Zoll großen Super-Ultrawide-Gaming-Monitor im Angebot. Mit 5.120 × 1.440 Pixel, 240 Hz, KVM und maximalem Sichtfeld will es die Gamerschaft von sich überzeugen. Klappt das?Christian Hintze Veröffentlicht am 🇺🇸
Testfazit - Nach Kalibrierung super
Ist der Monitor erst einmal ordentlich kalibriert (s. unser icm-Profil unten) können sich das Bild und vor allem die Kontraste sehen lassen. Auch die Farbabweichungen sind dann angenehm niedrig. Und das extrem breite Sichtfeld macht beim Gaming, vor allem bei Renn- oder Sportspielen, schon ordentlich was her, z.B. in Fifa kann das auch einen spielerischen Vorteil bedeuten.
Natürlich kann man beim HVA-Panel keine OLED-Qualität erwarten und die Blickwinkelstabilität ist eher mau. Wer jedoch hauptsächlich zockt oder auch täglich viele Fenster geöffnet hat, dürfte Gefallen an dem SuperWide-Monitor finden.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
In Deutschland kann man den Monitor beispielsweise bei Otto für 599,99 Euro oder auch über Aliexpress für den gleichen Preis beziehen. Für letzteren Shop gibt es den Gutscheincode "NOTEC49", was den Preis um 10 Euro drückt.
Der C49C1S entspricht quasi zwei vollwertigen 27-Zoll-Bildschirmen nebeneinander. Bei dieser Länge setzt der Monitor auf eine Krümmung, zudem soll das HVA-Panel die typischen Nachteile der Technik bei den Reaktionszeiten abmildern.
Gehäuse & Verarbeitung - Schlichtes Gehäuse statt Gaming-Kirmes
Das gebogene, schwarze Kunststoffgehäuse beherbergt trotz Gaming-Label keine LEDs. Die Plastikränder sind außer am unteren Ende sehr dünn und werden durch einen Glasrand ergänzt.
Als angenehm fanden wir die Bedienknöpfe unten zentral. Statt nur unten ins Ungewisse zu greifen (Test Benq Mobiuz), sind sie beim Titan Army beschriftet.
Anschlüsse & KVM
Der KVM funktioniert gut. Wir würden uns noch ein USB-C-Input neben den beiden USB-A-Eingängen für unser Stream Deck (Test) oder andere Geräte wünschen. Der vorhandene USB-C dient als All-in-One-Anschluss für einen PC (Bild-Out und Daten-In), aber nicht als Anschluss für ein USB-Gerät.
Gut ist, dass der Monitor Lautsprecher verbaut hat. Ihre Audioqualität ist allerdings mäßig.
Zubehör
In der Verpackung liegen ein Displayport-, ein HDMI- sowie ein Stromkabel, eine Kurzanleitung, ein Schraubendreher sowie Abstandshalter für eine Wandbefestigung bei.
Specifications - 49 Zoll, 32:9, 240 Hz und KVM
Das 49 Zoll großes HVA-Panel im SuperWide-Seitenverhältnis von 32:9 bietet eine Auflösung von 5.120 × 1.440, einer Krümmung von 1800R, 240 Hz, Support von FreeSync und G-Sync und einer für VA-Panels schnellen Reaktionszeit von nur 1 ms.
| Panel | HVA |
| Seitenverhältnis | 32:9 |
| Auflösung | 5.120 × 1.440 Pixel |
| Kontrast (typisch) | 3.000:1 |
| Bildwiederholrate | 240 Hz |
| Krümmung | 1800R |
| Farbtiefe | 8 Bit + FRC |
| Anschlüsse | HDMI, 2x DP, USB-C, Kopfhörer-Klinke, Strom, 2x USB-A, 1x USB-B Upstream |
| Lautsprecher | Dual 5 W Stereo |
| Preis | rund 600 Euro |
Bildqualität - Schwache Werkseinstellung
Etwas unfair ist es schon: Direkt vorher haben wir den QD-OLED Benq Mobiuz EX271UZ vor Augen gehabt (unser Test) und in der subjektiven Bildqualität (Werkseinstellung) liegen tatsächlich Welten dazwischen. Allerdings ist der Titan Army anfangs nur schlecht kalibriert, siehe unten.
