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HP: Materialwert des WebOS-Tablets Touchpad beträgt 222 Euro

Da hat jemand mit spitzem Stift addiert: Die Rechnung für das Material bei HPs WebOS-Tablet Touchpad beläuft sich laut der Analyse von iSuppli auf 318 US-Dollar – umgerechnet rund 222 Euro.

Für die 32-GByte-Version von Hewlett-Packards (HP) neuem WebOS-Tablet Touchpad fallen für die Materialliste (Bill of Materials, BOM) Kosten in Höhe von 318 US-Dollar an – umgerechnet aktuell rund 222 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der IHS iSuppli Teardown Analysis Service.

Für den Zusammenbau werden 10 US-Dollar fällig, was sich dann unter dem Strich auf insgesamt 328 US-Dollar (229 Euro) für das Touchpad von HP summiert. Zieht man dies vom Verkaufspreis von 599 US-Dollar ab, dann bleiben pro Touchpad-Tablet 271 US-Dollar über.

Das Einsteigermodell mit 16 GByte kostet in der Produktion 306 US-Dollar (BOM 296 US-Dollar) und wird von HP mit einer Preisempfehlung von 499 US-Dollar vermarktet. Differenz: 190 US-Dollar.

Laut Andrew Rassweiler, dem Senior Director des Teardown Services von IHS, weist das Touchpad einerseits große Ähnlichkeiten zu Apples iPad der 1. Generation auf. So nutzt HP für das Touchpad laut iSuppli das gleiche LG-Display wie Apple bei seinem iPad 1. Andererseits bestehen doch enorme Unterschied zwischen den beiden Plattformen.

So sei das Touchpad von HP, anders als Apples iPad, schon wegen dem verwendeten Plastikgehäuse nicht kompromisslos auf eine extrem flache Bauform getrimmt. Auch fällt die Integrationsdichte des WebOS-Tablets Touchpad im Vergleich zu Apples iPad deutlich geringer aus. Und: HPs kabellose Akku-Ladetechnik ist bisher im Tabletbereich einmalig.

Bei der Materialliste ist das Display-Subsystem die teuerste Komponente des Touchpad und schlägt mit 21,7 Prozent, also 69 US-Dollar, der gesamten Produktionskosten beim 32-GByte-Modell zu Buche. Der kapazitive Touchscreen ist mit 63,50 US-Dollar (20 Prozent BOM-Anteil) der nächste dicke Brocken in der Materialliste. Als Hersteller kommt laut IHS iSuppli die Wintek Corp. und die TPK Holding Co. Ltd. in Frage.

Die weiteren Kostentreiber sind der NAND-Flashspeicher von Sandisk mit 45 US-Dollar für die 32-GByte-Version, gefolgt vom mechanischen und elektromechanischen Subsystem des Touchpad, das mit rund 30 US-Dollar (9,4 Prozent/BOM) beziffert wird. Diese Baugruppen beinhalten das Chassis, die PCBs (Platinen) und die Steckverbinder.

Der DRAM-Speicher stammt von Samsung Electronics Co. Ltd. und wird mit 26 US-Dollar in der Materialliste veranschlagt. Für den Dual-Core Applikationsprozessor APQ8060 mit 1,5 GHz will Qualcomm 20 US-Dollar haben. Der Akku soll laut iSuppli mit einem Preis von 19,40 US-Dollar verrechnet werden. Weitere Informationen hierzu können sie aus der unten angefügten Grafik von iSuppli entnehmen.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  7.07.2011 (Update:  9.07.2012)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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