Notebookcheck

Test HTC U Ultra Smartphone

Die Rückkehr? Für einen dringend nötigen Erfolg soll das neue Flaggschiff HTC U Ultra sorgen. Mit intelligentem Assistenten, hochwertiger Audiotechnik und Zweitbildschirm könnte das sogar klappen. Einige Testwerte lassen dann aber doch Zweifel aufkommen. Wie unser Urteil letztendlich ausfällt, lesen Sie im Test.

HTC will in die Zukunft starten. Die soll eine stärkere Personalisierung der Nutzung des Smartphones bringen und endlich wieder genug Geld in die Kassen der Taiwaner spülen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Deshalb gibt es auch einen Neuanfang bei den Geräten: Günstige Smartphones soll es künftig von HTC nicht mehr geben, das Unternehmen setzt auf hochwertige Devices mit innovativen Features. Auch die Namensgebung ist neu: Mit der HTC-U-Serie soll klar sein, wer im Mittelpunkt steht: "U", im Englischen ein Synonym für "Du". Das HTC U Ultra ist das neue Flaggschiff von HTC - und es ist riesig: Mit 5,7 Zoll bietet es viel Bildschirmfläche, die mit hochauflösenden Inhalten gefüllt wird. Außerdem gibt es wieder mal hochwertige Lautsprecher, vier Mikrofone, die eine 3D-Soundaufnahme ermöglichen und einen eigenen persönlichen Assitenten, der vom Nutzer lernt.

Das klingt alles tatsächlich recht innovativ, aber das HTC U Ultra hat als Top-Smartphone natürlich auch starke Konkurrenz: Das sind die Platzhirsche Apple iPhone 7 Plus und Samsung Galaxy S7 Edge ebenso wie die anderen Herausforderer, beispielsweise das Google Pixel XL oder das LG G6. Mal sehen, wie sich das HTC U Ultra in unserem Test-Parcours schlägt.

HTC U Ultra (U Serie)
Hauptspeicher
4096 MB 
Bildschirm
5.7 Zoll 16:9, 2560x1440 Pixel 515 PPI, kapazitiver Touchscreen, SLCD 5, Corning Gorilla Glass 5, zweites Display 2,05", 1040x160 Pixel, spiegelnd: ja
Massenspeicher
64 GB eMMC Flash, 64 GB 
, 54 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 3.0 / 3.1 Gen1, Audio Anschlüsse: Audioausgabe über USB Typ-C, 4 Mikrofone für 3D-Aufnahme, Card Reader: microSD bis 2TB, 1 Fingerprint Reader, NFC, Helligkeitssensor, Sensoren: Annäherungssensor, Bewegungssensor, Kompass, Neigungssensor, Magnetsensor, DLNA, Miracast, USB-OTG
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2, GSM (850/​900/​1800/​1900), UMTS (850/​900/​1700/​1900/​2100), LTE (B1/​B2/​B3/​B4/​B5/​B7/​B8/​B12/​B17/​B20/​B28/​B38/​B39/​B40/​B41); Bandbreite (Download/​Upload): 600Mbps/​50Mbps (LTE), LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 8 x 162.4 x 79.9
Akku
11.4 Wh, 3000 mAh Lithium-Ion, Quick Charge 3.0, Telefonieren 3G (laut Hersteller): 26 h, Standby 3G (laut Hersteller): 300 h
Betriebssystem
Android 7.0 Nougat
Kamera
Primary Camera: 12 MPix Phasenvergleich- und Laserfokus, optische Bildstabilisierung, ƒ/1.8, Sapphirglas, Dual-LED-Blitz, Videos @2160p/​30fps
Secondary Camera: 16 MPix ƒ/2.0, Voice Selfie, Videos @1080p/​30fps
Sonstiges
Lautsprecher: Stereolautsprecher an der Vorderseite, Tastatur: Virtuelles Keyboard, Headset, Ladegerät, USB-Kabel, SIM-Tool, Viveport, Sense Companion (noch nicht verfügbar), HTC Hilfe, 24 Monate Garantie, SAR: 0,374W/​kg (Kopf), 1,2W/​kg (Körper), Lüfterlos
Gewicht
170 g, Netzteil: 60 g
Preis
800 Euro

 

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Gehäuse

Als "liquid", also flüssig, bezeichnet HTC seine neue Designsprache. Und es stimmt: Die Rückseite sieht tatsächlich aus, als würde sich die Umgebung in einer Flüssigkeit spiegeln. Bei unserem weißen Modell kommt ein schicker Farbeffekt wie bei Perlmutt dazu, um die Ecken ist das Glas gebogen. Die weiteren Farbvarianten sind Schwarz, Blau und Pink, jede bietet ein eigenes Farbenspiel an der Rückseite. Für die nahe Zukunft verspricht HTC auch ein Modell mit extra kratzfestem Saphirglas an der Front.

Auch beim Standardmodell sollen die Oberflächenmaterialien durch eine spezielle Verarbeitung besonders bruchsicher sein und trotz der Größe ein "Bendgate" wie beim iPhone 6 Plus verhindern. Erste Videos im Internet unterziehen das HTC U Ultra bereits einem Torture-Test, wir verlinken eines davon unten. Darin zeigt sich, dass die Oberflächen des HTC U Ultra für den Alltag kratzfest genug sind, nur der LED-Blitz und der darunter liegende Autofokus sind etwas empfindlich. Hitze hält das Display gut aus, die Pixel erholen sich nach hoher Hitzebelastung sogar wieder vollständig.

Im Video wird das HTC U Ultra deutlich verbogen, allerdings wurde zuvor die Glasrückseite mit einem beinahe diamantharten Metallstift zerkratzt. In unserem Test zeigt sich das HTC U Ultra recht stabil, es lässt sich kaum verwinden, allerdings kommt Druck von vorne und hinten zum Bildschirm durch und zeigt sich dort als leichte Wellen. Auch lässt sich die Rückseite spürbar eindrücken. Das führt insgesamt zu einem guten Stabilitätseindruck mit leichten Abzügen.

Das HTC U Ultra ist nochmals ein Stück größer als die XL- oder Plus-Varianten der anderen Hersteller. Das liegt am üppigen 5,7-Zoll-Display und dem darüber angebrachten Zweitbildschirm. Mit 8 Millimeter Dicke ist das HTC U Ultra nicht wuchtig, die rückwärtige Kamera steht allerdings deutlich aus dem Gehäuse hervor. Durch die abgerundeten Ecken liegt es gut in der Hand, etwas ruppige Kanten gibt es aber am Metallrahmen, und auch der Übergang vom Rahmen zur Rückseite ist deutlich spürbar.

