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Apple iPhone X Plus 2018: Nein, eine Triple-Cam ist unwahrscheinlich

Links: Das vermeintliche Triple-Cam-Setup des iPhone X Plus 2018. Rechts: Das 2017 geleakte Schema des iPhone X.
Links: Das vermeintliche Triple-Cam-Setup des iPhone X Plus 2018. Rechts: Das 2017 geleakte Schema des iPhone X.
Forbes hat also ein Schema des diesjährigen iPhone X Plus-Modells in die Hände bekommen und sieht darin eine Triple-Cam. Wenn man allerdings das aktuelle iPhone X gegenüberstellt, beziehungsweise ein geleaktes Schema davon aus 2017, dann muss man diese Interpretation doch stark hinterfragen.

Gordon Kelly, Forbes bekannter Tech-Journalist hat schon im Vorjahr jede Menge Informationen zu Apples iPhone-Lineup geliefert und auch in diesem Jahr basieren seine Vorhersagen auf Zeichnungen, die ihm vom Case-Hersteller Ghostek zugespielt wurden. Da wäre einerseits das günstigere 6,1 Zoll-iPhone mit Single-Cam an der Rückseite, welches hier auch als 360 Grad-Render zu sehen ist. Die Kontroverse betrifft aber das größere Plus-Modell des iPhone X-Nachfolgers, denn hier ist im Schema eine Kameraeinheit mit drei etwa gleich großen Kreisen zu sehen.

Ja, alle arbeiten an einer Triple-Cam

Forbes' Interpretation dieses Kameramoduls ist eine Triple-Cam, also drei gleich große Linsen ähnlich wie das Huawei beim P20 Pro in diesem Jahr vorgemacht hat. Auch Apple und Samsung sollen gerüchteweise an Triple-Cam-Modulen arbeiten, es ist also nicht ganz unrealistisch, wenn wir davon ausgehen, dass Apple an einer solchen Dreifach-Kameraeinheit arbeitet. Bislang gingen Beobachter aber erst von der Verfügbarkeit einer solchen im Jahr 2019 aus, in diesem Jahr wäre es tatsächlich eine große Überraschung.

Der Vergleich mit dem iPhone X macht sicher

Wir haben uns die Mühe gemacht und der von Forbes veröffentlichten Zeichnung des möglichen iPhone X Plus ein geleaktes Schema des iPhone X aus dem Vorjahr gegenübergestellt (oben mit Ausschnitt der vermeintlichen Triple-Cam). Die Ende Mai 2017 vom Leaker @OnLeaks veröffentlichte Zeichnung zeigt ebenfalls drei runde Kreise im Kameramodul, wenngleich das in der Mitte etwas kleiner ist und hier mehr nach LED-Blitz aussieht - was es dann im finalen iPhone X ja auch geworden ist.

Das vermeintliche iPhone X Plus aus 2018.
Das vermeintliche iPhone X Plus aus 2018.
Ein geleaktes Schema zum iPhone X aus 2017.
Ein geleaktes Schema zum iPhone X aus 2017.

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Der LED-Blitz ist hier nicht eingezeichnet?

In einem Update seines Berichts erwähnt Gordon Kelly dann auch den kleineren Ausschnitt in der Mitte und rechtfertigt seine Interpretation dahingehend, dass in diesem Jahr drei gleich große Kamera-Augen zu sehen wären, der LED-Blitz sei dagegen an eine (nicht eingezeichnete) Stelle neben der Kamera verlegt worden:

I've been asked if one lens is the flash, it isn't. You'll see on iPhone X schematics, the flash is substantially smaller than the cameras. This isn't the case here. While not pictured, the flash is expected to be on the right side of the three cameras. 

Wir sollen also glauben, dass ein Case-Maker Zubehör auf Basis eines Modells anfertigen kann, das nicht komplett ist? In dem ein LED-Blitz nicht eingezeichnet ist? Das ist doch eine eher unwahrscheinliche Interpretation. Viel glaubwürdiger wäre die Theorie, dass, aus welchen Gründen auch immer, der dritte Ausschnitt in diesem Jahr einfach größer geworden ist, dahinter aber weiterhin ein LED-Blitz geplant ist.

Triple-Cam kommt realistischerweise wohl 2019

Gänzlich unwahrscheinlich ist die Triple-Cam-Theorie natürlich nicht - Apple könnte die vorhandenden Pläne nach dem Launch des Huawei P20 Pro in letzter Minute geändert und aus dem geplanten LED-Blitz noch schnell eine dritte Kameralinse gemacht haben. Dennoch: Viel nahe liegender ist wohl, dass sowohl Apples iPhone X-Nachfolger als auch das größere iPhone X Plus 2018 mit Dual-Cam ausgestattet werden und die Triple-Cam erst 2019 kommt.

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Autor: Alexander Fagot, 12.06.2018 (Update: 12.06.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.