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ARCore-SDK: Google bringt sich gegen Apple's ARKit in Stellung

Mit ARCore gegen ARKit. Google vollzieht bei Augmented Reality einen Strategiewechsel.
Mit ARCore gegen ARKit. Google vollzieht bei Augmented Reality einen Strategiewechsel.
Mittels ARCore-SDK statt mit komplexen Tango-Hardware-Anforderungen will Google dem Konkurrenten Apple künftig Paroli beim Thema Augmented Reality bieten. Tango ist damit de facto Geschichte. ARCore soll ohne Tiefensensor mehr leisten und letztlich auf allen Android-Smartphones ab Android 7 zur Verfügung stehen.

Bisher wollte uns Google weismachen, dass man für mobiles Augmented Reality aufwändige Tiefensensoren am Smartphone braucht, was natürlich kaum ein Hersteller implementiert hat, Ganze zwei kommerziell erhältliche Smartphones gab es seit der Vorstellung von Google Tango im Jahr 2014, das Lenovo Phab 2 Pro und das Zenfone AR von Asus. Apple hat zur WWDC dieses Jahr dagegen mit ARKit eine vergleichsweise einfache Software-Lösung in Form eines SDKs vorgestellt, das Entwicklern eine riesige Armada an Apple iPhones und iPads als potentielle Plattform zur Verfügung stellt. Nicht umsonst meinte Tim Cook im Juni, ARKit wäre die weltweit größte AR-Plattform. Das dürfte mit dem gestern von Google präsentierten Android-SDK ARCore nicht mehr ganz zutreffen.

Spätestens im Winter soll die neue AR-Plattform von Google auf mehr als 100 Millionen Android-Geräten verfügbar sein. Der Start beginnt aber klein: Vorerst werden nur die Samsung Galaxy S8-Smartphones mit Android 7 und Pixel-Phones mit Android 8 Oreo unterstützt. Gegenüber ARKit bietet ARCore auch mehr Features, beispielsweise das Erkennen von vertikalen Flächen, auf denen virtuelle Elemente platziert werden können. ARKit kann das bislang nur auf horizontalen Ebenen. Auch Spiele mit Licht und Schatten sind bei ARCore für Entwickler machbar, ein paar Möglichkeiten zeigt das von Google veröffentlichte Video unten. Ob daraus letztlich auch sinnvolle Anwendungen abseits von Spielen entstehen, bleibt abzuwarten. Auf Apple's Plattform gibt es durchaus bereits ernstzunehmende Programme, beispielsweise von Ikea.

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Autor: Alexander Fagot, 31.08.2017 (Update: 31.08.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.