Insgesamt sieht das HTC U Ultra sehr schick aus, wobei jede Farbvariante ihren eigenen Reiz hat. In Sachen Stabilität ist das Gehäuse ebenfalls gut, allerdings muss man mit der Größe zurechtkommen, und die Verarbeitung zeigt leichte Mängel.

Größenvergleich

Ausstattung

64 GB Speicher und 4 GB Arbeitsspeicher sind eine gute Ausstattung. Etwas schade ist, dass HTC aktuell keine anderen Speicherausstattungen für sein Smartphone anbietet, oder nur als Sondermodell. Eine Dual-SIM-Variante des HTC U Ultra existiert, allerdings ist sie aktuell in Deutschland nicht verfügbar. Der Speicher lässt sich immerhin mit microSD-Karten erweitern, das ist ein deutlicher Vorteil gegenüber dem iPhone 7 Plus. Der USB-C-Port unterstützt USB 3.0, das ist beispielsweise beim Samsung Galaxy S7 Edge noch nicht so. USB-OTG wird beim HTC U Ultra ebenfalls unterstützt. Was viele als großes Problem erleben, ist das Fehlen des 3,5-mm-Audioanschlusses. Zwar legt HTC ein USB-C-Headset bei, bestehende Headsets oder Kopfhörer mit Klinkenstecker lassen sich aber nur per Adapter anschließen. Dieser liegt dem Smartphone nicht bei, man muss je nach Modell zwischen 5 und über 20 Euro dafür extra ausgeben.

links: keine Anschlüsse
links: keine Anschlüsse
rechts: Lautstärkewippe, Standby-Taster
rechts: Lautstärkewippe, Standby-Taster
oben: SIM-Schublade
oben: SIM-Schublade
unten: USB-C-Port, Lautsprecher
unten: USB-C-Port, Lautsprecher

Software

Das HTC U Ultra setzt bereits auf Android 7, wie man es von einem Flaggschiff-Smartphone im Jahr 2017 auch erwartet. HTC ist schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, Android möglichst im Originalzustand zu belassen und zusätzliche Funktionen per Apps zu bieten, um möglichst schnell Updates für das Betriebssystem liefern zu können. Was man auch von HTC gewöhnt ist: Zum Marktstart des neuen HTC Flaggschiffs sind manche versprochenen Software-Funktionen noch nicht verfügbar: Der HTC Sense Companion, ein persönlicher Assistent, der eines der Hauptversprechen, nämlich die automatische Personalisierung des Smartphones, einlösen soll, ist bei unserem Testgerät noch nicht installiert. Das war damals bei der Video-Software Zoe ebenfalls so. Auf der Website verspricht HTC lapidar einen Download des Sense Companion noch 2017, während des Tests kommt er aber schon als Update.

Der Sense Companion überwacht alle Aktionen auf dem Smartphone und errechnet daraus Empfehlungen: Wenn man beispielsweise eine Strecke oft mit dem Auto fährt und das Smartphone als Navigationssystem nutzt, erinnert der Sense Companion je nach Verkehrslage daran, früher loszufahren. Oder er erinnert daran, das Smartphone aufzuladen, wenn man später nochmal wegmuss. Zunächst allerdings muss er Daten sammeln, es braucht also einige Tage, bis der Sense Companion dann auch wirklich funktioniert. Man kann jede Aktion nach ihrer Nützlichkeit bewerten, so soll Sense Companion für den User immer nützlicher werden.

Ansonsten bietet die Sense-Oberfläche, die über Android 7 gelegt wurde, im rechten Bereich den BlinkFeed, der sich aus Nachrichten und Updates aus Social Media zusammensetzt. Es gibt eine Hilfe-App, eine eigene Mail-App und natürlich HTCs Viveport, eine App, mit der man sich Virtual-Reality-Anwendungen besorgen kann, dafür benötigt man dann aber auch eine VR-Halterung für das Smartphone.

Kommunikation und GPS

Das HTC U Ultra bietet zahlreiche Funkfrequenzen, über die es mit dem Handynetz kommunizieren kann: vier GSM-, fünf UMTS- und satte 15 LTE-Bänder stehen hier zur Verfügung. Damit sollte man zumindest im LTE-Netz im Ausland keine Probleme haben, gerade zum Fall der Roaming-Gebühren in der EU eine gute Nachricht. Die maximale LTE-Geschwindigkeit beträgt 600 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload, das entspricht LTE Cat.11. Das Samsung Galaxy S7 Edge schafft im Upload bis zu 150 MBit/s, auch das Google Pixel XL kommt auf etwas mehr im Upload. In Deutschland schafft aktuell aber ohnehin kein LTE-Netzwerk mehr als 375 MBit/s im Download (Vodafone), zudem sind alle Werte natürlich rein theoretisch und hängen von vielen Faktoren ab. Der Empfang über das LTE-Netz von Vodafone ist in einer deutschen Großstadt auch in Innenräumen gut, wir haben stets zumindest 4/5 der Signalqualität.

Das HTC U Ultra unterstützt alle aktuellen WLAN-Standards, auch den sehr flotten 802.11 ac. Damit erreicht es aber leider in unserem standardisierten Test in einem Meter Entfernung zum Router nur wesentlich langsamere Übertragungsdaten als beispielsweise das Google Pixel XL. In der Praxis haben wir nahe am Router vollen Empfang und einen recht schnellen Seitenaufbau. In zehn Metern Entfernung zum Router und durch drei Wände ist noch der halbe Empfang verfügbar, der Seitenaufbau geht etwas langsamer vonstatten.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Google Pixel XL 2016
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB eMMC Flash
515 MBit/s ∼100% +109%
LG G6
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB UFS 2.0 Flash
325 MBit/s ∼63% +32%
Samsung Galaxy S7 Edge
Mali-T880 MP12, 8890 Octa, 32 GB UFS 2.0 Flash
281 MBit/s ∼55% +14%
HTC U Ultra
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 64 GB eMMC Flash
247 MBit/s ∼48%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Google Pixel XL 2016
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB eMMC Flash
435 MBit/s ∼100% +68%
Samsung Galaxy S7 Edge
Mali-T880 MP12, 8890 Octa, 32 GB UFS 2.0 Flash
335 MBit/s ∼77% +29%
HTC U Ultra
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 64 GB eMMC Flash
259 MBit/s ∼60%
LG G6
Adreno 530, 821 MSM8996 Pro, 32 GB UFS 2.0 Flash
220 MBit/s ∼51% -15%
GPS-Test, Innenraum
GPS-Test, Innenraum
GPS-Test, im Freien
GPS-Test, im Freien

In Innenräumen kann uns das GPS-Modul nur nahe an Fenstern orten und auch dann nur recht ungenau auf bis zu 18 Meter. Im Freien sind es immerhin 9 Meter Genauigkeit, die recht schnell zustandekommen. Das ist aber immer noch kein wirklich guter Wert, hier erreichen andere, auch wesentlich günstigere Geräte teils viel bessere Werte.

