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Facebook: Rechtspopulistisches Portal Breitbart gehört zu den Newspartnern

Facebook: Rechtspopulistisches Portal Breitbart gehört zu den Newspartnern
Facebook: Rechtspopulistisches Portal Breitbart gehört zu den Newspartnern
Letzten Freitag hat Facebook verkündet, dass man in Zukunft Millionen US-Dollar für „Qualitätsjournalismus“ ausgeben werde, um den Start des neuen News-Tabs zu befeuern. In einem Interview hat Mark Zuckerberg allerdings Probleme zu begründen, warum auch das rechtspopulistische Portal Breitbart zu den so bezahlten Newspartnern gehören soll.
Christian Hintze,

Facebook-CEO Mark Zuckerberg und News-Chef Robert Thomson sprachen im Interview über die Notewendigkeit von „objektiven Journalismus“ und „Fact-checkin“ im Zeitalter von Social Media und aufblühenden „Fake News“.

Wenig später gerät Zuckerberg allerdings in Erklärungsnot bei der Frage danach, wie das rechtspopulistische Newsnetzwerk Breitbart in dieses Konzept passt. Denn neben großen Newspartnern wie der New York Times, Wall Street Journal oder USA Today sind auch kleinere, regionale Partner im Programm inkludiert.

Dass sich darunter allerdings auch ein Newsportal findet, welches der Co-Gründer Steve Bannon selbst einst als Plattform für „alt-right weiße Nationalisten“ bezeichnet hatte, ist nicht nur verwunderlich, sondern auch höchst bedenklich. Jener Bannon war seinerzeit übrigens oberster Kampagnenleiter des damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump.

Die Plattform ist wiederholt dafür in die Kritik geraten Fake News zu erfinden und zu verbreiten, meistens auf Kosten von Immigranten oder farbigen Menschen. Von Wikipedia ist das Portal letztes Jahr als unzulässige Quelle für Informationen für Artikel eingestuft worden.

Zuckerberg verwies im Interview lediglich darauf, dass der News Tab potentiell eine möglichst hohe Bandbreite an politischen Meinungen abbilden solle. Eine vollständige Liste der kooperierenden Medien liegt bisher nicht vor und sicher werden sich darunter auch weitere rechtskonservative Portale finden, um die Bandbreite zu "strecken". Die Kritiker dürfte diese Antwort allerdings kaum zufriedenstellen.

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Autor: Christian Hintze, 28.10.2019 (Update: 28.10.2019)
Christian Hintze
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).