Test Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE Notebook

Daniel Schmidt , 18.03.2014

Nachgelegt. Lenovo frischt sein Einsteiger-ThinkPad auf und spendiert dem Business-Notebook ein neues Gehäuse sowie einen Prozessor aus Intels aktueller Haswell Generation. Mit deutlich unter 1.000 Euro soll dennoch das ThinkPad Flair erhalten und der dahinter stehende Anspruch erfüllt werden. Ob es gelingt, lesen Sie in unserem Test.

Mit dem ThinkPad L540 (20AV002YGE) offeriert Lenovo eine überarbeitete Variante des ThinkPad L530. Die Serie stellt eine vergleichsweise günstige Ergänzung des ThinkPad Portfolios dar. Der Hersteller beschränkt sich in der neuen Version nicht nur auf ein Upgrade der Hardware, sondern legt abermals Hand am Gehäuse-Design an.

Das Business-Notebook wird in zwei Varianten angeboten. Für die günstigere Ausführung werden rund 590 Euro fällig. Sie ist weitestgehend mit dem stärkeren Modell identisch, verfügt jedoch über einen schwächeren Intel Core i3-4000M Prozessor, ein niedriger auflösendes Display, eine schwächere WLAN-Komponente sowie eine Non-Pro-Version von Windows 8. Auch auf einen Fingerabdruck-Scanner muss verzichtet werden. Beim Testgerät handelt es sich um das hochwertigere Modell. Es besitzt einen Intel Core i5-4200M, ein mattes Full-HD-Panel und lässt dem Käufer die Wahl zwischen Windows 7 Professional oder Windows 8 Pro. Hierfür veranschlagt Lenovo eine UVP von knapp 862 Euro. Die einzelnen Varianten können weiter den eigenen Bedürfnissen angepasst werden, indem leistungsstärkere Komponenten oder Software- und Garantie-Upgrades gewählt werden. So kommen auch Preise jenseits der Marke von 1.000 Euro zustande.

Als Vergleichsgeräte ziehen wir das Dell Latitude E6540 heran. In unserem Test ist dies zwar mit deutlich stärkerer Hardware bestückt, doch sind auch schwächere Ausführungen um die 1.000 Euro möglich. Als weiterer Kontrahent stellt sich das HP ProBook 650 G1, welches über einen etwas schwächeren Core i3 verfügt, jedoch eine ähnliche Ausstattung besitzt. Auch aus dem Hause Fujitsu gibt es mit dem E743 und dem E753 hochklassige Konkurrenz. Ersteres besitzt nur eine Paneldiagonale von 14 Zoll und letzteres lag uns in einer deutlich stärkeren Ausstattungsvariante vor. Doch auch beim E753 gilt, dass es innerhalb der Serie ein Modell gibt, welches mit unserem Testgerät vergleichbar ist.

Gehäuse

Der maximale Öffnungswinkel beträgt knapp über 180 Grad.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt knapp über 180 Grad.
Die Displayscharniere sind robust und zuverlässig.
Die Displayscharniere sind robust und zuverlässig.

Das anthrazitfarbene Gehäuse des Lenovo ThinkPad L540 ist zwar äußerlich vollständig aus Kunststoff, hinterlässt aber auch durch seine leicht angeraute Oberfläche einen guten Eindruck. Genau wie im T440s befindet sich auf dem Displaydeckel der ThinkPad Schriftzug mit dem rot illuminierten i-Punkt. Generell erinnert das Design des Gerätes nun sehr an seinen großen Bruder. Unterschiede sind hier lediglich im Detail auszumachen.

Der Paneldeckel lässt sich mit wenig Mühe verwinden. Mit etwas Druck auf dessen Rückseite werden auch schwache Wellenbildungen auf dem Screen sichtbar. Das ist bei anderen Notebooks jedoch wesentlich stärker ausgeprägt. Verwindungsversuche der Base-Unit bleiben jedoch erfolglos, selbst ein Knarzen ist dem Unterbau nicht zu entlocken. Die Spaltmaße sind vorbildlich und liefern keinen Anlass zur Kritik. Das Notebook ist an allen Stellen sauber und gleichmäßig verarbeitet.

Die Displayscharniere sind weiterhin aus Metall gefertigt und carbonfarben. Sie halten das Panel sicher in der gewünschten Position. Bei leichten Untergrunderschütterungen konnten wir nur ein minimales Nachschwingen feststellen. Mit 2.321 Gramm ist das ThinkPad L540 zudem 300 Gramm leichter als sein Vorgänger. Außerdem ist es ein paar Millimeter schmaler geworden. Darüber hinaus ist die Tastatur spitzwassergeschützt, und das Gerät wurde Tests gemäß der MIL-STD gegen hohen Druck, Feuchtigkeit, Vibrationen, hohen wie niedrigen Temperaturen, Temperaturschwankungen, niedrigen Luftdruck (entsprechend 4.500 Höhenmetern) und Staub getestet. Hier haben die Ingenieure von Lenovo sehr gute Arbeit geleistet und das Gerät gekonnt optimiert.

Ausstattung

Auf der Unterseite befindet sich der Docking-Port.
Auf der Unterseite befindet sich der Docking-Port.

Die Anschlussausstattung des Lenovo ThinkPad L540 ist recht üppig. Der ExpressCard-Slot akzeptiert sowohl Steckkarten mit einer Breite von 54 als auch 34 mm. Zwar gibt es vier USB-Ports, doch leider entspricht nur einer davon dem aktuellen 3.0-Standard. Dieser besitzt zudem eine Ladefunktion, welche auch im ausgeschalteten Zustand aktiv ist, wenn dies zuvor im BIOS eingeschaltet wurde.

