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Facebook in England nach Cambridge-Analytica-Skandal verurteilt

Facebook wurde in England in Folge des Cambridge-Analytica-Skandals zur möglichen Höchststrafe verurteilt. Die beträgt aufgrund des alten Datenschutzgesetzes allerdings nur eine halbe Million Pfund.

Der Cambridge-Analytica-Skandal war einer der größten Datenskandale der jüngeren Internetgeschichte. Hierbei hat Cambridge Analytica ohne Zustimmung der Betroffenen Millionen Nutzerdaten aus Facebook abgegriffen, welche dann von politischen Organisationen oder Einzelpersonen genutzt wurden, um Wahlergebnisse zu beeinflussen. Insgesamt waren hierbei nach Schätzungen von Facebook die Daten von knapp 87 Millionen Nutzern betroffen.

Nun wurde Facebook in England wegen einem 'besonders schweren Verstoß' in Sachen Datenschutz verurteilt. Das Problem: Zum Zeitpunkt der Straftat galt die Datenschutz-Grundverordnung der EU noch nicht, sondern noch das veraltete Datenschutzgesetz von 1998 in England, weshalb Facebook auch nach diesem Gesetz verurteilt wurde und die Höchststrafe kassierte. Diese beläuft sich nach dem alten Gesetz allerdings auf gerade einmal eine halbe Million Pfund (565.000 Euro). Hätte die Datenschutz-Grundverordnung damals schon gegolten, hätte sich die Strafe auf bis zu 17 Millionen Pfund belaufen können (4 Prozent des Jahresumsatzes). Somit hatte Facebook nochmal Glück gehabt. In Deutschland wurde das Bußgeldverfahren schon eingestellt, da die meisten Datenschutzverletzungen schon verjährt sind.

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Autor: Cornelius Wolff, 25.10.2018 (Update: 25.10.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.