Test Asus Pro B551LG-CN009G Notebook

Sven Kloevekorn, 26.06.2014

Pannen-Profi. Asus nimmt mit seinem neuen Pro-Notebook Business-Profis ins Visier und integriert jede Menge Sicherheitsfeatures; gleichzeitig weisen der DVD-Brenner und die neue GeForce 840M in Richtung Multimedia. Leider schaffen die Taiwanesen es nicht, den eigenen hohen Qualitätsansprüchen zu genügen: Einige Mängel veranlassten uns zum Kontrolltest mit einem Zweitgerät.

Viel Potenzial, aber leider stimmt die Qualität nicht: das Asus B551LG.
Viel Potenzial, aber leider stimmt die Qualität nicht: das Asus B551LG.

Schaut man sich die Spezifikationen an, kommt zunächst Freude auf: Ein schneller Core i7 trifft auf ein mattes IPS-Display in Full-HD-Auflösung und die neue Nvidia GeForce 840M. Wer jetzt auf ein Multimedia-Notebook tippt, liegt nur teilweise richtig, denn Asus definiert als Zielgruppe mobile Business-Profis und unterstreicht diesen Anspruch durch zahlreiche Sicherheitsfeatures, Docking-Port, Dualband-WLAN, ein ergonomisches Keyboard und die Pro-Versionen von Windows 7 oder 8. Besonders viel Wert scheint Asus bei diesem Notebook auf "professionelle Qualität" zu legen, denn auf der Seite zum Gerät ist u. a. zu lesen: "...es ist gebaut und getestet, um gängige Industriestandards in Sachen Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit souverän zu übertreffen." An diesen hohen Maßstäben muss Asus sich messen lassen.

Die Kombination aus professionellen Business Features und Multimediafähigkeiten ist so selten auf dem Markt anzutreffen. Deshalb sehen wir die beiden anderen Notebooks, die wir für diesen Test als Vergleich heranziehen, auch nicht in direkter Konkurrenz zum Asus Pro. Im Kern geht es um einen Vergleich zwischen den verschiedenen CPUs, Grafikkarten und Massenspeichern. Außerdem wollen wir zwei Alternativen im selben 15,6-Zoll-Format aufzeigen, von denen eine deutlich teurer und die andere ein ganzes Stück günstiger angeboten wird als das Testgerät für 1.250 Euro. Für etwa 1.600 Euro bekommt man das HP EliteBook 850 G1-H5G44ET mit einem matten Full-HD-Display auf TN-Basis. Die CPU Intel Core i7-4600U (2x 2,1-3,3 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) unterscheidet sich nur geringfügig von der des Testgerätes. Als Grafikösung kommt die Radeon HD 8750M von AMD zum Einsatz. Das HP zeichnet sich durch ein besonders flaches Design aus und wiegt mit knapp über 2 kg deutlich weniger als das dickere Testgerät, das auf 2,5 kg kommt. 2,1 kg bringt das dritte Notebook im Test auf die Waage. Es handelt sich um das Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE mit einem Intel Core i5-4200U (2x 1,6-2,6 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) und ebenfalls mattem TN-Full-HD-Display, das als Massenspeicher im Gegensatz zum Asus Pro und zum HP "nur" eine herkömmliche HDD mit SSD-Cache mitbringt und für etwa 900 Euro zu haben ist. Auch die beiden Konkurrenten zum Asus pro verfügen über einige Sicherheitsfeatures wie Fingerabdruckleser und/oder TPM-Chips bzw. SmartCard-Reader.

Gehäuse

Das aus Aluminium und Kunststoff gefertigte Gehäuse zeichnet sich durch ein kantiges und schlichtes Design aus und vermittelt keinen besonders hochwertigen, aber auch keinen billigen Eindruck. Die Rückseite des recht flexiblen, aber dafür druckresistenten Deckels besteht offenbar aus mattem, schwarzem Kunststoff, das laut Asus mit Carbon verstärkt wurde, und ist damit der Oberfläche des Bildschirmrahmens recht ähnlich. Einen dezenten optischen Akzent setzt die anthrazitfarbene Oberseite der Base, die im Bereich der Tastatur abgesenkt ist und davor durch eine für Fingerabdrücke empfängliche Brushed-Metal-Oberfläche verziert wird. Als unproblematisch stellt sich das Öffnen mit einer Hand dar. Bei abrupten Bewegungen schwingt der Deckel kaum nach. Erst mit viel Kraft ließ sich die Base (Magnesiumrahmen im Inneren) leicht verwinden, ohne Geräusche von sich zu geben. Der Luftauslass vor dem Scharnier kann kaum verdeckt werden. Die Verarbeitung ist soweit OK, leider gibt es Unregelmäßigkeiten wie unnötigerweise überstehende Kanten im Bereich der Fuge zwischen Gehäuseunter- und Oberschale zu vermelden (siehe Bild oben). Die sist bei beiden Testgeräten gut sichtbar und auch ertastbar.

Innenansicht des Asus Pro B551LG
Innenansicht des Asus Pro B551LG

An Innereien wie Lüfter oder RAM-Bänke kommt man nur heran, wenn man Garantie und Gewährleistung aufs Spiel setzt und die Unterseite der Base abschraubt. Insgesamt wollen 19 Schrauben unterschiedlicher Länge gelöst und anschließend wieder richtig zusammengesetzt werden. Immerhin kann der Akku auch ohne Demontage gewechselt werden.  

Das Gehäuse unseres ersten Testmusters war etwas verzogen, sodass der vordere linke Standfuß stets in der Luft hing; im Laufe des Tests hat sich das etwas gebessert, blieb aber störend. Unser Kontrollgerät wies diesen Mangel nicht auf.

