Notebookcheck

Im Test bei NBC: Best of August 2011

Sebastian Jentsch, 07.09.2011

Qualität lohnt sich. Nicht immer ist es schiere Performance, die unseren Testgeräten den Monats-Sieg zufallen lässt. Ob DTR, Office oder Multimedia, die Sieger im August bestechen durch gute Eingabegeräte, geringe Emissionen und zum Teil perfekte Verarbeitung.

Weitere Regentage im August ließen die Notebookcheck-Redakteure im trockenen Büro zu Höchstform auflaufen. Ganze 33 Laptops gingen durch ihre Hände, wobei vom kleinen Consumer-Tablet bis zum Sechs-Kilogramm-DTR alles dabei war. Der Convertible ThinkPad X220T siegt bei den Tablets/Convertibles (4 Geräte) nach Punkten, nach Käufergunst wären aber sicher LGs V900 oder Samsungs Galaxy Tab 10.1v die Sieger.

Bei den Subnotebooks (10) misst sich das 2.300 Euro teure Vaio Z21Q9E (externer Grafikkarte) mit Billig-Subnotebooks auf Basis von AMD-Fusion bzw. mit Normal-Geräten auf Basis von Standard Intel-CPUs. Bei den Office-Laptops (7) ist von 300 bis 1.200 Euro alles dabei, aber der Sieg kommt einem Gerät für unter 900 Euro zu. Multimedia war im August ein starkes Thema (9), doch den perfekten Laptop konnten wir nicht finden. Kein Gerät schaffte eine wirklich starke Gesamtwertung. Anders in der Gruppe 3er DTR/Gaming-Laptops. Hier siegte nicht der ultimative Performance-Bolide, sondern ein Alienware-Klassiker, knapp gefolgt vom Fujitsu-Underdog.

In insgesamt fünf Kategorien vergleichen wir nun getestete Geräte identer Klassen und küren unseren jeweiligen Klassensieger für den Zeitraum August 2011.

Kategorie Tablet/MID

Anwärter:

Fujitsu Stylistic Q550 Oak Trail (Juli)

Lenovo ThinkPad X220T 4298-2YG 

LG V900 Optimus Pad 

Samsung Galaxy Tab 10.1v 

Mit dem Windows-Tablet in 10.1-Zoll zielt Fujitsu auf Geschäftskunden ab, die ein Gerät einfach in die vorhandene Windows Infrastruktur einbinden wollen. Dies fordert ein anderes Konzept, als die zahlreichen Consumer-Tablets aus unseren Tests: LG Optimus Pad V900, Motorola Xoom WiFi/UMTS, Samsung Galaxy Tab 10.1v und das HTC Flyer 7-Zoll WiFi + 3G

Das Galaxy Tab 10.1v ist mit dem für Touch-PCs entwickelten Android 3.0 ausgerüstet, gleiches beim LG V900 Optimus Pad. Der offensichtliche Unterschied zwischen Samsung und LG liegt im Format: 10.1-Zoll (1280x800) statt 8.9-Zoll (1280x768). Um im Einheitsbrei der Android-Tablets auf zu fallen, gibt es bei LG zwei Kameras für 3D-Aufnahmen. Gemeinsam haben das V900 und das  Galaxy 10.1v das kontraststarke, helle Display mit den weiten Blickwinkeln. 

Ganz klar in die Windows-Rubrik gehört der Convertible ThinkPad X220T. Mit einem Dreh entsteht ein ziemlich wuchtiges Tablet in 12.5-Zoll und einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm. Bei der Mobilität (5:37 Stunden, WLAN-Test) haben die anderen Tablets dieser Runde klar die Nase vorn (7-10 Stunden). Alternative Windows-Tablets der vergangenen Monate sind das Asus Eee Slate EP121-1A013M und das Acer Iconia Tab W500 Keydock

