Test MSI CR630 Notebook

Sebastian Jentsch, 29.11.2010

Plastik-Book. Viele Unzulänglichkeiten und wenige handfeste Vorteile bilden das Fazit des Kampfpreis-Laptops für 370 Euro. Bevor wir uns an der Anschlussvielfalt erfreuen, rutschen die Hände erst einmal über ein spiegelglattes Chassis. Kennen sie schon den: AMD V-Series V120 CPU?

MSI CR630-V1225FD: Hat der 15.6-Zoller mehr als nur eine gute Anschlusspositionierung zu bieten?
MSI CR630-V1225FD: Hat der 15.6-Zoller mehr als nur eine gute Anschlusspositionierung zu bieten?

Billige Laptops verkaufen sich nach wie vor bestens. Gerade vor Weihnachten, wenn Papa und Oma dem Nachwuchs den einen oder anderen Euro in Aussicht stellen, bricht die Saison der Billig-Laptops an.

Da es uns bislang nicht gelang, den Preisbrecher HP Compaq Presario CQ56-103SG (XH187EA) zu ergattern (299 Euro), haben wir uns die ähnliche Konfiguration in Form eines MSI CR630-V1225FD bestellt (CPU+GPU).

Ein einfacher Bürofreund für 370 Euro? Auf unnützen Schnick-Schnack wie eine dedizierte Grafik (IGP ATI HD 4270) wurde verzichtet, ebenso auf die verschwenderische Leistung von zwei Rechenkernen. Beim AMD V120 (2.20GHz) ist klassische Single-Core Performance am Start – was nicht grundsätzlich schlecht sein muss. Auf den niedrigen Preis kommt das CR630, weil es ohne Betriebssystem ausgeliefert wird (Free DOS).

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Hochglänzende Handauflage
Hochglänzende Handauflage
Nachgebende Flächen (Bodenplatte)
Nachgebende Flächen (Bodenplatte)

Aus dem bunt lackierten Notebook-Karton fällt ein schwarzer 15.6-Zoller mit dezentem Streifen-Look (Cross-Hatch Design). Fingerabdrücke sind prompt an allen Ecken und Enden des Laptops zu finden, eine Tatsache, der man sich vor dem Kauf bewusst sein sollte.

Auf Druck und Verwindungen reagiert der Deckel mit deutlichem Nachgeben. Die Fläche gibt sich nicht anders. Die Scharniere halten die Klappe zwar sicher, ein Nachwippen können Sie aber nicht vollständig verhindern. Der maximale Aufklappwinkel beträgt ungewöhnlich weite 185 Grad. Die Gelenke sitzen fest am Gehäuse, es ist aber sichtbar, dass Bewegungen das Chassis geringfügig verziehen.

Die Druckstabilität der Arbeitsumgebung geht nur auf der glatten Handauflage in Ordnung. Das Tastenfeld federt auf kompletter Breite ein klein wenig ein, was für ein schwammiges Tippgefühl sorgt. Die Areale der Bodenplatte sind im Wesentlichen fest, nur auf die Lüftungsgitter aus Kunststoff und auf das optische Laufwerk sollte man nicht zu stark drücken. Hier dellt sich die Fläche deutlich ein.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Rückseite: USB, HDMI, eSATA, VGA
Rückseite: USB, HDMI, eSATA, VGA

Mit dem MSI CR630 wandern alle Anschlüsse eines guten Allrounders auf den heimischen Schreibtisch oder ins Wohnzimmer. Die linke und die rechte Seite wirken befremdlich, denn gerade mal USB-Port (rechts) und Ethernet, ExpressCard34, Kartenleser, Audio (links) sehen wir dort. MSI frönt den alten Laptop-Traditionen und bringt die gebräuchlichsten Anschlüsse wieder auf die Rückseite. Das hoch sitzende Scharnier, sowie ein unter der Handauflage sitzender Akku, machen diese Seltenheit möglich.

Rückseitig finden wir die wohl am häufigsten genutzten Anschlüsse. VGA (D-Sub) für das externe TFT, HDMI für den Fernseher (oder TFT) und zwei USB-2.0-Steckplätze für Peripherie (mit eSATA kombiniert).

