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Apple: Zurück in die AR-Zukunft mit ARKit, iOS 11 und IKEA-App

IKEA: Große Kaufentscheidungen auf dem kleinen Handy testen
IKEA: Große Kaufentscheidungen auf dem kleinen Handy testen
Samstag Nachmittag bei IKEA verbracht, um den letzten Parkplatz gestritten, das neue Regal kaum im Auto untergebracht, stundenlang aufgebaut, und am Schluss festgestellt, dass es optisch doch nicht so gut ins Wohnzimmer passt? Mit “Augmented Reality” könnte man in Zukunft ein ganzes Wochenende retten.

Geht es nach dem Möbelhaus IKEA, ist “Augmented Reality” die Antwort auf falsche Kaufentscheidungen, die man im Nachhinein bereut, ein klassisches Beispiel für kognitive Dissonanz. Dabei hat die AR-Technologie bereits in vielen Bereichen Einzug gefunden, allen voran im Militärbereich, beispielsweise beim Head-Up-Display in Kampfflugzeugen, oder auch in der Medizin in Operationssälen. Auf dem Smartphone in unserem privaten Alltagsleben blieb es bisher, mal abgesehen von "Pokemon Go", aufgrund hoher Hardwareanforderungen und Akkuverbrauchs aber noch bei einer Randerscheinung.

Das ändert sich nun schrittweise mit der Verfügbarkeit neuer AR-Apps für Apple’s iOS 11 und das "ARKit"-Framework, das Apple zur Entwicklerkonferenz WWDC im Juni des Jahres vorgestellt hatte. Das Framework vereinfacht ab iOS 11 die Integration, der für “Augmented Reality” notwendigen Funktionen, optimiert die Performance und den Akkuverbrauch. Das soll zu einem vermehrten Einzug von “Augmented Reality”-Apps in den App-Store führen. Damit das Ganze auch hardwareseitig funktioniert, wird ein iPhone oder iPad mit mindestens einem A9-Chipsatz benötigt. Das bedeutet, alle Modelle ab dem iPhone SE oder iPhone 6s und aufwärts, oder iPad (2017) und iPad Pro in der 10,5-, 12,9- und 9,7-Zoll Ausführung unterstützen "ARKit". 

Die Zukunft ist somit zur Gegenwart geworden. Man kann mit der "IKEA Place"-App das fertig aufgebaute Regal in der passenden Größe, Form und Farbe auf dem Smartphone zuerst “live” im Wohnzimmer betrachten, bevor man den Kauf beschließt. Doch nicht nur IKEA springt auf den Zug dieser neuen, gerade startenden Ära von Apps, die mit “ARKit” erstellt werden, auf. Auch Entwickler bereits bekannter Apps wie “Pokemon Go”, arbeiten bereits fleißig an einem “ARKit”-Update, um den Benutzern ein noch besseres AR-Erlebnis zu bieten.

Wie sieht es bei den Android Geräten aus? Auch Google ist nicht untätig, das Pendant zu Apples “ARKit” heisst bei Google “ARCore”. Mindestvoraussetzung dafür ist ein Smartphone oder Tablet mit Android 7.0 Nougat. Da von “ARCore” erst eine Beta-Version veröffentlicht wurde, werden derzeit nur das Google Pixel und Pixel XL, sowie das Samsung Galaxy S8 unterstützt. Die Liste an “ARCore”-kompatiblen Geräten wächst aber kontinuierlich weiter und die Verwendung AR-unterstützter Apps sollte dann künftig auf allen Android 7.0 Geräten möglich sein.

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Autor: Daniel Puschina, 24.09.2017 (Update: 24.09.2017)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.