Ausstattung

Sehr ordentlich ist die Anschlussvielfalt ausgefallen, denn neben dem üblichen Standard hat es immerhin für DisplayPort und SmartCard Reader gereicht. Und auch der untote, im Businessbereich aber wohl immer noch wichtige Oldie VGA ist mit an Bord. Rechts sitzt hinten der DVD-Brenner, deshalb sind die wenigen Anschlüsse dort nach vorne gewandert, wo sie stören können. Auf der linken Seite erstrecken sich die ganzen restlichen Ports und Steckplätze über die gesamte Breite. Laut Asus' Seite kann das Gerät über den an der Unterseite gelegenen Docking-Port mit der Asuspro Ultra Docking Station verbunden werden, zu der wir aber weder Informationen noch Angebote finden konnten. 

Dem USB-3.0-Port hinten links gefiel es im Test mit unserem ersten Sample, gelegentlich allerdings nicht gezielt reproduzierbar die Verbindung zur angeschlossenen USB-3.0-Festplatte zu unterbrechen und sogleich wieder herzustellen. An der Platte liegt das definitiv nicht, denn an den anderen Ports und auch bei anderen Notebooks trat diesen Phänomen bisher noch nie auf. Bei unserem Zweitgerät können wir in dieser Hinsicht keine Probleme beobachten.

rechte Seite: Audio, USB 2.0, DVD-Brenner, Kensington
rechte Seite: Audio, USB 2.0, DVD-Brenner, Kensington
linke Seite: Strom, USB 3.0, Ethernet, VGA, DisplayPort, 2x USB 3.0, SmartCard
linke Seite: Strom, USB 3.0, Ethernet, VGA, DisplayPort, 2x USB 3.0, SmartCard
vorne: Status-LEDs, SD-Card
vorne: Status-LEDs, SD-Card

Kommunikation

Unser Testgerät bringt weder UMTS noch LTE mit. Laut Asus soll es Modelle damit geben. Das WLAN-Modul von Intel versteht sich auf auf die üblichen IEEE802.11-Standards in den Bändern 2,4 und 5 GHz und Bluetooth 4.0, nicht jedoch auf "Gigabit-WLAN" (ac). Im individuellen Testsetup des Autors präsentierten sich die Empfangseigenschaften als leicht unterdurchschnittlich. Zwei Mauern und etwa 8 Meter Abstand zum Router führten noch nicht zu einer Verringerung des Datendurchsatzes, die trat aber bei zunehmend erschwerten Bedingungen früher ein als bei den meisten anderen Notebooks, die der Autor bisher in den Händen hatte.

Sicherheit

In diese Kategorie fallen: USB-Blockierung über das Asuspro Business Center (Bild), Shockshield-Festplattenschutz, TPM-Chip 1.2, RF-Fingerabdruckleser, SmartCard-Steckplatz, Festplattenverschlüsselung, Intel Anti-Theft-Technologie, Computrace LoJack (Sperrung und Datenlöschung aus der Ferne, Ortung) und eine zufolge Asus besonders große Widerstandsfähigkeit etwa gegen Stöße.

Zubehör

Neben Garantieunterlagen, einem mit "Benutzerhandbuch" betitelten Zettel und Recovery-Medien für Windows 8.1 war im Karton nichts zu finden: Achtung: Das vorinstallierte Windows 7 sollte bald nach dem Kauf gesichert werden, falls man es auf Dauer verwenden will.

Garantie

Asus gewährt ausweislich des Aufklebers auf der Rückseite eine 24-monatige Herstellergarantie, die natürlich neben der gesetzlichen Händlergewährleistung gilt. Bei Hardware-Händlern kann man die Garantie z. B. für 75 Euro von zwei auf drei Jahre verlängern.

Eingabegeräte

Tastatur

Der Hersteller nutzt die nicht eben flache Bauweise des Kandidaten und spendiert ihm eine großzügig dimensionierte, spritzwassergeschützte Inseltastatur mit Nummernblock, die sich vor allem durch ihren für Notebook-Verhältnisse langen Hubweg positiv von vielen Konkurrenten abhebt. Die flachen und rutschhemmend gummierten Tasten verfügen über einen gut spürbaren Druckpunkt, der nicht zu nahe am recht weich abgefederten Anschlag liegt. Das sollte vorzeitigen Ermüdungserscheinungen vorbeugen. Angenehm zurückhaltend fällt die Geräuschkulisse beim Schreiben aus, lediglich die größeren Tasten quittieren ihre Betätigung mit dezenten Klickgeräuschen. 

Eine separate Zehnertastatur dienst zumeist dem schnellen, blinden Erfassen größerer Mengen an Zahlen. Leider fallen Gesamtfläche und Tastengröße dieses Teils der Tastatur dafür aber zu gering aus. Die rechte Hand wird dazu gezwungen, eine unnatürliche Haltung mit Krampfpotenzial einzunehmen, und man schaut unwillkürlich ständig hin, um nicht die falschen Tasten zu treffen. Das mag nach erheblicher Eingewöhnungszeit oder generell bei Frauen mit sehr kleinen Händen nicht (mehr) gelten, aber der Autor hat die Zehnertastatur des Asus Pro intuitiv gemieden.

Eigenwillig präsentierte sich bei unserem ersten Testgerät die Taste, mit der man zusammen mit Fn WLAN und/oder Bluetooth aktiviert bzw. deaktiviert. Aus unerfindlichen Gründen passierte bei Betätigung gerne mal gar nichts, und die Funktionalität konnte erst durch einen Neustart wieder hergestellt werden. Unser Zweitgerät zeigte hier keine Auffälligkeiten.