Highlight der Preisklasse ist neben eSATA der ExpressCard34-Schacht für Erweiterungskarten. Selbst manche Multimedia-Boliden jenseits der 1.000 Euro lassen diesen Karteneinsatz vermissen. Beim CR630 ist das technische Erweitern mit USB 3.0, FireWire oder anderen Controllern möglich. Bleibt nur die Frage, ob das bei einem derart leistungsschwachen Notebook überhaupt relevant ist.

Frontseite: Keine Anschlüsse
Frontseite: Keine Anschlüsse
Linke Seite: Ethernet, Line-Out, Mikrofon, CardReader, ExpressCard34
Linke Seite: Ethernet, Line-Out, Mikrofon, CardReader, ExpressCard34
Rückseite: Kensington Lock, AC, VGA, HDMI, eSATA/USB, USB 2.0
Rückseite: Kensington Lock, AC, VGA, HDMI, eSATA/USB, USB 2.0
Rechte Seite: USB 2.0, DVD Multibrenner
Rechte Seite: USB 2.0, DVD Multibrenner

Kommunikation

Das Funkmodul hört auf den Namen Atheros AR9285 802.11n (120-240 Mbit), welche den aktuellsten Sendestandard DraftN unterstützt. Bluetooth ist nicht an Bord. Wer lieber das Kabel nutzt, dem steht die maximale Bandbreite mit 1000 MBit/s zur Verfügung. Der Realtek PCIe GBE Family Controller beherrscht Gigabit Ethernet.

Zubehör

Als Datenträger liegt nur eine Treiber-CD bei. Windows 7 muss separat erworben werden, denn als Pseudo-Betriebssystem ist lediglich Free DOS vorinstalliert. Wir haben geschwind Windows 7 Home Premium 64 Bit installiert. Vorteil: Es gibt keine Bloatware auf dem System. Im Karton befinden sich zudem eine Garantiekarte und eine Schnellstart-Anleitung.

Garantie

Anders als bei den günstigsten Notebooks anderer Hersteller (im Test HP 625, 12 Monate Einsendeservice) gewährt MSI eine 24 Monate Collect & Return Garantie.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Für Vielschreiber ist die Tastatur nur bedingt geeignet. Beim Tippen zeigen die Tasten einen knappen Hub, einen undifferenzierten Druckpunkt und einen federnden Anschlag. Fehleingaben auf Grund der winzigen Enter/rechte Shift-Tasten waren in unserem Praxistest an der Tagesordnung. Die Tasten sind im Vergleich zum Standard-Keyboard sehr klein.

Die Pfeiltasten hat der Hersteller unter die Enter-Taste und neben Shift gezwängt, was Fehleingaben an dieser Stelle häufiger werden lässt. Lobenswert ist die deutliche, weiße Beschriftung der Tasten. Ein Ziffernblock im Standard-Layout hilft bei der Eingabe von Zahlen und bei der Bedienung des Taschenrechners.

Touchpad

Das Synaptics V6.2 Touchpad setzt die schwache Kür fort. Das Pad ist in die Handauflage integriert und liegt in einer kleinen, nicht glänzenden Mulde. Den Cursor können wir zielsicher über das bis in die Ränder sensible Pad steuern. Das Zoomen oder Rollen mit einem Finger über horizontale und vertikale Scrollbars funktioniert (nicht optisch markiert).

Wer aber mit den üblichen Finger-Gesten (Multi-Touch) steuern will, der wird enttäuscht. Die Eingabe beherrscht kein Multi-Touch. Der Zoom mit zwei Fingern oder das Blättern mit einer wischenden Bewegung ist also nicht möglich. Ein Dorn im Auge waren uns die beiden vertieft in einer Mulde liegenden Maustasten (rechts und links unter einem Balken). Sie haben einen geringen Tastenhub und wir müssen mit zu viel Kraft auf sie eindrücken. Die Freude über das leise Klick-Geräusch ist damit verflogen.