Im Standardmodus oder auch im Profil Display P3 ist die Helligkeit im Titan Army um 50 Prozent abgesenkt. Dann liegt diese zwischen 160 und 200 Nits, die riesige Fläche des Monitors ist nicht allzu gleichmäßig ausgeleuchtet. Das Bild wirkt generell zu dunkel und blass.
Der Schwarzwert ist ab Werk zu hoch, der Kontrast dementsprechend nicht perfekt. Generell sollte man unser kalibriertes Profil verwenden und zudem die Helligkeit erhöhen, dann sehen die Inhalte deutlich besser aus.
Erhöhen wir die Helligkeit auf 100 Prozent, so kommen wir durchschnittlich auf 340 Nits, in der Mitte sind es 385 Nits. HDR empfiehlt sich mit dem Monitor eher nicht.
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Ausleuchtung: 82 %
Kontrast: 664:1 (Schwarzwert: 0.58 cd/m²)
ΔE ColorChecker Calman: 3.22 | ∀{0.5-29.43 Ø4.73}
calibrated: 1.55
ΔE Greyscale Calman: 5.63 | ∀{0.09-98 Ø4.97}
83% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
100% sRGB (Argyll 3D)
83.9% Display P3 (Argyll 3D)
Gamma: 2.44
CCT: 7226 K
| Titan Army C49C1S im Test: 49 Zoll, 240 Hz und 32:9 können in Fifa fast schon unfair sein 0x0, 0", 0 Hz | TITAN ARMY P275MV PLUS 3840x2160, 27", 160 Hz | KTC G27P6 OLED, 2560x1440, 27", 240 Hz | KTC H27P22s AUO 7.0, IPS, 3840x2160, 27", 160 Hz | Alienware AW2725DF x, 27", Hz | MSI MAG 274QRF QD E2 MAG 274QRF QD E2, IPS, 2560x1440, 27", 180 Hz | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Display | 7% | 3% | 1% | 8% | ||
| Display P3 Coverage (%) | 83.9 | 94.7 13% | 86.91 4% | 86.9 4% | 97.6 16% | |
| sRGB Coverage (%) | 100 | 100 0% | 99.23 -1% | 99.8 0% | 99.7 0% | |
| AdobeRGB 1998 Coverage (%) | 83 | 88.9 7% | 86.86 5% | 81.6 -2% | 88.9 7% | |
| Response Times | -73% | 48% | -85% | -31% | -7% | |
| Response Time Grey 50% / Grey 80% * (ms) | 5.2 ? | 12.8 ? -146% | 0.8 ? 85% | 11.8 ? -127% | 6.7 ? -29% | 5.76 ? -11% |
| Response Time Black / White * (ms) | 5.6 ? | 5.6 ? -0% | 0.8 ? 86% | 8 ? -43% | 7.4 ? -32% | 5.73 ? -2% |
| PWM Frequency (Hz) | 6670 | 240 | ||||
| PWM Amplitude * (%) | 11 | 14 -27% | ||||
| Bildschirm | 21% | 206% | 3% | 40% | -6% | |
| Helligkeit Bildmitte (cd/m²) | 385 | 305 -21% | 320 -17% | 454 18% | 520.3 35% | 453 18% |
| Brightness (cd/m²) | 342 | 296 -13% | 310 -9% | 398 16% | 493 44% | 404 18% |
| Brightness Distribution (%) | 82 | 92 12% | 93 13% | 79 -4% | 88 7% | 84 2% |
| Schwarzwert * (cd/m²) | 0.58 | 0.34 41% | 0.02 97% | 0.41 29% | 0.45 22% | 0.28 52% |
| Kontrast (:1) | 664 | 897 35% | 16000 2310% | 1107 67% | 1156 74% | 1618 144% |
| Delta E Colorchecker * | 3.22 | 2.15 33% | 10.69 -232% | 4.61 -43% | 1.8 44% | 7.97 -148% |
| Colorchecker dE 2000 max. * | 7.73 | 4.16 46% | 15.63 -102% | 8.04 -4% | 3.8 51% | 14.32 -85% |
| Colorchecker dE 2000 calibrated * | 1.55 | 1.29 17% | 4.11 -165% | 2.57 -66% | 1.4 10% | 1.71 -10% |
