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Zurückgerudert: Natürlich zeichnet Facebooks neues "Portal" Daten auf

Facebook kanns nicht lassen, keine Nutzerdaten zu sammeln.
Facebook kanns nicht lassen, keine Nutzerdaten zu sammeln.
Facebook veröffentlichte letzte Woche zwei neue Smarthome-Geräte mit den Namen "Portal" und "Portal+". Obwohl der Konzern bei der Erst-Vorstellung bekannt gab, dass keine Nutzerdaten gesammelt werden, ist dies im Nachhinein nun doch korrigiert worden.

Facebook war in diesem Jahr immer wieder in den Schlagzeilen zu finden, wenn es über Datenschutz und Privatsphäre ging. Auch diesmal scheint es nicht ganz so zu verlaufen, wie sich Facebook eine gelungene Kommunikation nach außen hin wünschen würde. Letzte Woche wurden zwei neue Smarthome-Produkte, nämlich das 10,1 Zoll kleine "Portal" und etwas größere "Portal+" mit 15,6 Zoll vorgestellt. Diese Geräte sollen die Videotelefonie unter den Facebook-Nutzern vereinfachen, denn eine eingebaute Kamera folgt dem Nutzer und Umgebungsgeräusche werden herausgefiltert. Bei der Vorstellung dieser Geräte hat Facebook betont, dass auf Privatsphäre größten Wert gelegt wurde. 

“This is something in your living room or kitchen. There should be no surprises on it, period. You should know that you have full control over everything you’re saying.” (Dave Kaufman, the marketing lead for Portal)

Weiters würden laut Aussage Kaufmans auch keine Log- oder Nutzungsdaten für zielgerichtete Werbung verwendet werden. Das war letzte Woche - eine Woche später rudert Facebook bei diesem Statement allerdings wieder zurück, berichtet Recode.net.

“Portal voice calling is built on the Messenger infrastructure, so when you make a video call on Portal, we collect the same types of information (i.e. usage data such as length of calls, frequency of calls) that we collect on other Messenger-enabled devices. We may use this information to inform the ads we show you across our platforms.” wird nun seitens Facebook richtiggestellt. 

Im Klartext bedeutet dies, dass sehr wohl Nutzerdaten gesammelt und für Werbeeinblendungen verwendet werden, wenn auch am "Portal" selbst keine Werbung eingeblendet wird. Mit dem Kauf des "Portals" stellt man sich somit freiwillig ein weiteres Gerät in die eigenen vier Wände, um Facebook mit Informationen über das eigene Nutzungsverhalten zu füttern. Jedoch betont Facebook gleichzeitig auf der Produktseite, dass der Gesprächsinhalt selbst nicht aufgezeichnet oder ausgewertet wird. Auch kann die Kamera, die übrigens eine mitgelieferte Abdeckung besitzt, und das Mikrofon jederzeit auf Knopfdruck ausgeschalten werden, was danach durch eine rot leuchtende LED angezeigt wird. Diese werden erst dann durch einen weiteren Knopfdruck wieder aktiviert. 

Quelle(n)

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Autor: Daniel Puschina, 18.10.2018 (Update: 18.10.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.