Und wie sieht es in der Praxis aus? Wir nehmen das HTC U Ultra mit auf eine Ausfahrt mit dem Fahrrad und packen noch das Profi-Navi Garmin Edge 500 dazu. Auf 6,5 Kilometer Strecke beträgt die Messdistanz der beiden GPS-Module 170 Meter, das ist eine akzeptable Abweichung. Das HTC U Ultra misst einen etwas kürzeren Weg, da es mit eindeutig weniger Messpunkten arbeitet als das Profi-Navi. So "fliegen" wir beim HTC U Ultra bei der Ansicht der Karte scheinbar über ein Haus oder quer durch den Wald. Das Garmin Edge 500 zeigt hier wesentlich exakter unsere Fahrtstrecke. So exakt wie ein Profi-Navi misst zwar kein Smartphone, andere Modelle bekommen es aber deutlich genauer hin als das HTC U Ultra. Dennoch reicht die gebotene Genauigkeit für die Freizeitnavigation noch aus.

Garmin Edge 500: Überblick
Garmin Edge 500: Überblick
Garmin Edge 500: Wald
Garmin Edge 500: Wald
Garmin Edge 500: Brücke
Garmin Edge 500: Brücke
HTC U Ultra: Überblick
HTC U Ultra: Überblick
HTC U Ultra: Wald
HTC U Ultra: Wald
HTC U Ultra: Brücke
HTC U Ultra: Brücke

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Telefon-App
Telefon-App

Die Telefon-App hat HTC im Rahmen seiner Sense-Oberfläche angepasst, im Endeffekt bietet sie aber ähnliche Funktionen wie Googles Standard-App: Man kann Favoriten festlegen, hat direkten Zugriff auf seine Kontakte und ein Tastenfeld. Das alles passiert über Reiter oberhalb eines Hauptbedienfeldes.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist gut, zumindest auf unserer Seite: Das Gegenüber kommt sehr laut an, wir mussten den Ton beinahe auf die Hälfte zurück drehen, bis wir in leiser Umgebung eine angenehme Lautstärke erreicht hatten. Allerdings rauscht der Ton dann immer noch, und das Gegenüber klingt leicht dumpf. Wir kommen bei unserem Gesprächspartner ebenso nicht völlig klar an, sind ebenfalls ein wenig dumpf, und auch ein leichtes Rauschen meint unser Gegenüber zu hören. Über die eingebaute Freisprecheinrichtung kann man gleichwohl das Gegenüber sehr laut hören, auch hier ist der Klang aber nicht ganz so klar, wie wir es uns wünschen würden. Auch wir kommen bei unserem Gesprächspartner etwas dumpf und zugleich mit zuviel Hall an. Ein Vorteil des Mikrofons ist aber, dass es auch sehr leise Sprache noch zuverlässig aufzeichnet. Insgesamt ist die Sprachqualität ordentlich, bei Sonys Spitzenmodellen, wie dem aktuellen Xperia XZ, allerdings nochmals um Welten besser.

Kameras

Aufnahme Frontkamera, Ultrapixel
Aufnahme Frontkamera, Ultrapixel
Aufnahme Frontkamera, 16 MP
Aufnahme Frontkamera, 16 MP

In Sachen Kameratechnik geht HTC traditionell bei seinen Flaggschiff-Smartphones eigene Wege: Der Hersteller macht nämlich die Hatz nach immer noch mehr Megapixel nicht mit, sondern setzt seit einigen Jahren lieber auf weniger, dafür größere Pixel, die mehr Licht einfangen und dadurch auch in dunklen Umgebungen bessere Bilder machen. Das HTC U Ultra hat dann auch an der Rückseite lediglich eine Kamera mit "nur" 12 Megapixel verbaut. Die technischen Daten lesen sich ansonsten wie bei allen aktuellen High-End-Smartphones: optischer Bildstabilisator, Phasenverschiebungs- und Laserautofokus, Dual-LED-Blitz. Das Kameramodul als solches ist das gleiche wie beim HTC 10, allerdings mit leichten Verbesserungen, so wurde der Autofokus beispielsweise überarbeitet.

Die Bilder der Kamera können durchaus überzeugen: Es sind sehr viele Details zu sehen, die Bilder sind äußerst scharf, und die Lichtausbeute ist wirklich sehr hoch. Die Bilder des iPhone 6s wirken teilweise etwas unschärfer, zumindest bietet das HTC U Ultra aber mehr Details in dunklen Bereichen. Mit der rückwärtigen Kamera lassen sich 4K-Videos mit 30 Frames pro Sekunde aufzeichnen. Die Qualität ist sehr gut, und die Belichtung reguliert schnell nach, wenn sich die Lichtsituation im Raum ändert. Als kleine Besonderheit lässt sich über die vier verbauten Mikrofone 3D-Ton aufnehmen, also Surround-Sound. Schade, dass sich dieser Sound über das Smartphone nicht abspielen lässt. Einen eindeutigen Stereoeffekt konnten wir zudem nicht feststellen.

Die Frontkamera ist eine weitere Besonderheit: Sie bietet mit 16 Megapixel nämlich mehr Pixel als die rückwärtige Kamera, kann allerdings über die Software in einen Ultrapixel-Modus mit größeren Pixeln umgeschaltet werden, um in dunkleren Bereichen mehr Lichtausbeute zu bekommen. Das funktioniert tatsächlich, allerdings gefallen uns die Resultate im 16-Megapixel-Modus deutlich besser: Farbwiedergabe und Schärfe sind hier auf spürbar höherem Niveau. Insgesamt sind die Resultate dann für eine Frontkamera tatsächlich sehr gut.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Photo von dem Testgerät.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Im Labor unterziehen wir die Hauptkamera des HTC U Ultra noch einmal einem Test unter kontrollierten Lichtbedingungen. Hier zeigt sich, dass Farben etwas zu hell dargestellt werden, und beim Abfotografieren unserer Referenzkarte fällt uns auf den Bildern ein leichter Blaustich auf. Gut gefällt uns aber, dass zu den Ecken hin die Schärfe kaum abnimmt und Text vor farbigem Hintergrund für die Kamera kein größeres Problem ist.