Ziffernblock
Ziffernblock
Pfeiltasten
Pfeiltasten
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

MSI verbaut ein WXGA-Panel mit nativen 1.366 x 768 Pixeln. Die 16:9-Anzeige (nicht auslesbar, Hersteller CPT - Chunghwa Picture Tubes) ist nicht entspiegelt und sorgt bei ungünstigem Hintergrundlicht für Reflexionen. Der Kontrast der Anzeige ist mit 172:1 sehr gering. Der gemessene Schwarzwert liegt bei 1.03 cd/m². Hier kann auch das farbfreundliche Glare Type Finish nicht über den gräulichen Schimmer (schwarze Fläche) hinwegtäuschen.

Auf Seiten des Farbraumes hat das CPT-Panel ebenfalls keine Vorteile zu bieten. Im Vergleich zu einem guten Consumer-Display, wie im Sony Vaio VPC-EB3Z1E (t), muss sich das CR630 geschlagen geben.

ICC CR630 vs. AdobeRGB
ICC CR630 vs. AdobeRGB
ICC CR630 vs. sRGB
ICC CR630 vs. sRGB
ICC CR630 vs. Sony Vaio EB3Z1E
ICC CR630 vs. Sony Vaio EB3Z1E
168
cd/m²
169
cd/m²
176
cd/m²
171
cd/m²
177
cd/m²
182
cd/m²
179
cd/m²
185
cd/m²
192
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 192 cd/m²
Durchschnitt: 177.7 cd/m²
Ausleuchtung: 88 %
Helligkeit Akku: 177 cd/m²
Schwarzwert: 1.03 cd/m²
Kontrast: 172:1

Das Display verteilt die Helligkeit immerhin gleichmäßig über das Panel (88%). Mit dem Auge sind keine Unterschiede erkennbar. Im unteren Feld ist das Panel mit bis zu 185 cd/m² am hellsten. Links oben fällt die Helligkeit auf bis zu 168 cd/m² ab. Der Durchschnitt liegt bei 177 cd/m², viel zu wenig für den Einsatz unter hellem Tageslicht.

Die Anzeige ist für den Außengebrauch aus zwei Gründen ungeeignet, die spiegelnde Eigenschaft und die geringe Helligkeit. Starke Reflexionen behindern fast immer die Sicht und zwingen zur Suche nach einem passenden Blickwinkel.

Ansicht von links, Sonne direkt
Ansicht von links, Sonne direkt
Ansicht von rechts, Sonne direkt
Ansicht von rechts, Sonne direkt
Ansicht frontal, Sonne direkt
Ansicht frontal, Sonne direkt

Bei den Blickwinkeln haben Nutzer nur in der Horizontalen einen Spielraum von gerade mal 40 Grad. Weichen die Augen nach oben oder unten ab (vertikal), dann verblassen die Farben bereits ab 15 Grad deutlich. Wollen sich mehrere Personen einen Film ansehen, wird es zu Sicht-Schwierigkeiten kommen.

Blickwinkel MSI CR630-V1225FD
Blickwinkel MSI CR630-V1225FD

MSI rüstet seinen günstigen 15.6-Zoller mit dem Single-Core AMD V120 (2.2 GHz) aus. Der Einsteiger-Prozessor besitzt lediglich einen L2-Cache von 512 KB. Die so genannte V-Series ist mit den Athlon II P- und N-Modellen verwandt und bildet das untere Ende der AMD Standard Prozessoren für Notebooks (was der Celeron bei Intel).

Die CPU mit einem TDP von 25 Watt sitzt auf dem AMD Chipsatz RS880M und wird von 2.048 MB DDR3 Arbeitsspeicher unterstützt. Von zwei RAM-Sockeln ist nur einer belegt.

Die ATI Radeon HD 4270 (IGP) besitzt laut GPU-Z eigene 256 MB DDR2 Speicher. Das wäre per Sideport theoretisch möglich, ist aber eine falsche Angabe des Tools. Die HD 4270 zwackt sich einen Teil des Systemspeichers ab. Im BIOS kann die „UMA Frame Buffer Size“ auf 32, 64, 128, 256 (Voreinstellung), 512MB limitiert werden. Die verfügbare RAM-Kapazität erhöht sich um zirka 350 MB, wenn auf 32 MB limitiert wird. Die HD 4270 hilft dem Prozessor durch einen Video-Dekodierer (UVD 2) bei HD Videos (MPEG-2, H.264, VC-1).