Der Kartenleser kann die gängigen Kartenformate (MMC, SD, SDHC, SDXC) verarbeiten. Eingesteckte Speichermedien verschwinden beinahe vollständig darin und werden zuverlässig arretiert, sodass man diese bedenkenlos auch mal im Slot stecken lassen kann, ohne einen Verlust befürchten zu müssen. Das optische Laufwerk liest und beschreibt DVDs in allen gängigen Formaten.

Die Positionierung der Anschlüsse ist vor allem auf der linken Seite recht dicht gedrängt. Insbesondere wenn eine ExpressCard eingesetzt ist, besteht die Gefahr, den USB-3.0-Port teilweise abzudecken. Die Verbannung der LAN-Schnittstelle auf die Rückseite des Gerätes, gefällt dagegen sehr gut. Wem die gebotenen Anschlüsse nicht ausreichen oder sein Notebook schnell und einfach ins Netzwerk integrieren möchte, hat die Möglichkeit, eine Docking-Station für das ThinkPad L540 zu erwerben. Der benötigte Port befindet sich auf der Unterseite. Ein SmartCard Reader ist optional erhältlich.

Die Front kommt ohne Anschlüsse aus.
Die Front kommt ohne Anschlüsse aus.
hinten: Schloss, USB 2.0, LAN, Power
hinten: Schloss, USB 2.0, LAN, Power
links: VGA, Mini-DisplayPort, USB 3.0, ExpressCard-Slot
links: VGA, Mini-DisplayPort, USB 3.0, ExpressCard-Slot
rechts: Audio, USB 2.0, Kartenleser, DVD, USB 2.0
rechts: Audio, USB 2.0, Kartenleser, DVD, USB 2.0

Kommunikation

Das Lenovo ThinkPad L540 kann sowohl kabelgebunden als auch drahtlos Verbindungen zu Netzwerken aufnehmen. Die Gigabit-Schnittstelle verrichtet ihre Arbeit sehr gut und gibt keinen Grund zur Beanstandung. In einem individuellen Testaufbau haben wir die Geschwindigkeit mittels NetIO gemessen. Dabei wurden Datenpakete zwischen dem Notebook und einem Desktop-PC über einen Gigabit-Switch ausgetauscht. Das L540 erreicht hierbei bis zu 111 MB/s.

Als WLAN-Modul kommt ein Intel Wireless-N 7260 zum Einsatz. Die Komponente unterstützt die IEEE-802.11-Standards b/g/n und funkt im Frequenzbereich mit 2,4 GHz. Auch wenn auf das 5,0-GHz-Frequenzband verzichtet wird, sind die Reichweiten recht gut. Bei einer Entfernung von 2,5 m zum Router (Fritz!Box 6360) erreichte das L540 ordentliche Datendurchsätze. Bei 10 Metern Abstand wuchsen die Reaktionszeiten zwar an, beim Surfen im Web war davon aber kaum etwas zu spüren. Selbst bei 20 m attestierte uns Windows noch eine gute Signalqualität, und der Seitenaufbau gelang mit leichten Verzögerungen.

Optional kann das L540 auch mit einem HSPA+-Modem ausgestattet werden. Bluetooth 4.0 ist ebenfalls vorhanden.

NetIO - LAN
NetIO - LAN
NetIO - WLAN (2,5 m)
NetIO - WLAN (2,5 m)
NetIO - WLAN (10 m)
NetIO - WLAN (10 m)

Sicherheit 

In puncto Sicherheit hat das Lenovo ThinkPad L540 ebenfalls einiges zu bieten. Neben einem Fingerabdruck-Scanner ist Intels Anti Theft an Bord. Secure Boot ist standardmäßig deaktiviert. Wer auf Windows 8 Pro setzt, kann zudem auf das TPM 2.0 und der BitLocker Laufwerksverschlüsselung zurückgreifen. Das BIOS hält zudem eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Passwort-Vergabe und Konfigurationsmöglichkeiten bereit. Ein SmartCard-Reader ist optional erhältlich.

BIOS - Main
BIOS - Main
BIOS - Config
BIOS - Config
BIOS - Config | CPU
BIOS - Config | CPU
BIOS - Config | Network
BIOS - Config | Network
BIOS - Config | Power
BIOS - Config | Power
BIOS - Config | USB
BIOS - Config | USB
BIOS - Securitiy
BIOS - Securitiy
BIOS - Securitiy | Anti Theft
BIOS - Securitiy | Anti Theft
BIOS - Securitiy | Chip
BIOS - Securitiy | Chip
BIOS - Securitiy | Password
BIOS - Securitiy | Password
BIOS - Securitiy | Secure Boot
BIOS - Securitiy | Secure Boot
BIOS - Startup
BIOS - Startup

Zubehör

Das mitgelieferte Zubehör des Lenovo ThinkPad L540 ist nicht sonderlich üppig. Neben vier Recovery-Datenträgern für Windows 8 liegt dem Gerät eine Kurzanleitung zur Sicherheit, Garantie und Einrichtung bei. Das Netzteil hat eine Nennleistung von 65 Watt (20 V, 3,25 A).

Optional sind ist eine Docking-Station sowie verschiedene Taschen und Rucksäcke für die Notebook-Serie erhältlich. Auch universales Zubehör wie Kopfhörer und Kensington Schlösser werden von Lenovo offeriert.