ColorChecker: In der unteren Hälfte eines jeden Feldes befindet sich die Zielfarbe.
ColorChecker: In der unteren Hälfte eines jeden Feldes befindet sich die Zielfarbe.
Referenzkarte abfotografiert
Referenzkarte abfotografiert
Referenzkarte Detail
Referenzkarte Detail

Zubehör und Garantie

In der Packung des HTC U Ultra finden sich ein Schnellladegerät, ein USB-C-Kabel und ein USB-C-Headset mit Anpassung an das jeweilige Ohr, das wir im Kapitel "Lautsprecher" näher betrachten. Als weitere Zugaben spendiert HTC ein Reinigungstuch und sogar ein durchsichtiges Schutzcover aus Kunststoff. Außerdem gibt es ein SIM-Tool zum Öffnen der Schublade. Für je knapp 35 Euro kann man ein neues Ladegerät oder ein Ladegerät für das Auto bestellen. Für 120 Euro gibt es zudem mit dem JBL Reflect Aware C auch noch ein passendes USB-C-Headset mit Geräuschunterdrückung.

24 Monate Garantie bietet HTC für seine Smartphones.

Eingabegeräte & Bedienung

Die virtuelle Tastatur stammt von TouchPal und wurde für HTC Sense gegenüber der Standard-Version aus dem Google Play Store ein wenig angepasst. Mit der Tastatur kann man gut schreiben, da sie große Tasten, eine zuverlässige Erkennung und viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Die Tastatur kann mit Themes angepasst werden, man kann die Größe ändern oder man teilt die Tastatur, wenn man lieber mit zwei Händen tippt.

Der Touchscreen arbeitet zuverlässig und reagiert auf geringste Berührungen auch an den Rändern. Ebenso zuverlässig lässt er sich auf dem Zweitdisplay bedienen.

Der Fingerabdrucksensor findet sich mittig unterhalb des Bildschirms und reagiert sehr flott auf einen aufgelegten Finger. Zudem weckt er das Smartphone bei Betätigung auch aus dem Standby. Die Menütasten finden sich unterhalb des Bildschirms, wobei der Fingerabdrucksensor als Home Button genutzt wird. Die Tasten für die geöffneten Apps und die Zurück-Funktion sind recht klein geraten, sodass man öfter mal danebentippt.

Die Hardware-Tasten an der rechten Gehäuseseite sind aus Metall, deutlich zu ertasten und haben einen sehr deutlichen Druckpunkt. Auch sie reagieren sehr zuverlässig auf Eingaben.

Tastatur quer
Tastatur quer
Tastatur hochkant
Tastatur hochkant

Display

Subpixel-Aufnahme
Subpixel-Aufnahme

Mit 2.560 x 1.440 Pixel löst das 5,7 Zoll große Hauptdisplay des HTC U Ultra auf. Dazu kommt noch ein kleines Display neben der Frontkamera, das 2,05 Zoll im Durchmesser groß ist und mit üppigen 1.040 x 160 Pixel auflöst. Auf diesem zweiten Display lassen sich App-Schnellzugriffe, ein Musikplayer, das Wetter oder Termine ablesen, per Touchscreen kann es unabhängig vom Hauptdisplay gesteuert werden.

Apple ist traditionell eher weniger an extrem hohen Auflösungen seiner Displays interessiert, und so besitzt das iPhone 7 Plus nur einen Full-HD-Screen, während die anderen Vergleichsgeräte in Sachen Auflösung mit dem HTC U Ultra mithalten können. Inhalte wirken sowohl auf dem Hauptbildschirm als auch auf dem Zweitbildschirm sehr scharf, Texte lassen sich sehr gut lesen. Die Bildschirmhelligkeit des SLCD-Screens ist mit knapp 445 cd/m² ordentlich, es gibt aber noch deutlich hellere Screens im Google Pixel XL oder beim iPhone 7 Plus. Die Ausleuchtung ist mit 88 Prozent noch einigermaßen gleichmäßig, an den Rändern kann es aber dann doch zu sichtbaren Helligkeitsunterschieden kommen.

472
cd/m²
453
cd/m²
438
cd/m²
444
cd/m²
470
cd/m²
427
cd/m²
433
cd/m²
450
cd/m²
415
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 472 cd/m² Durchschnitt: 444.7 cd/m² Minimum: 4.1 cd/m²
Ausleuchtung: 88 %
Helligkeit Akku: 470 cd/m²
Kontrast: 2136:1 (Schwarzwert: 0.22 cd/m²)
ΔE Color 5.5 | - Ø
ΔE Greyscale 7.6 | - Ø
98.7% sRGB (Calman)
Gamma: 2.2
HTC U Ultra
SLCD 5, 2560x1440, 5.7
Apple iPhone 7 Plus
IPS, 1920x1080, 5.5
Google Pixel XL 2016
AMOLED, 2560x1440, 5.5
Samsung Galaxy S7 Edge
Super AMOLED, 2560x1440, 5.5
LG G6
IPS LCD, 2880x1440, 5.7
Bildschirm
18%
19%
45%
17%
Brightness
445
553
24%
408
-8%
552
24%
611
37%
Brightness Distribution
88
97
10%
85
-3%
96
9%
89
1%
Schwarzwert *
0.22
0.35
-59%
0.23
-5%
Kontrast
2136
1591
-26%
2809
32%
DeltaE Colorchecker *
5.5
1.4
75%
4
27%
1.59
71%
4.5
18%
DeltaE Graustufen *
7.6
1.3
83%
3.2
58%
2.01
74%
6
21%
Gamma
2.2 109%
2.21 109%
2.19 110%
2.01 119%
2.27 106%
CCT
7454 87%
6667 97%
7037 92%
6321 103%
7996 81%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
63.1
82.12
67.74
Color Space (Percent of sRGB)
99.83
99.98
99.05

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 55 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 8469 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Der Schwarzwert ist mit 0,22 cd/m² ebenfalls sehr gut, auch hier haben zwei Konkurrenzgeräte aber einen Vorteil: Durch ihre AMOLED-Screens können Google Pixel XL und Samsung Galaxy S7 Edge vollständiges Schwarz darstellen. Das führt zu einem theoretisch unendlich hohen Kontrast und lässt Farben leuchten. Das HTC U Ultra schafft aber auch so einen sehr guten Kontrastwert von 2136:1.

Wir testen den Bildschirm noch mit dem Spektralfotometer und der Software CalMAN in den verschiedenen Farbtemperatur-Einstellungen, die das Smartphone ermöglicht. Wir versuchen es mit einem sehr warmen Weißabgleich, den Standardeinstellungen und einem sehr kalten Weißabgleich. Die warme Einstellung empfinden wir dabei am angenehmsten, da der Blaustich verschwindet und die Farbabweichungen hier am geringsten sind. Auch die Sättigung der Farben ist hier am passendsten. Allerdings gibt es auf den stärksten Einstellungen schon wieder einen leichten Rotstich. Wer also möglichst originalgetreue Farben haben möchte, der sollte von den Standardeinstellungen aus nur einen oder zwei Schritte in Richtung warmem Weißabgleich gehen.

