Test Medion Akoya P6630 (MD 89560) Notebook

J. Simon Leitner , 17.02.2011

Multimedia-Discount. Medion bietet viele seiner Produkte verstärkt über die Discounterkette Aldi/Hofer an. Ab heute etwa das Akoya P6630 mit attraktiver Intel und Nvidia Hardware zum scheinbaren Schnäppchenpreis von 599 Euro. Was das Notebook wirklich kann, haben wir für Sie getestet, Probleme mit zu hohen Temperaturen bzw. einem zu schwachen Netzteil inklusive.

Medion Akoya P6630

Vor uns steht ein schlichtes schwarzes Notebook, auf dessen Oberflächen lediglich eine Reihe von Aufklebern für farbige Akzente sorgen. Mit dabei der Hinweis auf die verbaute Intel Core i3-CPU sowie die Nvidia Geforce GT 540M Grafikkarte. Auch Optimus hat sich hier einen eigenen Aufkleber verdient.
Bislang findet man das Medion Akoya P6630 aka MD 89560 lediglich in Prospekten zum aktuellen Angebot bei Aldi/Hofer. Es bleibt abzuwarten, ob das Gerät später auch im hauseigenen Online-Shop von Medion gelistet wird.

Allein die eingesetzte Hardware ist in Anbetracht des Preises von 599 Euro unserer Meinung nach einen zweiten Blick wert. Abgesehen von Megahertz und Gigabyte, was hat der Laptop sonst noch zu bieten. Spart man etwa bei Display und Akkulaufzeit? Wie sieht es mit der Lautstärke des Medion Akoya P6630 aus und was machen die Oberflächentemperaturen im Betrieb? Dieses und noch viel mehr finden Sie wie gewohnt im folgenden Testbericht.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Angenehm matt präsentiert sich das Medion Akoya P6630 (MD 89560) an seinen Innenseiten. Dies passt nicht nur zum aktuellen Trend, es reduziert auch störende Schmierspuren und Fingerabdrücke. Ausgenommen davon sind allerdings die Einfassung des Displays als auch der Displaydeckel, die beide glänzend lackiert sind und so rasch mit zahlreichen Fingerabdrücken und Staubpartikeln übersät sind (Displayeinfassung).

Die Stabilität der Baseunit bewerten wir als gut. Unter punktueller Druckbelastung gibt der Kunststoff kaum nach. Ebenfalls auf gutem Niveau befindet sich in dieser Disziplin der Displaydeckel, der das empfindliche Panel ausreichend vor möglichen Druckkräften schützt. Die Haptik des Gehäuses kann von den matten, samtartigen Oberflächen profitieren, insgesamt bleibt aber ein mäßiger Plastik-Eindruck zurück.

Die Scharniere können das Display nur mit einem deutlich sichtbaren Nachwippen in Position halten. Etwas mühsam gestaltet sich das punktgenaue Justieren des Öffnungswinkels, das aufgrund der starken Blickwinkelabhängigkeit des Displays vergleichsweise oft notwendig ist, da die Scharniere verhältnismäßig viel Spiel aufweisen.
Auf einen Verriegelungsmechanismus muss man wie so oft auch beim Medion Akoya P6630 verzichten. Dreht man das Gerät im zugeklappten Zustand um, hebt sich das Display geringfügig von der Baseunit ab. Beim Transport empfiehlt sich damit eine eigene Notebooktasche, um ein Eindringen von Fremdkörpern in den Zwischenraum von Tastatur und Display zu verhindern.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Das Medion Akoya P6630 (MD 89560) bietet sämtliche Schnittstellen an der linken bzw. rechten Gehäusekante an. Vorder- als auch Rückseite bleiben frei von Ports. An der linken Seite finden wir zwei USB 2.0 Ports, VGA, LAN, HDMI sowie einen USB 3.0 Port. Gegenüberliegend an der rechten Seite wird das Angebot durch einen Mikrofon und einen Kopfhöreranschluss (S/PDIF), einen Cardreader sowie eine weitere USB 2.0 Schnittstelle aufgebessert. An der USB 2.0 Schnittstelle konnten wir eine Übertragungsrate von rund 32 MB/sek beobachten, was im erwarteten Rahmen bleibt.

