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Der Apple-CEO im Interview: KI ist die Zukunft bei Smartphones

Wie geht's mit Apple weiter? Tim Cook stand der Washington Post Rede und Antwort.
Wie geht's mit Apple weiter? Tim Cook stand der Washington Post Rede und Antwort.
Knapp vor seinem 5-jährigen Jubiläum als Apple-CEO gab Tim Cook der Washington Post ein sehr persönliches und ausführliches Interview. Details zu kommenden Produkten verriet der Apple-Boss nicht, er betonte aber die Bedeutung von künstlicher Intelligenz für die Zukunft von Smartphones.

Am 24. August 2011 übernahm Tim Cook die Führung des Konzerns von Steve Jobs. Der Gründer von Apple war auch im Interview  ein wichtiges Thema, welches der jetzige CEO und Chef von Apple der Washington Post anlässlich des fast 5 jährigen Jubiläums an der Spitze des Weltkonzerns gab. Er habe sich eher als Platzhalter gefühlt, als er die Agenda von Steve Jobs übernahm, und gehofft, er würde sich wieder erholen. Der Tag an dem Steve Jobs gestorben ist, war für ihn einer schlimmsten seines Lebens, gab Tim Cook niedergeschlagen zu Protokoll.

Auch wenn er Steve Jobs nie ersetzen könne, sei er doch stolz darauf, was er in den fünf Jahren erreicht habe, beispielsweise die Diversifizierung des iPhone-Lineups, den Einstieg in den Gesundheits- und Fitnessmarkt über die erste Apple Watch und die Vervierfachung der Konzern-Einnahmen seit 2010. Auch auf die Fortschritte Apple's bei Umwelt- und Sozialthemen (Stichwort Diversity) sei er stolz. Dass er sich 2014 als schwul geoutet hat, habe er nie bereut. Es soll Jugendlichen zeigen, dass man als Schwuler recht erfolgreich sein und dennoch offen dazu stehen kann. Doch nicht alles sei ihm so perfekt gelungen, als Beispiel für einen seiner größten Misserfolge erwähnte er die ersten Gehversuche Apple's im Maps-Geschäft, aus denen er aber einiges gelernt habe.

Naturgemäß wenig gab Tim über zukünftige Apple-Produkte preis. Er betonte jedoch die Relevanz von künstlicher Intelligenz für die Zukunft von Smartphones. Apple würde sehr stark in diesen Sektor investieren, beispielsweise um Siri zukünftig noch intelligenter und hilfreicher mit iPhone-Besitzern interagieren zu lassen. Wenn die persönliche Assistentin daran erinnern könnte, wo das Auto geparkt sei oder Gesichter in Bildern erkenne, würde das für viele schon einen Unterschied machen. Apple sei auch stolz darauf, die Privatsphäre seiner Nutzer dabei zu schützen, weil die Datenverarbeitung direkt am Gerät passiere.

Angesprochen auf seinen Standpunkt in Bezug auf die Trendthemen Virtual- und Augmented Reality, meinte der CEO, Apple würde eine Menge Dinge hinter den Kulissen in die Richtung unternehmen. Er verfolge beide Bereiche mit großem Interesse. Abschließend gab Tim Cook zu Protokoll, der Konzern habe die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht, weil Apple stark in die Zukunft investieren wolle. Das mehr als 10 000 Wörter lange Interview ist eine durchaus lesenswerte Lektüre und frei auf der Webseite der Washington Post zugänglich.

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Autor: Alexander Fagot, 15.08.2016 (Update: 15.08.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.