Notebookcheck

Test Samsung RF511 Notebook

Sebastian Jentsch, 14.07.2011

Quad-Allrounder. Mit dem Refresh des RF511 reagiert Samsung auf die hohe Nachfrage nach dem Vorgänger RF510. Das Panel ist weiterhin matt, aber nicht hochwertiger. Grafik und Prozessorleitung wurden auf Quad-Core und Fermi gesteigert. Der ideale Allrounder?

Samsung RF511 (NP-RF511-S05DE): Der Quadcore-Allrounder für anspruchsvolle Kunden?
Samsung RF511 (NP-RF511-S05DE): Der Quadcore-Allrounder für anspruchsvolle Kunden?

Mit dem RF511 hat Samsung auf der optischen Seite kein neues (Siehe RF510), wohl aber ein technisch auf dem neusten Stand befindliches Gerät auf dem Markt. Neben dem Core i7 2630QM, dem Intel-Vierkerner mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis, arbeitet eine spieletaugliche Nvidia Geforce GT 540M im Gehäuse. Ein attraktiver Punkt für viele Käufer ist das matte WXGA-Panel und der alltagstaugliche aber schicke Look des Chassis. 

Genügen die Vorteile des RF511, um den vglw. hohen Preis von 959 Euro zu rechtfertigen (günstigere Versionen verfügbar)? Die Quad + GT 540M Hardware gibt es nämlich bei Acer (Aspire 5750G), Asus (X53SV), Packard Bell (TS11-HR-275GE), Lenovo (IdeaPad Y560p) und Toshiba (P750-100) schon ab 685 bis 729 Euro. Kann Verarbeitung, Ergonomie und ein mattes Display so viel aufwiegen? Wir zeigen ihnen die Vor- aber auch die (wenigen) Nachteile des RF511.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Ansicht RF510
Ansicht RF510

Die Konstruktion des Samsung RF511 ist ident mit dem Vorgänger RF510 (Dez. 2010). Würden die beiden 15.6-Zoller nebeneinander stehen, der Betrachter würde keinen einzigen Unterschied ausmachen. Der Innenraum hat weiterhin seine matten bzw. leicht schimmernden Oberflächen aus lackiertem, teils gebürstetem Aluminium. Die kühle Haptik sorgt für ein angenehmes Arbeitsfeeling, was durch die sehr geringen Temperaturen des Gehäuses gestärkt wird. 

Die Base Unit ist angemessen steif, doch nicht so fest, wie wir es uns vom Premium Segment gewünscht hätten. Mit zwei Händen angefasst, können wir die Base Unit dezent verwinden. Die Kunststoff-Bodenplatte können wir mittig minimal eindrücken, den Bereich unter dem optischen Laufwerk jedoch deutlicher.

Die Scharniere halten den Deckel straff, neigen aber leicht zum Nachwippen. Der maximale Aufklappwinkel von zirka 135 Grad ist für den Betrieb auf dem Schoß gerade ausreichend. Unter der Klappe auf der Unterseite befindet sich die 2.5-Zoll-Festplatte und das DDR3 RAM-Modul (zwei belegte Steckplätze).

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Samsung verzichtet auf ExpressCard34/54 (Erweiterungskarten), weshalb eSATA oder FireWire nicht nachgerüstet werden kann (Controller-Karten). Das ist schade, den mit der starken Hardware hätte der 15.6-Zoller durchaus das Zeug zur Mainstream Media-Produktionsstätte. Anschlüsse auf der Rückseite gibt es leider wie gehabt keine. Das sorgt bei entsprechender Verkabelung für einen unschönen Kabelbaum auf der linken Seite.