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ ATI HD 4270
DPC Latency Checker Idle, keine Latenzen
DPC Latency Checker WLAN On/Off, kurze Latenzen
 
Systeminformationen MSI CR630-V1225FD
AMD V-Series V120 (2.2 GHz)
AMD V-Series V120 (2.2 GHz)

Bei den Prozessor-Benchmarks vergleichen wir den AMD V120 (2.2 GHz) mit Intels Low-End-Prozessoren vom Schlage Celeron und Pentium. Diese bilden dasselbe Preissegment ab und sind in Laptops bis 450 Euro zu finden. Der Single-Core Render-Test des Cinebench R10 32Bit (V120: 1.858) lässt den Celeron 900 (2.2 GHz, 2.140) und den Celeron-M 585 (2.16 GHz, 2.062) etwas besser dastehen.

Gängige Zweikerner im untersten Preisbereich sehen im Single-Core Rechnen nicht viel besser aus: Pentium P6000 (2.046) und Pentium T4500 (2.306). Wenn letztere aber auf beiden Kernen rechnen, dann rennen sie den Single-Core Prozessoren davon: Pentium P6000 (3.900) und Pentium T4500 (4.337). Der Abstand zum Core i3-330M (2.16 GHz) ist allerdings gigantisch: 5.000 Punkte.

3.7
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
4.3
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.5
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
3.7
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
5.3
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.7
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
1858
Cinebench R10 Shading 32Bit
2220
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
2144 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
2219 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
3.78 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
0.58 Points
Hilfe
PC Mark
PCMark 052964 Punkte
PCMark Vantage2360 Punkte
Hilfe

Cinebench R10 ist ein rein synthetischer Test, der andere leistungsrelevante Komponenten außen vor lässt. Der PC Mark 2005 bezieht alle Komponenten des Computers, inklusive dem DDR3-RAM, der Festplatte und der HD 4270, ein. 2.964 Punkte sind das Resultat der Bemühungen. Ein System mit Celeron M 900 (2.2 GHz, 2.586) steht etwas schlechter da (Acer Extensa 5230E), was an der schwächeren Intel GMA 4500 liegt.

Den PCMark Vantage absolviert das MSI CR630 mit 2.360 Punkten. Hierfür haben wir keinen Vergleichswert für einen Celeron M 900. Pentium P6000- (3.616) und T4500-Syteme (3.576) können aber den Vorteil ihrer zwei Kerne und des größeren L2-Cache deutlich ausspielen. Diese Prozessoren kosten aber auch etwas mehr Geld.

Wer als AMD-Fan keine Intel-Alternative sehen will, der kann aber auch zum Athlon II P320 greifen. Der Zweikerner erringt im PCMark Vantage respektable 3.567 Punkte (HD 4250, HP Compaq Presario CQ62-A04sg). Das CR630 mit dieser CPU kostet allerdings 100 Euro mehr (CR630-P3443W7P).

Die erlebte Anwendungsperformance ist beim Bedienen weniger und einfacher Anwendungen flott genug. Als mobile Surf-Maschine gibt es keine Bedenken. Sofern aber eine Applikation die CPU stark beansprucht, geht die Geschwindigkeit der anderen Anwendungen deutlich zurück und es kommt zu Wartezeiten.

3D Mark
3DMark 033668 Punkte
3DMark 052926 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
1402 Punkte
3DMark Vantage230 Punkte
Hilfe
WDC Scorpio Blue WD2500BEVT-22A23
Minimale Transferrate: 29.2 MB/s
Maximale Transferrate: 75.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 57.6 MB/s
Zugriffszeit: 18.7 ms
Burst-Rate: 98.5 MB/s
CPU Benutzung: 1 %

Die Western Digital Festplatte (Typ WD2500BEVT-22A23) mit einer Bruttokapazität von 250 GByte hat nur durchschnittliche Übertragungsraten von 57 MB/s (sequentielles Lesen, HD Tune). Aktuelle Notebook-Festplatten, ebenfalls mit 5.400 U/Min, erreichen 65 bis 70 MB/s.