Touchpad

Clickpad-Gegner wird freuen, dass Asus sich für herkömmliches Touchpad mit separaten Tasten entschieden hat. Die minimal angeraute Fläche fällt ausreichend groß aus und registriert an den äußeren Rändern keine Eingaben mehr. Die Tasten lassen sich gut treffen und bieten bei einem als angenehm empfundenen Widerstand ein gutes haptisches Feedback. Ansprechverhalten und Präzision waren unauffällig. Über die Software Asus Smart Gesture (Bild) lassen sich Gesten mit bis zu drei Fingern komfortabel konfigurieren. Wir gehen davon aus, dass dazu unter Windows 8 auch die typischen Randgesten etwa für das Charm-Menü gehören.

Display

Asus hat sich für die Full-HD-Auflösung (16:9) entschieden, was verteilt auf 15,6 Zoll 141 ppi ergibt. Bei dieser Auflösung kann das "ideale" menschliche Auge aus etwa einem halben Meter Entfernung theoretisch noch einzelne Pixel auseinanderhalten, in der Praxis zeigt sich hingegen eine saubere und scharfe Darstellung auch kleiner Schrift. Das Panel basiert auf der für Blickwinkelstabilität und gute Kontraste stehenden IPS-Technologie und bringt passend zum Business-Anspruch eine matte Oberfläche mit.

Die Helligkeit erreicht mit maximal 328 cd/m² einen sehr hohen Wert, der auch im Akkubetrieb gehalten wird. Da können die beiden anderen Notebooks im Test mit Rückständen von 15 bis 20 % nicht ganz mithalten. Tolle 90 % bei der Ausleuchtung gewährleisten ein subjektiv fast völlig homogenes Schwarzbild, Screen Bleeding liegt bei unserem Exemplar nicht vor.

314
cd/m²
324
cd/m²
309
cd/m²
309
cd/m²
328
cd/m²
303
cd/m²
307
cd/m²
294
cd/m²
304
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 328 cd/m²
Durchschnitt: 310.2 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 328 cd/m²
Schwarzwert: 0.38 cd/m²
Kontrast: 863:1
Asus Pro B551LG-CN009G
Intel Core i7-4650U, NVIDIA GeForce 840M, Kingston SVP200S37A256G
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Intel Core i7-4600U, AMD Radeon HD 8750M, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8670M, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
Illumination
Brightness Center328264
-20%
280
-15%
Black *0.380.64
-68%
0.81
-113%
Contrast863413
-52%
346
-60%
Colorchecker DeltaE2000 *3.711.37
-207%
10.84
-193%
Greyscale DeltaE2000 *4.8513.09
-170%
12.6
-160%
Gamma *2.352.682.76
Color Space (Percent of AdobeRGB 1998)6347
-25%
48.7
-23%

* ... kleinere Werte sind besser

Auch der Schwarzwert von 0,38 cd/m² kann sich absolut sehen lassen. Teilt man die Luminanz durch den Schwarzwert, ergibt sich der Kontrast, der ebenfalls sehr ordentliche 863:1 erreicht und damit mehr als doppelt so hoch ausfällt wie beim HP EliteBook 850 und ThinkPad S540. In Sachen Farbgenauigkeit liegt das Testgerät in unserem Dreier-Feld als einziges Notebook nicht komplett daneben, sondern bleibt schon im Auslieferungszustand mit auch für IPS-Verhältnisse guten DeltaE-Werten von 4 (ColorChecker) und 5 (Graustufen) recht nahe an der Idealdarstellung. Das kann man von den TN-Panels der beiden Konkurrenten nicht behaupten, deren DeltaE-Ergebnisse von 11 bis 13 bei beiden Geräten in nicht profiliertem Zustand für einen kräftigen Blaustich verantwortlich sind. Die Überlegenheit der teureren IPS-Technik wird schließlich nochmals von der relativ hohen Farbraumabdeckung unterstrichen. 63 % des großen, nur für Bildbearbeiter interessanten AdobeRGB-Farbraums sind auch für IPS-Verhältnisse nicht zu verachten und verweisen die TN-Panels des HP und des Lenovo deutlich auf die Plätze - sie schaffen nur 47 bzw. 48 %.

CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN ColorChecker
CalMAN ColorChecker
CalMAN Farbsättigung
CalMAN Farbsättigung
Asus Pro B551LG CN009G vs. AdobeRGB
Asus Pro B551LG CN009G vs. AdobeRGB
Asus Pro B551LG CN009G vs. sRGB
Asus Pro B551LG CN009G vs. sRGB
Dieses Notebook bietet im Außeneinsatz...
Dieses Notebook bietet im Außeneinsatz...
...viel Flexibilität, was den Standort angeht.
...viel Flexibilität, was den Standort angeht.

Der matte, sehr helle Bildschirm lässt sich im Freien ohne größere Komplikationen ablesen. Das gelingt sogar noch, wenn man helle Flächen wie den Himmel im Hintergrund hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Notebooks muss man hier eher eine Position suchen, in der nichts mehr zu erkennen ist, als umgekehrt. Wenn sich die Sonne direkt im Bildschirm spiegelt, geht natürlich nichts mehr. Ansonsten eignet sich das Asus Pro besser für angenehmes Arbeiten unter freiem Himmel als die meisten anderen bisher getesteten Notebooks.