Frontseite: Kartenleser SD/SDHC/SDXC/MMC (Mitte)
Frontseite: Kartenleser SD/SDHC/SDXC/MMC (Mitte)
Linke Seite: AC, VGA, Ethernet, HDMI, 2 x USB 2.0, Mikrofon, Kopfhörer
Linke Seite: AC, VGA, Ethernet, HDMI, 2 x USB 2.0, Mikrofon, Kopfhörer
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Rechte Seite: Blu-ray Player (DVDRW), 2 x USB 3.0, Kensington
Rechte Seite: Blu-ray Player (DVDRW), 2 x USB 3.0, Kensington

Kommunikation

Neben WLAN-Draft-N (Broadcom 802.11n) steckt als weitere Funktechnologie Bluetooth 3.0 im RF511. Der Realtek Gigabit Ethernet-Controller kann mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit im Heimnetzwerk Daten übertragen. Internes 3G mit SimCard für den mobilen Internet-Zugang wäre in dieser Preisklasse eigentlich  nötig, um aus dem RF511 ein rundes Paket zu machen. Interes 3G wird jedoch in keiner Modellvariante Angeboten.

Zubehör

Für Windows 7 Home Premium (64Bit) liegen Recovery-Datenträger bei. Der Hersteller spielt wie üblich eine Reihe von Notebook-Tools auf. Hierzu gehören AllShare (Datenaustausch Smartphone, Kamera ohne Kabel), ChargeableUSB (Smartphone an USB-Laden), Easy File Share (Dateizugriff auf anderen PC) oder der Easy Network Manager (WLAN Standorte). Der Battery Life Extender (Akkuladung auf 80 Prozent begrenzen) hat bereits Tradition. Über die Funktionstaste+F8 wird der Easy Speed-Up Manager geladen. Damit kann von Zeit zu Zeit die Registry-Datenbank entschlackt werden.

Garantie

Die Herstellergarantie beläuft sich auf 24 Monate (inkl. Vor-Ort). Garantie-Plus heißt bei Samsung die kostenpflichtige Erweiterung der Standardgarantie. Für ungefähr 50 Euro gibt es einen 3 jährigen Vor-Ort-Abholservice (ab Kaufdatum).

Handbuch und Datenträger
Handbuch und Datenträger
Battery Life Extender
Battery Life Extender
Universal Scan Driver
Universal Scan Driver

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Die Tasten liegen wie auf einem silbernen Tablet, wodurch selbige auch bei schlechtem Licht sehr gut zu erkennen sind. Die Tasten des Ziffernblocks wurden  schmaler gestaltet als die Übrigen. Bei der Bedienung ist das aber nicht problematisch. Schwieriger sind da schon die unter der Enter-Taste eingequetschten Richtungstasten. Hier kann es zu Fehleingaben kommen.

Auf den Tasten können wir relativ zielsicher und schwungvoll schreiben. Der Tastenhub ist mittelkurz und der Anschlag fest. Die Fläche liegt komplett starr auf, selbst über dem optischen Laufwerk. Der Druckpunkt der Tasten ist etwas kurzatmig. Daher ist das Schreibgefühl nicht auf dem Niveau hochwertiger Business-Eingaben.

Touchpad

Das Elan Smart Pad mit der sehr großen Fläche ist bis in die Ecken berührungsempfindlich. Es hat zwei nicht optisch gekennzeichnete Scrollbars (vertikal & horizontal), die auch standardmäßig aktiv sind. Durch die schmale Kante nach rechts und links, sowie den silbernen Steg, können wir die Position der Scrollbars blind finden.

Die Bedienung des Pads geht auf Grund des mittleren Hubs der Maustasten und deren Leichtgängigkeit zügig voran. Das relativ laute Klicken ist aber deutlich hörbar. Die Fläche ist matt, bietet einen angenehmen Rollwiederstand und besteht aus hartem Kunststoff. Multi-Touch mit zwei Fingern (Zoom, Rollen) wird auch unterstützt.

Display

Wie wir testen - Display

Samsung verbaut wie beim Vorgänger RF510 ein gering auflösendes WXGA-Panel mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Die 16:9-Anzeige (Samsung LTN156AT23801) wurde deutlich entspiegelt, wodurch es so gut wie keine Reflexionen gibt. Der Kontrast ist mit 109:1 allerdings unterirdisch. Das Breitbild-Display ist folglich für die Farbdarstellung denkbar schlecht, was auch durch den kleinen Farbraum bestätigt wird. Dieser ist vom oft genutzten Adobe RGB 1998 (t) weit entfernt, gleiches gilt für sRGB (t). Dass es auch im Mainstream anders geht, das zeigt der Vergleich mit dem Fujitsu Multimedianer NH751.