Relativ hoch fällt die Burst Rate mit 98 MB/s aus. Dieser Wert beschreibt das Datenvolumen, das binnen einer Sekunde aus dem Cache der HDD gelesen werden kann. Der Crystal DiskMark 3.0 ermittelt auf Grund einer anderen Testroutine 69 MB/s (Lesen), ebenfalls im Vergleich dieses Benchmarks ein eher unterdurchschnittlicher Wert.

WD2500BEVT-22A23 250GB 5.400rpm
WD2500BEVT-22A23 250GB 5.400rpm
HD Tune 57.6 MB/s Lesen
HD Tune 57.6 MB/s Lesen
Crystal DiskMark 68.9 MB/s Lesen
Crystal DiskMark 68.9 MB/s Lesen

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Beim E-Mails-Schreiben, Surfen oder Musikhören läuft der Lüfter in geringen Drehzahlstufen konstant, geht aber niemals aus. Im Betrieb ohne Last messen wir 35.7 dB(A). Die Festplatte ist bei Aktivität kaum über dem Grundpegel hörbar: 32.9 dB(A).

Unter einem 3DMark2006, bzw. konstanter GPU-Höchstlast (Furmark), dreht der Lüfter etwas auf: 36.4 dB(A). Es gibt keine Schwankungen. Der zivilisierte Eindruck der Lüftersteuerung setzt sich im Stresstest (Furmark & Prime95) über zwei Stunden fort. Jetzt dreht die Kühlung auf deutliche aber konstant brummende 40.2 dB(A) auf.

Lautstärkediagramm

Idle 32.6 / 32.7 / 32.7 dB(A)
HDD 32.9 dB(A)
DVD 34.4 / dB(A)
Last 36.4 / 40.2 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)
Stresstest: CPU max. 56 Grad
Stresstest: CPU max. 56 Grad

Temperatur

Im Leerlauf liegt die durchschnittliche Temperatur der Ober- und Unterseite bei nicht einmal 25 Grad. Die Handauflage bleibt im unkritischen blauen Bereich. Erst bei starker Belastung ändern sich einige Bereiche in Richtung Rot. Das Infrarot Thermometer ermittelt während des Stresstests auf der Oberseite maximal 32.5 Grad. Das sorgt noch nicht einmal für warme Finger. Die Unterseite erreicht unter Stress in der Nähe des Luftauslasses 40 Grad. Auf Grund der immer noch überwiegend blauen Areale liegen die Durchschnittstemperaturen bei unter 30 Grad. Hier gibt es nichts zu meckern.

Max. Last
 32.5 °C28.9 °C24.3 °C 
 32 °C32.1 °C23.6 °C 
 31.4 °C31.2 °C22.3 °C 
Maximal: 32.5 °C
Durchschnitt: 28.7 °C
23.6 °C29 °C40.3 °C
23.8 °C33.6 °C29.6 °C
21.5 °C31.2 °C29.2 °C
Maximal: 40.3 °C
Durchschnitt: 29.1 °C
Netzteil (max.)  41.5 °C | Raumtemperatur 19.8 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Stereo-Lautsprecher befinden sich unter der Handballenauflage und liegen relativ dicht beieinander. Dort beschallen sie direkt die Tischplatte. Was bei den Ohren ankommt ist fast so dumpf und entfernt, wie unter einem Kopfkissen erstickte Lautsprecher. Gesang ist höchst unklar. Die Soundverbesserungen (Virtual Surround etc.) ändern an dem mittenlastigen Klangbild kein Stück. Was fehlt ist Klarheit und Ausgewogenheit. Die maximale Lautstärke ist zudem gering.

Die Lösung liegt in externen Boxen, die an den 3.5 Millimeter Klinke-Ausgang angeschlossen werden. Das hört sich nicht nur viel besser an, sondern klingt auch vollkommen rauschfrei (Hörtest – keine Messung).

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Bei günstigen Laptops werden bei manchen Leuten die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der Akkulaufzeiten wach. Wir können aber entwarnen, das MSI CR630 verabschiedet sich mit einer passablen Akkulaufzeit aus dem Test. Knapp drei Stunden sind es beim Surfen im Internet (WLAN-Test, 171 Minuten).

