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Facebook: Neues Datenleck stellt intime Informationen von 3 Millionen Nutzern bloß

Facebook: Neues Datenleck stellt intime Informationen von 3 Millionen Nutzern bloß
Facebook: Neues Datenleck stellt intime Informationen von 3 Millionen Nutzern bloß
Nachdem Facebook gerade versucht sich aus dem Griff des großen Datenskandals zu befreien, entdecken Forscher gleich das nächste Datenleck: Eine Untersuchung von New Scientist hat zu Tage gebracht, dass die Antwortdaten aus einer Umfrage-App mit teils intimen Fragen ganze 4 Jahre lang quasi für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Der Datenskandal vor nicht einmal zwei Monaten hat dazu geführt, dass die darin verwickelte Firma Cambridge Analytica dicht machen musste, die abgegriffenen Daten kursieren natürlich trotzdem weiter. Zudem gab es ein großes „TamTam“ um Facebook-CEO Mark Zuckerberg, welcher sogar vor dem US-Congress dazu ausgefragt wurde. Geschadet hat es dem Online-Netzwerk scheinbar nicht.

Aber eine neue Untersuchung zeigt, dass das Datenleck, wer hätte es gedacht, kein Einzelfall gewesen ist. Eine Untersuchung von New Scientist hat nun herausgefunden, dass die teils sehr persönlichen Antwortdaten aus einer weiteren Facebook-Umfrage-App für ganze vier Jahre lang quasi ungeschützt jedem zugänglich waren.

Die App „myPersonality“ fragte teils intime Daten der Facebook-Nutzer ab. Die sensiblen Antworten von immerhin 3 Millionen Nutzern waren online für nahezu 4 Jahre lang zugänglich. Offiziell durften zwar „nur“ Forscher per Passwort auf die Daten zugreifen, allerdings konnten funktionierende Zugangsdaten per simpler Online-Suche gefunden werden. Die unzureichend gesicherte Website gab Einblick in Daten wie Geschlecht, Alter, Aufenthaltsort, Status Updates und sogar die Ergebnisse eines psychologischen Tests, welche alle an eine persönliche ID gebunden waren, sodass die sensiblen Daten leicht de-annonymisiert werden konnten.

Facebook hat die Quiz-App im April von der Seite entfernt und eine weitere, interne Untersuchung eröffnet. Insgesamt hat Facebook in der letzten Zeit über 200 Apps aufgrund von Datenschutzbedenken entfernen lassen, myPersonality war nur eine davon. Wieviele dieser Apps bereits Millionen weitere, teils extrem sensible Nutzerdaten abgegriffen und an Dritte weitergeleitet haben, ist noch unbekannt.

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Autor: Christian Hintze, 15.05.2018 (Update: 15.05.2018)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).