Samsung RF511 vs. AdobeRGB(t)
Samsung RF511 vs. sRGB(t)
Samsung RF511 vs. Fujitsu NH751 FHD(t)
268
cd/m²
284
cd/m²
277
cd/m²
293
cd/m²
286
cd/m²
278
cd/m²
289
cd/m²
289
cd/m²
284
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 293 cd/m²
Durchschnitt: 283.1 cd/m²
Ausleuchtung: 91 %
Helligkeit Akku: 235 cd/m²
Schwarzwert: 2.63 cd/m²
Kontrast: 109:1

Das Display verteilt die Helligkeit gleichmäßig über das Panel (91%), das heißt die Abweichungen der LED-Hintergrundbeleuchtung sind sehr gering (Homogenität). Gegenüber dem RF510 hat sich die Helligkeit deutlich gesteigert (283 statt 208 cd/m² ).

Das freut Sonnenanbeter, denn zusammen mit der  reflexionsfreien Anzeige ist das Samsung RF511 auch für den Außengebrauch geeignet. Aus fast allen Ansichten können wir die Anzeige gut ablesen. Im Akkubetrieb drosselt die Helligkeit allerdings auf 235 cd/m² (statt 286, Mitte). Dadurch wird das Ergebnis aus bestimmten Betrachtungswinkeln wiederum schlecht. Die Fotos entstanden im Akkubetrieb bei höchster Helligkeit.

Ansicht seitlich, sonnig
Ansicht seitlich, sonnig
Ansicht seitlich, sonnig
Ansicht seitlich, sonnig
Ansicht frontal, sonnig
Ansicht frontal, sonnig

Bei den Blickwinkeln ist das RF511 keine große Leuchte. Wie bei den meisten 08/15 TN-Panels kann das Auge horizontal nicht weiter als 45 Grad von der Mitte abweichen, ohne Verfälschungen der Farben und Kontraste hinnehmen zu müssen. Siehe unser Blickwinkel-Video.

Blickwinkel Samsung RF511-S05DE
Blickwinkel Samsung RF511-S05DE

Der Vierkerner Core i7-2630QM mit 4 x 2.0 GHz (Normal-Takt) wird dank seines guten Preis/Leistung-Verhältnisses in vielen Notebooks eingesetzt (Gerätepreise ab 700 Euro). Per Turbo-Boost kann im Bedarf auf bis zu 2.9 GHz übertaktet werden (ein Kern). Alle Details finden sie im Datenblatt.

Die integrierte HD Graphics 3000 sorgt für einen (vglw.) sparsamen Betrieb, wenn Akkulaufzeit und keine GPU-Leistung gefordert sind. Die NVIDIA GeForce GT 540M (2.048 MB) wird dabei per Nvidia Optimus automatisch abgeschalten.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ SPD
Systeminfo GPUZ GT 540M
Systeminfo GPUZ Intel HD
DPC Latency Checker Idle keine Latenzen
DPC Latency Checker WLAN Off/On keine Latenzen
 
Systeminformationen Samsung RF511-S05DE

Der CPU-Test Cinebench R11.5 (Multi, 64 Bit) holt 4.18 (Normal-Mode) bis 4.36 Punkte (Speed Mode). Der "identische" 2630QM im Fujitsu NH751 kam jedoch auf 4.83 Punkte; im Aspire 7750G oder Asus G73SW-TZ083V sind sogar 5.0 Punkte drin. Das RF511 hat demnach bei gleicher CPU eine vglw. schwache Rechenleistung. Der Grund: Die anderen Geräte (alle 17-Zoll) können scheinbar den Dynamic Frequency Overhead (Turbo 2.0) auf Grund eines größere Kühlsystems länger ausnutzen. Damit ist die Zeit gemeint, in der die CPU höher als 2.9 GHz taktet, also oberhalb ihrer Turbo Referenz.

Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
4536 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
15856 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
5936 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
24.83 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
4.36 Points
Hilfe
PC Mark 7 Gesamtergebnis
PC Mark 7 Gesamtergebnis

Der PCMark Vantage erreicht 6.548 Punkte. Das ist ein recht knapper Score, denn ein Fujitsu NH751 mit gleicher CPU und ähnlicher GPU kommt auf 7.181 Punkte. Spiele-Boliden, wie Asus VX7-SZ062V (GTX 460M, 8.657) oder MSI GT780R (GTX 560M, 8.599), bringen sogar noch viel mehr aufs Parkett. 