| Delta E Graustufen * | 5.63 | 3.21 43% | 7.73 -37% | 4.77 15% | 1.4 75% | 8.2 -46% |
| Gamma | 2.44 90% | 2.52 87% | 2.2 100% | 2.28 96% | 1.46 151% | |
| CCT | 7226 90% | 6617 98% | 8070 81% | 7540 86% | 6743 96% | 7427 88% |
| Durchschnitt gesamt (Programm / Settings) | -15% /
5% | 86% /
134% | -27% /
-10% | 5% /
27% | -2% /
-3% |
* ... kleinere Werte sind besser
Kalibrierung lohnt sich - So stark verbessern sich Kontrast und Farbdarstellung
Titan Army tut sich mit der Werkseinstellung keinen Gefallen: Trotz Beizettel mit P3-Kalibrierungszertifikat ist der Monitor nicht gut eingestellt. Unsere manuelle Kalibrierung verbessert Schwarzwert, Kontrast und DeltaE-Werte erheblich.
Vor allem der Schwarzwert sinkt auf beinahe 0, was zu einer erheblichen Kontraststeigerung führt. Die DeltaE-Werte konnten wir auf rund 1.5 drücken.
Unser icm-Profil kann weiter oben kostenfrei heruntergeladen werden.
Farbraum
Flackern
Auf einer weißen Fläche zeigen sich auf dem Oszilloskop wiederkehrende Wellen bei etwa 60 Hz. Gleichzeitig misst das Gerät eine Frequenz von 6,7 kHz. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um eine hochfrequente Beleuchtungsmodulation (~6,7 kHz), deren optische Wirkung durch die Panelansteuerung mit 60 Hz überlagert wird. Die hohe Frequenz sollte auch für empfindliche Personen kein Problem darstellen.
Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)
| Flackern / PWM festgestellt | 6670 Hz Amplitude: 11 % | ||
Das Display flackert mit 6670 Hz (im schlimmsten Fall, eventuell durch Pulsweitenmodulation PWM) . Die Frequenz von 6670 Hz ist sehr hoch und sollte daher auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen. Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 7791 (Minimum 5, Maximum 343500) Hz. | |||
Gaming-Test mit Forza und Fifa: Hier spielt das Super-Ultrawide-Format seine Stärke aus
Beim Gaming zeigt sich der besondere Spaß am SuperWide-Format: In Forza Horizon 6 (unser Test) sieht man vor allem in der Fahreransicht deutlich mehr vom Cockpit, was den Spieler noch mehr ins Racing-Game zieht.
Bei Fifa ist der Unterschied fast noch deutlicher und geht schon fast Richtung Cheaten. Nicht nur, dass wir in den Cutscenes das komplette Stadion für eine großartige Atmosphäre überblicken können. Im Match können wir quasi das gesamte Spielfeld auf einmal überblicken, sehen genau wann ein Spieler deutlich weiter vorne startet und können so noch besser auf bestimmte Spielsituationen reagieren.
Blickwinkel
Energieverbrauch - 50 bis 70 W
Ausgeschaltet verbraucht der 49-Zoll-Riese nur 0,25 W. Eingeschaltet kommt es dann rein auf die Helligkeit an. Bei voller Helligkeit zieht der Monitor etwa 70 W, mit 50 Prozent Helligkeit rund 50 W aus der Dose.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.









