Das ist für einen 15.6-Zoller mit 4.400 mAh Akku (49 Wh) eine gute Laufzeit. Andere günstige Kontrahenten wie das Lenovo IdeaPad G560-M277QGE (151 Minuten), das HP Compaq Presario CQ62 (204) oder das Fujitsu LifeBook A530 (178 Minuten) stehen mit ihren Zweikern-CPUs (Intel/AMD) etwa auf gleichem Niveau.

Bis das mobile Vergnügen losgeht, vergehen aber erst einmal 127 Minuten für die vollständige Ladung des Akkus. Danach können wir eine DVD einlegen und einen Film genießen. Der Spaß endet nach 115 Minuten, was gerade für einen langen Film reicht.

Wenn der 25-Watt-TDP (CPU) unter Last ausgereizt wird, dann schrumpft die Laufzeit auf 68 Minuten (Classic-Test). Das Gegenteil passiert im Leerlauf bei minimiertem Stromverbrauch ohne Tätigkeit des Nutzers. Erst nach 226 Minuten geht das CR630 aus.

Laden 127min.
Laden 127min.
WLAN 171min.
WLAN 171min.
DVD 115min.
DVD 115min.
Last 68min.
Last 68min.
Leerlauf 226min.
Leerlauf 226min.
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
3h 46min
Surfen über WLAN
2h 51min
DVD
1h 55min
Last (volle Helligkeit)
1h 08min

Der Idle-Energiehunger liegt bei lediglich 13.9 Watt. Das hört sich nach wenig an, angesichts der geringen Leistung des AMD-V120-Systems erscheint die Energieaufnahme aber als hoch. Selbst ein um zwei Leistungsklassen stärkerer Intel Core i3 liegt bei 12.8 Watt (Lenovo IdeaPad G560) oder 14.8 Watt (Fujitsu LifeBook A530).

Je nach Energieeinstellungen (Ausbalanciert, Höchstleistung, Helligkeit TFT, Funkmodule On/Off) kann sich die Idle-Energieaufnahme auf bis zu 23.4 Watt erhöhen. Während Belastung steigt der Energiehunger auf 44 Watt (3DMark06, GPU) bzw. 47 Watt (Prime95, Furmark, CPU + GPU).

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 0.4 Watt
Idle 13.9 / 18.2 / 23.4 Watt
Last 44.3 / 47 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 960

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das MSI CR630-V1225FD weiß nicht so recht, wohin es will. Als Office-Notebook verbietet es sich auf Grund der nicht entspiegelten Anzeige und den schlechten Eingabegeräten. Andererseits hätten die ideale Position der Anschlüsse (Rückseite) und die gute Ergonomie (geringe Abwärme, Temperatur) perfekt zum Office-Begleiter gepasst. Die Laufzeit von knapp drei Stunden (WLAN-Test) ist zudem solide.

Zum Entertainer passt die schwache Hardware aus AMD V-Series V120 (2.2 GHz) und ATI Radeon HD 4270 (IGP) nicht. Weder Spiele noch Videokonvertierung gehen hier flüssig von statten. Hinzu kommen dumpf klingende Lautsprecher und die mit 250GB kleine Festplatte. Auf der anderen Seite hätten die vielfältigen Anschlüsse (eSATA, ExpressCard) durchaus zu einem solidem Multimedia-Gerät gepasst.

Weitere Nachteile sehen wir bei der Verarbeitung des hochglänzenden Kunststoff-Gehäuses. Der Deckel ist biegsam und die Bodenplatte lässt sich mancherorts eindellen. Ungenaue Spaltmaße entsorgen dann den Rest von Wertigkeit. Das Gehäuse ist nicht grundsätzlich instabil oder schlecht, Konkurrenzprodukte ohne Hochglanz-Feeling und Biegsamkeit sind aber deutlich besser (Siehe HP 625).