Wartung

Die Wartungsmöglichkeiten des Lenovo ThinkPad L540 sind gut. Auf der Unterseite des Notebooks gibt es eine leicht zu entfernende Abdeckung, die den Zugriff auf die wichtigsten Komponenten gewährt. Auch die Reinigung des Lüfters oder der Zugriff auf die CMOS-Batterie ist problemlos möglich.

Der Akku lässt sich mühelos austauschen. Wer den Energiespeicher entfernt, erhält zudem Zugriff auf den Mini-SIM-Slot. Auch ein nachträglicher Einbau eines WWAN-Moduls oder einer SSD am M.2-Slot (42 mm) ist einfach zu bewerkstelligen, da bereits alles hierfür vorbereitet ist. Von den beiden Arbeitsspeicher-Bänken ist nur eine belegt. Maximal sind 16 GB RAM möglich.

Garantie

Lenovo gewährt auf sein Notebook lediglich eine zwölfmonatige Garantie. Wer etwas mehr möchte, kann dies über diverse Service-Pakete (ab 51 Euro) erweitern. Bis zu drei Jahre Garantie, inklusive Vor-Ort-Service am nächsten Werktag und Unfallschutz (275 Euro), sind somit möglich.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Chiclet-Tastatur gehört mittlerweile zum Standard in den ThinkPads von Lenovo. Die Tasten sind großzügig dimensioniert und leicht nach innen gewölbt. Lediglich die Pfeiltasten sind etwas eng angeordnet, sodass es hier hin und wieder zu Vertippern kommen kann. Der Tastenhub ist vergleichsweise groß. Der Druckpunkt ist dennoch klar definiert und gibt ein sehr gutes haptisches Feedback. Die Klickgeräusche sind dabei kaum zu hören. Das Tastaturbett ist stabil und gibt selbst unter harten Anschlägen kaum nach. Außerdem ist nun ein vollwertiger Nummernblock vorhanden. Auf eine Hintergrundbeleuchtung hat der Hersteller jedoch leider verzichtet. In summa liefert Lenovo ein hervorragendes Eingabegerät, wie es aus den anderen ThinkPad-Modellen bereits bekannt ist.

Touchpad

Neben einem Touchpad verfügt das L540 auch über einen Trackpoint. Letzterer reagiert sehr präzise und zuverlässig. Das Touchpad ist 100 x 75 mm groß und damit sehr üppig dimensioniert. Es handelt sich dabei um das gleiche Eingabegerät wie im ThinkPad T440s und kann sowohl in puncto Gleiteigenschaften als auch Präzision absolut überzeugen. Der Druckpunkt der Maustasten ist zwar recht lang, dafür aber sehr leichtgängig und mit genauem Feedback.

Die Tastatur besitzt keine Hintergrundbeleuchtung.
Die Tastatur besitzt keine Hintergrundbeleuchtung.
großzügiger Hubweg
großzügiger Hubweg
Trackpoint
Trackpoint
Touchpad
Touchpad

Display

Das Display zeichnet sich durch seine Leuchtkraft und eine matte Oberfläche aus.
Das Display zeichnet sich durch seine Leuchtkraft und eine matte Oberfläche aus.

Das Lenovo ThinkPad L540 setzt auf ein 15,6 Zoll großes Full-HD-Panel (1.920 x 1.080 Pixel), welches eine matte Oberfläche besitzt. Das entspricht einem Seitenverhältnis von 16:9 und einer Pixeldichte von 141 ppi. Bei dem Panel handelt es sich um ein Innolux N156HGE-EA1. Das Bild wirkt gestochen scharf und der Arbeitsbereich ist dadurch angenehm groß.

Die Helligkeit liegt bei durchschnittlich 290 cd/m² und die Ausleuchtung geht mit 85 Prozent in Ordnung. Lichthöfe lassen sich nicht erkennen, doch kommt es recht schnell zu Farbveränderungen, wenn der Blickwinkel auf das Panel verändert wird. Die Helligkeit bleibt im Akkubetrieb erhalten. Die Kontrahenten sind an dieser Stelle nicht besser. Das Latitude E6540 (292 cd/m², 83 %) weist ähnliche Werte auf und das ProBook 650 (186 cd/m², 82 %) ist vor allem bei der Leuchtkraft deutlich schlechter. Außerdem löst letzteres mit 1.366 x 768 Pixeln auch niedriger auf.

305
cd/m²
286
cd/m²
285
cd/m²
302
cd/m²
303
cd/m²
285
cd/m²
309
cd/m²
268
cd/m²
264
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-Rite i1 Basic Pro 2
Maximal: 309 cd/m²
Durchschnitt: 289.7 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 303 cd/m²
Schwarzwert: 0.70 cd/m²
Kontrast: 433:1

Der Schwarzwert ist mit 0,7 cd/m² recht hoch und auch der Kontrast mit 433:1 eher durchschnittlich. An dieser Stelle kann das Notebook von Dell (0,4 cd/m², 721:1) etwas bessere Werte vorweisen.