Tablet/MID des Monats August 2011: Lenovo ThinkPad X220T

Die kürzeste Laufzeit und das schwerste Gehäuse, aber dennoch das Tablet des Monats? Mit 87% Gesamtwertung ist der Convertible nur einen bzw. zwei Prozentpunkte besser als die Android-Consumer-Tablets V900 und Galaxy 10.1v. Ein Vergleich ist eigentlich nicht möglich, letztere sprechen völlig andere Nutzer an. Nach Punkten müssen wir den X220T aber siegen lassen, denn innerhalb der „großen“ Touch-PCs ist das kontrastreiche und blickwinkelstabile Panel erstklassig. Hinzu kommt eine sehr gute Core i7 Notebook-Performance, die einen Zweit-PC durchaus obsolet macht.

» Das Lenovo ThinkPad X220T ist derzeit ab 1.774 Euro bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

Lenovo ThinkPad X220T 4298-2YG
Lenovo ThinkPad X220T 4298-2YG
Lenovo ThinkPad X220T
Lenovo ThinkPad X220T
Lenovo ThinkPad X220T
Lenovo ThinkPad X220T
Award: ThinkPad X220T
Award: ThinkPad X220T

Was uns gefällt

ThinkPad-Qualitäten mit guter Rechenleistung im Convertible Kleid.

Was wir vermissen

ThinkLight, schnelle Schnittstellen, eine besser ins Gehäuse integrierte Akkulösung und klarer strukturierte Tools

Was uns verblüfft

dass die Convertible-Variante doch relativ schwer und groß ausfällt

Die Konkurrenz

HP Elitebook 2760p und Dell Latitude XT3 sind noch nicht verfügbar, Fujitsus Alternative Lifebook T901 fängt bei knapp 1500,- Euro an, bietet ein 13,3" Display, USB 3.0 und wiegt gut 2 kg. Günstig im Abverkauf könnten bald die jeweiligen Vorgängermodelle inklusive ThinkPad X201t erhältlich sein.

Kategorie Subnotebook

Anwärter:

Sony Vaio VPC-Z21Q9E/B

Apple MacBook Air 11 Mid 2011 (1.6 GHz, 128 GB SSD) 

Apple MacBook Air 13 Mid 2011 (1.7 GHz, 256 GB SSD) 

Lenovo ThinkPad Edge E325-12972FG 

Lenovo ThinkPad Edge E320 (i3-2310M) 

Lenovo Thinkpad X121e-204562U (Intel-Version)

Lenovo IdeaPad S205 (Fusion) 

Lenovo Thinkpad Edge E125 (Fusion)

Dell Vostro V131 

HP EliteBook 2560p LG666EA 

Zehn Subnotebooks, die unterschiedlicher nicht sein könnten, streiften im August durch die Redaktion. Der 13.1-Zoller Vaio VPC-Z21Q9E/B glänzte mit Superlativen: 1.200 Gramm, starke externe Grafik mit Light Peak Anbindung, hohe Helligkeit und ausgezeichneter Kontrast. Selbstredend gibt es dazu noch eine SSD und eine Intel-i7 Sandy-Bridge-CPU. Die 3D-Leistung der 2.400 Euro teuren Subnotebook-Oberklasse gefiel uns allerdings nicht: Alte OpenGL-Treiber und eine mangelhafte Abstimmung zwischen ATI- und Intel-Treiber ließen die Leistung einbrechen. 

Von Apple rückten die Aluminium-Unibodys der MacBook Air 11 und 13 in die Redaktion ein. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Update auf den Stand der Zeit mit 2011er Intel Core Prozessoren. Der Vorgänger hing der Zeit schon Ende 2010 mit seinem Core 2 Duo SU9400 deutlich hinterher. 

Die stolze Zahl von fünf kleinen Lenovo-Subnotebooks bekamen wir fast auf einen Schlag. Der Grund: Die  11.6- und 13.3-Zoller waren zwar schon lange angekündigt, doch in den Online-Shops waren sie erst im August zu kaufen. Edge E325 und E320 (13.3-Zoll) sind mit AMD Fusion bzw. Intel Core i3 gerüstet. Preisaggressiv (AMD) oder für moderates Geld (Intel) legen sie dem Nutzer ein hochwertig klingendes ThinkPad in die Hand. Das Gehäuse hat aber seine einstige Stabilität verloren. 