Der neue PCMark 7 endet auf 2.073 Punkte. Aktuelle Core i7-Quad-Systeme mit ähnlicher Mittelklasse-GPU, wie das Lenovo IdeaPad Y560p (2630QM, HD 6570M) liegen gleichauf (2.137). Sofern eine SSD ins Spiel kommt, wie beim Acer Aspire Ethos 8951G (GT 555M), steigt die Gesamt-Leistung aber deutlich: 3.430 beim Ethos 8951G.

5.9
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
7.4
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
7.6
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
5.9
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.7
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
PC Mark
PCMark Vantage6548 Punkte
PCMark 72073 Punkte
Hilfe

Die GeForce GT 540M (1.024 MB DDR3) gehört zur oberen Grafik-Mittelklasse. Der Chip unterstützt DirectX-11 sowie GDDR5-Speicher. Wie üblich ist jedoch DDR3 Videospeicher verbaut, davon aber sogar 2.048MB. Dieser taktet im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern nicht mit 800 MHz (Aspire 5742G), sondern mit 900 MHz. 

Der 3DMark2006 (1.280x1024) schließt mit 8.075 Punkten ab. Eine Radeon HD 6850M (~9.700) kann das bei gleichem Speicher-Typ toppen. HD 6550 und 6650 (~7.515) sind knapp abgeschlagen. Der 3DMark-Vantage Score (P4355) kann sich ebenfalls über HD 6550M (P3700) hinwegsetzen. Der 3DMark 11 holte sich 1.011 Performance-Punkte. Hier stehen HD 6550M (P1107) und sogar die ältere HD 5650 (P1024) ähnlich da da.

3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
8075 Punkte
3DMark Vantage4355 Punkte
3DMark 111011 Punkte
Hilfe
HD Tune
HD Tune
Crystal Disk Mark
Crystal Disk Mark

Teilhaber der PCMark Vantage Bewertung ist die 750 GB Festplatte aus dem Hause Hitachi (HTS547575A9E384). Der HDD-Score liegt bei 3.557 Punkten (leicht überdurchschnittlich für 5.200 rpm). Der Datendurchsatz beim Lesen, ermittelt von HD-Tune, liegt bei 77 MB/s (HD-Tune). Der Crystal Disk Mark 3.0 ermittelt ebenfalls gute Lese-Raten von 101 MB/s (anderen Routine als HD-Tune). Wirklich schnell Transfers sind jedoch erst mit eine SSD möglich (z. B. OCZ-Agility-3; 222 MB/s Lesen). Ein Laptop mit SSD und ansonsten gleicher CPU/GPU schaffte beflügelt durch eine SSD schaffte 14.285 Punkte im PC Mark Vantage (XMG A701 Advanced).

Hitachi Travelstar 5K750 HTS547575A9E384
Minimale Transferrate: 24.5 MB/s
Maximale Transferrate: 104.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 77.1 MB/s
Zugriffszeit: 19.4 ms
Burst-Rate: 68.9 MB/s
CPU Benutzung: 1 %

Gaming Performance

Wie wir testen - Leistung

Risen (2009)

Der 900MHz Takt und der starke Vierkerner verhelfen der GT 540M zu mehr Frames. Wo mit i5-450M in Details High nur 24 FPS möglich waren (Aspire 5742G), sind es jetzt immerhin 27 FPS. Die Differenz gilt ebenso in Medium (41 statt 35). In einem Mix aus hohen und mittleren Details ist das grafisch aufwendige Adventure in der nativen WXGA-Auflösung flüssig spielbar.

