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Apple: Mangelnder Zulassungsprozess von Gesichtserkennungs-Apps

Apple: Mangelnder Zulassungsprozess von Gesichtserkennungs-Apps
Apple: Mangelnder Zulassungsprozess von Gesichtserkennungs-Apps
Die Washington Post hat den Entwickler einer App, welche auf die Daten zur Gesichtserkennung des iPhone zugreift gefragt, wie die Zulassungsbedingungen sind. Scheinbar gibt es keine gesonderte Kontrolle dieser Apps.
Christian Hintze,
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Das neue iPhone X von Apple verfügt über eine Gesichtserkennung. Mal abgesehen davon, dass die Technik bereits ausgetrickst worden ist, ist es problematisch, dass Apple auch Drittanabietern von Apps Zugriff auf die Daten der dahinterliegenden TrueDepth-Technologie gewährt.

Die Washington Post titelt „Apple teilt Ihr Gesicht mit Apps, ein neues Privatssphäreproblem.“. Und auch Snowden warnte unlängst vor der ungehemmten Datensammelwut und dem fast zwangsläufig resultierendem Mißbrauch dieser Daten.

Die Sensoren im iPhone X scannen das Gesicht des Nutzers auf 30.000 Punkte ab, um ein 3D-Modell davon zu erstellen. Dadurch kann das Gerät dann entsperrt werden oder Animationen erstellen, wie etwa das sinnbefreite, gesichtsanimierte Exkrementhäufchen („Poop Animoji“).

Als ob die Daten in Apples Hand nicht bereits Problem genug wären, gewährt der Hersteller auch noch anderen App-Entwicklern Zugriff auf die Technologie. Dass diese zweifelsohne auch tolle Funktionen beinhalten können (oder eben ein Poop-Animoji) steht außer Frage, aber die Entwickler bekommen so eben auch jede Menge privater Daten über unser individuelles Gesicht.

Wer nun denkt, dass Apple diese Drittapps nun zumindest stärker kontrollieren würde hat sich scheinbar getäuscht. Zwar hat Apple offizielle Maßnahmen wie die Pflicht einer Datenschutzvereinbarung getroffen, allerdings werden Apps, die TrueDepth nutzen offenbar nicht anders kontrolliert als weniger sensible Programme.

Der Entwickler des Tools MeasureKit gab beispielsweise an, dass der Zulassungsprozess nicht anders war als bei regulären Apps. MeasureKit hat außerdem keine Privacy Policy, da die Daten alle auf dem Gerät verbleiben. Ob dem auch wirklich so ist, prüft Apple derzeit offensichtlich nicht nach.Aber aus großer Macht (über unsere Daten) folgt bekanntermaßen auch große Verantwortung.

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Quelle(n)

Washington Post via Heise

Bild: Apple

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze,  1.12.2017 (Update:  1.12.2017)