In Sachen Blickwinkelstabilität bietet das Testgerät eine sehr gute Vorstellung. Weicht man nur entweder vertikal oder horizontal von der geraden Draufsicht ab, verringern sich zwar Helligkeit und Kontrast, von TN-Panels bekannten Fehldarstellungen wie Invertierungseffekte oder verfälschte Farben treten aber nicht auf. Wie bei den meisten IPS-Panels ändert sich das, wenn man etwa in kleinen Winkel von oben und gleichzeitig von der Seite auf den Bildschirm schaut, aber auch hier sind die Bildfehler bei Weitem nicht so ausgeprägt wie bei der günstigeren TN-Technologie.

Hier kommt auch bei mehreren Betrachtern vor dem Gerät Freude auf.
Hier kommt auch bei mehreren Betrachtern vor dem Gerät Freude auf.

Leistung

Der schnelle ULV-Dualcore Intel Core i7-4650U (2x 1,7-3,3 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) basiert auf Intel aktueller Haswell Architektur und sollte bei Auslastung beider Kerne im Idealfall (!) noch 2,9 GHz halten können. Auch anspruchsvollere Aufgaben wie Bildbearbeitung und HD-Videoschnitt stellen kein Problem dar, solange die verwendete Software nicht aufgrund ausgeprägter Parallelisierung deutlich von vier oder mehr echten Kernen profitiert, wie das etwa bei 3D-Rendering-Programmen meist der Fall ist. Schaut man kurz vorab auf die Gaming Performance, dürfte der Prozessor die verbaute Mittelklasse-Grafikkarte Nvidia GeForce 840M nur selten limitieren.

Systeminformationen Asus Pro B551LG-CN009G

Prozessor

Haswell CPUs werden wie die Vorgängergeneration Ivy Bridge im 22-nm-Prozess gefertigt, weisen in der Regel nur eine geringfügig gesteigerte Pro-MHz-Leistung auf, erledigen vergleichbaren Rechenaufwand aber mit signifikant geringerer Leistungsaufnahme. Machen Programme schon Gebrauch von den mit Haswell neu eingeführten Befehlserweiterungen, sind auch deutlichere Temposteigerungen gegenüber Ivy Bridge möglich.

Misst man die Performance mit dem CPU-Benchmark Cinebench R11.5 (Mehrkern), bleibt sie hinter den Erwartungen zurück. Bei Auslastung beider Kerne kommt der i7 des Testnotebooks nur auf den Score, der auch für den nominell langsameren Intel Core i5-4200U (2x 1,6-2,6 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) im ThinkPad S540 gemessen wurde. Eigentlich müsste er aber eher mit dem Ergebnis des hier 16 % schnelleren i7-4600U (2x 2,1-3,3 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W), der im EliteBook 850-G1 zum Einsatz kommt, auf Augenhöhe liegen. Unser zweites B551-Testgerät, ausgestattet mit einer i5-4200U-CPU, liegt in diesem Test gleichauf. Die Erklärung für das auffällig niedrige Multi-CPU-Ergebnis zeichnet sich ab, wenn man die Kerntakte während des Benchmarks beobachtet. Diese können die spezifizierten 2,9 GHz nicht halten, sondern kommen auf maximal 2,3 GHz mit gelegentlichen Ausreißern nach unten. Zum Vergleich: Der Intel Core i7-4600U im EliteBook schafft hier immerhin noch dauerhaft 2,6 GHz und drosselt auch erst nach etwa 30 Sekunden auf dieses Niveau herunter. Unsere i5-Variante des B551 taktete ebenso durchgehend mit 2,3 GHz im selben Test. Im Cinebench R11.5 Einzelkern-Test kann sich die eingesetzte i7-4650U CPU dann zwar von seinen i5-4200U-Kollegen etwas absetzen, bleibt aber auch hier etwas hinter Geräten mit gleichem Prozessor zurück.

Die Leistung stellt sich im Vergleich mit anderen i7-ULV-Dualcores selber Type damit als unterdurchschnittlich dar. Das mag sich in der Praxis meistens nicht bemerkbar machen, enttäuscht aber möglicherweise Käufer, die in der Hoffnung auf einen ordentlichen Leistungsschub bewusst zum i7-Chip greifen. Im Akkubetrieb ergeben sich keine Einschränkungen.

CPU-Takte Cinebench R11.5 Multi-CPU, ...
CPU-Takte Cinebench R11.5 Multi-CPU, ...
...Prime 95 solo...
...Prime 95 solo...
...und Prime 95 + FurMark
...und Prime 95 + FurMark
Cinebench R11.5
CPU Multi 64Bit (sort by value)
Asus Pro B551LG-CN009G
GeForce 840M, 4650U, Kingston SVP200S37A256G
2.5 Points ∼14%
Asus B551LA-CN018G
HD Graphics 4400, 4200U
2.48 Points ∼14% -1%
Dell XPS 12 Haswell
HD Graphics 5000, 4650U, Liteonit LMT-256M6M
2.64 Points ∼15% +6%
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 1.7 GHz 256 GB
HD Graphics 5000, 4650U, Apple SSD SD0256F
2.82 Points ∼16% +13%
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Radeon HD 8750M, 4600U, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
2.91 Points ∼17% +16%
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Radeon HD 8670M, 4200U, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
2.5 Points ∼14% 0%
CPU Single 64Bit (sort by value)
Asus Pro B551LG-CN009G
GeForce 840M, 4650U, Kingston SVP200S37A256G
1.36 Points ∼74%
Asus B551LA-CN018G
HD Graphics 4400, 4200U
1.13 Points ∼61% -17%
Dell XPS 12 Haswell
HD Graphics 5000, 4650U, Liteonit LMT-256M6M
1.45 Points ∼78% +7%
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 1.7 GHz 256 GB
HD Graphics 5000, 4650U, Apple SSD SD0256F
1.42 Points ∼77% +4%
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Radeon HD 8750M, 4600U, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
1.43 Points ∼77% +5%
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Radeon HD 8670M, 4200U, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
1.11 Points ∼60% -18%
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.36 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.5 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
48.33 fps
Hilfe

