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Wir haben es gekillt: Huawei-Boss kritisiert Samsung Galaxy Fold

Huawei Boss, Richard Yu, kritisiert das Falt-Design der Konkurrenz: Wir haben es gekillt.
Huawei Boss, Richard Yu, kritisiert das Falt-Design der Konkurrenz: Wir haben es gekillt.
Huawei hatte selbst einige Galaxy Fold-ähnliche Prototypen im Test, gab der Boss der Consumer-Abteilung zu Protokoll - sie wurden allesamt verworfen, weil sie nicht gut genug waren und viel zu schwer. Huawei geht mit Samsungs erstem Falt-Handy hart ins Gericht.

Für die meisten von uns ist weder das erste faltbare Huawei- noch Samsung-Phone von praktischer Relevanz, dafür sind die Falt-Designs der ersten Generation noch viel zu teuer, hohe Stückzahlen wird also weder Huawei mit seinem Mate X noch Samsung mit dem Galaxy Fold absetzen. Man könnte argumentieren, dass es den beiden Großen der Branche aber gar nicht um den Absatz sondern eher um die Rolle als Technologieführer geht, den Huawei seit geraumer Zeit mit Innovationen wie dem Ausbau seiner Kamera-Handys für sich beansprucht.

Eigene "Fold-In-Designs" gekillt

In diese Kerbe schlägt auch der CEO der Huawei Consumer-Sparte, Richard Yu in einem Interview mit dem Business Insider. Mit klaren Worten kritisiert Yu das nach innen faltbare Design des Galaxy Fold. Im Zuge der Entwicklung habe Huawei selbst mit mehreren derartigen Prototypen experimentiert, drei sogar parallel, eines besser als das Samsung-Pendent - er persönlich habe es gekillt, weil es einfach nicht gut genug war, gab er zu Protokoll.

Seitenhiebe gegen Samsungs Galaxy Fold

Huawei bevorzugt das nach außen faltbare Design, wie es im Mate X zum Mobile World Congress 2019 aus der Taufe gehoben wurde. Dies sei eindeutig besser, weil ein Galaxy Fold mit seinen zwei Displays einfach zu schwer wird. Schon in der Mate X-Präsentation am MWC19 hagelte es jede Menge Seitenhiebe gegen die Samsung-Konkurrenz, etwa auch beim Thema Notch und dem stark umrandeten und kleinen Front-Display des Galaxy Fold.

Mate X "Fold-Out-Design" wirkt moderner

Auch auf Branchenkenner wirkt Huaweis Falt-Design auf den ersten Blick besser und moderner, etwa auf Forrester-Analyst Frank Gillett: Es ist dünner und hat sowohl im Tablet- als auch im Phone-Modus ein größeres Display, zudem sieht es danach aus, als würde das "Fold-Out-Design" das Display weniger in Mitleidenschaft ziehen als das "Fold-In-Design" des Galaxy Fold, bei dem auch Verunreinigungen durch den Spalt im zusammengeklappten Zustand für Probleme sorgen können.

Falt-Handys weniger langlebig als traditionelle

Aber auch das Mate X ist nicht vor Problemen gefeit, erste zeigten sich bereits im Rahmen der Messe in Barcelona - wie widerstandsfähig das nach allen Seiten offene flexible Display des Mate X in der Praxis ist, bleibt noch unbeantwortet, bis es praktische Erfahrungen mit Seriengeräten gibt. Überhaupt werden sämtliche faltbaren Smartphones aufgrund des integrierten Scharniers weniger langlebig sein als traditionelle Smartphone-Riegel, prophezeit Gillett.

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Autor: Alexander Fagot,  1.03.2019 (Update:  1.03.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.