Die RGB-Balance weist starke Abweichungen bei der Farbe Blau auf. Dies macht sich vor allem bei den Graustufen mit einem deutlichen Blaustich bemerkbar. Reinweiß hingegen hat einen leichten Rotstich. Dies ist zumindest im Auslieferungszustand der Fall, kann typischer Weise jedoch durch eine Kalibrierung abgestellt werden. Auch der ermittelte DeltaE-Wert zeigt mit einem durchschnittlichen Wert von 13 deutliche Abweichungen. In den Mischfarben setzt sich diese schlechte Farbwiedergabe fort. Hier liegt der dE im Schnitt über 11 und klettert teilweise sogar auf 20. Glücklicherweise handelt es sich um ein Office-Notebook, sodass die Farbgenauigkeit kein entscheidendes Kriterium ist. Dennoch bescheinigen die Messergebnisse dem L540 hier hohe Abweichungen. Das ProBook 650 ist in diesem Bereichen ähnlich schlecht, lediglich das Latitude E6540 liefert ab Werk sehr gute Werte von dE 6 oder besser.

Graustufen (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
Graustufen (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB, unkalibriert)
L540 vs. sRGB (70 %)
L540 vs. sRGB (70 %)
L540 vs. Adobe RGB 1998 (51 %)
L540 vs. Adobe RGB 1998 (51 %)
L540 vs. ProPhoto RGB (24 %)
L540 vs. ProPhoto RGB (24 %)
das ThinkPad L540 im Außeneinsatz
das ThinkPad L540 im Außeneinsatz

Im Außeneinsatz macht das Lenovo ThinkPad L540 eine gute Figur. Dies verdankt es neben seiner matten Displayoberfläche auch der vergleichsweise hohen Leuchtkraft. Eine Nutzung in einer hellen Umgebung steht somit nichts im Wege. Selbst im direkten Sonnenlicht ist ein Einsatz möglich, jedoch wird es auf Dauer anstrengend für die Augen.

Das im Lenovo ThinkPad L540 zum Einsatz kommende TFT-Panel ist in Sachen Blickwinkelstabilität nicht sonderlich gut. Veränderungen des Betrachtungswinkels entlang der vertikalen Achse werden prompt mit Farbinvertierungen und Helligkeitsverlust geahndet. Bei einem Einsatz auf den Schoß ist es somit hin und wieder nötig, das Display nachzujustieren. Entlang der horizontalen Achse präsentiert sich der Screen erheblich stabiler. Doch kommt es auch hier zu einem Verlust von Leuchtkraft, wenn der Blickwinkel etwas flacher wird.

Blickwinkel des L540
Blickwinkel des L540

Leistung

Die stärkere Variante des Lenovo ThinkPad L540 wird mindestens mit dem im Testsystem verbauten Intel Core i5-4200M (bis 3,1 GHz) ausgeliefert. Optional können aber auch die etwas stärkeren Varianten Core i5-4300M (bis 3,3 GHz) oder 4330M (bis 3,5 GHz) eingesetzt werden. Auch die 4 GB DDR3L Arbeitsspeicher lassen sich bereits ab Werk auf bis zu 16 GB im Dual-Channel erweitern. Wir raten auf jeden Fall zum Einsatz von mindesten 8 GB RAM im Dual-Channel-Mode, um nicht unnötig Performance zu verschenken. Aufgrund des im Testgerät knappen Arbeitsspeichers konnten wir den Benchmark SPECviewperf 12 (mindestens 8 GB) nicht durchführen.

HWiNFO64
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
GPU-Z
LatencyMon 6.00
Systeminformationen Lenovo ThinkPad L540

Prozessor

Als Prozessor kommt im Lenovo ThinkPad L540 ein Intel Core i5-4200M aus der aktuellen Haswell Generation zum Einsatz. Die CPU verfügt über einen Basistakt von 2,5 GHz für jeden ihrer beiden Kerne. Dank Hyperthreading können bis zu vier Threads gleichzeitig verarbeitet werden. Die Taktfrequenz lässt sich mittels des Turbo Boost 2.0 auf bis zu 3,1 GHz (Single-Core) beziehungsweise 3,0 GHz (Dual-Core) erhöhen.

Im Benchmark Cinebech R15 liefert der Prozessor erwartungsgemäße Werte. Im Single-Core-Test erreicht er 115 und Multi-Core-Test 294 Punkte. Der Core i3-4000M im ProBook 650 ist hier rund 18 Prozent langsamer aufgrund des fehlenden Turbos. Gegen einen Quad-Core-Prozessor, wie im Lifebook E753 (Core i7-3632QM, R15 Multi-Core: 519 Punkte) hat das Testgerät jedoch keine Chance. Erfreulich ist, dass die Prozessor-Leistung auch während des Akku-Betriebes nicht gemindert wird.

Cinebench R15: Single-Core
Cinebench R15: Single-Core
Cinebench R15: Multi-Core
Cinebench R15: Multi-Core
Cinebench R15: Multi-Core (Akku-Betrieb)
Cinebench R15: Multi-Core (Akku-Betrieb)
Cinebench R15
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE
294 Points ∼19%
HP ProBook 650 G1 H5G74E
240 Points ∼15% -18%
HP ProBook 640 G1 H5G66ET
295 Points ∼19% 0%
Wortmann Terra Mobile 1529H
298 Points ∼19% +1%
Fujitsu Lifebook E753 Premium Selection
519 Points ∼33% +77%
CPU Single 64Bit
Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE
115 Points ∼75%
HP ProBook 650 G1 H5G74E
95 Points ∼62% -17%
HP ProBook 640 G1 H5G66ET
118 Points ∼77% +3%
Wortmann Terra Mobile 1529H
118 Points ∼77% +3%
Fujitsu Lifebook E753 Premium Selection
111 Points ∼73% -3%
Legende
      Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
      HP ProBook 650 G1 H5G74E Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
      HP ProBook 640 G1 H5G66ET Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
      Wortmann Terra Mobile 1529H Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Samsung SSD 840 EVO 250GB
      Fujitsu LifeBook A544 Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545050A7E680
      Fujitsu Lifebook E753 Premium Selection Intel Core i7-3632QM, Intel HD Graphics 4000, Micron RealSSD C400 (MTFDDAK256MAM-1K12)
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.36 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
3.25 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
13.9 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
115 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
294 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
17.19 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Hilfe