System Performance

Geht es um die Messung der System Performance, kommen neben der CPU auch noch Aspekte wie RAM, Grafikkarte und Massenspeicher ins Spiel, die sich je nach synthetisch nachgebildetem Anwendungsszenario unterschiedlich stark gewichtet in den Ergebnissen wiederfinden. Im PCMark 7 kann sich das Testgerät zwar in jeder einzelnen Disziplin um 20 bis 30 % vom ThinkPad S540 absetzen, das hat aber auch als einziges Gerät unseres Test-Triumvirats "nur" eine mit 16 GB SSD-Cache beschleunigte, herkömmliche HDD aufzubieten, während das HP und das Asus Pro von ihren überlegenen SSDs profitieren. Dass es das Testgerät auch hier wieder nicht schafft, mit dem potenziell eigentlich sehr ähnlich schnellen EliteBook mitzuhalten, dürfte aber nicht nur auf die CPU-Problematik, sondern ebenso auf die relativ langsame SSD zurückzuführen sein. Vergleicht man den Gesamt-Score des PCMark 7 mit dem aktueller Notebooks mit i7-4600U, hellt sich der durchwachsene Eindruck kaum auf: Die weitaus meisten Geräte liegen — unabhängig von der jeweiligen Grafiklösung — 5 bis 30 % vor dem Asus Pro. Der PCMark 8 zeigt ein ähnliches Bild.

Besser ist der Eindruck, den das Testgerät bei der täglichen Arbeit hinterlassen hat. Programme und System starteten rasch, exzessives Multitasking stellte kein Problem dar.

Asus Pro B551LG-CN009G
Intel Core i7-4650U, NVIDIA GeForce 840M, Kingston SVP200S37A256G
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Intel Core i7-4600U, AMD Radeon HD 8750M, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8670M, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
PCMark 7
19%
-25%
Score41765431
30%
3021
-28%
Lightweight45855223
14%
3620
-21%
Productivity35473929
11%
2852
-20%
Creativity71158686
22%
5066
-29%
PCMark 8
Work Score Accelerated v238834908
26%
4106
6%
Total Average (Program / Settings)
23% / 21%
-10% / -18%
PC Mark
PCMark 74176 Punkte
PCMark 8 Home v22654 Punkte
PCMark 8 Creative v23179 Punkte
PCMark 8 Work v23883 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

SSDs heben sich von herkömmlichen Festplatten vor allem durch ungleich schnellere Zugriffszeiten beim Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke ab, wie es bei den meisten Programm- und allen Systemstarts gefordert ist. Von aktuellen Solid State Drives erwarten wir hier (4k Read) mindestens 20 MB/s, die der im Asus Pro verbaute Kingston Flashspeicher gerade so schafft. Auch sonst muss man dem Testgerät eine vergleichsweise lahme SSD-Performance im Umgang mit inkompressiblen Daten attestieren. Die Intel SSD des HP EliteBooks kann sich in allen Teilbereichen deutlich absetzen, das sequenzielle Lesen geht geht sogar mehr als doppelt so schnell vonstatten. Das könnte sich beim Starten von Spielen, wo auch mal große Files in den Speicher geschaufelt werden, durchaus bemerkbar machen. Die HDD im Lenovo ThinkPad spielt im negativen Sinne in einer anderen Liga, wie man den Ergebnissen des CrystalDiskMark 3.0 mehr als deutlich ansieht. Einen Überblick über die Performance zahlreicher Notebook Festplatten findet der geneigte Leser in unserer FAQ-Sektion.

Asus Pro B551LG-CN009G
Intel Core i7-4650U, NVIDIA GeForce 840M, Kingston SVP200S37A256G
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Intel Core i7-4600U, AMD Radeon HD 8750M, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8670M, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
AS SSD
54%
Seq Read214.02454.65
112%
4K Read19.1523.84
24%
4K-64 Read147.02201.11
37%
Score Read188270
44%
CrystalDiskMark 3.0
41%
-84%
Read Seq217.4426.5
96%
99.3
-54%
Read 4k24.7127.84
13%
0.372
-98%
Read 4k QD32145.2164.7
13%
0.794
-99%
Total Average (Program / Settings)
48% / 48%
-84% / -84%
Kingston SVP200S37A256G
Sequential Read: 217.4 MB/s
Sequential Write: 149 MB/s
512K Read: 195.8 MB/s
512K Write: 189.4 MB/s
4K Read: 24.71 MB/s
4K Write: 108.3 MB/s
4K QD32 Read: 145.2 MB/s
4K QD32 Write: 157.2 MB/s

Grafikkarte

Die Mittelklasse-GPU Nvidia GeForce 840M mit 1 GB dediziertem Speicher wurde im März 2014 vorgestellt und basiert als eines der ersten Modelle auf der neuen Maxwell Architektur. Sie beherrscht DirectX 11.0 und natürlich die Nvidia exklusive Programmierschnittstelle CUDA, mit dessen Hilfe bisher noch wenige Programme stark parallelisierte Aufgaben auf die GPU verlagern können. Das 64 Bit schmale Interface kann nur DDR3-Speicher anbinden, nicht jedoch erheblich schnelleres GDDR5-RAM. Die geringe Speicherbandbreite wird durch den bei Maxwell vergrößerten L2-Cache entschärft, der mehr Speicherzugriffe abfangen kann. 