Risen 1366x768 High 27fps
Risen 1366x768 High 27fps
Risen 1024x768 Medium 41fps
Risen 1024x768 Medium 41fps
Risen
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768all on/high, 4xAF27.3 fps
 1024x768all on/med, 2xAF41.5 fps

Mafia 2

Der integrierte Benchmark liefert uns in hohen Details bei nativer Auflösung 33 fps. Das ist aber kein besonderer Vorteil, denn selbst fast jedes unserer Testgeräte mit GT 540M schaffte mindestes diese Framerate. Wer in diesem Spiel noch performanter fraggen möchte, der benötigt die große Schwester GT 555M (+22%) oder noch besser eine HD 6770 (+25%).

Mafia 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1360x768high, 0xAA, 16xAF33.1 fps
 1024x768medium, 0xAA, 8xAF42.7 fps

Spiele Fazit

Der kleine Ausflug in die Welt der Games zeigt die Geforce GT 540M (@900MHz Speicher) mit einer Gaming-Leistung der Mittelklasse. Die meisten aktuellen Games können in der nativen Auflösung (1366x768) in hohen oder zumindest mittleren Details gefahren werden. Die GT 540M ist mit sehr vielen Games ausführlich getestet worden. Siehe unser umfangreiches GPU Datenblatt.

min. mittelhoch max.
Risen (2009) 41.527.3fps
Battlefield: Bad Company 2 (2010) 45.632.3fps
Mafia 2 (2010) 42.733.1fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Samsung bleibt seinem bewährten Silent-Mode treu und überlässt dem Nutzer die Entscheidung, ob der PC superleise (Lüfter temporär aus) aber mit begrenztem Prozessortakt von 800 MHz laufen soll (Silent Mode) oder nicht (Normal Mode). Diese geringe Leistung ohne Turbo-Boost genügt für die Büroarbeit. Die Eigenschaft des Silent Mode: Der Lüfter tourt deutlich ab (bei Last) oder geht ganz aus (geringe Last, Idle).

Aber auch ohne diesen speziellen Energiemodus bleibt der 15.6-Zoller im anspruchslosen Büro-Betrieb sehr leise (30-33 dB(A)). Im 3DMark06 dreht das Kühlsystem auf 37 dB(A) auf (Normal- bzw. Speed-Mode). Die höchste Lautstärke entwickelt der RF511 im Stresstest mit 41 dB(A) (Furmark & Prime95)

Lautstärkediagramm

Idle 30.3 / 32.1 / 33.1 dB(A)
HDD 31.2 dB(A)
DVD 36.3 / dB(A)
Last 37.2 / 41.2 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Thermal Throttling @Höchst-Stress

Wie bei vielen Intel Core Prozessoren müssen wir auch im RF511 ein Drosseln der CPU Taktung feststellen. Sobald der Core i7-2630QM (4x 2.00GHz) mit Prime95 ausgelastet ist und die Grafikkarte zeitgleich den Furmark berechnet (=Stresstest), drosselt die CPU nach nach wenigen Minuten von 2.6 auf 2.0 GHz (x4 Kerne). Hier zieht sich der Takt also aus dem Turbo Overhead zurück. Nach weiteren Minuten fällt die Taktung auf 1.4 GHz ab, schwankt dabei aber immer wieder auf 2.0 GHz. An dieser Stelle bleibt das RF511 aber stabil. Die rglm. Schwankung zwischen 1.4 und 2.0 GHz tritt auch auf, wenn Prime95 (CPU 100%) solo läuft. 

Weil das Thermal Throttling nur bei konstanter 100% Last an der CPU auftritt, war die Leistung für Spiele und Anwendungen nicht betroffen. Während Battlefield BC2 (High) lag der Takt konstant bei 2.0 GHz (Standard-Takt ohne Turbo, Energie: 95 Watt). Erst wenn zusätzlich ein Cinebnech R11.5 CPU-Test läuft, wird auf 1.4 GHz gedrosselt (schwankend auf 2.0 GHz; Energie 90-98 Watt schwankend). Die Screens zeigen unsere Last-Test Settings:

Single-Core Last 2.9GHz
Single-Core Last 2.9GHz
Multi-Core Last 2.0GHz
Multi-Core Last 2.0GHz
Stresstest-Start: kein Throttle 2.6 GHz
Stresstest-Start: kein Throttle 2.6 GHz
Stresstest-Konstant: 1.4 bis 2.0GHZ
Stresstest-Konstant: 1.4 bis 2.0GHZ
Battlefield BC2 Medium: 2.0 GHz 90W
Battlefield BC2 Medium: 2.0 GHz 90W
Battlefield BC2 High: 2.0 GHz 95W
Battlefield BC2 High: 2.0 GHz 95W
BFBC2 High + CPU-Last: 1.4-2.0GHz 90-98W
BFBC2 High + CPU-Last: 1.4-2.0GHz 90-98W
 

