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Die ersten Probleme der Falt-Handys: Huawei Mate X zeigt Falten

Das Mate X von Huawei zeigt im aufgeklappten Zustand bereits die ersten potentiellen Falt-Probleme auf.
Das Mate X von Huawei zeigt im aufgeklappten Zustand bereits die ersten potentiellen Falt-Probleme auf.
Falten ist in, zumindest bei Smartphones und Tablets. Wir wollen aber mit Sicherheit keine aufgewellten, zerkratzten OLED-Panels um mehrere tausend Euro, ein Mate X-Testexemplar am Mobile World Congress 2019 zeigt aber bereits jetzt, was uns mit der ersten faltbaren Smartphone-Generation unter Umständen drohen könnte.

1.980 oder 2.300 Euro - das ist die Preisvorstellung von Samsung und Huawei für ihre erste Generation an faltbaren Tablets, die sich auch in kleine Smartphones verwandeln lässt. Bei Samsung nennt sich das Endprodukt jahrelanger Forschung Galaxy Fold (hier ganz neu in einem Samsung-Video zu sehen beziehungsweise hier eine kritische Meinung), bei Huawei wurde es Mate X genannt (hier Bilder von der Präsentation). Huawei hat sich für ein nach außen gefaltetes 8 Zoll-Display entschieden, bei Samsung ist es ein an der Innenseite angebrachtes 7,3 Zoll Infinity-Flex-Display.

Mate X-Prototyp hat ein Problem

Wir wir am Beispiel des Mate X sehen, stehen uns mit der ersten Generation faltbarer Mobilgeräte aber einige neue, potentielle Probleme ins Haus, aktuell ist noch unklar, ob es sich bei den hier gezeigten Bildern nur um die Probleme eines einzelnen Prototypen, spezifische Probleme des Mate X von Huawei oder um eine generelle Schwierigkeit mit faltbaren OLED-Panels handelt, die eventuell auch Samsungs Galaxy Fold betreffen könnten. Einigen Beobachtern am Mobile World Congress in Barcelona sind jedenfalls das auch im aufgeklappten Zustand wellig wirkende Display eines ausgestellten Mate X aufgefallen.

Wellen im ausgeklappten Zustand

Die Bilder oben (Quelle: Roland Quandt) und unten (Quelle: PhoneArena) verdeutlichen jedenfalls, dass uns mit den sündteuren Falt-Handys möglicherweise ganz neue Problemfelder ins Haus stehen. Falt-Displays sollen sich natürlich flexibel anpassen, im ganz aufgeklappten Zustand sollen sie aber nicht wellig oder faltig wirken, wie hier als Negativbeispiel zu sehen ist, stattdessen müssten sie eigentlich gestrafft werden. Möglicherweise ist das ein Grund, warum Samsung sein Galaxy Fold bislang gar nicht öffentlich ausgestellt hat? Ein weiteres Problem, das bis dato noch von keinem Hersteller explizit angesprochen wurde ist zudem die langfristige Kratzfestigkeit.

Kratzfestigkeit als Herausforderung

Herkömmliches, starres Gorilla Glas kann auf faltbaren Displays natürlich nicht zum Schutz des OLED-Panels eingesetzt werden, weswegen hier vermutlich auf Plastik gesetzt wird. Die früheren Erfahrungen von Motorola mit seinen bruchfesten Shattershield-Displays lassen uns nicht gerade hoffnungsfroh in die faltbare Zukunft blicken, was die langfristige Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer anbelangt, hier hätte das Galaxy Fold natürlich potentiell einen Vorteil, da das Display im Alltag etwas mehr geschützt wäre als beim nach außen aufklappbaren Mate X. In jedem Fall werden uns 2019 noch einige Kinderkrankheiten der faltbaren mobilen Begleiter auffallen.

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Autor: Alexander Fagot, 25.02.2019 (Update: 25.02.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.