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Das zerlegte iPhone XR birgt so manche Überraschung

Teardown des iPhone XR
Teardown des iPhone XR
IFixit hat sich wieder mal ein Herz gefasst und diesmal das iPhone XR in seine Einzelteile zerlegt. Ans Licht gekommen sind zahlreiche Unterschiede zum iPhone XS und XS Max, angefangen beim Display bis hin zum Akku. Wir haben drei Vergleiche herausgesucht.

Das "Teardown" von Handys auf iFixit wird von der Community immer mit Spannung erwartet, denn hier offenbaren sich nicht nur die Reparierbarkeit eines Smartphones, sondern auch die Unterschiede zum Vorgängermodell. Das iPhone XR, das in der günstigsten Variante mit 849 Euro etwas günstiger als das iPhone XS (ab 1.149 Euro) und das iPhone XS Max (ab 1.249 Euro) auf dem Markt erscheint, birgt auch im Inneren einige Unterschiede zu den beiden teureren Modellen. Auf den ersten Blick am auffallendsten ist das Design des Akkus, das beim XS und XS Max L-förmig im iPhone untergebracht ist. Beim iPhone XR finden wir die normale rechteckige Bauweise vor, und diese hat sogar mit 2.942 mAh mehr Kapazität, als das iPhone XS mit 2.658 mAh. Nur das größere XS Max besitzt mit 3.174 mAh auch den größten Akku, hält aber laut den ersten Schätzungen 1 bis 2 Stunden bei durchgehender Internet- oder Videowiedergabe kürzer durch, als das iPhone XR.

Akku des iPhone XR ...
Akku des iPhone XR ...
... vs. L-Form-Akku des iPhone XS (Bild: iFixit)
... vs. L-Form-Akku des iPhone XS (Bild: iFixit)

Wobei das iPhone XR allerdings schlechter beim Innenleben abschneidet, ist beispielsweise das LCD-Display, denn die XS-Serie ist mit dem besseren OLED-Panel ausgestattet. Dies wirkt sich unter anderem auch auf die Auflösung und der Pixeldichte aus. XS (5,8 Zoll Display) und XS Max (6,5 Zoll Display) besitzen eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixel, respektive 2688 x 1242 Pixel mit 458 ppi, das iPhone XR (6,1 Zoll Display) 1792 x 828 Pixel, was einer Pixeldichte von nur 326 ppi entspricht. Interessanterweise ist das Display des XR genauso stark verklebt, wie bei der XS-Serie, obwohl es nur mit IP67, statt IP68 zertifiziert ist.

Zum Thema Reparaturfreundlichkeit sei noch hinzuzufügen, dass hier beim iPhone XR erstmals ein modularer SIM-Kartenleser zum Einsatz kommt. Dieser hat den Vorteil, dass bei einem Defekt nicht das ganze Logicboard ausgetauscht werden muss, sondern nur der Sim-Kartenleser. Das reduziert selbstverständlich die Kosten für die Reparatur. Anders als vor wenigen Tagen Motorola mit der Idee überrascht hat, seinen Kunden mit dem Verkauf von Reparatursets eigene Reparaturen zu ermöglichen, ist bei Apple derartiges mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der nahen Zukunft ausgeschlossen. IFixit gibt die Reparierbarkeit auf der Skala von 1 bis 10 mit 6 Punkten an - ein akzeptabler Wert bei einem derartigen komplexen inneren Aufbau.

Hier erstmals der modulare Sim-Kartenleser (mitte). Links zum Vergleich das Logicboard des iPhone 8.
Hier erstmals der modulare Sim-Kartenleser (mitte). Links zum Vergleich das Logicboard des iPhone 8.

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Autor: Daniel Puschina, 28.10.2018 (Update: 28.10.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.