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Etappensieg für Epic: Die Unreal Engine darf weiterentwickelt werden, Fortnite bleibt aus Apples Store verbannt

Es dürfte noch eine Weile dauern, bis Fortnite in den App Store zurückkehren darf. (Bild: Nikolay Tarashchenko / Epic Games)
Es dürfte noch eine Weile dauern, bis Fortnite in den App Store zurückkehren darf. (Bild: Nikolay Tarashchenko / Epic Games)
Das erste Urteil im Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games ist gesprochen, und so ganz glücklich dürften wohl beide Parteien nicht sein: Die Entwickler-Accounts und die Unreal Engine sind vorerst sicher vor Apples Vergeltungsschlag, Fortnite bleibt aber weiterhin vom App Store verbannt.
Hannes Brecher,

Wie schon viele Entwickler zuvor hat Epic Games kürzlich gegen den 30 Prozent großen Anteil rebelliert, den Apple beim Verkauf von digitalen Inhalten über den App Store kassiert. Das Unternehmen hatte dabei bereits einen PR-Stunt sowie eine Klage vorbereitet, um die "monopolistischen Praktiken" ein für alle Mal zu beenden.

Wenig überraschend hat Apple fast umgehend zurückgeschlagen und nicht nur Fortnite aus dem App Store geworfen, sondern Epic auch den Zugriff auf sämtliche Entwickler-Accounts verweigert hat, sodass auch die Unreal Engine auf iOS und macOS nicht weiterentwickelt werden konnte.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge kann Epic nun den ersten Etappensieg feiern: Zumindest bis zum Ende des Rechtsstreits wird die Unreal Engine anderen Spielen und Apps weiterhin zur Verfügung stehen, Epic kann wieder auf seine Accounts und Entwicklerwerkzeuge zugreifen. Von einem totalen Sieg ist diese erste Entscheidung aber weit entfernt: Apple wird nicht gezwungen, Fortnite wieder im App Store aufzunehmen.

Die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hat das Urteil damit begründet, dass Epic Games zwar den Vertrag gebrochen habe, als Fortnite In-App-Käufe angeboten hat, ohne die 30 Prozent an Apple abzutreten, im Hinblick auf die Unreal Engine und die Entwicklerwerkzeuge wurden aber keinerlei Vertragsbedingungen verletzt, Apples Reaktion sei heftiger als nötig gewesen, Kollateralschäden an unbeteiligten Dritten sollten vermieden werden. Die Richterin fügt hinzu, dass der Fall keineswegs eindeutig ist, und dass diese vorläufige Entscheidung keinen Einfluss auf das finale Urteil haben muss.

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Autor: Hannes Brecher, 25.08.2020 (Update: 25.08.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.