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Nvidia führt Käufer der GT 1030 in die Irre

Nvidia führt Käufer der GT 1030 in die Irre
Nvidia führt Käufer der GT 1030 in die Irre
Vorsicht beim Kauf einer GT 1030. Nvidia bietet ohne zusätzliche Hinweise zwei Versionen der Grafikkarte zum gleichen Preis an. Benchmarkergebnisse zeigen aber, dass bei dem Modell mit DDR4- statt GDDR5-RAM die Leistung zur Hälfte einbricht!

Die Original-GT 1030 wurde von Nvidia im Mai 2017 auf den Markt gebracht. Es handelt sich um eine preiswerte Einsteiger-Karte mit der man dank des schnellen GDDR5-Speichers aber immerhin einige weniger anspruchsvolle Titel sogar in Full-HD spielen kann.

Ein Jahr später, im April, haben auch wir darüber berichtet, dass Nvidia die Karte heimlich rekonfiguriert hat und mittlerweile eine abgespeckte Version seiner GT 1030 anbietet. Der Name bzw. die Bezeichnung der Karte ist aber komplett identisch, sodass sich der Verdacht aufdrängt, dass Käufer hier bewusst in die Irre geführt werden.

Denn der Unterschied liegt technisch nur im verwendeten Videospeicher. Während im Original schneller GDDR5-Speicher zum Einsatz kommt, sind es bei der namensgleichen Neuauflage nur DDR4-Speicher – und das macht die Originalkarte über 100 % schneller oder aber das neue Modell 50 % langsamer! Denn der DDR4-Speicher weist 65 Prozent weniger Speicherbandbreite auf, was über alle Benchmarks in einem Leistungsverlust von mehr als 50 % resultiert.

Wer also eine Nvidia-Karte unter 100 Euro sucht und nicht genau auf den verwendeten Videospeicher der GT 1030 achtet, der könnte zufällig eine Karte bekommen, die 118 % schneller ist als die GT 1030 eines anderen Käufers – nun ja, natürlich nur im positiven Fall. Eine echte Zumutung seitens Nvidias und leider nicht die einzige in jüngster Zeit.

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Autor: Christian Hintze, 10.07.2018 (Update: 10.07.2018)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).