Zum Testzeitpunkt fanden sich fünf weitere Notebooks mit identischer Grafik in unserer Datenbank. Schaut man sich die Ergebnisse des Ice Storm Benchmarks (niedrige Anforderungen, DX9, Graphics) des 3DMarks (2013) an, drängt sich ob des viel zu niedrigen Scores der Verdacht auf, dass der Test stets auf der Intel HD 5000 läuft statt — wie extra gesondert angeordnet — auf der 840M. Lassen wir dieses weitere, evtl. treiberbedingte Ärgernis gleich hinter uns und konzentrieren uns auf die aussagekräftigeren Ergebnisse des Cloud Gate Benchmarks (mittlere Anforderungen, DX10, Graphics), die zur Abwechslung mal wie erwartet ausfallen. Die stark verbreitete Mittelklasse-Vorgängerin GT 740M wird dort zumeist um 20 bis 30 % abgehängt. Somit lassen sich auch aktuelle und grafisch anspruchsvolle Spiele in mittleren bis hohen Einstellungen flüssig zocken, zukunftssicher aufgestellt ist man mit der 840M aber nicht. Die AMD Radeon HD 8750 (GDDR5) erweist sich als fast ebenbürtig, verliert gegenüber der 840M aber mit steigenden Anforderungen etwas an Boden. Komplett abgehängt wird die Radeon HD 8670M, deren Rückstand in den reinen Grafiktests bei etwa 50 % liegt. Die Physiktests unterstreichen erneut die suboptimale Integration der i7-CPU.

Asus Pro B551LG-CN009G
Intel Core i7-4650U, NVIDIA GeForce 840M, Kingston SVP200S37A256G
HP EliteBook 850 G1-H5G44ET
Intel Core i7-4600U, AMD Radeon HD 8750M, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H
Lenovo ThinkPad S540 20B30059GE
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8670M, WDC WD10JPVX-08JC3T5 + Sandisk SSD U110 16GB
3DMark (2013)
-4%
-35%
1280x720 Cloud Gate Standard Score63096303
0%
3977
-37%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics94298882
-6%
4840
-49%
1280x720 Cloud Gate Standard Physics29243127
7%
2450
-16%
1920x1080 Fire Strike Standard Score13691241
-9%
767
-44%
1920x1080 Fire Strike Standard Graphics16051331
-17%
829
-48%
1920x1080 Fire Strike Standard Physics41214218
2%
3410
-17%
3D Mark
3DMark Ice Storm35857 Punkte
3DMark Cloud Gate6309 Punkte
3DMark Fire Strike1369 Punkte
Hilfe
min. mittelhoch max.
Anno 2070 (2011) 120.362.539.319.5fps
Max Payne 3 (2012) 41.837.330.7fps
Medal of Honor: Warfighter (2012) 66453613fps
Call of Duty: Black Ops 2 (2012) 73.358.539.726fps
BioShock Infinite (2013) 89.151.441.814.4fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Im Idle-Betrieb kann man den stets aktiven Lüfter nur mit Mühe aus den normalen Umgebungsgeräuschen heraushören. Unter Last dreht er gemächlich und ohne abrupte Drehzahlwechsel auf. Das gilt besonders, wenn zusätzlich zur CPU noch die Grafikkarte unter Dampf steht. Volle Auslastung von Prozessor und GPU äußert sich in einem deutlich vernehmbaren Rauschen, das wir trotz eines minimalen, hochfrequenten Obertons nicht als lästig empfanden. Orientiert man sich an unseren Messungen, liegt die maximale Lautstärke von 42,7 dB des Asus Pro exakt im Durchschnitt aktueller Multimedia-Notebooks.

Lautstärkediagramm

Idle 29.6 / 29.6 / 29.6 dB(A)
DVD 36.2 / dB(A)
Last 38.2 / 42.7 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Mit bis zu 46 °C richtig warm wird unser Test-Notebook bei hoher und andauernder Belastung nur im hinteren Bereich des Bodens. Derartige Situationen werden beim Betrieb auf dem Schoß nur selten eintreten. Bereiche wie die Handballenablage, mit denen man normalerweise Kontakt hat, erreichen nicht einmal Körpertemperatur. Im Idle-Betrieb gilt das sogar für die gesamte Oberfläche.

Der Stresstest, bei dem wir Prime 95 und FurMark parallel laufen lassen, beweist erneut, dass Asus die Thermik nicht ganz im Griff hat. Die CPU-Takte brechen auf 2,1 GHz ein und sinken sogar gelegentlich kurz auf bis zu 1,7 GHz. Als hoch, wenn auch noch im Rahmen der Spezifikationen, stufen wir die maximalen CPU- und GPU-Temperaturen von bis zu 89 bzw. 79 °C ein.

Max. Last
 36.8 °C40.7 °C30.7 °C 
 31.6 °C34.7 °C26 °C 
 27.3 °C25.8 °C26.3 °C 
Maximal: 40.7 °C
Durchschnitt: 31.1 °C
40.7 °C46 °C27.6 °C
41.1 °C27.2 °C26.3 °C
27.3 °C26.3 °C27.3 °C
Maximal: 46 °C
Durchschnitt: 32.2 °C
Netzteil (max.)  42.6 °C | Raumtemperatur 22.1 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Presets haben keinen sehr großen Einfluss auf den Sound.
Die Presets haben keinen sehr großen Einfluss auf den Sound.

