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Google I/O 2018 | Support für Linux-Anwendungen auf Chrome OS ist fix

Linux-Apps werden in Zukunft auch direkt unter Chrome OS aufrufbar sein.
Linux-Apps werden in Zukunft auch direkt unter Chrome OS aufrufbar sein.
Google möchte zukünftig Linux-Programme auch auf Chrome OS laufen lassen. Dies hat sich in den letzten Wochen zwar bereits abgezeichnet, bei der Google I/O wurden diese Gerüchte aber nun endlich offiziell von Google bestätigt. Dies würde vielen Entwicklern einen umständlichen Workaround ersparen, der bisher notwendig war, um Linux-Anwendungen starten zu können.

Möglich soll dies in einer speziellen virtuellen Maschine auf Basis von Debian Stretch gemacht werden, in der vor allem Entwickler ihre Linux-Anwendungen auch unter Chrome OS starten können. Der Programmcode lässt sich dann direkt auf diesem Gerät programmieren, testen und starten. Doch nicht nur die Shell wird integriert, sondern auch grafische Anwendungen, die dann direkt im Chrome OS aufgerufen werden können.

Zum Ausführen reicht ein Klick auf das entsprechende Programm, welches dann sofort in einem eigenen Fenster geöffnet wird. Die Virtualisierung geschieht im Hintergrund, der User kriegt davon nichts mit. Zwar basiert Chrome OS selbst auf Linux, die direkte Ausführung war allerdings bisher nur bei Android-Apps möglich.

Ab wann das Ganze dann wirklich funktionieren soll, das hat Google noch offen gelassen. Auf jeden Fall ist geplant, dass das Pixelbook den Vorzug erhält und als erstes Gerät diese Funktionalität unterstützen wird. Wie viele weitere Chromebooks danach noch folgen werden, ist fraglich, denn laut Google besitzt nur rund die Hälfte aller derzeit am Markt befindlichen Chromebooks die nötige Leistungsfähigkeit.

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Autor: Daniel Puschina, 10.05.2018 (Update: 10.05.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.