Temperatur

Die Temperaturen sind nicht auffällig. Im Normalbetrieb mit viel Leerlauf erwärmt sich die Oberseite nicht über 30 Grad. Für die Idle-Temperaturgrafik war der Silent-Mode eine Stunde lang aktiv (inaktiver Lüfter). Im Stresstest messen wir auf der Unterseite bis zu 45 Grad Celsius. Dies ist aber nur ein punktueller Wert, der Durchschnitt liegt bei lediglich 29 Grad.

Max. Last
 34.6 °C33.2 °C25.1 °C 
 33.5 °C34.3 °C23.8 °C 
 28 °C29 °C24.2 °C 
Maximal: 34.6 °C
Durchschnitt: 29.5 °C
22.1 °C34.2 °C44.5 °C
22.5 °C28.5 °C31.5 °C
22.1 °C25.9 °C25.9 °C
Maximal: 44.5 °C
Durchschnitt: 28.6 °C
Netzteil (max.)  54.5 °C | Raumtemperatur 20.5 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Akustik der Lautsprecher ist gar nicht mal so schlecht. Die Stereo Speaker sitzen unter dem Lochgitter über der Tastatur. Mangels Subwoofer bzw. kleiner Größe der Membranen bleiben Bässe und Tiefen auf der Strecke, der Rest ist aber klar und laut. Für gemächliches Nebenbei-Dudeln von Musik in mittlerer Lautstärke sind die Lautsprecher aber gut geeignet. Lautstärke und Mute haben drei Hardware-Tasten neben dem Power-On bekommen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Gegenüber dem Vorgänger RF510 hat Samsung durch die Umrüstung auf Sandy Bridge einen großen Schritt zu noch mehr Energieeffizienz getan. Während früher bereits ein i5 460M Prozessor nebst GT 330M für 14 bis 19 Watt im Leerlauf (min/max) sorgte, liegen wir jetzt mit einem Vierkerner und deutlich leistungsstärkerer Grafik bei 8.6 bis 15 Watt. Die Leerlauf Energieaufnahme ist beachtlich gering, zumal sich die 15 Watt auf das mit 280 cd/m² leuchtende Panel bezieht und wir es mit einer 45 Watt CPU zu tun haben (Vorgänger RF510: 35 W). Für die Idle-Energiemessung war der Silent-Mode nur bei der Minimal-Messung (8.6 Watt) aktiv (Drosselung der CPU 800MHz).

Wenn CPU und GPU mit voller Kraft rechnen (Stresstest), so steigt die Wirkleistung auf stolze 102.5 Watt. Jetzt wissen wir, warum das schmale 90 Watt Netzteil während dieses Tests 54.5 Grad heiß wird. Das Netzteil scheint in dieser inszenierten Situation überfordert, was auch ein Grund für das beschriebene Throttling und die folgende Schwankung der Energieaufnahme zwischen 88 und 102 Watt sein kann. Ein solch hoher Stromverbrauch, wie in unserem Stresstest, wird jedoch in 3D-Spielen meist nicht erreicht, was die Messung während des 3DMark06 zeigt: 80 Watt.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.2 / 0.5 Watt
Idle 8.6 / 13.7 / 15.1 Watt
Last 80.1 / 102.5 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 960

Von einem starken Multimedia-Gerät kann man heute ungefähr drei Stunden WLAN-Laufzeit erwarten. Unser Testgerät hebelt diese Norm aus, denn mit seinem 57Wh-Akku (5.200mAh) schafft es über sechs Stunden bei geringer Last im Surf-Betrieb und 100 cd/m² Helligkeit (deutlich verringert). Der Vorgänger RF510 mit i5 460M kam noch nicht einmal auf drei Stunden. Das ist die beste WLAN-Laufzeit, die ein i7-2630QM bis dato erreicht hat. Zweitbester: Fujitsu NH751 mit knapp unter 6 Stunden.

