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Meinung | Moral von Facebook-Angestellten durch Skandale und Aktienabrutsch auf einem Tiefpunkt

Moral von Facebook-Angestellten durch Skandale und Aktienabrutsch auf einem Tiefpunkt
Moral von Facebook-Angestellten durch Skandale und Aktienabrutsch auf einem Tiefpunkt
Das Wall Street Journal hat die Facebook-Mitarbeiter zu ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es dramatisch verschlechterte Zahlen. Aber wie hätte Facebook diese Entwicklung je vorhersehen können?
Christian Hintze,
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Facebook kann einem schon fast leid tun: Nachdem der Konzern schon seit gefühlten Jahrzehnten sein unschuldiges Geschäft mit den Daten seiner Nutzer macht und Regierungen dem Treiben jahrelang scheinbar gleichgültig gegenüber stehen und bestenfalls ein Achselzucken dafür parat hatten, zieht die EU aus dem heiteren Facebook-Himmel plötzliche diese DSGVO aus dem Hut. Einen solchen Umschwung in Sachen Datenschutzbewusstsein konnte ja keiner ahnen, die anschließend bekannt gewordenen, kleineren „Datenschutzpannen“ (hier, hier, hier und hier und hier und...) wären früher wohl noch anders genannt und bewertet worden.

Zusätzlich sah sich das „Soziale Netzwerk“ auch noch diesem Cambridge-Analytica-Datenskandal ausgesetzt, nur weil ein Unternehmen das getan hat, was vor ihm schon viele andere Unternehmen oder Geheimdienste getan haben – die Daten von Millionen freundlicher Facebook-Nutzer für ihre eigenen Zwecke zu benutzen. Das daraus ein derartiger Skandal wird, konnte ja nun wirklich keiner ahnen, Facebook am allerwenigsten. Vor dem unvorhersehbar neu erwachten Datenschutzbewusstsein waren Vorsichtsmaßnahmen in dieser Sachen ja auch völlig verschwendete Zeit und Geld, es hat ja eh nur eine machtlose Bürgermasse interessiert.

Und so sieht sich das digitale Netzwerk einer klar fremdproduzierten, aufgebauschten und völlig ungerechtfertigten Hetzkampagne ausgesetzt, welche nun doch tatsächlich an der Moral seiner Mitarbeiter rüttelt. Ja klar, die armen Kreaturen, welche täglich tausende von Hetzbeiträgen oder (Selbst-) Mordvideos von Hand sichten und entfernen müssen, bei denen ist die Moral auch vorher schon am Tiefpunkt gewesen. Allerdings sind diese auch oft extern angestellt und zählen damit quasi nicht zur Stammbelegschaft von Facebook.

Aber nun greifen diese unglückselige Affairen auch noch nach der Moral der übrigen Angestellten. Und das Schlimmste von allem: Das Absacken des Börsenkurses von Facebook. Selbst ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden des Cambridge-Analytica-Skandals hielt sich der Kurs stabil, nichts schien Facebook etwas anhaben zu können. Aber dieses seitdem andauernde Rumgenörgele an den Facebook-Praktiken und die ständigen Vorladungen des armen Mark Zuckerberg zu irgendwelchen sinnlosen und öffentlichkeitsbefriedenden Befragungen wollten einfach nicht mehr abreißen und ziehen den Gewinn der Aktionäre nun nach unten, nun schon 35 % in den letzten 4 Monaten! Klar, dass den vielen Mitarbeitern, die Aktien am Unternehmen halten, da die Moral abgeht.

Ganz plötzlich ist Facebook nach scheinbarer Unantastbarkeit doch irgendwie zum allgemeinen Datenfeind deklariert worden. Laut Wall Street Journal sind nur noch 52 % der Angestellten optimistisch was die Zukunft von Facebook anbelangt, im Vorjahr waren es noch 84 Prozent! Auch alle anderen Umfragewerte sind deutlich schlechter als im Vorjahr, so z.B. wie viele Angestellten stolz darauf sind bei Facebook zu arbeiten (immerhin 70 % statt 87 % im Vorjahr).

Warum um Himmels willen, so wird sich Facebook sicher fragen, können wir nicht einfach wieder zurück in die gute alte, einfache Zeit, wo Politiker nur mit den Achseln zuckten, wenn ein paar Millionen Bürgerdaten verkauft wurden oder "verloren" gingen? Warum nur macht man Facebook für alle ihnen freiwillig zur Verfügung gestellten Daten verantwortlich, schließlich ist nichts komplett absicherbar, warum dann erst solche Mühen und Geld in den zum Scheitern verurteilten Versuch investieren? [Ironie aus]

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 15.11.2018 (Update: 15.11.2018)