Vom Umfang her geht das Schnittstellenangebot in Ordnung. Mit HDMI und USB 3.0 sind sowohl ein digitaler Bildausgang zum Anschluss von externen Monitoren und TV-Geräten bei erstklassiger Übertragungsqualität als auch eine schnelle Datenschnittstelle mit an Bord, über die das Notebook mit externen Festplatten verbunden werden kann.
Was uns aber weniger gefällt ist die Positionierung der einzelnen Ports. An der linken Seitenkante im vorderen Bereich findet man etwa HDMI, LAN und VGA, allesamt im Falle ihrer Nutzung durch sperrige Kabel und Stecker belegt, die den Bewegungsfreiraum links neben dem Gerät einschränken können. Dies gilt in erster Linie für Linkshänder die hier mit einer angeschlossenen Maus navigieren.

Interessant der „modulare Laufwerksschacht“, der ansonsten eher bei Business-Notebooks beworben wird. In der Werksausstattung mit einem DVD-Brenner bestückt (kein BluRay!), kann dieses auch durch den User entfernt werden und etwa durch ein Subwoofer-Modul (Link) oder ein Festplatten-Modul (Link) ersetzt werden. Damit bieten sich dem User Möglichkeiten zur individuellen Anpassung des Notebooks.

Linke Seite: Netzanschluss, 2x USB 2.0, VGA, LAN, HDMI, USB 3.0
Linke Seite: Netzanschluss, 2x USB 2.0, VGA, LAN, HDMI, USB 3.0
Rechte Seite: Audio Ports, Cardreader, USB 2.0, Kensington
Rechte Seite: Audio Ports, Cardreader, USB 2.0, Kensington

Kommunikation

Mit integriertem Gigabit Ethernet Controller (Atheros AR8131) und Wireless LAN Standard 802.11n findet hier aktuellste Technik Verwendung. Für Videokonferenzen und Telefonie verfügt das Medion Akoya P6630 außerdem auch über eine integrierte Webcam (1.3 Megapixel). Bluetooth kommt im vorliegenden Medion Akoya nicht zum Einsatz, dies müsste bei Bedarf über einen der verfügbaren USB-Ports nachgerüstet werden. Die verbaute 1.3 Megapixel Webcam zeigte im Test ein akzeptables Bild und sollte für etwaige Videokonferenzen ausreichen.
Im Test der Webcam und des integrierten Mikrofons via Skype blieben Sound- als auch die Bildqualität des Cam im erwarteten, unauffälligen Rahmen.

Zubehör

Nicht selbstverständlich ist die Beigabe von Recovery Datenträgern, insofern sind wir in dieser Hinsicht beim vorliegenden Akoya P6630 positiv überrascht. Im Karton finden wir eine Windows 7 Home Premium (64bit) Recovery DVD als auch eine Treiber/Tool-DVD von Medion.
In der vorangegangenen Produktbeschreibung wurde mehrmals auf das umfangreiche vorinstallierte Softwarepaket hingewiesen. In der Praxis heißt dies Microsoft Office Starter (eingeschränkte Office Version), Corel Draw Essentials, Cyberlink Power DVD, PowerProducer, Power2Go, PowerDirector, MediaShow, YouCam, eine Testversion von Bullgard Internet Security, um nur die wichtigsten zu nennen.

vorinstallierte Bloatware

Entgegen ersten Befürchtungen lässt sich mit der mitgelieferten Software durchaus gut arbeiten. Office Starter bietet alle nötigen Grundfunktionen von Textverarbeitung bis zu Tabellenkalkulation (Achtung: kein Powerpoint, kein Outlook – müsste extra erworben werden), Mittels Corel Draw und Photo Paint Essentials lässt sich einfache Videobearbeitung durchführen, PowerDVD sorgt für problemlose DVD Wiedergabe und mit dem PowerDirector v8 lassen sich auch eigene Videos schneiden. Daneben findet man noch mehrere mehr oder weniger brauchbare Software. Vor allem am Desktop tummelt sich beim ersten Start vergleichsweise viel Werbesoftware, die man bei Nichtbedarf getrost deinstallieren kann.