Das Thinkpad X121e (Intel-Version) hat eine gute Laufzeit, sehr gute Eingabegeräte und ein mattes, helles Display. Damit setzt es sich deutlich vom Consumer IdeaPad S205 (Fusion) im gleichen 11.6-Zoll Formfaktor ab, das mit kümmerlichen 165 cd/m² in Hochglanz leuchtet. Letzter Lenovo war das Thinkpad Edge E125, das mit geringer AMD C-50 Fusion Leistung und knapper Laufzeit nicht nur eine Schwachstelle hatte.

Das Dell Vostro V131 setzt den Kunststoffen bei Lenovo ein Ende und kommt in einem schweren aber sehr stabilen und wertigen Aluminium-Gehäuse daher. Dank eines abnehmbaren und größeren Akkus sind die miserablen Laufzeiten des Vorgängers V130 Schnee von gestern. 

Das HP EliteBook 2560p ist im Vergleich ein schwerer Klotz und mit 1.961 Gramm nur noch mit seiner 12.5-Zoll Bildschirmdiagonale eindeutig ein mobiles Subnotebook. Dafür müssen sich Haptik und Verarbeitung in keiner Weise verstecken. Leistung wie auch Anschlüsse gibt es mehr als bei vielen 15.6-Zoll Multimedia-Notebooks. 

Subnotebook des Monats August 2011: Apple MacBook Air 13 Mid 2011

Das MacBook Air 13 Mid 2011 ist nach Punkten der Gewinner. Das nur 1.33kg schwere Gerät mit dem leider spiegelnden Panel liefert wie bei den Vorgängern erstklassige Verarbeitung und beste Eingabegeräte. Die Lautstärke ist trotz der gestiegenen Leistung (Intel Core statt Core 2 Duo, SSD) gering und die Abwärme hält sich in Grenzen. Die Akkulaufzeit liegt mit fünf Stunden im guten Bereich und das Panel ist hell und kontrastreich zugleich. Wermutstropfen sind das spiegelnde Display und die Schnittstellen auf Netbook-Niveau. Der nagelneue Thunderbolt-Port ist zwar an Bord, jedoch ist der kompatible 27-Zoll Monitor von Apple für rund 900 Euro Straßenpreis fast unerschwinglich.

» Das Apple MacBook Air 13 Mid 2011 ist derzeit ab 1.029 Euro bei notebooksbilliger.de erhältlich.

Apple MacBook Air 13 Mid 2011 (1.7 GHz, 256 GB SSD)
Apple MacBook Air 13 Mid 2011 (1.7 GHz, 256 GB SSD)
Apple MacBook Air 13 Mid 2011
Apple MacBook Air 13 Mid 2011
Apple MacBook Air 13 Mid 2011
Apple MacBook Air 13 Mid 2011
Award Sehr Gut
Award Subnotebook des Monats August 2011

Was uns gefällt

Alles beim Alten und hinter der Kulisse deutlich mehr Power.

Was wir vermissen

Umfangreiches Thunderbolt Zubehör.

Was uns verblüfft

Apple liefert mit dem Air den Inbegriff eines "Notebooks" oder "Laptops"

Die Konkurrenz

Nach wie vor muss man sagen, dass Apple mit dem Air fast allein dasteht. Dells Adamo XPS 13 wollte ein Gegenspieler sein, war dennoch weit entfernt. Samsungs aktuelle Premium Reihe 900X3A kommt aktuell wohl am ehesten in die Regionen des Airs.

