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Apple gegen Spotify: Die App-Store-Regeln gelten für alle

Apple meint, die Regeln gelten für alle, Spotify wolle Sonderrechte.
Apple meint, die Regeln gelten für alle, Spotify wolle Sonderrechte.
Apple antwortete auf die gestern bekannt gewordenen Anschuldigungen von Spotify und stellte klar, dass die Regeln im App-Store für alle gelten. Spotify reagiert mit Unverständnis.
Alexander Fagot,
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Der öffentlich in Anwaltsbriefen zwischen Apple und Spotify ausgetragene Kampf um vermeintliche Wettbewerbsverzerrung im Audio-Streaming-Markt auf iOS-Geräten spitzt sich zu. Gestern wurden Anschuldigungen bekannt, die Spotify, als Marktführer im Audio-Streaming-Bereich gegenüber Apple, dem mittlerweile zweitgrößten Kontrahenten erhob. Laut Spotify nutze Apple den Freigabeprozess für Apps im Apple App-Store als Waffe gegen die unliebsame Konkurrenz. Apple habe ein Spotify-Update der iOS-App mit Hinweis auf die Geschäftsbedingungen abgelehnt. Laut Apple verstoße das Update gegen die Bedingung, Abos beziehungsweise In-App-Käufe nur über das Apple-Bezahlservice abzuwickeln und auch nicht in der App für alternative oder externe Bezahlverfahren zu werben. Dadurch entstehe Spotify ein Nachteil, weil Apple 30 Prozent Provision einhebt, wodurch das eigene Premium-Service statt 10 Euro im Web 13 Euro in der iOS-App koste. Apple Music ist dagegen für 10 Euro monatlich erhältlich. 

Apple reagierte gestern auf diese Anschuldigungen und stellte klar, dass die App-Store-Regeln für alle Entwickler gelten, und zwar schon bevor Apple mit Apple Music im Jahre 2015 in den Audio-Streaming-Markt eingestiegen ist. Spotify habe seit 2009 mit über 160 Millionen App-Downloads stark vom App-Store profitiert und wünsche sich nun eine Sonderbehandlung. Zudem greife Spotify bei den Anschuldigungen, laut Apple, auf Halbwahrheiten und Gerüchte zurück. Der Konzern verweist auf die vielen Vorteile, die Entwickler und Konsumenten durch die Existenz der App-Store-Infrastruktur mit In-App-Käufen hätten. Verweise auf externe Bezahlsysteme seien deswegen untersagt, weil die Aufrechterhaltung der Infrastruktur Kosten verursache. Zudem weist Apple auf die, mit dem App-Store 2.0 eingeführte Reduktion der Provision auf 15 Prozent bei laufenden Abos ab dem 2. Jahr hin.

Apple behauptet weiters, die von Spotify eingebrachten App-Updates hätten den Link auf das In-App-Bezahlsystem von Apple entfernt und durch ein Premium-Sign-Up-Service von Spotify ersetzt. Das widerspreche eindeutig den App-Store-Regeln, deswegen seien die Updates abgelehnt worden. Dem widersprach Spotify vor wenigen Stunden und zeigte via Twitter ein Bild des angeblich eingebauten Sign-up-Links. Über einem weiteren Tweet stellte Spotify klar, dass ein Klick auf den "Got it" Button keine externe Webseite öffne, sondern zurück auf die vorherige Seite führe. Die öffentlich ausgetragene Diskussion dürfte in den nächsten Tagen also weitergehen.

In einer ersten Stellungnahme, reagiert Spotify mit Unverständnis.
In einer ersten Stellungnahme, reagiert Spotify mit Unverständnis.

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Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News - 7200 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Als Tech-begeisterter Jugendlicher mit Assembling- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bevor ich professionell in die Computerwelt eingestiegen bin und 7 Jahre lang Kunden beim österreichischen IT-Dienstleister Iphos IT Solutions als Windows Client- und Server-Administrator sowie Projektmanager betreut habe. Als viel reisender Freelancer schreibe ich nun schon seit 2016 für Notebookcheck von allen Ecken dieser Welt aus über brandaktuelle mobile Technologien in Smartphones, Laptops und Gadgets aller Art.
Kontakt: @alfawien
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Autor: Alexander Fagot,  2.07.2016 (Update:  2.07.2016)