Wir haben die Speaker zunächst in der Voreinstellung Musik (siehe Bild) mit einigen gesangslastigen Titeln wie diesem getestet. Stimmen präsentieren sich mit hoher Präsenz und klingen natürlich. Dass die Wiedergabe insgesamt mittenlastig und etwas hart ausfällt, war hier auch schon feststellbar. Der Verständlichkeit von Sprache in Filmen kommt das natürlich entgegen. Schlechter schaut es aus, wenn Musik ins Spiel kommt, die einen größeren Frequenzbereich abdeckt und mehr Bässe aufweist. Der Sound klingt dann etwas dünn und gleichzeitig gequetscht. Dynamik und Räumlichkeit halten sich in engen Grenzen. Von einer Tischplatte als Reflexionsfläche profitieren die vorne nach schräg unten abstrahlenden Lautsprecher nur gering. Die Maximallautstärke hätte für unseren Geschmack ruhig etwas höher ausfallen dürfen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Abgeschaltet genehmigt sich das Asus Pro B551LG-CN009G 0,1 Watt — unnötig. 0,4 Watt im Standby sind ebenfalls kein Ruhmesblatt. Im Idle-Betrieb (avg) sind es 10,1 Watt, was verglichen mit anderen aktuellen Notebooks desselben Formats leicht unter dem Durchschnitt liegt. Erfreulich niedrig stellt sich der Verbrauch unter voller Last dar. Alle noch sparsameren, 15,6 Zoll messenden Multimedia-Notebooks basieren auf weniger leistungsfähiger Hardware. Man muss bei der Einordung aber beachten, dass die Ursache für dieses Phänomen sicher auch in der eingeschränkten CPU-Performance zu suchen ist. Die Leistung des 65-Watt-Netzteils reicht in jeder Situation aus.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.1 / 0.4 Watt
Idle 6.7 / 10.1 / 11.2 Watt
Last 45.2 / 50.6 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

An dieser Stelle ziehen wir wieder aktuelle Multimedia-Notebooks im 15,6-Zoll-Format als Vergleich heran und können dem Testgerät in diesem Feld eine durchschnittliche Laufzeit sowohl im praxisnahen WLAN-Test als auch unter Last attestieren. Wie wir die einzelnen Laufzeittests durchführen, kann man hier nachlesen. Vielleicht würde das Asus Pro noch länger ohne Steckdose durchhalten, wenn die Kerntakte der CPU auch ohne Last nicht ständig bei zweimal 2,9 GHz verharren würden. Der im Test auffindbare Weg, das Notebooks davon abzuhalten, wäre es gewesen, die Laufzeittests unmittelbar nach einem Neustart durchzuführen. Sobald eine beliebige Software gestartet und wieder beendet wurde, zeigte sich das zu bemängelnde Phänomen zuverlässig. Auch ein Blick in die Leistungsüberwachung brachte keine Aufklärung, denn Prozesse mit nennenswerter CPU-Last waren nicht auszumachen.
Auch in diesem Punkt zeigte unser Zweitgerät, allerdings mit i5-4200U-CPU, ein normales unauffälliges Verhalten mit entsprechender automatischer Taktreduktion ohne Last. Der WLAN-Laufzeittest unseres Zweitgerätes mit i5-4200U-CPU fiel mit knapp 5 Stunden schließlich aber nur unwesentlich besser aus als bei der i7-Variante.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
7h 59min
Surfen über WLAN
4h 39min
DVD
3h 03min
Last (volle Helligkeit)
1h 41min

Fazit

das Asus Pro B551LG-CN009G
das Asus Pro B551LG-CN009G

Mit seinen vollmundigen Ankündigungen bezüglich der "professionellen Qualität" des Asus Pro B551LG hat Asus hoch gepokert und — zumindest was unser erstes Testexemplar angeht — verloren. Neben dem verzogenen Gehäuse und dem defekten USB-Port sind im Test noch eine zu niedrige CPU-Leistung, Probleme mit Nvidia Optimus (Ice Storm Benchmark), eine vergleichsweise langsame SSD und ein misslungener Nummernblock negativ aufgefallen. Das zur Kontrolle angeforderte Zweitgerät konnte zwar einzelne Beobachtungen widerlegen, einige Kritikpunkte bleiben allerdings bestehen.

Auf der Habenseite finden wir den sehr guten Bildschirm, das solide Gehäuse und die guten haptischen Eigenschaften des Keyboards vor. Die Sicherheitsfeatures sollten den Anforderungen der meisten mobilen Business User genügen, die Mobilität als solches wird allerdings durch das voluminöse Gehäuse und das recht hohe Gewicht konterkariert. Dafür gibt es viele Anschlüsse und einen brauchbaren Sound. Außerdem reicht die Gesamtleistung aus, um auch aktuelle und aufwändige Games mit guter Optik spielen zu können. Diese vielseitige Kombination besetzt eine Nische im Markt und ist und bleibt die eigentliche Stärke, die das Asus Pro aus der Masse der Konkurrenz heraushebt und den hohen Preis eigentlich als angemessen erscheinen lässt. Es bleibt allerdings ein fahler Beigeschmack aufgrund der Beobachtungen an unserem ersten Testgerät.