Beim ersten Start sollte man sich etwas Zeit nehmen, da das System vergleichsweise lange für die Einrichtung benötigt. Dabei werden unter anderem die genannten Programme und Tools (Google Chrome, Corel Draw Essentials, watchmi,…) installiert. 

Garantie

Auch bei diesem Punkt will Medion anderen Herstellern einen Tick voraus sein. Untypisch für diese Geräteklasse werden 36 Monate Herstellergarantie geboten. Dies sind in der Tat um 12-24 Monate mehr, als bei Nicht-Business-Notebooks üblich. Über die Art der gewährten Garantie werden keine Details genannt, wobei man hier in der Regel von einem Bring-In Service ausgehen kann (Produkt muss eingesendet bzw. zum Händler gebracht werden).

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Bei der verbauten Tastatureinheit vertraut Medion einem Standard „Choclat“-Layout. Für die Bedienung tut dies aber nichts zu Sache. Wir finden überwiegend ausreichend groß dimensionierte Tasten vor, die sich auf Anhieb zielsicher treffen lassen. Geringfügige Einschränkungen diesbezüglich muss man lediglich bei den F-Tasten hinnehmen, die etwas verkleinert wurden. Dies gilt auch für die Pfeiltasten, wobei diese etwas abgesetzt wurden und so nicht in Konflikt mit umliegenden Tasten geraten. Zur Freude beim Arbeiten in Excel-Tabellen spendiert Medion dem Akoya 6630 außerdem auch einen Nummernblock, der die Eingabe von Zahlenmaterial erheblich beschleunigen kann.

Das Tippgefühl ist geprägt durch einen vergleichsweise tiefen Hubweg bei deutlichem Druckpunkt und leicht federnden Anschlag. Insgesamt empfanden wir das Schreiben auf der Tastatur als subjektiv angenehm. Auch die Geräuschkulisse bleibt, selbst bei etwas härterem Anschlag, ohne Auffälligkeiten.

Touchpad

Das Touchpad zeigt dieselbe Oberfläche wie das umliegende Gehäuse, wurde allerdings geringfügig angehoben, wodurch die Orientierung am Pad etwas erleichtert wird. Die Gleiteigenschaften der Oberfläche gehen in Ordnung, wenngleich eine spezielle Touchpad-Beschichtung in der Regel eine angenehmere Bedienung ermöglicht. Die beiden Touchpadtasten sind als Wippe ausgeführt was auch den toten Bereich im mittleren Drittel bedingt. An den Rändern lassen sich die Tasten gut bedienen und geben dabei ein angenehmes Klickgeräusch von sich.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Von der breiten Masse abheben will sich Medion mit dem Akoya P6630 offenbar auch beim Display. Dieses bietet mit einer Auflösung von 1366x768 Pixel zwar aktuellen Standard, mit der matten Displayoberfläche setzt man aber mehr auf Ergonomie denn auf Design. Wenn es Sie wundert, warum das Display beim ersten Start nahezu unkenntlich dunkel bleibt, dann haben Sie vermutlich den kleinen On/Off Schalter am Netzteil übersehen, der eigens eingeschaltet werden muss, um das Notebook mit Strom zu versorgen.

Im Netzbetrieb wird das Panel zwar deutlich heller, subjektiv könnte dies doch noch etwas mehr sein. Unsere Messung bestätigt diesen Eindruck: Maximal beträgt die Displayhelligkeit 183.2 cd/m² im zentralen Displaybereich. Zu den unteren Eckbereichen fällt diese gar auf bis zu 131.6 cd/m² ab, womit das Display eine nur unterdurchschnittliche Ausleuchtung von 71.8% aufweist.

153.9
cd/m²
147.4
cd/m²
169.5
cd/m²
161.0
cd/m²
183.2
cd/m²
169.0
cd/m²
131.6
cd/m²
134.6
cd/m²
148.3
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 183.2 cd/m²
Durchschnitt: 155.4 cd/m²
Ausleuchtung: 72 %
Helligkeit Akku: 170.6 cd/m²
Schwarzwert: 1.22 cd/m²
Kontrast: 150:1

Auch bei der Bilddarstellung will das eingesetzte Panel nicht überzeugen: Mit einem Kontrast von nur 150:1 bleibt das Akoya P6630 deutlich unter dem Niveau aktueller Multimedianotebooks. Im Zusammenspiel mit dem matten Display, der an sich trotzdem eine begrüßenswerte Lösung darstellt, kann das gezeigte Bild hinsichtlich Farben subjektiv nicht überzeugen.