Wenn es danach ans Laden geht braucht das 90 Watt Netzteil 2:40 Stunden. Im  praxisfernen weil anspruchslosen Leerlauf-Test schafft der 15.6-Zoller sogar über acht Stunden (ohne CPU/GPU-Last, geringste Luminanz, deaktiviertes Funk).

Laden 160min.
Laden 160min.
WLAN 378min.
WLAN 378min.
DVD 309min.
DVD 309min.
Last 77min
Last 77min
Leerlauf 498min.
Leerlauf 498min.
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
8h 18min
Surfen über WLAN
6h 18min
DVD
5h 9min
Last (volle Helligkeit)
1h 17min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das Samsung RF511 setzt die Tradition eines ausgereiften und alltagstauglichen Allrounders fort. Das mehrheitlich matte und wertige Chassis verfehlt zwar die perfekte Stabilität,  die Eingabegeräte müssen sich aber nicht verstecken. Das Displaypanel hat nach seiner entspiegelten Oberfläche und der hohen Helligkeit keine weiteren Vorzüge. Das reicht für ein angenehmes Arbeiten in der Sonne, WXGA++ hätte aber sicher auch den einen oder anderen Business-Anwender schwach werden lassen. Zum anderen schreit der vorhandene Blu-Ray Leser geradezu nach eine hohen nativen Auflösung.

Ein starker Punkt ist die für eine Quadcore-CPU enorme Akkulaufzeit von über sechs Stunden (WLAN-Test). Kombiniert mit einem Energiekonsum von nur 8 bis 15 Watt im Leerlauf ergibt das den perfekten Leistungs-Allrounder mit Energiespar-Feature. Das 90 Watt Netzteil ist in den seltenen Situationen von Stress auf CPU und (gleichzeitig) GPU überfordert (102 Watt). Hier kommt es dann zu einem begrenzten Throttling der CPU. 

Office-Freunde lassen sich von den sehr guten ergonomischen Eckdaten betören. Die Lautstärke ist dank des bewährten Silent-Mode auf Wunsch extrem niedrig. Hier ist im Leerlauf nur das Rauschen der Festplatte zu hören. Das ist auf Grund der starken Quadcore-Bestückung beachtlich, zumal selbst die fühlbare Abwärme auf dem Gehäuse gering ist (Idle) bzw. in einem akzeptablen Rahmen bleibt (Last).

Der 15.6-Zoller ist nicht auf Höchstleistung getrimmt, dafür würde es eine SSD (statt HDD) bedürfen. Mit dem Sandy Bridge Vierkerner sind Käufer sehr gut für die kommenden Jahre gerüstet. Was Spiele angeht, so ist dieser Tage ein Quadcore noch keine Pflicht, hier wären die RF511-Variante mit Core i5 (S04DE) gleichwertig (ab 800 Euro). Siehe unseren Vergleichtest Spiele: Quad- oder Dual-Core.

» Das Testgerät Samsung RF511-S05DE ist derzeit ab 959,- bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

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Im Test: Samsung RF511-S05DE
Im Test: Samsung RF511-S05DE

Datenblatt

Samsung RF511-S05DE
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GT 540M - 2048 MB, Kerntakt: 672 MHz, Speichertakt: 900 MHz, ForceWare 266.72
Speicher
8192 MB 
, 2x4096, PC3-10700
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, SAMSUNG LTN156AT23801, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel HM65
Festplatte
Hitachi Travelstar 5K750 HTS547575A9E384, 750 GB 
5400 U/Min
Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Ibex Peak PCH
Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Line-Out, Mikrofon, Card Reader: SD/SDHC/SDXC/MMC,
Netzwerkverbindungen
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Broadcom 802.11n (a b g n ), 3.0 Bluetooth
Optisches Laufwerk
TSSTcorp DVDWBD TS-LB23A
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 37 x 379.6 x 255.5
Gewicht
2.594 kg Netzteil: 351 g
Akku
57 Wh Lithium-Ion, 5200mAh 11.1V
Preis
999 Euro
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
Sonstiges
Webcam: 1280x720, Cyberlink YouCam, Cyberlink BD Suite (Power Director/DVD)), 24 Monate Garantie