System Performance

Hinsichtlich der System Performance liefert das Lenovo ThinkPad L540 einen ordentlichen Wert ab. Im Benchmark PCMark 7 erreicht es immerhin 2.805 Punkte und liegt damit vor dem HP ProBook 650 (2.569 Punkte), welches jedoch einen schwächeren Prozessor besitzt. Das Wortmann 1529H besitzt zwar die gleiche CPU und GPU, schneidet aufgrund der schnellen SSD jedoch deutlich besser ab. Generell werden Systeme mit dem schnellen Flashspeicher besser bewertet als solche mit herkömmlichen HDDs.

Gefühlt ist die Systemleitung unter Windows 7 Professional jedoch gut. Aus dem Standby erwacht das Gerät recht flott, und auch der Start von Programmen dauert nicht zu lange. Wer jedoch eine SSD als Festplatte gewöhnt ist, wird sich ausgebremst fühlen.

PCMark 7 - Score
Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE
HD Graphics 4600, 4200M, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
2805 Points ∼42%
HP ProBook 650 G1 H5G74E
HD Graphics 4600, 4000M, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
2569 Points ∼39% -8%
Wortmann Terra Mobile 1529H
HD Graphics 4600, 4200M, Samsung SSD 840 EVO 250GB
4467 Points ∼67% +59%
Dell Latitude E6540 FHD HD 8790M
Radeon HD 8790M, 4800MQ, Liteonit LCS-128M6S
4983 Points ∼75% +78%
PC Mark
PCMark 72805 Punkte
PCMark 8 Home v23008 Punkte
PCMark 8 Creative v22795 Punkte
PCMark 8 Work v24077 Punkte
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Massenspeicher

Als Massenspeicher setzt das Lenovo ThinkPad L540 auf eine herkömmliche Festplatte mit rotierenden Plattern. Die verwendete Hitachi Travelstar Z7K500 verfügt über 500 GB Speicherplatz und ist mit 7.200 U/min vergleichsweise flott. Die Zugriffszeiten sind mit 17 ms jedoch recht hoch und können einer schnellen SSD nicht annährend das Wasser reichen. Nach dem ersten Start stehen etwa 420 GB für die eigenen Daten bereit.

Das Notebook ist mit Lenovos Active Protection System (APS) ausgestattet. Das System erkennt, wenn das Gerät stürzt und bringt den Schreibkopf der Festplatte in die Parkposition, um einen Schaden am Datenträger zu vermeiden.

Wem die HDD zu klein ist, kann bereits bei der Bestellung eine 1 TB große Variante (plus 38 Euro) wählen. Diese rotiert dann jedoch mit 5.400 U/min und ist somit nominell langsamer. Außerdem steht als eine weitere Option eine 128 GB große SSD (plus 140 Euro) zur Wahl.

Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Minimale Transferrate: 30.5 MB/s
Maximale Transferrate: 133.3 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 102.8 MB/s
Zugriffszeit: 17.1 ms
Burst-Rate: 180.6 MB/s
CPU Benutzung: -1 %

Grafikkarte

Netzbetrieb HD 4600 @1.150 MHz
Netzbetrieb HD 4600 @1.150 MHz
Akkubetrieb HD 4600 @600 MHz
Akkubetrieb HD 4600 @600 MHz

Als Grafikeinheit dient dem Lenovo ThinkPad L540 die integrierte Intel HD Graphics 4600, welche über keinen eigenen Speicher verfügt, sondern diesen vom RAM abzwackt. Da im Testgerät nur eine Speicherbank belegt ist, kann der Arbeitsspeicher lediglich im Single-Channel-Mode betrieben werden, was auch die Performance der GPU negativ beeinflusst.

Der Takt der HD 4600 liegt im Testgerät zwischen 200 und 1.150 MHz. Im normalen Windows Betrieb liegt er meistens gleichmäßig bei 600 MHz. Bei den Benchmarks reizt das System die Leistung voll aus, und die Kühlung des Gerätes ist gut genug, um auch längere Lasten ohne Leistungssenkung zu bewerkstelligen. Die Werte im 3DMark erreichen ein vergleichsweise schwaches Niveau. Im Test Ice Storm erzielt das Testgerät 36.385 Punkte. Das ProBook 650 G1 schafft hier trotz dem schwächeren Prozessor 39.808 Punkte und ist damit rund neun Prozent schneller. Die reine GPU-Leistung ist beim Notebook von HP sogar 20 Prozent flotter. Hier ist vor allem der ältere Treiber des L540 ein Hemmschuh. Das Latitude E6540 läuft aufgrund der starken CPU und der dedizierten GPU außer Konkurrenz.

Im Akku-Betrieb wird die Leistung der Grafikeinheit reduziert und erreicht nur noch 600 MHz. Da es sich um ein Office-Notebook handelt, ist dies jedoch verschmerzbar.

Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE
Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Wortmann Terra Mobile 1529H
Intel Core i5-4200M, Intel HD Graphics 4600, Samsung SSD 840 EVO 250GB
HP ProBook 650 G1 H5G74E
Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Dell Latitude E6540 FHD HD 8790M
Intel Core i7-4800MQ, AMD Radeon HD 8790M, Liteonit LCS-128M6S
3DMark (2013)
4%
5%
53%
1280x720 Ice Storm Standard Score3638538275
5%
39808
9%
58386
60%
1280x720 Ice Storm Standard Graphics3796340387
6%
45689
20%
69945
84%
1280x720 Ice Storm Standard Physics3176432356
2%
27445
-14%
36992
16%
3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
4489 Punkte
3DMark 11849 Punkte
3DMark Ice Storm36385 Punkte
3DMark Cloud Gate4421 Punkte
3DMark Fire Strike524 Punkte
3DMark Fire Strike Extreme235 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Die Intel HD Graphics 4600 ist zwar deutlich schneller als ihre Vorgängerin aus der Ivy-Bridge-Generation, doch sollten an dieser Stelle keine Wunder erwartet werden. Aktuelle 3D-Titel wie Metro: Last Light machen selbst mit reduzierter Auflösung und minimalen Details keine Freude. Auch bei weniger hardwarehungrigen Spielen wie F1 2013 wird dem Auge wenig geboten.

Da es sich jedoch um ein Business-Gerät handelt, wird dies auch nicht erwartet. Für kleine Pausenklassiker wie Solitär reicht es mühelos.

min. mittelhoch max.
Metro: Last Light (2013) 161284fps
Total War: Rome II (2013) 3223186fps
F1 2013 (2013) 40262212fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Im Idle-Betrieb arbeitet das Lenovo ThinkPad L540 mit einem Schalldruck zwischen 31,9 und 32,4 dB(A). Zeitweise wird der Lüfter sogar ausgeschaltet. Dann ist bei Datenzugriffen lediglich das leise Klackern der Festplatte zu vernehmen. Es liegt damit auf einem ordentlichen Niveau und gibt keinen Grund zur Klage.

Das DVD-Laufwerk ist mit 38,4 dB(A) zwar deutlich zu hören, aber noch nicht zu laut. Als störend erweist sich jedoch, dass es permanent rotiert, sobald ein Datenträger eingelegt worden ist.

Unter Last erreicht das Notebook höchstens 36,1 dB(A) und bleibt damit angenehm ruhig und ist sogar noch etwas leiser als das schwächere ProBook 650 (max. 36,7 dB(A)). Das vergleichbar ausgestattete Wortmann Terra Mobile 1529H wird dagegen mit bis zu 47,6 dB(A) richtig laut.

Lautstärkediagramm

Idle 31.9 / 32.4 / 32.4 dB(A)
HDD 33.8 dB(A)
DVD 38.4 / dB(A)
Last 34.8 / 36.1 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Das L540 absolviert entspannt den Stresstest.
Das L540 absolviert entspannt den Stresstest.

Das Lenovo ThinkPad L540 bleibt zu jeder Zeit im Idle-Betrieb angenehm kühl und erreicht eine Oberflächentemperatur von maximal 34,5 °C auf der Unterseite im Bereich des Lüfterauslasses. Auch die Konkurrenten bleiben hier alle in einem unbedenklichen Bereich.

Unter Last steigen die Werte auf bis zu 40,8 °C an. Diese Temperatur entsteht auf der Oberseite im Bereich des Prozessors. Die Unterseite bleibt ein knappes Grad kälter. Das HP ProBook (46,1 °C) erreicht im gleichen Szenario über fünf Grad mehr. Das E6540 erreicht sogar 53,8 °C, besitzt jedoch auch erheblich leistungsstärkere Hardware. Dies stellt jedoch jeweils Extremwerte dar, welche in der Praxis nur selten erreicht werden.

Im Stresstest setzen wir das System einer dauerhaften Belastung von mindesten einer Stunde aus. Dies wird mit Hilfe der Programme Prime95 und FurMark bewerkstelligt. Positiv fällt direkt auf, dass es während des gesamten Zeitraums nicht nur stabil bleibt, sondern sowohl CPU als auch GPU mit voller Leistung operieren. Das Haswell Duett pendelt sich bei etwa 80 °C ein, was absolut unbedenklich ist. Bedenkt man die geringe Lautstärke, welche das Kühlsystem entwickelt, ist dies wirklich ein hervorragendes Ergebnis.

 31.1 °C27.8 °C25.5 °C 
 31.6 °C30.9 °C25.5 °C 
 28.6 °C31.4 °C27.2 °C 
Maximal: 31.6 °C
Durchschnitt: 28.8 °C
24.8 °C29.1 °C34.5 °C
25.2 °C30.8 °C34.4 °C
25.2 °C30.4 °C33.4 °C
Maximal: 34.5 °C
Durchschnitt: 29.8 °C
Netzteil (max.)  32.6 °C | Raumtemperatur 23.1 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die beiden Stereolautsprecher des Lenovo ThinkPad L540 eignen sich prima für die Videotelefonie. Höhen werden sauber und klar wiedergegeben, Mitten und Bässe lassen sich jedoch nur erahnen und sind kaum wahrnehmbar. Die Ausgabegeräte sind klar in Richtung Kommunikation optimiert und machen diese Aufgabe richtig gut, selbst wenn sie auf voller Lautstärke eingestellt sind, und sie können richtig laut werden.