Mit dem matten Display wäre das Medion Akoya P6630 eigentlich prädestiniert für den Einsatz im Freien. Leider spielt dabei aber die nur mäßige Displayhelligkeit nicht mit. Je nach Umgebungslichtverhältnissen ist das dargestellte Bild meist zu wenig kontraststark, um etwa auch bei Sonnenschein noch vernünftig unter freiem Himmel arbeiten zu können. Schade, denn störende Spiegelungen auf der Displayoberfläche werden erfolgreich verhindert.

Die Blickwinkelstabilität des verbauten Displays geht nicht über die Qualität der bisherigen Messwerte hinaus. Im horizontalen Bereich gibt sich das Display etwas großzügiger wobei man auch hier bei besonders flachen Blickwinkeln bereits mit Farbveränderungen rechnen muss. Vertikal reicht bereits eine geringe Abweichung vom idealen lotrechten Blickwinkel, um starke störende Bildveränderungen zu provozieren. 

Blickwinkel Medion Akoya P6630
Blickwinkel Medion Akoya P6630

In den Prospekten übertreffen sich die Superlative hinsichtlich der verbauten Komponenten. Vom „Traumpaar“ ist etwa bei der eingesetzten CPU, der Intel Core i3-390M die Rede. Dies bezieht sich auf die im Prozessor integrierte Grafik GMA HD. Nutzen zieht der User aus dieser Kombination nur wenn ein System entweder direkt CPU und die GMA HD nutzt, oder in Form einer Hybridgrafik zwischen dem integrierten Grafikkern und einer zusätzlichen eigenständigen Grafikkarte wechselt. Zweiteres ist beim Medion Akoya P6630 (MD 89560) der Fall. Hier wird über Nvidia Optimus eine Nvidia Geforce GT 540M Grafikkarte mit der CPU-internen GMA HD verbunden. Was bringt das für den User?

Während im Office Betrieb, also beim Surfen im Internet, beim Editieren von Texten oder einfache Bildbearbeitung und Videowiedergabe auch die integrierte Grafik ausreichend Leistungsreserven bereitstellt um einen flüssigen Ablauf zu gewährleisten, und darüber hinaus in diesem Betriebszustand einen nur sehr geringen Energieverbrauch und damit auch niedrige Emissionen verursacht, kann die eigenständige Grafikkarte bei grafiklastigen Anwendungen, etwa Computergames, ihre Stärken ausspielen. Für den Nutzer bedeutet dies immer soviel Leistungsreserven wie notwendig verfügbar zu haben, aber stets so energieeffizient wie möglich unterwegs zu sein. Der Wechsel der Grafikkarten durch Nvidia Optimus läuft völlig autonom ab und führt für den User zu keinerlei Beeinträchtigungen (Bildflackern, Neustart,…) . 

Systeminfo
Systeminfo CPUZ
Systeminfo CPUZ
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo GPUZ Intel
Systeminfo GPUZ Nvidia
Systeminformationen Medion Akoya P6630

Die eingesetzte Intel Core i3-390M CPU taktet mit 2.667 GHz wobei die automatische Übertaktungsfunktion der Core i5 und i7 Chips bei den i3-Prozessoren nicht aktiviert ist. Es bleibt allerdings die Hyperthreading- Funktionalität, die den beiden nativen Prozessorkernen noch zwei virtuelle hinzu stellt, womit die CPU besonders bei Multi-Core optimierten Aufgaben punkten kann. Details zu CPU finden Sie auf der 390M CPU-Seite .
Die Geforce GT540M Grafikkarte von Nvidia zählt zur aktuellen Leistungs-Mittelklasse mobiler Grafikkarten und kann sich neben DirectX 11 Support durch eine Reihe an Features (CUDA, PhysX,…) einen Mehrwert für den User, abgesehen von der klassischen Pixelberechnung, bieten. Detailinfos zu dieser Grafikkarte finden Sie hier.