 

[+] compare
Das RF511-S05DE gehört zu den Premium-Laptops von Samsung.
Das RF511-S05DE gehört zu den Premium-Laptops von Samsung.
Samsung RF511: trotz Hochglanz Schreibtisch tauglich
Samsung RF511: trotz Hochglanz Schreibtisch tauglich
Samsung RF511: Vierkern-Power
Samsung RF511: Vierkern-Power
Samsung RF511: mattes WXGA-Panel
Samsung RF511: mattes WXGA-Panel
Es hat nur eine Nennleistung von 90 Watt.
Es hat nur eine Nennleistung von 90 Watt.
Das Netzteil kann unter Höchstlast (102 Watt) schon mal überfordert sein.
Das Netzteil kann unter Höchstlast (102 Watt) schon mal überfordert sein.
und die zwei RAM-Module zu je 4GB.
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Die Bodenplatte beherbergt einen HDD-Schacht
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Die Ergonomie ist trotz des starken Prozessors beachtlich positiv.
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Für die glänzenden Flächen auf dem Deckel und dem Displayrahmen sollte der Besitzer ein Poliertuch haben.
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Das Gehäuse ist kein Glanzlicht der Stabilität aber mit wertigen Oberflächen versehen.
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Der Vorgänger RF510 hatte im Durchschnitt 75 cd/m² weniger Luminanz, aber im Akkubetrieb wird sowieso auf 235 reduziert.
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Hinzu kommt ein mattes Display, dass zwar schwache Farben aber eine erstklassige Helligkeit zu bieten hat.
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Core i7-2630QM Vierkerner, 8GB RAM, Blu-ray LW und GeForce GT540M geben sich die Hand.
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Warum Premium? Die Hardware gehört der Mainstream-Oberklasse an.
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Samsung RF511: wertige und gediegene Arbeitsumgebung
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Links

Preisvergleich

Connection timed out (110)

Pro

+Hochwertiges Material
+Mattes, helles Display
+Blu-ray & USB 3.0
+Blu-ray Player
+Eingaben mit gutem Feedback
+Leise & kühl
+Hohe Rechenleistung
+Geringe Idle-Energieaufnahme
+Starke 5-6 Stunden Laufzeit
 

Contra

-Kontrastschwaches TFT
-Knappe Blickwinkel
-Nur WXGA-Auflösung
-Kein eSATA & ExpressCard
-Netzteil @Höchstlast überlastet

Shortcut

Was uns gefällt

Angenehm matte Arbeitsumgebung, die fürs Büro taugt. Krasse Akkulaufzeit von sechs Stunden und das bei einer Quadcore CPU. Der geringe Stromverbrauch lässt Energiesparer frohlocken.

Was wir vermissen

Ein WXGA++ Panel, am besten mit sRGB-Abdeckung und weiten Blickwinkeln. Einen Intel Quadcore ohne Throttling - auch wenn die meisten User den Leistungsverlust (bei Last) gar nicht bemerken werden. 

Was uns verblüfft

So leise und stromsparend (Idle), trotz Quadcore-CPU. Die beste Akkulaufzeit mit dem i7 2630QM bisher in einem Notebook.

Die Konkurrenz

Quadcore & GT 520/540M 685 bis 850 Euro: Acer (Aspire 5750G), Asus (X53SV, X5MSV-SX319V), Packard Bell (TS11-HR-275GE), Lenovo (IdeaPad Y560p), Toshiba (P750-100), MSI (CX640), Dell (Inspiron Q15R, XPS 15), HP (Pavilion dv6-6001sg)

Bewertung

Samsung RF511-S05DE
13.07.2011 v2
Sebastian Jentsch

Gehäuse
90%
Tastatur
85%
Pointing Device
88%
Konnektivität
80%
Gewicht
79%
Akkulaufzeit
86%
Display
67%
Leistung Spiele
85%
Leistung Anwendungen
89%
Temperatur
90%
Lautstärke
89%
Auf- / Abwertung
88%
Durchschnitt
85%
85%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Sebastian Jentsch (Update: 11.02.2014)