Notebookcheck

Teardown: Neues MacBook Pro kommt mit nur einem Lüfter

Es gibt nach wie vor Gründe, zum teureren Modell zu greifen. (Bild: iFixit)
Es gibt nach wie vor Gründe, zum teureren Modell zu greifen. (Bild: iFixit)
Nach außen hat sich beim neuen Einsteiger-MacBook Pro vieles geändert, immerhin kommt das Notebook jetzt mit einem Quad-Core-Prozessor und der Touch Bar. Im Inneren findet man aber, anders als beim teureren Modell, nur einen Lüfter. Auch abgesehen davon macht das Teardown-Team einige interessante Entdeckungen.

Während Apples neues 13 Zoll MacBook Pro für 1.499 Euro vor allem in ersten Benchmarks eine deutlich bessere Figur macht als sein Vorgänger, dürfte die Leistung bei Dauerbelastung nicht ganz an die des Modells mit vier Thunderbolt-Ports herankommen.

Grund dafür ist, dass Apple in diesem Modell wie gehabt auf nur einen Lüfter setzt – das teurere Modell kann auf zwei davon zurückgreifen. Der Intel Core i5-8257U benötigt mit seiner TDP von 15 Watt weniger Energie als der 28 Watt-Chip im Modell mit vier Thunderbolt-Ports, wodurch theoretisch weniger Abwärme erzeugt werden sollte. Wie unser Test des älteren Quad-Core-Modells zeigt lässt Apple der CPU gerne freie Hand beim Energieverbrauch, um ihren Turbo Boost so weit ausnutzen zu können, wie es das Kühlsystem erlaubt.

In der Praxis dürfte der Unterschied zwischen den beiden Modellen bei andauernder Belastung also etwas größer sein, als Geekbench es impliziert – wie viel Leistung durch das kräftigere Kühlsystem genau gewonnen werden kann, hängt vor allem davon ab, wie effizient der neue Chip von Intel ist. Erste ausführliche Tests werden hier besonders aufschlussreich.

MacBook Pro 13 Zoll 2019 mit zwei Thunderbolt-Pots (Bild: iFixit)
MacBook Pro 13 Zoll 2019 mit zwei Thunderbolt-Pots (Bild: iFixit)
MacBook Pro 13 Zoll 2018 mit vier Thunderbolt-Ports (Bild: iFixit)
MacBook Pro 13 Zoll 2018 mit vier Thunderbolt-Ports (Bild: iFixit)

Abgesehen davon findet iFixit einen mit 58,2 Wh etwas größeren Akku (Vorgängergeneration: 54,5 Wh), und anders als beim Vorgänger ist neben dem Arbeitsspeicher auch die SSD fest verlötet, sodass spätere Upgrades extrem erschwert werden. Dafür ist nun sowohl das Thunderbolt-Board als auch ein Board am AUX-Anschluss, welches auch die Chips für den Anschluss von Touch ID enthält, modular und einfach ersetzbar.

Die Tastatur wurde ebenfalls verbessert: Apple setzt auch bei diesem Modell auf eine Butterfly Tastatur der dritten Generation, welche deutlich zuverlässiger sein soll als ihre Vorgänger, die teils enorm problemanfällig waren. Die verbauten Lautsprecher wurden ein ganzes Stück kleiner.

Mit einer Reparatur-Wertung von nur zwei von zehn Punkten erhält Appels MacBook Pro die erwartet schlechte Note von iFixit. Das gesamte Teardown, mit vielen Bildern und interessanten Informationen zu kleinen Veränderungen beim Aufbau, findet sich direkt bei iFixit.

Das MacBook Pro besteht weiterhin aus verhältnismäßig wenigen Teilen. (Bild: iFixit)
Das MacBook Pro besteht weiterhin aus verhältnismäßig wenigen Teilen. (Bild: iFixit)
Die Tastatur soll robuster als beim Vorgänger sein. (Bild: iFixit)
Die Tastatur soll robuster als beim Vorgänger sein. (Bild: iFixit)
Immerhin das Thunderbolt-Board kann getauscht werden. (Bild: iFixit)
Immerhin das Thunderbolt-Board kann getauscht werden. (Bild: iFixit)

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Autor: Hannes Brecher, 13.07.2019 (Update: 17.07.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.