Die Anwendungsleistung des Medion Akoya P6630 ermittelten wir mit dem PCMark Vantage von Futuremark. Dank der guten Grafikkarte und der relativ schnellen Festplatte positioniert es sich knapp vor dem Aspire 5742G mit gleicher Grafikkarte und Core i5-450M. Ebenfalls auf dem Niveau des Medion finden wir das U33JC mit schwächerer Grafik und i5-430M und das Dell Vostro 3300 mit i5-450M und integrierter Grafik. Im Vergleich zu High-End Geräten mit SSD muss sich das Medion Gerät aber deutlich geschlagen geben. Das Dell M17x R3 mit 2620QM erzielt einen mehr als doppelt so hohen Gesamtscore.

PC Mark
PCMark Vantage5358 Punkte
Hilfe
4.5
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.5
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.6
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9

Der mit 2,67 GHz getaktete Core i3 wurde erst im Dezember 2010 vorgestellt und basiert noch auf die alte Arrandale Architektur. Als Einstiegsprozessor der Core Serie bietet er keinen Turbo Boost für den Prozessorteil und auch einige Features wie AES, VT-d und Trusted Execution werden nicht unterstützt. Trotz dieser Einschränkungen ist die Performance dank der relativ hohen Taktung und der Hyperthreading Unterstützung (gleichzeitiges Abarbeiten von 4 Threads) sehr gut. 

Im Cinebench R11.5, welcher alle 4 Threads voll auslastet, kann der i3-390M im Medion Notebook ein vergleichbares Ergebnis wie der Core i5-450M im Acer Aspire 5742G erzielen. Der langsamer getaktete Core i3-370M z.B. im Ideapad V560 ist um etwa 9% langsamer. Sandy Bridge Quad Core Prozessoren wie der Core i7-2630QM im Acer Aspire 5750G-2634G64 können trotzdem ein mehr als doppelt so hohes Ergebnis einfahren (223%).

Auch im 3DMark06 CPU Teilbenchmark positioniert sich die i3-390M CPU wie erwartet. Auf dem selben Niveau findet man den Phenom II X4 N930 Quad-Core, einen i5-520M oder einen alten Core 2 Duo T9900 (schnellster Core 2 Duo!). Der Abstand zu den modernen Quad Cores ist mit 180% der Leistung für den 2630QM nicht mehr so dramatisch.

Die Prozessorbenchmarks mit dem Akoya P6630 reihen sich erwartungsgemäß im unteren Mittelfeld der Multimediaprozessoren ein. Dadurch sollte die CPU Leistung für die meisten Anwendungsfälle ausreichen.

Im synthetischen 3DMark06 Benchmark zeigt die GeForce GT 540M ihre Muskeln und reiht sich knapp vor der GeForce GT 435M im XPS 17 ein. Eine Radeon HD 5850 mit DDR3 Grafikspeicher im 7745G ist nur 3% schneller.

Dadurch sollten aktuelle Spiele wie StarCraft 2, Mafia 2 oder Call of Duty: Black Ops in der nativen Auflösung des Displays (1366x768) mit mittleren bis hohen Details flüssig laufen. Im Test lief der Benchmark von Dirt 2 in hohen Details mit spielbaren 30.8 fps. Ein detaillierte Auflistung aller Benchmarkergebnisse anderer Notebooks mit GeForce GT 540M finden sie auf der Grafikkartenseite.

min. mittelhoch max.
Colin McRae: DIRT 2 (2009) 30.8fps
CoD Modern Warfare 2 (2009) 36.1fps
Battlefield: Bad Company 2 (2010) 27.3fps
Mafia 2 (2010) 31.6fps
Call of Duty: Black Ops (2010) 35.6fps
3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
7627 Punkte
Hilfe
Samsung SpinPoint M7 HM641JI
Minimale Transferrate: 37.6 MB/s
Maximale Transferrate: 93.3 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 71.8 MB/s
Zugriffszeit: 17.5 ms
Burst-Rate: 107.4 MB/s

Die verbaute Samsung HM641JI bietet mit 640 GB ausreichend Platz für alle denkbaren Anwendungsmöglichkeiten. Mit 5400 Umdrehungen pro Sekunde dreht sie relativ langsam. Die Performance ist jedoch im gehobenen Mittelfeld und reicht an langsame 7200er Festplatten heran.