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Das Asus Pro B551LG-CN009G, zur Verfügung gestellt von Asus Deutschland
Das Asus Pro B551LG-CN009G, zur Verfügung gestellt von Asus Deutschland

Datenblatt

Asus Pro B551LG-CN009G

:: Prozessor
:: Mainboard
:: Speicher
8192 MB, DDR3, 1600 MHz, Single-Channel
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce 840M - 1024 MB, Kerntakt: 1029 MHz, Speichertakt: 2000 MHz, DDR3, 9.18.13.3235, Nvidia Optimus
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, Samsung 156HL01-102, IPS, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Kingston SVP200S37A256G, 256 GB
:: Soundkarte
Intel Lynx Point-LP - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
1 USB 2.0, 3 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 1x Mikrofon (in), 1x out, analog, 3,5 mm Klinke, Card Reader: SD/SDHC/SDXC, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader,
:: Netzwerkverbindungen
Intel I218-LM (Clarkville ULT) Network Adapter (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-N 7260 (a b g n ), 4.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
HL-DT-ST DVDRAM GUA0N
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 26 x 383 x 259
:: Gewicht
2.5 kg Netzteil: 0.229 kg
:: Akku
45 Wh Lithium-Ion
:: Preis
1400 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: HD, Lautsprecher: stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, Netzteil, Recovery-Medien, Nutzungshinweise, Garantieunterlagen, Asus Vibe Fun Center, ASUSPRO Business Center, WebStorage, Asus Live Update , 24 Monate Garantie

 

[+] compare
Die samtige Deckelrückseite zieht Fingerabdrücke an.
Die samtige Deckelrückseite zieht Fingerabdrücke an.
Je nach Beleuchtung...
Je nach Beleuchtung...
...changiert der Farbton der Oberseite der Base...
...changiert der Farbton der Oberseite der Base...
...zwischen verschiedenen Braun-Lila-Farbtönen.
...zwischen verschiedenen Braun-Lila-Farbtönen.
Links befinden sich...
Links befinden sich...
...die weitaus meisten Anschlüsse.
...die weitaus meisten Anschlüsse.
Der maximale Öffnungswinkel erreicht fast 180 °.
Der maximale Öffnungswinkel erreicht fast 180 °.
Im Bereich der Buchstabentasten...
Im Bereich der Buchstabentasten...
...hält Asus sich weitgehend an den Standard.
...hält Asus sich weitgehend an den Standard.
Das Keyboard hebt sich vor allem...
Das Keyboard hebt sich vor allem...
...durch einen relativ langen Hub von vielen Konkurrenten ab, ...
...durch einen relativ langen Hub von vielen Konkurrenten ab, ...
...weiß aber auch sonst zu überzeugen.
...weiß aber auch sonst zu überzeugen.
Das gilt aber nicht für den zu klein geratene Nummernblock.
Das gilt aber nicht für den zu klein geratene Nummernblock.
Mit dem klassischen Touchpad...
Mit dem klassischen Touchpad...
...gab es im Test keinerlei Probleme.
...gab es im Test keinerlei Probleme.
Business-like: der Fingerabdrucksensor.
Business-like: der Fingerabdrucksensor.
On/Off
On/Off
das vermeintlich Wichtigste auf einen Blick
das vermeintlich Wichtigste auf einen Blick
Der SD-Card-Slot befindet sich unter den Status-LEDs.
Der SD-Card-Slot befindet sich unter den Status-LEDs.
Webcam, Mikros, Helligkeitssensor
Webcam, Mikros, Helligkeitssensor
Optische Laufwerke gehören im Multimedia-Bereich nach wie vor dazu.
Optische Laufwerke gehören im Multimedia-Bereich nach wie vor dazu.
VGA und Ethernet (ausklappbar) weisen in Richtung Office/Business.
VGA und Ethernet (ausklappbar) weisen in Richtung Office/Business.
Wartungsklappe? Fehlanzeige.
Wartungsklappe? Fehlanzeige.
Die Verriegelung gehört zum...
Die Verriegelung gehört zum...
...wechselbaren Akku, ...
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...der recht kompakt ausfällt.
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Pro

+solide uns stabil
+haptisch sehr gute Tastatur, gutes Touchpad
+helles, kontrastreiches Display
+schöne, akkurate Farben
+sehr gute Bildschärfe
+prima Ausleuchtung
+schnell genug für aktuelle Spiele
 

Contra

-relativ schwer
-Gehäuse Testgerät verzogen
-leichte Verarbeitungsmängel
-Nummernblock mit zu kleinen Tasten
-defekter USB-Port
-Anschlüsse tw. ungünstig platziert
-CPU regelt stark ab
-viel zu niedriger Score bei Ice Storm
-schlechte Akkulaufzeiten

Shortcut

Was uns gefällt

Die tolle Ausstattung gewährleistet Vielseitigkeit auf hohem Niveau. 

Was wir vermissen

Einen Nummernblock in normaler Größe.

Was uns verblüfft

Asus stellt uns diesmal als Testsample ein Montagsgerät zur Verfügung, Folgen siehe Wertung.

Die Konkurrenz

Lenovo Thinkpad Edge E540 20C6003AGE

Lenovo ThinkPad L540 20AV002YGE

HP ProBook 650 G1 H5G74E

HP ProBook 655 G1

Dell Latitude E5540

Dell Latitude 3540

Bewertung

Asus Pro B551LG-CN009G
26.06.2014 v4
Sven Kloevekorn

Gehäuse
73 / 98 → 74%
Tastatur
70%
Pointing Device
86%
Konnektivität
62 / 95 → 65%
Gewicht
60 / 67 → 85%
Akkulaufzeit
82%
Display
86%
Leistung Spiele
78 / 93 → 84%
Leistung Anwendungen
75%
Temperatur
86%
Lautstärke
88 / 95 → 93%
Audio
70%
Auf- / Abwertung
-3%
Durchschnitt
70%
78%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

> Notebook Test, Laptop Test und News > Eigene Testberichte > Notebook Testberichte > Test Asus Pro B551LG-CN009G Notebook
Autor: Sven Kloevekorn, 26.06.2014 (Update: 26.06.2014)