Kategorie Office

Anwärter:

HP 635 LH416EA#ABD 

Lenovo Thinkpad Edge E520 

Dell Latitude E5520 

ThinkPad L420 NYV4UGE 

Sony Vaio VPC-EH1M1E/W.G4 

Toshiba Tecra R840-11E 

Acer TravelMate TimelineX 8573TG

Die Office-Laptops des Monats August bilden die günstige Fraktion des Marktes ziemlich gut ab. Die billigste Office-Bestückung ist derzeit AMDs APU Fusion, welche wir mit dem HP 635 erneut im Test hatten. Wie zu erwarten ist die Laufzeit mit der Zacate APU hoch (5 Stunden) aber die Leistung sehr gering. Dafür gibt es den 15.6-Zoller ohne OS bereits ab 299 Euro

Die Lenovo Edge-Serie richtet sich mit dem E520 für 650 Euro an etwas größere Geldbörsen. Gute Intel Core Leistung, ein wenig Spielen (Radeon HD 6630M) und ein mattes Panel für draußen. Von Schwachstellen ist der 15.6-Zoller dennoch nicht frei. Da wäre der fehlenden Docking-Port und das kontrastschwache Panel

Das Latitude E5520 ist der aktuelle Einsteiger in der gehobenen Business-Linie von Dell. Ohne Grafikkarte und mit einfachem WXGA-Panel bestückt, teilt der 15.6-Zoller die sehr guten Eingabegeräte und die Verarbeitung der höher preisigen Schwestermodelle. Für 810 Euro gibt es zwar noch kein 3G-Modul oder USB 3.0, aber Akkulaufzeit (5 Stunden) und die restliche Anschlussvielfalt können sich sehen lassen. 

Gegenüber dem Edge-Thinkpad ist das L420 ein echtes ThinkPad mit Docking-Port und einem wuchtigen aber überaus alltagstauglichen Kunststoff-Chassis. Mausersatz und Tasten sind erstklassig und das Betriebsgeräusch ist jederzeit gering. Wem das L420 zu Dröge daherkommt, dem könnte der Sony Vaio EH1M1E gefallen. Ein extravagantes, wabenförmiges Muster ziert Deckel und Handauflage. Keine Zierde für den 15.6-Zoller ist jedoch das kontrastschwache Displaypanel.

Wem das Thinkpad L420 zu schwer und wuchtig ist, der findet im Toshiba Tecra R840-11E eine leichtere 14-Zoll Alternative. Die Eingabegeräte sind nicht ganz so perfekt, die Ergonomie steht dem ThinkPad aber in nichts nach. Die Laufzeit des R840 ist höher, dafür aber auch der Preis von 1.200 Euro. 

Das TravelMate TimelineX 8573TG ist von Seiten des Branding ein Büro-Gerät, jedoch könnte der 15.6-Zoller mit der Mainstream GPU Geforce GT 540M auch als Multimedia durchgehen. Überraschend gut sind die Festigkeit des Chassis und die Eingabegeräte. Zusammen mit dem Docking-Port und dem matten Display ist Acer ein gutes Office-Notebook gelungen, das nur an seiner schwachen TFT-Helligkeit und der starken Hitzeentwicklung leidet.

Office-Notebook des Monats August 2011: ThinkPad L420

Lenovos L420 erreicht 85%, knapp gefolgt vom Tecra R840 mit 84%. Der klobige ThinkPad 14-Zoller kann zwar nicht Höchstmarken bei Laufzeit, Gewicht und Display treffen, jedoch sind sehr gute Eingabegeräte, geringste Lautstärke und Abwärme sowie eine gute Anwendungsleistung die wichtigsten Anforderungen für das mobile Büro. Der Preis von derzeit 880 Euro ist gegenüber dem 14-Zoll Tecra (1.200 Euro) ein immenser Bonus für die Kaufentscheidung.

» Das ThinkPad L420 NYV4UGE ist derzeit ab 895 Euro bei notebooksbilliger.de erhältlich.

» Das ThinkPad L420 NYV4UGE ist derzeit ab 979 Euro bei amazon.de erhältlich.

ThinkPad L420 NYV4UGE
ThinkPad L420 NYV4UGE
ThinkPad L420
ThinkPad L420
ThinkPad L420
ThinkPad L420
Award Office-Notebook des Monats August 2011
Award Office-Notebook des Monats August 2011

Was uns gefällt

Die erstklassige Tastatur, die Lenovo seinen ThinkPads verpasst, ist auch beim L420 eines der großen Highlights.