HDTune
HDTune
CrystalDiskMark
CrystalDiskMark

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Im Betrieb ohne Last bzw. bei klassischen Office Anwendungen wie dem Verfassen von Texten oder dem Surfen auf wenig anspruchsvollen Websites bleibt das Medion Akoya P6630 (MD 89560) überwiegend dezent im Hintergrund. Der Systemlüfter ist dabei deaktiviert und zu hören ist lediglich das Laufgeräusch der eingesetzten Festplatte. Wir messen in diesem Zustand 32.5 dB(A). Ist der Lüfter auf niedrigster Stufe aktiv, steigt der Lärmpegel auf 34.2 dB(A). Das Notebook ist damit zwar hörbar, stört aber auch über lange Zeit nicht wirklich.

Unter Last, etwa bei einem Computerspiel steigt der Lärmpegel auf 39.7 dB(A) an und das Akoya P6630 ist damit gut hörbar und präsent. Im Gaming-Einsatz ist dieses Niveau aber durchaus zu verkraften. Im Stresstest wird das Gerät dann noch etwas lauter, bleibt aber auch hier mit einem maximal gemessenen Lärmpegel von 41.3 dB(A) im akzeptablen Rahmen.

Lautstärkediagramm

Idle 32.5 / 34.2 / 34.2 dB(A)
HDD 33.6 dB(A)
DVD 37.3 / dB(A)
Last 39.7 / 41.3 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-300 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Dank Nvidia Optimus nutzt das Medion Akoya P6630 (MD 89560) im wenig anspruchsvollen Officebetrieb in der Regel die integrierte Intel GMA HD Grafiklösung. Damit sinkt nicht nur der Energiebedarf des Systems sondern auch die Emissionen der eingesetzten Hardware. Das Gehäuse bleibt ohne Last angenehm temperiert und erreicht lediglich Höchstwerte von 31.5°C an der Oberseite der Baseunit und 34.6°C an der Unterseite des Gehäuses.

Stresstest

In unserem Stresstest (100% GPU und CPU Last) als Simulation eines „Worst-Case Szenarios“, steigen die gemessenen Oberflächentemperaturen an der Oberseite im Bereich der Tastatur auf bis zu 43.9°C. Dies ist beim Bedienen des Gerätes schon deutlich spürbar. An der Unterseite konnten wir als Höchstwert hohe 52.2°C messen. 

Interessant das Verhalten der Komponenten im Stresstest: Die CPU taktet sich relativ rasch auf lediglich 930 MHz herunter, obwohl die Kerntemperatur mit Werten um 70°C noch weit von den maximal zulässigen Höchstwerten entfernt ist. Keine Einschränkungen sind indes bei der Grafikkarte zu beobachten. Im Stresstest klettert die Kerntemperatur der GPU auf bis zu 95°C, die CPU erreichte bis zu 83°C. 
Beendet man Furmark, klettert die CPU-Taktung nach kurzer Zeit wieder auf die maximal möglichen 2.6 GHz hoch (Prime95 Stresstest). Grafiklast lässt die CPU umgehend wieder niedriger takten. Dies ist ein Indiz für ein zu klein dimensioniertes Netzteil (90W), das im Stresstest nicht den maximalen Leistungshunger der eingesetzten CPU und GPU befriedigen kann. Die Beobachtung der Leistungsaufnahme deckt sich zudem mit dieser Feststellung. 

Ein in direktem Anschluss an den Stresstest durchgeführter 3DMark Test brachte die annähernd die selbe Punktezahl wie im kalten Gerätezustand. Ein mögliches Throttling ist damit im praktischen Betrieb nicht zu erwarten. 