Zum Kauf können wir den CR630 nicht empfehlen. Wer die schwache Leistung des AMD V120 akzeptiert, der kann genauso gut einen HP Compaq Presario CQ56-103SG (XH187EA) für 299 Euro kaufen und sich für 18 Euro einen Gigabyte RAM nachrüsten. Wer mehr Leistung will, der bekommt schon für 320 Euro einen HP 625 mit Athlon II P320 (2x 2.10GHz) und mattem Gehäuse. Die einzigen echten Argumente bleiben die gut durchdachten Anschlüsse auf der Rückseite und eSATA. Letzteres kann beim HP 625 aber auch nachgerüstet werden (per ExpressCard).

» Das MSI CR630 ist derzeit ab 449,- bei Notebook.de erhältlich

MSI CR630-V1225FD: Die spiegelnden Flächen schreien nach einem Putztuch.
MSI CR630-V1225FD: Die spiegelnden Flächen schreien nach einem Putztuch.
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Im Test: MSI CR630-V1225FD, zur Verfügung gestellt von:
Im Test:  MSI CR630-V1225FD

Datenblatt

MSI CR630-V1225FD

:: Prozessor
:: Mainboard
AMD M785
:: Speicher
2048 MB, PC3-10600
:: Grafikkarte
ATI Radeon HD 4270, Kerntakt: 590 MHz, 8.720.0.0
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:10, 1366x768 Pixel, CPT, spiegelnd: ja
:: Festplatte
WDC Scorpio Blue WD2500BEVT-22A23, 250 GB 5400 U/Min 5400rpm
:: Soundkarte
ATI RS690 HDMI @ ATI SB800
:: Anschlüsse
1 Express Card 34mm, 3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, 1 eSata, Audio Anschlüsse: Line-Out, Mikrofon, Card Reader: SD/MMC/MS/xD,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Atheros AR9285 Wireless Network Adapter (b g n )
:: Optisches Laufwerk
HL-DT-ST DVDRAM GT32N
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 35 x 374 x 247
:: Gewicht
2.415 kg Netzteil: 0.252 kg
:: Akku
49 Wh Lithium-Ion, 11.1V 4400mAh
:: Betriebssystem
FreeDos
:: Sonstiges
Webcam: 1.3MP, 24 Monate Garantie

 