Was wir vermissen

Lenovo hat leider darauf verzichtet dem Notebook einen USB 3.0 Anschluss zu spendieren. Dieser wäre eine wirklich sinnvolle Erweiterung für das ThinkPad L420.

Was uns verblüfft

Die schwachen Kontrastwerte des Displays. Hier hätten wir uns gerade für den Außengebrauch etwas bessere Werte gewünscht.

Die Konkurrenz

HP liefert mit dem Pro Book 6460b einen ernstzunehmenden Mitbewerber mit ähnlichen Werten, zu einem ähnlichen Preis. Hier entscheidet wohl eher der Geschmack. Ein weiterer Mitbewerber kommt aus dem Hause Dell mit dem Latitude E5420 Essential. Hier gibt es etwas weniger Leistung fürs Geld, dafür aber bessere Akkulaufzeiten und eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur. Und dann bleibt da noch ganz klar ein Modell aus dem eigenen Hause, das ThinkPad T420. Das T420 strotzt nur so vor Leistung, bietet bessere Akkulaufzeiten und eine beleuchtete Tastatur. Es kostet dafür auch etwas mehr und verzichtet leider ebenfalls auf USB 3.0.

Kategorie Multimedia

Anwärter:

LG P420-N.AE21G

Toshiba Satellite P770-10P 

LG A520-T.AE31G (3D/2820QM) 

Toshiba Satellite L775-125 

Medion Erazer X6815 

MSI GE620-i748W7P 

Sony Vaio VPC-CB2S1E/B 

Nexoc E643 

Sony Vaio VPC-F22S1E/B (FHD) 

Mit neun Laptops bescherte uns der August fast so viele Media-Boliden wie Office-Geräte. Das kleinste darunter ist LGs P420 in Schneeweiß. Mit Core i5 und GT 520M reicht die Leistung für durchschnittliche Nutzer. Akkulaufzeit, Display und Anschlüsse sind jedoch unterdurchschnittlich ausgebaut, was den P420 auf 79% drückt. Das Satellite P770-10P ist hingegen ein echter Bolide, der auf Grund seiner zwei Festplatten als Desktop Replacement durchgehen könnte. Die Leistung der GPU taugt für Spieler, doch der kleine Kontrast und die knappen Blickwinkel verfehlen den High-End-Anspruch. 

Das A520 von LG besitzt ein Panel, dass wir uns auch beim Satellite P770-10P gewünscht hätten: Kontrastreiche Farben, breite horizontale Blickwinkel und Full-HD. Hier gibt es nichts zu meckern. Hinzu kommt ein 3D-Effekt mit passiver Polfilter Brille (TriDef). Leider ist die Unterstützung durch aktuelle Spiele ebenso schwach wie das unterdimensionierte 90 Watt Netzteil. Letzteres lässt die überaus starke Core i7 2820QM CPU unter sehr hoher Last drosseln.

Toshibas Satellite L775-125 ist ein schüchternes 17.3-Zoll Notebook. Es will nicht auffallen und macht daher nichts besonders gut – aber auch nichts besonders schlecht. Der Preis von 650 Euro ist immerhin akzeptabel. Für nur 150 Euro mehr gibt es bei Medion den 15.6-Zoller Erazer X6815. Mit Full-HD Panel und GeForce GT 555M, sowie Quadcore-CPU hat das Gerät extrem viel Gaming- und Anwendungs-Power unter der Haube. Alle Testspiele liefen in hohen Details (1366x768) perfekt flüssig, inklusive Crysis 2. Dafür muss der Schnäppchenjäger jedoch ein fast nicht bedienbar schlechtes Touchpad in Kauf nehmen. 