Max. Last
 42.7 °C39.8 °C36.6 °C 
 43.9 °C43.2 °C38.4 °C 
 39.8 °C40.4 °C37.3 °C 
Maximal: 43.9 °C
Durchschnitt: 40.2 °C
31.2 °C39.5 °C47.3 °C
32.4 °C52.1 °C52.2 °C
30.5 °C41.4 °C43.7 °C
Maximal: 52.2 °C
Durchschnitt: 41.1 °C
Netzteil (max.)  49.5 °C | Raumtemperatur 20.5 °C | Raytek Raynger ST

Lautsprecher

Das Akoya P6630 verfügt über zwei Speaker integriert in die Vorderkante des Notebooks. In unserem Sound-Test mittels verschiedener Musiktitel wurde eine mäßige wenn auch ausreichende Maximallautstärke als auch die übliche Basschwäche auffällig. Spielt man Musik ab während man am Laptop tippt, befinden sich außerdem auch beide Hände zwischen der Soundquelle und dem Hörer, was die Klangqualität zudem negativ beeinträchtigen kann. Für anspruchslose Musik-Wiedergabe geht der Klang in Ordnung, mit externen Wiedergabegeräten kann man das akustische Erlebnis aber noch bedeutend steigern. 

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Mit der besondern Erwähnung des verbauten 8-Zellen Akkus soll dem User wohl eine besondere Qualität hinsichtlich Akkulaufzeit vermittelt werden. Angesichts der Akkukapazität von 61.92 Wh und der beobachteten Leistungsaufnahme werden sich die erwartenden Laufzeiten zwischen ein und mehr als vier Stunden bewegen, je nach geforderter Leistung.

Die Ergebnisse unseres Akkutests blieben durchwegs in diesem Rahmen. Im BatteryEater Readers Test, stellvertretend für die maximal zu erwartende Akkulaufzeit (Energiesparprofil, min. Displayhelligkeit) erreichte das Akoya P6630 gute 250 Minuten. Im Classic Test, sprich unter Last, ging dem Akku bereits nach 90 Minuten die Energie aus.
Im praxisnahen WLAN-Surfbetrieb bei angepasster Helligkeit im Windows Energiesparprofil hielt der Akku immerhin gute 225 Minuten durch. Auch bei Wiedergabe einer DVD kann sich die Laufzeit mit bis zu 180 Minuten sehen lassen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
4h 10min
Surfen über WLAN
3h 45min
DVD
3h 00min
Last (volle Helligkeit)
1h 30min

Mit einem Energieverbrauch von 12-19W im Betrieb ohne Last bleibt das Medion Akoya P6630 im erwarteten Bereich, auch wenn es Notebooks gibt, die es hier bis unter die 10W-Marke schaffen. Belastet man das System, schießt der Energiebedarf auf rund 77.5W hoch (3DMark 2006). Dies entspricht auch in etwa der zu erwartenden Leistungsaufnahme im Gaming-Betrieb.

Spannend das Verhalten unseres Testgerätes im Stresstest: Kurzzeitig verzeichnet unser Multimeter einen Spitzenverbrauch von 94W. Sekundenbruchteile später pendelt sich dieser Wert bei rund 76W ein, sprich weniger als im zuvor beobachteten 3DMark Benchmarktest. Dies könnte etwa auf eine beabsichtige herbeigeführte Leistungsbremse hinweisen, da das mitgelieferte Netzteil nur über einen Maximaloutput von 90W verfügt.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.3 / 0.5 Watt
Idle 12.0 / 15.6 / 18.9 Watt
Last 77.5 / 94 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Ja, das Medion Akoya P6630 stellt in Anbetracht der verbauten Hardware ein Angebot mit einem attraktiven Preis/Leistungsverhältnis dar, und ja, man merkt den angestrebten niedrigen Preispunkt auch wenn man das Notebook genau unter die Lupe nimmt. Das Gehäuse schlägt sich abgesehen von der Positionierung der Anschlüsse ganz gut. Diese sind leider an den Seitenkanten sehr weit nach vorne gerückt und können dort die Bewegungsfreiheit des Users beeinträchtigen.

Gefallen hat uns die gute Ausstattung des Gerätes. Medion liefert zahlreiche Programme mit dem Paket (vorinstalliert), darunter durchaus brauchbare Titel wie PowerDVD, Office Starter, Corel Draw Essential oder Cyberlink PowerDirector. Die ebenso zahlreich vertretene Werbesoftware sollte man besser deinstallieren. Mit dem Wechselschacht der alternative Lösungen zulässt oder aber auch der Garantie von 3 Jahren ist Medion anderen Anbietern in diesem Preissegment voraus.