Wer zwischendurch auch mal etwas Musik hören oder mal ein Video schauen möchte, sollte zu einem Kopfhörer greifen. Die Ausgabe über die Stereoklinke ist tadellos.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Lenovo ThinkPad L540 beläuft sich im Idle-Betrieb zwischen 9,5 und 13,4 Watt. Die Werte gehen in Ordnung, werden vom HP ProBook 650 (4,6 bis 9,4 W) jedoch deutlich unterboten. Unter mittlerer Last, welche wir mit 3DMark 06 simulieren, benötigt das Notebook 38,6 Watt. Im Stresstest steigt der Energiehunger auf fast 50 Watt an.

Das Netzteil besitzt eine Nennleistung von 65 Watt und ist ausreichend groß dimensioniert. Außerdem hat es das GS- und TÜV-Testsiegel. Leider ist die Leistungsaufnahme sowohl im Standby als auch im ausgeschalteten Zustand leicht erhöht.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.3 / 0.4 Watt
Idle 9.5 / 13.1 / 13.4 Watt
Last 38.6 / 49.5 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Der Lithium-Ionen-Akku des Lenovo ThinkPad L540 liefert 56 Wh (5.200 mAh, 10,8 V, 6 Zellen) und lässt sich binnen drei Stunden laden. Die maximale Laufzeit ermittelten wir bei minimaler Displayleuchtkraft und allen deaktivierten Verbrauchern. Mit dem Reader’s Test des Battery Eater wurde dann das Lesen eines Textes simuliert. Sechseinhalb Stunden hielt das Notebook durch. Im umgekehrten Szenario wurde die minimale Laufzeit ermittelt. Dabei wurde die Panelhelligkeit maximiert und mittels des Classic Tests des Battery Eaters der Akku entladen. Bereits nach 93 Minuten war hier Schluss.

Praxisnäher ist der Test „Surfen über WLAN“ gestaltet. Dabei wird das Display auf eine Leuchtkraft von 150 cd/m² gedimmt und, mit lediglich aktiviertem WLAN, im Browser ein Skript aufgerufen, welches alle 40 Sekunden eine neue Webseite aufruft. Knapp fünf Stunden hielt das L540 hier durch und muss sich dabei sowohl dem schwächeren ProBook 650 (55 Wh, 05:16 h) als auch dem starken Latitude E6540 (90 Wh, 06:32 h) geschlagen geben. Wem die Laufzeiten des Testgerätes nicht ausreichen, kann beim Hersteller einen stärkeren Akku erwerben, welcher satte 100 Wh (9 Zellen, 124 Euro) bereitstellt. Damit sollte jeder problemlos über einen ganzen Arbeitstag kommen. Ganz ohne Steckdose.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 31min
Surfen über WLAN
4h 58min
DVD
3h 00min
Last (volle Helligkeit)
1h 33min

Fazit

Im Test: Lenovo ThinkPad L540 (20AV002YGE).
Im Test: Lenovo ThinkPad L540 (20AV002YGE).

Mit dem ThinkPad L540 (20AV002YGE) gelingt Lenovo eine gelungene Überarbeitung des Vorgängers. Vor allem in Hinblick auf die Eingabegerät macht das gute Business-Notebook einen großen Schritt nach vorne und steht den großen Brüdern in nichts nach. Der starke Haswell-i5 sorgt für eine prima Anwendungsperformance, bleibt dabei stets angenehm leise und wird nicht zu warm. Auch die Sicherheitsausstattung kommt nicht zu kurz und unterstützt die gängigen Features. Die ohnehin schon üppige Schnittstellenausstattung kann noch durch eine Docking-Station erweitert werden.

Auf der Gegenseite steht vor allem das eher schwache Display. Die Blickwinkelstabilität gerät manchmal zum Ärgernis. Dafür ist auch der Einsatz im Freien problemlos möglich. Außerdem stört das dauerrotierende DVD-Laufwerk, sobald ein Datenträger eingelegt wurde. Das optionale Flashlaufwerk würde der Systemperformance sicherlich gut tun, ist leider jedoch recht klein. Schade ist zudem, dass die tolle Tastatur nicht hintergrundbeleuchtet ist.

Dennoch ist das Lenovo ThinkPad L540 im Vergleich zum HP ProBook 650 G1 und dem Dell Latitude E6540, in einer angepassten Ausstattungsvariante, für unter 1.000 Euro das bessere Business-Notebook und überzeugt vor allem mit einer prima Verarbeitung und erstklassigen Eingabegeräten.

Testgerät zur Verfügung gestellt von ...

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Im Test: Lenovo ThinkPad L540 (20AV002YGE). Testgerät zur Verfügung gestellt von:
Im Test: Lenovo ThinkPad L540 (20AV002YGE). Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE

:: Prozessor
:: Mainboard
:: Speicher
4096 MB, Samsung M471B5173QH0-YK0, PC3-12800 DDR3, 1.600 MHz, ein Slot frei, max. 16 GB
:: Grafikkarte
Intel HD Graphics 4600, Kerntakt: 600 - 1150 MHz, shared memory, 9.18.10.3272
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, Innolux N156HGE-EA1, TN LED, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630, 500 GB 7200 U/Min , 420 GB verfügbar
:: Soundkarte
Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
1 Express Card 34mm, 1 Express Card 54mm, 3 USB 2.0, 1 USB 3.0, 1 VGA, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: kombinierte Kopfhörer- und Mikrofonklinke, Card Reader: MMC, SD, SDHC, SDXC, 1 Fingerprint Reader,
:: Netzwerkverbindungen
Intel I217-V (ClarkvilleV) Network Adapter (10/100/1000MBit), Intel Wireless-N 7260 (b g n ), 4.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
DVD +/- RW Double Layer
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 31 x 377 x 247
:: Gewicht
2.321 kg Netzteil: 0.233 kg
:: Akku
56 Wh Lithium-Ion, 5.200 mAh, 10,8 Volt
:: Preis
730 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional (64 Bit) + Windows 8 Pro (64 Bit)
:: Sonstiges
Webcam: 720p (1.280 x 720 Pixel), Lautsprecher: zwei Stereolautsprecher, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, Netzteil (65 Watt, 20 Volt, 3,25 Ampere), Windows-Datenträger, Lenovo ThinkVantage Tools, Lenovo Device Experience, Microsoft Office und Norton IS 2014 (beide 30-Tage-Testversionen), WiDi, Intel Anti Theft, TPM 2.0

 

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Das L540 besitzt ein 15,6 Zoll großes Display.
Das L540 besitzt ein 15,6 Zoll großes Display.
Die Paneloberfläche ist matt.
Die Paneloberfläche ist matt.
Das L540 lässt sich weit öffnen.
Das L540 lässt sich weit öffnen.
Der Power-Button ist beleuchtet.
Der Power-Button ist beleuchtet.
Ein Fingerabdruck-Scanner ist ebenfalls an Bord.
Ein Fingerabdruck-Scanner ist ebenfalls an Bord.
Die Scharniere sind solide und zuverlässig.
Die Scharniere sind solide und zuverlässig.
Die Unterseite ist recht anfällig für Fingerabdrücke.
Die Unterseite ist recht anfällig für Fingerabdrücke.
Einen Docking-Port gibt es ebenfalls.
Einen Docking-Port gibt es ebenfalls.
Das optische Laufwerk kann gewechselt werden, ohne das Gehäuse zu öffnen.
Das optische Laufwerk kann gewechselt werden, ohne das Gehäuse zu öffnen.
Der Akku lässt sich leicht entnehmen.
Der Akku lässt sich leicht entnehmen.
Der Mini-SIM-Slot verbirgt sich unter dem Akku.
Der Mini-SIM-Slot verbirgt sich unter dem Akku.
Die Wartungsklappe ist einfach zu öffnen.
Die Wartungsklappe ist einfach zu öffnen.
Ein 3G-Modul kann auch nachträglich noch integriert werden.
Ein 3G-Modul kann auch nachträglich noch integriert werden.
Die CMOS-Batterie ist gut zu erreichen.
Die CMOS-Batterie ist gut zu erreichen.
Eine RAM-Bank ist noch frei.
Eine RAM-Bank ist noch frei.
Windows 8 liegt auf vier Datenträgern bei.
Windows 8 liegt auf vier Datenträgern bei.
Das Netzteil hat eine Nennleistung von 65 Watt.
Das Netzteil hat eine Nennleistung von 65 Watt.
Es besitzt alle gängigen Testsiegel.
Es besitzt alle gängigen Testsiegel.
Der Akku liefert 56 Wh.
Der Akku liefert 56 Wh.
CrystalDiskMark
CrystalDiskMark
HD Tune
HD Tune

Ähnliche Geräte

Links

Preisvergleich

Pro

+Sehr gute Eingabegeräte
+Prima Verarbeitung
+Flotte Anwendungsleistung
+Üppige Schnittstellenausstattung inklusive Docking-Port
+umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten
+Viele Sicherheitsfeatures
+Wahlweise Windows 7 Professional oder Windows 8 Pro installierbar
+Angenehm leise
 

Contra

-Dauerrotierendes DVD-Laufwerk, sobald ein Datenträger eingelegt wird
-Schwache Blickwinkelstabilität und Farbwiedergabe des Displays
-Hoher Schwarzwert
-Tastatur nicht beleuchtet

Shortcut

Was uns gefällt

Verarbeitung und die Qualität der Eingabegeräte liegen auf dem Niveau der teureren ThinkPads und können überzeugen. Außerdem wird eine üppige Ausstattung geboten.

Was wir vermissen

Eine Hintergrundbeleuchtung für die sehr gute Tastatur wäre das Sahnehäubchen gewesen, ist aber leider dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Was uns verblüfft

Leider ist das Display enorm anfällig gegenüber Veränderungen des Betrachtungswinkels. Wer das Gerät auf dem Schoß nutzt, wird sicherlich hin und wieder mal nachjustieren müssen. Außerdem ist der Blaustich im Auslieferungszustand sehr ärgerlich.

Die Konkurrenz

Die Konkurrenz-Notebooks sind HP ProBook 650 G1, Dell Latitude E6540, Fujitsu Lifebook E743 und E753.

Bewertung

Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE
18.03.2014 v4
Daniel Schmidt

Gehäuse
89 / 98 → 91%
Tastatur
90%
Pointing Device
86%
Konnektivität
80%
Gewicht
61 / 67 → 87%
Akkulaufzeit
82%
Display
74%
Leistung Spiele
68 / 85 → 80%
Leistung Anwendungen
91%
Temperatur
90%
Lautstärke
86%
Audio
68%
Kamera
42 / 85 → 49%
Durchschnitt
77%
84%
Office *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Daniel Schmidt, 18.03.2014 (Update: 16.05.2014)