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Intel behauptet, AMD Ryzen-Notebooks bieten beim Akku-Betrieb deutlich weniger Leistung als Tiger Lake-Laptops

Intel hat eine Studie veröffentlicht, laut der Tiger Lake beim Akku-Betrieb eine deutlich bessere Performance als AMD Ryzen bietet. (Bild: Intel)
Intel hat eine Studie veröffentlicht, laut der Tiger Lake beim Akku-Betrieb eine deutlich bessere Performance als AMD Ryzen bietet. (Bild: Intel)
Intel hat eine Studie veröffentlicht, laut der AMD Ryzen-Notebooks im Akku-Betrieb bis zu 48 Prozent weniger Leistung bieten verglichen mit dem Betrieb an der Steckdose – ganz im Gegensatz zu Tiger Lake. Einige Details der Studie sind durchaus spannend, Intels Fazit zeigt aber möglicherweise nicht das ganze Bild.
Hannes Brecher,

Intel Tiger Lake bietet eine eindrucksvolle Single Core-Leistung, und auch die Iris Xe G7 iGPU kann in vielen Anwendungen mit AMD Ryzen konkurrieren, durch die Beschränkung auf maximal vier Kerne ist die Multi Core-Performance von AMD Ryzen 4000 aber weiterhin deutlich besser. Intel hat nun eine Studie veröffentlicht, die zeigen soll, dass die Chips der Konkurrenz beim Batterie-Betrieb deutlich schlechter abschneiden.

Wie üblich sollte man Ergebnisse, die von einem Hardware-Hersteller selbst veröffentlicht werden, mit etwas Vorsicht genießen – Intel dürfte kein allzu großes Interesse daran haben, die Vorteile zu finden, die AMD Ryzen bietet. Die Unterschiede könnten auch zum größten Teil darauf zurückzuführen sein, dass Intel speziell AMD-Notebooks ausgewählt hat, deren Hersteller dem Ryzen-Chip beim Akku-Betrieb besonders wenig Energie zur Verfügung stellen, um die Akkulaufzeit zu maximieren – dies liegt nämlich nicht nur in der Hand von AMD.

Nichtsdestotrotz ist diese Studie wieder einmal eine gute Erinnerung daran, dass es unnötig kompliziert sein kann, ein Notebook zu finden, das eine ordentliche Leistung bietet. Dabei geht es allerdings nicht nur um Unterschiede beim Netz- und beim Akku-Betrieb – Intel Tiger Lake-SoCs sind beispielsweise mit einer TDP zwischen 7 und 28 Watt verfügbar, die Modellnummer eines Chips gibt also keineswegs präzise Aufschluss über die zu erwartende Leistung.

Außerdem hat die Studie eine weitere interessante Beobachtung gemacht: Die getesteten AMD Ryzen-Notebooks haben zwar bei den meisten Anwendungen eine geringere Leistung im Akku-Betrieb erzielt, nicht aber bei Cinebench. Offenbar liegt das daran, dass Ryzen Renoir in diesem Modus die maximalen Turbo-Taktfrequenzen erst nach sieben bis zehn Sekunden abruft, sodass bei andauernder Last die volle Performance abgerufen werden kann, nicht aber bei Aufgaben, bei denen der Prozessor nur kurzzeitig beansprucht wird.

Quelle(n)

intel, via Wccftech

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Autor: Hannes Brecher, 24.11.2020 (Update: 23.11.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.