Diese beachtenswerte Spiele-Leistung hat der 15.6-Zoller MSI GE620 für um die 800 Euro nicht unter der Haube. Mit dem Quadcore und der GT 540M reicht es aber dennoch für eine sehr gute Anwendungsleistung. Leider sind auch beim GE620 die Eingabegeräte nicht gelungen und die Ergonomie ist schlechter als beim Erazer X6815. 

Das Sony Vaio VPC-CB2S1E/B setzt auf eine AMD Radeon HD 6630M, welche in dem 15.6-Zoller mit der beliebten GT 540M gleich zieht. Attraktiv sind die Full-HD Auflösung, die guten Kontraste und das Blu-Ray Laufwerk. Das runde Gesamtpaket wird nur durch die schlechte Tastatur und die geringe Laufzeit getrübt. 

Das Nexoc E643 hat sich mit der seltenen AMD Radeon HD 6730M bewaffnet und geht mit einer guten bis sehr guten Spiele-Leistung ins Ziel. Die vielen Schwachstellen, wie kontrastaschwaches TFT, hohe Lautstärke oder schlechte Eingabegeräte, drücken die Wertung aber auf 77%. 

Das Sony Vaio VPC-F22S1E/B (FHD) ist die Non-3D Version des 3D-Boliden F21. Wir wollten wissen, wie sich das Full-HD Panel in dem matten Chassis schlägt und konnten insgesamt die guten Vorgaben bestätigen. Der Preis von 1.350 Euro ist für den 16.4-Zoller aber überzogen, zumal es die CPU-GPU-Hardware, wie im MSI GE620, bereits für unter 800 Euro gibt. 

Multimedia-Notebook des Monats August 2011: Sony Vaio VPC-F22S1E/B

Der 16-Zoller ist zwar kein Laptop der Superlativen (Wertung 83%), doch im insgesamt schwachen Testumfeld fallen es dem matten sRGB-Panel, der sehr guten Tastatur und der hohen Anwendungsleistung leicht, etwas besser zu sein. Die Entscheidung fällt aus Sicht der Bewertung, ein klarer Siegertyp ist das  F22 aber nicht. Zum Preis von 1.350 Euro sind zu wenige Anschlüsse verbaut, die Spiele-Performance ist zu schwach und Temperatur wie Lautstärke fallen zu hoch aus. Ein Blick in die folgend aufgeführte Konkurrenz-Liste zeigt Geräte mit Wertungen bis 87%.

» Das Sony Vaio VPC-F22S1E/B ist derzeit ab 1.439 Euro bei amazon.de erhältlich.

Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Sony Vaio VPC-F22S1E/B
Award Multimedia-Notebook des Monats August 2011
Award Multimedia-Notebook des Monats August 2011

Was uns gefällt

Erstklassiges Display mit viel Übersicht zum Arbeiten. Eingabegeräte mit gutem aber nicht perfektem Feedback.

Was wir vermissen 

Bessere Erweiterbarkeit mit ExpressCard und eSATA-Port. 

Was uns verblüfft 

Ein hoher Kontrast von 1007:1 ist bei Laptops extrem selten. 

Die Konkurrenz 

Full HD Panel in 15.6 bis 16.4-Zoll für unter 1500 Euro: Dell Latitude E5520 (1230 Euro); Dell Precision M4600 Workstation (1400 Euro); Fujitsu Celsius Mobile H710 (1410 Euro); HP EliteBook 8560w (1430 Euro); Lenovo ThinkPad W510 (1480 Euro); Schenker XMG A501-4OQ (1020 Euro); Sony Vaio VPC-F22J1E/B (875 Euro, anderes Panel!)

Kategorie Gaming / DTR

Anwärter:

Schenker XIRIOS W710

Alienware M17x R3 GTX 580M i7-2820QM 

Fujitsu Celsius H710

Die drei Schwergewichte des August werden vom sechs Kilogramm schweren 17.3-Zoller XIRIOS W710 angeführt. Dessen Leistung mit Desktop-CPU (Intel Xeon X5670), NVIDIA Quadro 5010M (4096MB), RAID-0 SSD und 24.576 MB Arbeitsspeicher ist die beste, die wir jemals bei einem tragbaren Klapprechner messen konnten. Dass hier die Mobilität auf der Strecke bleibt (höchstens eine Stunde) liegt auf der Hand. Tragisch ist zum Preis von knapp 7.000 Euro die fehlende sRGB-Abdeckung des matten Full-HD Panels.