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Das CR630 von MSI ist ein einfach gestrickter 15.6-Zoller.
Das CR630 von MSI ist ein einfach gestrickter 15.6-Zoller.
Ungenaue Spaltmaße, wie hier am Luftauslass, künden von schlechter Verarbeitung des Chassis.
Ungenaue Spaltmaße, wie hier am Luftauslass, künden von schlechter Verarbeitung des Chassis.
Das kleine Netzteil wiegt lediglich 252 Gramm.
Das kleine Netzteil wiegt lediglich 252 Gramm.
Es liefert 65 Watt und ist unter Höchstlast nicht überfordert.
Es liefert 65 Watt und ist unter Höchstlast nicht überfordert.
Die Unterseite beherbergt ein Akku-Fach und eine große Wartungsklappe.
Die Unterseite beherbergt ein Akku-Fach und eine große Wartungsklappe.
Am entnehmbaren 49 Wattstunden Akkumulator
Am entnehmbaren 49 Wattstunden Akkumulator
befindet sich ein Standfuß. Ohne Akku kippelt das Notebook demnach.
befindet sich ein Standfuß. Ohne Akku kippelt das Notebook demnach.
Mittig im Bild, die Heatpipe für die Kühlung von CPU und Chipsatz.
Mittig im Bild, die Heatpipe für die Kühlung von CPU und Chipsatz.
Das WLAN-Modul steckt als mini PCI Express auf dem Mainboard.
Das WLAN-Modul steckt als mini PCI Express auf dem Mainboard.
Das einzelne RAM-Modul ist einfach zu erreichen, ein Sockel ist unbesetzt.
Das einzelne RAM-Modul ist einfach zu erreichen, ein Sockel ist unbesetzt.
Das Testgerät wurde ohne Betriebssystem ausgeliefert (Free DOS).
Das Testgerät wurde ohne Betriebssystem ausgeliefert (Free DOS).
trifft auf ein straff sitzendes Scharnier.
trifft auf ein straff sitzendes Scharnier.
Ein nachgebendes Tastenbett,
Ein nachgebendes Tastenbett,
Eine Batterie deutlich blinkender Lämpchen zeigt Aktivität an (WLAN, HDD, Num-Lock etc.).
Eine Batterie deutlich blinkender Lämpchen zeigt Aktivität an (WLAN, HDD, Num-Lock etc.).
Optisch will der Kunststoff-Bolide aber ganz vorn dabei sein
Optisch will der Kunststoff-Bolide aber ganz vorn dabei sein
und glänzt daher wie Speckstein (Hochglanz-Deckel).
und glänzt daher wie Speckstein (Hochglanz-Deckel).
Das Gehäuse ist nicht gerade „Thin and Light“, wie es der Hersteller behauptet.
Das Gehäuse ist nicht gerade „Thin and Light“, wie es der Hersteller behauptet.
Unsere Waage zeigt 2.415 Gramm an, hinzu kommt ein 252 Gramm Netzteil.
Unsere Waage zeigt 2.415 Gramm an, hinzu kommt ein 252 Gramm Netzteil.
Die günstigste Variante des VR630 mit AMD Single-Core V120 gibt es ab 370 Euro.
Die günstigste Variante des VR630 mit AMD Single-Core V120 gibt es ab 370 Euro.
Die Anschlussausrüstung ist aber nicht billig: Hier gibt es ExpressCard34
Die Anschlussausrüstung ist aber nicht billig: Hier gibt es ExpressCard34
und eSATA auf der Rückseite. Die sperrigen VGA-, HDMI- und eSATA-Kabel behindern jetzt nicht mehr.
und eSATA auf der Rückseite. Die sperrigen VGA-, HDMI- und eSATA-Kabel behindern jetzt nicht mehr.
Die unauffällige Webcam löst mit 1.3 Megapixeln auf.
Die unauffällige Webcam löst mit 1.3 Megapixeln auf.
Das Gehäuse hat kaum optische Details.
Das Gehäuse hat kaum optische Details.
Der Power-Taster ist bildet eine Ausnahme.
Der Power-Taster ist bildet eine Ausnahme.
MSI CR630-V1225FD: Die Hochglanz-Flächen sind nicht Jedermanns-Sache.
MSI CR630-V1225FD: Die Hochglanz-Flächen sind nicht Jedermanns-Sache.

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+Akzeptable Laufzeiten
+Anschlüsse auf Rückseite
+eSATA, HDMI, ExpressCard
 

Contra

-Geringe Anwendungsleistung
-Langsame Festplatte
-TFT zu Dunkel, nicht entspiegelt
-Wackeliger Deckel
-Schwammige Tasten
-Gedrängte Tasten
-Fingerabdrücke überall
-Unsaubere Spaltmaße

Shortcut

Was uns gefällt

Endlich einmal Anschlüsse auf der Rückseite. Das sorgt für Ordnung auf dem Schreibtisch. 

Was wir vermissen

Eine matte Handauflage und bessere Eingabegeräte hätten den CR630 zu einem brauchbaren Office-Partner werden lassen.

Was uns verblüfft

Wie ein Billig-Chassis eine ideale Positionierung der Anschlüsse bietet.

Die Konkurrenz

Acer Aspire 5552G: mit Grafikkarte; Samsung P530 Pro: bessere Eingaben; Samsung R530: mattes Display; Fujitsu LifeBook A530: günstiges Core i3 Office; Lenovo IdeaPad G560: günstiges Office; HP 625: stabiler und komplett entspiegelt; HP 620: mehr Leistung durch Intel Dual-Core; HP Compaq Presario CQ62: Höherwertig und mit Dual-Core

Bewertung

MSI CR630-V1225FD
03.12.2010 v2
Sebastian Jentsch

Gehäuse
68%
Tastatur
65%
Pointing Device
76%
Konnektivität
75%
Gewicht
82%
Akkulaufzeit
73%
Display
69%
Leistung Spiele
53%
Leistung Anwendungen
69%
Temperatur
88%
Lautstärke
86%
Auf- / Abwertung
68%
Durchschnitt
73%
73%
Office *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Sebastian Jentsch (Update: 11.02.2014)