Farbgenauigkeit Warm
Farbgenauigkeit Warm
Farbgenauigkeit Standard
Farbgenauigkeit Standard
Farbgenauigkeit Kalt
Farbgenauigkeit Kalt
Sättigung Warm
Sättigung Warm
Sättigung Standard
Sättigung Standard
Sättigung Kalt
Sättigung Kalt
Graustufen Warm
Graustufen Warm
Graustufen Standard
Graustufen Standard
Graustufen Kalt
Graustufen Kalt
Farbraum Warm
Farbraum Warm
Farbraum Standard
Farbraum Standard
Farbraum Kalt
Farbraum Kalt

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
36 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 22 ms steigend
↘ 14 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 89 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (26.6 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
44 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 22 ms steigend
↘ 22 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 62 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (42.5 ms).

Im Freien lässt sich das HTC U Ultra wegen des recht hellen Displays gut verwenden. Allerdings muss man in hellen Umgebungen mit Spiegelungen auf dem Display leben, die es für die Augen schwierig machen können, den Bildschirminhalt zu erkennen. An den Blickwinkeln können wir nichts aussetzen: Aus allen Richtungen sieht man das Bild auf dem Screen tadellos.

Blickwinkel
Blickwinkel
Außeneinsatz, Helligkeitssensor
Außeneinsatz, Helligkeitssensor
Außeneinsatz, minimale Helligkeit
Außeneinsatz, minimale Helligkeit
Außeneinsatz, mittlere Helligkeit
Außeneinsatz, mittlere Helligkeit
Außeneinsatz, maximale Helligkeit
Außeneinsatz, maximale Helligkeit

Leistung

Das HTC U Ultra setzt auf ein Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro als SoC, ein Modell mit vier Rechenkernen, das auch im Google Pixel XL oder dem LG G6 zum Einsatz kommt. Allerdings taktet das SoC im U Ultra nur mit maximal 2,15 GHz, ähnlich wie bei Googles Smartphone. Die Leistungswerte sind denn auch recht ähnlich wie beim Google Pixel XL, in Sachen Prozessorgeschwindigkeit ist das iPhone 7 Plus aber nach wie vor nicht zu schlagen. Das HTC U Ultra rechnet im Alltag flott, und die Rechenpower reicht für alle aktuellen Apps aus.

Die Qualcomm Adreno 530 kommt als Grafikeinheit zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine sehr flotte mobile Grafikeinheit, die auch anspruchvollste Games und Apps erfolgreich bewältigt. Das zeigt sich auch an den Benchmark-Ergebnissen, wenn diese auch spürbar hinter dem Google Pixel XL zurückbleiben. Entweder ist die Grafikkarte also etwas niedriger getaktet oder die Grafikkarte drosselt, wir untersuchen das noch detaillierter im Kapitel "Temperatur".

AnTuTu Benchmark v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
139017 Points ∼61%
Apple iPhone 7 Plus
165399 Points ∼73% +19%
Google Pixel XL 2016
138641 Points ∼61% 0%
Samsung Galaxy S7 Edge
128749 Points ∼56% -7%
LG G6
151751 Points ∼67% +9%
Geekbench 4.0
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
3983 Points ∼14%
Apple iPhone 7 Plus
5630 Points ∼20% +41%
Google Pixel XL 2016
4167 Points ∼15% +5%
Samsung Galaxy S7 Edge
5503 Points ∼20% +38%
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
1643 Points ∼28%
Apple iPhone 7 Plus
3476 Points ∼60% +112%
Google Pixel XL 2016
1513 Points ∼26% -8%
Samsung Galaxy S7 Edge
1840 Points ∼32% +12%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
1763 Points ∼57%
Google Pixel XL 2016
1935 Points ∼63% +10%
Samsung Galaxy S7 Edge
2121 (min: 1594) Points ∼69% +20%
LG G6
1955 Points ∼64% +11%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
2405 Points ∼45%
Google Pixel XL 2016
2820 Points ∼52% +17%
Samsung Galaxy S7 Edge
2229 (min: 2043) Points ∼41% -7%
LG G6
2980 Points ∼55% +24%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
2225 Points ∼57%
Google Pixel XL 2016
2560 Points ∼66% +15%
Samsung Galaxy S7 Edge
2204 (min: 1923) Points ∼57% -1%
LG G6
2669 Points ∼69% +20%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Physics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
1646 Points ∼53%
Apple iPhone 7 Plus
1522 Points ∼49% -8%
Google Pixel XL 2016
1902 Points ∼62% +16%
Samsung Galaxy S7 Edge
2002 (min: 1539) Points ∼65% +22%
LG G6
1961 Points ∼64% +19%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Graphics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
3807 Points ∼49%
Apple iPhone 7 Plus
4235 Points ∼55% +11%
Google Pixel XL 2016
3935 Points ∼51% +3%
Samsung Galaxy S7 Edge
3015 (min: 2895) Points ∼39% -21%
LG G6
4121 Points ∼53% +8%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
2947 Points ∼59%
Apple iPhone 7 Plus
3034 Points ∼61% +3%
Google Pixel XL 2016
3180 Points ∼64% +8%
Samsung Galaxy S7 Edge
2710 (min: 2421) Points ∼54% -8%
LG G6
3282 Points ∼66% +11%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
21263 Points ∼30%
Apple iPhone 7 Plus
15626 Points ∼22% -27%
Google Pixel XL 2016
18222 Points ∼25% -14%
Samsung Galaxy S7 Edge
19610 Points ∼27% -8%
LG G6
22335 Points ∼31% +5%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
33446 Points ∼7%
Apple iPhone 7 Plus
63386 Points ∼14% +90%
Google Pixel XL 2016
32652 Points ∼7% -2%
Samsung Galaxy S7 Edge
33031 Points ∼7% -1%
LG G6
32128 Points ∼7% -4%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
29668 Points ∼15%
Apple iPhone 7 Plus
37746 Points ∼19% +27%
Google Pixel XL 2016
27766 Points ∼14% -6%
Samsung Galaxy S7 Edge
28671 Points ∼15% -3%
LG G6
29276 Points ∼15% -1%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
74 fps ∼5%
Apple iPhone 7 Plus
91.96 fps ∼7% +24%
Google Pixel XL 2016
91 fps ∼7% +23%
Samsung Galaxy S7 Edge
81 fps ∼6% +9%
LG G6
75 fps ∼5% +1%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
46 fps ∼10%
Apple iPhone 7 Plus
57.71 fps ∼13% +25%
Google Pixel XL 2016
55 fps ∼12% +20%
Samsung Galaxy S7 Edge
51 fps ∼11% +11%
LG G6
46 fps ∼10% 0%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
26 fps ∼5%
Apple iPhone 7 Plus
58.71 fps ∼11% +126%
Google Pixel XL 2016
48 fps ∼9% +85%
Samsung Galaxy S7 Edge
38 fps ∼7% +46%
LG G6
38 fps ∼7% +46%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
23 fps ∼6%
Apple iPhone 7 Plus
55.17 fps ∼15% +140%
Google Pixel XL 2016
30 fps ∼8% +30%
Samsung Galaxy S7 Edge
27 fps ∼7% +17%
LG G6
27 fps ∼7% +17%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
12 fps ∼3%
Apple iPhone 7 Plus
41.3 fps ∼10% +244%
Google Pixel XL 2016
32 fps ∼8% +167%
Samsung Galaxy S7 Edge
28 fps ∼7% +133%
LG G6
29 fps ∼7% +142%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
12 fps ∼7%
Apple iPhone 7 Plus
41.5 fps ∼24% +246%
Google Pixel XL 2016
17 fps ∼10% +42%
Samsung Galaxy S7 Edge
15 fps ∼9% +25%
LG G6
16 fps ∼9% +33%
PCMark for Android - Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
5217 Points ∼61%
Google Pixel XL 2016
4739 Points ∼55% -9%
Samsung Galaxy S7 Edge
4660 Points ∼55% -11%
LG G6
5703 Points ∼67% +9%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
907 Points ∼53%
Apple iPhone 7 Plus
1542 Points ∼91% +70%
Google Pixel XL 2016
977 Points ∼58% +8%
Samsung Galaxy S7 Edge
994 Points ∼59% +10%
LG G6
1073 Points ∼63% +18%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
4591 Points ∼50%
Apple iPhone 7 Plus
6875 Points ∼74% +50%
Google Pixel XL 2016
5017 Points ∼54% +9%
Samsung Galaxy S7 Edge
2203 Points ∼24% -52%
LG G6
5138 Points ∼56% +12%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
1581 Points ∼36%
Apple iPhone 7 Plus
1319 Points ∼30% -17%
Google Pixel XL 2016
1677 Points ∼38% +6%
Samsung Galaxy S7 Edge
2072 Points ∼47% +31%
LG G6
1930 Points ∼44% +22%
System (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
2834 Points ∼28%
Apple iPhone 7 Plus
6582 Points ∼64% +132%
Google Pixel XL 2016
3889 Points ∼38% +37%
Samsung Galaxy S7 Edge
4080 Points ∼40% +44%
LG G6
3646 Points ∼35% +29%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
2078 Points ∼55%
Apple iPhone 7 Plus
3097 Points ∼82% +49%
Google Pixel XL 2016
2378 Points ∼63% +14%
Samsung Galaxy S7 Edge
2074 Points ∼55% 0%
LG G6
2496 Points ∼66% +20%