Das Alienware M17x R3 richtet sich mit potenter Spiele-GPU Geforce GTX 580M und dem Quadcore i7-2820QM an Spieler mit großem Geldbeutel. Knapp 2.600 Euro sind für die im Test befindliche Maximalkonfiguration fällig. Der 17-Zoller mit farbstarkem Full-HD Panel schafft sehr gute Performance-Werte. Speziell bei Games, welche fast ausnahmslos in den Ultra-Einstellungen (d. h. FHD nativ) flüssig gespielt werden können. 

Als Außenseiter steht neben den zwei dicken Laptop-Boliden der 15.6-Zoller Fujitsu Celsius H710 da. Mit SSD und schnellem Quadcore i7 2820QM schafft er eine sehr gute Anwendungsleistung. Für High End Gamer ist die NVIDIA Quadro 1000M (2.048MB) aber nicht gedacht. Von Vorteil sind das kontrastreiche Display, die Vielzahl der Anschlüsse und die geringe Lautstärke. Überhaupt nicht ins Bild der 2.150 Euro teuren Workstation, passen der mittelmäßige Mausersatz und der fehlende separate Ziffernblock. 

Gaming/DTR-Notebook des Monats August 2011: Alienware M17x R3 GTX 580M

Das Gaming-Notebook aus dem Hause Dell steckt den Arbeits-Boliden XIRIOS W710 in die Tasche, obwohl die Anwendungsleistung des Aliens geringer ist (92 statt 99%). Dafür sind aber die ergonomischen Eckdaten bei Lautstärke und Abwärme besser weil geringer. Das Display ist einen Tick besser (höhere Helligkeit aber nicht matt) und die Eingabegeräte tippen bzw. klicken sich angenehmer. Der Preis von 2.600 Euro für den M17x R3 ist zwar immer noch beachtlich, jedoch gibt es für High-End Spieler mit Luxus-Anspruch keine gleichwertige Konstruktion mit GeForce GTX 580M (2.048MB).

» Das Alienware M17x R3 mit Radeon HD 6870M (Variante) ist derzeit ab 1.580 Euro bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

» Das Alienware M17x R3 mit GTX 460M (Variante) ist derzeit ab 1.860 Euro bei Amazon.de erhältlich.

Alienware M17x R3 GTX 580M i7-2820QM
Alienware M17x R3 GTX 580M i7-2820QM
Alienware M17x R3
Alienware M17x R3
Alienware M17x R3
Alienware M17x R3
Award Gaming/DTR-Notebook des Monats August 2011
Award Gaming/DTR-Notebook des Monats August 2011

Was uns gefällt

Das offensive Design 

Was wir vermissen

Ein mattes Display - wie so oft.

Was uns verblüfft

Keyboard Ghosting bei einem Gaming Gerät über 2000 Euro.

Die Konkurrenz

Schenker XMG P501 mit GTX 580MAsus G74SX - jedoch nur mit GTX 560M

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Autor: Sebastian Jentsch,  7.09.2011 (Update:  6.06.2013)
Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch - Senior Editor
Computer haben mich schon zeitig interessiert. Mit 14 habe ich die ersten PCs für die Verwandtschaft zusammengesteckt, mit der 90er Jahre waren das 80286er bis 486er bis zum Pentium 1. Was lag da naeher als Produkt-Tester zu werden? Seit 2007 verfolge ich die Welt der Windows-Laptops und Convertibles. Heute will ich auch bei Staubsauger-Robotern, Brotbackautomaten oder Bewässerungscomputern die Spreu vom Weizen trennen, weshalb ich als freier Redakteur auch fuer andere Test-Websites unterwegs bin.