Das Display überrascht mit matter und damit augenfreundlicher Oberfläche, das auch ein langes Arbeiten! mit dem Gerät ermöglicht. Weniger gut gefallen haben die Messwerte hinsichtlich Kontrasts und auch die nur mäßige Blickwinkelstabilität.
Die gebotene Leistung des Medion Akoya P6630 kann sich sehen lassen. Office-Anwendungen als auch aktuelle Games sind mit dem Notebook gut zu schaffen.

Im Office-Betrieb bleibt das Notebook dabei angenehm leise und temperiert, erst unter Last wird es etwas lauter und auch die Temperaturen können in den unangenehmen Bereich steigen.

Einen negativen Beigeschmack hinterlässt der herruntertaktende Prozessor bei extremer Last. Wahrscheinlich kann das mitgelieferte 90 Watt Netzteil nicht genügend Strom liefern und daher wird die CPU automatisch heruntergetaktet. Die Benchmarkergebnisse konnten jedoch keinerlei Einschränkungen nachweisen.

Für Sparfüchse könnte das Medion Akoya P6630 durchaus einen Blick wert sein, sofern man sich mit den genannten Einschränkungen arrangieren kann. Als mögliche Alternative wäre das Acer Aspire 5742G zu nennen, das bei ähnlicher Ausstattung einen vergleichbaren Preispunkt trifft.

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Im Test: Medion Akoya P6630
Im Test:  Medion Akoya P6630

Datenblatt

Medion Akoya P6630

:: Prozessor
Intel Core i3-390M 2.667 GHz
:: Mainboard
Intel HM55
:: Speicher
4096 MB, PC3/10700, 2x2048MB
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GT 540M - 1024 MB, Kerntakt: 672 MHz, Speichertakt: 900 MHz, ForceWare 259.95
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, AUO32EC, LED TFT, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Samsung SpinPoint M7 HM641JI, 640 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Ibex Peak PCH
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer (S/PDIF), Mikrofon, Card Reader: 5in1 (SD-, SDHC-, MMC-, MS- & MS-Pro),
:: Netzwerkverbindungen
Atheros AR8131 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10MBit), Realtek RTL8191SE Wireless LAN 802.11n PCI-E NIC (b g n )
:: Optisches Laufwerk
HL-DT-ST DVDRAM GT40N
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 33 x 380 x 260
:: Gewicht
2.7 kg Netzteil: 0.52 kg
:: Akku
61.92 Wh Lithium-Ion, 8-Zellen, 14.4V 4300mAh
:: Preis
599 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Recovery & Treiber DVD, Office Starter, Corel Essentials, PowerDVD, PowerDirector,..., 36 Monate Garantie

 

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Die dargestellten Preise können bis zu einen Tag alt sein.

Pro

+Stabiles Gehäuse
+USB 3.0, HDMI und S/PDIF
+Modularer Laufwerksschacht
+Mattes, spiegelfreies Display
+Leiser Office Betrieb möglich
+3 Jahre Garantie
 

Contra

-Heruntertakender Prozessor bei extremer Last
-Ungünstige Anschlusspositionierung
-Mäßiger Bildkontrast, Blickwinkelstabilität
-Hohe Temperaturen unter Last möglich

Shortcut

Was uns gefällt

Aktuelle Hardware zum Kampfpreis mit 3 Jahren Garantie.

Was wir vermissen

Mehr Bildkontrast und Blickwinkelstabilität beim Display und natürlich ein stärkeres Netzteil.

Was uns verblüfft

Ein mattes Display in einem günstigen Multimedia-Notebook vorzufinden.

Die Konkurrenz

Hinsichtlich Konfiguration am ehesten das Acer Aspire 5742G, mit etwas stärkerer i5-450M CPU, preislich knapp über dem Akoya P6630 angesiedelt.

Bewertung

Medion Akoya P6630
17.02.2011 v2
J. Simon Leitner

Gehäuse
84%
Tastatur
86%
Pointing Device
84%
Konnektivität
64%
Gewicht
78%
Akkulaufzeit
73%
Display
66%
Leistung Spiele
81%
Leistung Anwendungen
88%
Temperatur
82%
Lautstärke
81%
Auf- / Abwertung
84%
Durchschnitt
79%
79%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: J. Simon Leitner (Update: 11.02.2014)