Legende

 
HTC U Ultra Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, Qualcomm Adreno 530, 64 GB eMMC Flash
 
Apple iPhone 7 Plus Apple A10 Fusion, Apple A10 Fusion GPU / PowerVR, 128 GB NVMe
 
Google Pixel XL 2016 Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, Qualcomm Adreno 530, 32 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy S7 Edge Samsung Exynos 8890 Octa, ARM Mali-T880 MP12, 32 GB UFS 2.0 Flash
 
LG G6 Qualcomm Snapdragon 821 MSM8996 Pro, Qualcomm Adreno 530, 32 GB UFS 2.0 Flash

Auch im Internet surft man mit dem HTC U Ultra laut den Benchmarks etwas langsamer als mit vergleichbaren Smartphones. Ob man das im Alltag auch merkt, ist fraglich, denn auch das HTC U Ultra ist im Netz immer noch sehr flott unterwegs und hat keine Probleme beim Laden von aufwändigen HMTL5-Seiten.

Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
5511 Points ∼11%
Apple iPhone 7 Plus
26053 Points ∼53% +373%
Google Pixel XL 2016
8690 Points ∼18% +58%
Samsung Galaxy S7 Edge
13191 Points ∼27% +139%
LG G6
9113 Points ∼18% +65%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
4141 ms * ∼7%
Apple iPhone 7 Plus
1102.7 ms * ∼2% +73%
Google Pixel XL 2016
2653.6 ms * ∼4% +36%
Samsung Galaxy S7 Edge
2564.1 ms * ∼4% +38%
LG G6
2464.2 ms * ∼4% +40%
JetStream 1.1 - 1.1 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
45.084 Points ∼0%
Apple iPhone 7 Plus
168.08 Points ∼0% +273%
Google Pixel XL 2016
55.4 Points ∼0% +23%
Samsung Galaxy S7 Edge
75.12 Points ∼0% +67%
LG G6
56.628 Points ∼0% +26%

* ... kleinere Werte sind besser

Beim Speicherzugriff macht dem HTC U Ultra so schnell keiner was vor, beim sequentiellen Schreiben ist es sogar das schnellste Smartphone, ansonsten kann es zumindest gut mithalten. Beim Zugriff auf die microSD-Karte schlägt es ebenfalls das Samsung Galaxy S7 Edge. Wir haben das mit unserer Referenzkarte, einer Toshiba Exceria Pro M401, getestet.

AndroBench 3-5
Sequential Write 256KB SDCard (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
67.6 MB/s ∼78%
Samsung Galaxy S7 Edge
50.36 MB/s ∼58% -26%
LG G6
53.33 MB/s ∼61% -21%
Sequential Read 256KB SDCard (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
82.8 MB/s ∼86%
Samsung Galaxy S7 Edge
76.43 MB/s ∼79% -8%
LG G6
77.61 MB/s ∼80% -6%
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
13.7 MB/s ∼8%
Google Pixel XL 2016
14.56 MB/s ∼9% +6%
Samsung Galaxy S7 Edge
15.79 MB/s ∼10% +15%
LG G6
16.58 MB/s ∼10% +21%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
84.2 MB/s ∼49%
Google Pixel XL 2016
87.67 MB/s ∼51% +4%
Samsung Galaxy S7 Edge
86.71 MB/s ∼50% +3%
LG G6
95.19 MB/s ∼55% +13%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
164.7 MB/s ∼79%
Google Pixel XL 2016
83.38 MB/s ∼40% -49%
Samsung Galaxy S7 Edge
145.11 MB/s ∼70% -12%
LG G6
122.85 MB/s ∼59% -25%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
HTC U Ultra
423.9 MB/s ∼53%
Google Pixel XL 2016
258.23 MB/s ∼32% -39%
Samsung Galaxy S7 Edge
487.34 MB/s ∼61% +15%
LG G6
428.67 MB/s ∼54% +1%

Spiele

Üblicherweise testen wir per Benchmark zwei aktuelle Mobile Games, um die Spieletauglichkeit eines Smartphones festzustellen. Beim HTC U Ultra klappt das leider nicht, da die App GameBench keine Frame-Raten ermitteln kann. Anhand der Fehlermeldungen vermuten wir, dass HTC einen Sicherheitsmechanismus im System eingebaut hat, der die Ermittlung verhindert. Dennoch können wir sagen, dass man an Spielen mit dem HTC U Ultra definitiv seine Freude haben und mit dem Smartphone auch in den nächsten Jahren wohl gut für alle neuen Games gerüstet sein wird. Anspruchsvolle Spiele wie Asphalt 8 oder Dead Trigger 2 laufen butterzart, sogar in der hohen Auflösung des Bildschirms. Einfachere Games wie Angry Birds machen auf dem HTC U Ultra ebensoviel Spaß und laufen ebenso flüssig.

Die Steuerung per Touchscreen und Lagesensor erfreut und geht sehr präzise von der Hand.

Asphalt 8
Asphalt 8
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2

Emissionen

Temperatur

GFXBench Akku-Test
GFXBench Akku-Test

Eine Erwärmung am Gehäuse ist unter Last durchaus spürbar, allerdings werden die Temperaturen nie unangenehm: Maximal 37,2 °C messen wir an der Rückseite im rechten mittleren Bereich, wo wohl das SoC sitzt. Es handelt sich dabei um die maximal gemessene Temperatur. Im Idle-Betrieb messen wir maximal 34,5 °C an der Vorderseite im Bereich der Kamera. Die Erwärmung ist jeweils regional stark begrenzt und in anderen Bereichen des Smartphones niedriger.

Drosselt die Grafikkarte oder die CPU? Wir finden es heraus, indem wir den Akku-Test des GFXBench laufen lassen: Hier wird dreißigmal dieselbe Sequenz gerendert, und die erreichten Ergebnisse werden protokolliert. Dabei ergibt sich eine durchaus schwankende Framerate; allerdings sind die Schwankungen mit 10 Prozent nicht wirklich signifikant. und die Ergebnisse am Ende auch nicht durchgängig niedriger als am Anfang. Somit können wir sagen, dass die Leistung leicht schwankt, ein Drosseln unter Last aber insgesamt unwahrscheinlich ist.

Max. Last
 32 °C32.4 °C33.4 °C 
 34 °C34.6 °C36.4 °C 
 35.5 °C36.9 °C34.5 °C 
Maximal: 36.9 °C
Durchschnitt: 34.4 °C
31 °C33.3 °C31.3 °C
32 °C35.1 °C32.5 °C
31.7 °C37.2 °C34.1 °C
Maximal: 37.2 °C
Durchschnitt: 33.1 °C
Netzteil (max.)  32.2 °C | Raumtemperatur 21 °C | Voltcraft IR-350
Heatmap Rückseite
Heatmap Rückseite
Heatmap Front
Heatmap Front

Lautsprecher

Lautsprechertest Pink Noise
Lautsprechertest Pink Noise

Die verbauten Lautsprecher erhalten seit jeher besondere Aufmerksamkeit von HTC. Und auch beim HTC U Ultra sind wieder zwei Lautsprecher verbaut, einer hinter dem Ohrhörer, der andere an der Unterkante, sodass Stereoeffekte möglich sind. Auch die Software Boom Sound, die den Klang verbessert, ist natürlich wieder an Bord, allerdings kann man lediglich zwischen einem Musik- und einem Theatermodus für Filme wechseln. Das HTC U Ultra ist zertifiziert für die Wiedergabe von Hi-Res-Audio.

Das klingt alles sehr gut, allerdings müssen wir feststellen, dass uns die Lautsprecher im HTC U Ultra enttäuschen, wenn auch auf immer noch hohem Niveau. Höhen klingen unangenehm laut durch, wir vermissen den Bassdruck früherer Modelle, und generell hätten wir uns einen ausgewogeneren Klang gewünscht. Dieser subjektive Eindruck entspricht auch in etwa dem, was der Test mit der Software ARTA ergibt.

HTC will diesmal mit einem speziellen Headset punkten: Dem HTC U Sonic, einem In-Ear-Headset, das eine ganz besondere Funktion mitbringt: Es vermisst nämlich das Innenohr seines Trägers mittels Ultraschall und passt den Klang individuell an. Das klappt schnell und einfach, und die Verbesserung ist tatsächlich deutlich wahrnehmbar. Schön auch, dass HTC dieses High-Tech-Gadget umsonst beilegt.

Was aber für viele Nutzer ein Problem sein wird: Um solche High-Tech-Headsets zu betreiben, ist die analoge 3,5-mm-Klinkenbuchse nicht mehr zeitgemäß und wurde deshalb wegrationalisiert. Außerdem nimmt sie viel Platz im Inneren des Gehäuses weg, den man anderweitig besser nutzen kann, so HTC.

Indem HTC gleich vier Mikrofone verbaut, lässt sich 3D-Surround-Klang aufnehmen. Allerdings funktioniert diese Aufnahme nur, wenn man gleichzeitig ein Video aufnimmt, eine Nur-Audio-Aufnahme ist aktuell nicht möglich.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2030.929.330.92526.229.126.23128.627.828.64029.832.629.85028.826.728.8632628.826802424.92410024.824.724.812530.722.130.716029.220.829.220036.120.136.125041.719.841.731548.72148.740053.321.753.350057.420.557.463062.62162.680062.118.462.1100065.71765.7125067.717.367.7160066.915.266.9200070.315.570.3250071.21571.231507314.973400078.515.178.5500081.314.681.3630073.914.673.9800073.114.673.1100007214.672125006014.6601600048.214.648.2SPL8628.886N57.31.257.3median 62.6HTC U Ultramedian 17median 62.6Delta12.2312.226.428.426.42826.72825.828.725.829.133.229.126.12626.123.925.523.927.724.727.733.426.933.441.53741.540.320.240.343.720.243.745.521.845.547224752.822.252.860.121.860.166.517.266.569.217.869.271.619.871.669.919.169.96815.46869.515.669.56614.96671.514.771.571.214.271.272.21472.271.213.971.26713.86758.913.958.952.413.952.454.713.754.781.529.581.549.91.349.9median 66Apple iPhone 7 Plusmedian 17.2median 6610.93.810.9hearing rangehide median Pink Noise
HTC U Ultra Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (86 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 27.3% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (10.1% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.4% abweichend
(+) | lineare Mitten (6.6% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 12.1% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.3% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (28.8% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 70% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 8% vergleichbar, 23% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 14%, durchschnittlich ist 26%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 83% aller getesteten Geräte waren besser, 5% vergleichbar, 12% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Apple iPhone 7 Plus Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (81.45 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 24.1% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (7.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.7% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (7.6% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 4.3% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.9% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (21.1% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 13% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 11% vergleichbar, 77% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 14%, durchschnittlich ist 26%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 46% aller getesteten Geräte waren besser, 7% vergleichbar, 46% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Wirklich sparsam geht das HTC U Ultra nicht mit Energie um. Das mag am großen und hochauflösenden Bildschirm liegen, zu dem noch ein zweiter Screen hinzukommt. Schon im ausgeschalteten Zustand und im Standby-Modus braucht das Smartphone mehr Energie als die Vergleichsgeräte. Ist das Smartphone in Gebrauch, benötigt es mindestens 1 Watt an Leistung. In allen Kategorien ist das HTC U Ultra energiehungriger als andere Smartphones dieser Klasse: Unter Last braucht es bis zu 8,9 Watt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.12 / 0.28 Watt
Idledarkmidlight 1 / 2.41 / 2.46 Watt
Last midlight 6.8 / 8.9 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
HTC U Ultra
3000 mAh
Apple iPhone 7 Plus
2915 mAh
Google Pixel XL 2016
3450 mAh
Samsung Galaxy S7 Edge
3600 mAh
Stromverbrauch
16%
41%
33%
Idle min *
1
0.77
23%
0.53
47%
0.63
37%
Idle avg *
2.41
2.04
15%
1.07
56%
1.1
54%
Idle max *
2.46
2.24
9%
1.12
54%
1.56
37%
Last avg *
6.8
4.69
31%
5.53
19%
5.95
12%
Last max *
8.9
8.66
3%
6.26
30%
6.7
25%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Das Akku ist mit 3.000 Milliamperestunden oder 11,4 Wattstunden nur durchschnittlich groß. Das Galaxy S7 Edge bietet beispielsweise 20 Prozent mehr Energiekapazität. Wie bei den allermeisten High-End-Smartphones ist auch beim HTC U Ultra der Akku fest verbaut. Immerhin schafft das U Ultra im WLAN-Test knapp über neun Stunden Laufzeit und hält damit etwas länger durch als das Google Pixel XL. In der Praxis ist ein Arbeitstag also kein Problem, bei nur leichter Belastung kann man auch mal zwei Tage abseits der Steckdose arbeiten. Ein Energiesparmodus und ein extremer Energiesparmodus helfen dabei, die Akkulaufzeit gegebenenfalls zu verlängern.

Das Laden geht dank Quick Charge flott, knapp zwei Stunden dauert es, bis das Gerät vollständig aufgeladen ist.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
26h 08min
Surfen über WLAN v1.3
9h 06min
Big Buck Bunny H.264 1080p
10h 05min
Last (volle Helligkeit)
3h 34min
HTC U Ultra
3000 mAh
Apple iPhone 7 Plus
2915 mAh
Google Pixel XL 2016
3450 mAh
Samsung Galaxy S7 Edge
3600 mAh
LG G6
3300 mAh
Akkulaufzeit
16%
-8%
44%
22%
Idle
1568
1835
17%
1333
-15%
1663
6%
1789
14%
H.264
605
813
34%
505
-17%
914
51%
779
29%
WLAN
546
587
8%
505
-8%
732
34%
692
27%
Last
214
225
5%
230
7%
392
83%
252
18%

Pro

+ Sehr schickes Gehäuse
+ Hochauflösendes Zweitdisplay
+ Persönlicher Assistent vorinstalliert
+ Üppige Speicherausstattung
+ Gute Kamerabilder
+ Schnellladefunktion
+ Hochwertiges Headset im Lieferumfang
+ Hochauflösendes, blickwinkelstabiles Display
+ Geringe Temperaturentwicklung
+ Vier Mikrofone für 3D-Soundaufnahme

Contra

- Druckempfindliche Rückseite
- Fingerabdruckmagnet
- Lautsprecher nur durchschnittlich
- Kein 3,5mm-Audioanschluss
- Vergleichsweise langsames WLAN
- Etwas ungenaues GPS
- Hohe Farbabweichungen beim Screen
- Hoher Energieverbrauch

Fazit

Designtechnisch hat HTC mit dem U Ultra ein tolles Device abgeliefert: Die schimmernde Rückseite ist definitv ein Hingucker. Auch ansonsten kann das Gerät in vielerlei Hinsicht punkten: Das beigelegte High-End-Headset gefällt, die umfangreiche Speicherausstattung ist ein Pluspunkt, und die Kameras machen einen sehr guten Job. Die Software gefällt, und HTC gibt sich wirklich Mühe, seine Smartphones zu etwas Besonderem zu machen.

Was das HTC U Ultra nicht ganz so gut dastehen lässt, sind die nur durchschnittliche Akkulaufzeit, die Patzer bei der WLAN-Geschwindigkeit und beim ungenauen GPS und einige fehlende Features wie kabelloses Laden oder ein Schutz gegen Wasser und Staub, die aktuelle Top-Modelle der anderen Hersteller momentan oft mitbringen. Das Zweitdisplay ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits benötigt es zusätzliche Energie und ist nicht immer die praktischste Lösung. Andererseits ist ein Musikplayer auf einem kleinen Zweitdisplay durchaus eine feine Sache. Hier muss also der Nutzer entscheiden, ob es für ihn Sinn macht.

Das HTC U Ultra ist ein Riese: Mit 5,7-Zoll-Display und Zweitbildschirm bietet es einiges an Bildschirmfläche. Dazu gibt es ein innovatives Headset und einen persönlichen Assistenten. Schade, dass HTC bei seiner Paradedisziplin schlampt: Die Lautsprecher sind nur mittelmäßig.

Insgesamt gesehen ist das HTC U Ultra dank guter Leistungswerte, geringer Erwärmung, der hochwertigen Beigaben und einiger Innovationen tatsächlich ein würdiges High-End-Smartphone. Mit den Spitzenmodellen von Apple und Samsung kann es aber nicht ganz mithalten, dazu fehlt an manchen Stellen das letzte Quäntchen Perfektion.

HTC U Ultra - 23.03.2017 v6
Florian Wimmer

Gehäuse
88%
Tastatur
65 / 75 → 87%
Pointing Device
93%
Konnektivität
47 / 60 → 78%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
91%
Display
85%
Leistung Spiele
57 / 63 → 90%
Leistung Anwendungen
57 / 70 → 81%
Temperatur
91%
Lautstärke
100%
Audio
62 / 91 → 68%
Kamera
88%
Durchschnitt
78%
87%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Wimmer, 24.03.2017 (Update: 24.03.2017)
Florian Wimmer
Florian Wimmer - Editor
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.