Notebookcheck

Intel enthüllt die Tiger Lake-APUs der 11. Generation für Laptops: Specs, SKUs und vorläufige Performance-Vergleiche

Intel Tiger Lake-U will es direkt mit AMD Ryzen 4000 aufnehmen. (Bild: Intel)
Intel Tiger Lake-U will es direkt mit AMD Ryzen 4000 aufnehmen. (Bild: Intel)
Nachdem Intel beim Architecture Day 2020 bereits einen ersten Einblick in die Technologie hinter Tiger Lake gewährt hat gibt es nun alle Informationen zu den Notebook-Prozessoren der 11. Generation, angeführt vom Core i7-1185G7. Unsere vorläufigen Benchmarks zeigen, dass Intel zu AMD Ryzen aufgeschlossen haben könnte. Zusammen mit der Xe LP iGPU darf man eine exzellente Leistung erwarten.
Hannes Brecher, Daniel R Deakin, 🇺🇸 🇷🇺

Nach dem ersten Einblick in die neuen SuperFin-Transistoren beim Architecture Day 2020 sind die neuesten Notebook-APUs von Intel nun endlich offiziell. Bei Tiger Lake handelt es sich um den Nachfolger von Ice Lake-U, die Fertigung erfolgt weiterhin im 10 nm-Verfahren. 

Allerdings gibt es gegenüber der Sunny Cove-Architektur von Ice Lake einen überarbeiteten Cache, die Prozessoren sollen höhere Taktfrequenzen bei einer geringeren Spannung erreichen. Zusammen mit der brandneuen Xe-Grafikarchitektur verspricht Intel eine noch nie dagewesene iGPU-Gaming-Leistung. Es gibt viele spannende Neuerungen bei Tiger Lake, also lasst uns loslegen.

SKUs und Verfügbarkeit — Schluss mit U- und Y-Branding

In der Regel kündigt Intel die stromsparende Y-Serie gleichzeitig mit der U-Serie an, doch damit ist nun Schluss. Unseren Quellen zufolge wird Intel weiterhin Chips mit einer TDP von 12 Watt und 7 Watt anbieten, allerdings ohne diese in den Modellnummern klar zu kennzeichnen. OEMs können allerdings zwischen Tiger Lake UP3 und Tiger Lake UP4 auswählen, UP4-APUs kommen in einem kleineren Package. In den nachfolgenden Tabellen sind die Spezifikationen der Chips zu sehen. Angaben mit einem "*" stammen von unseren Quellen, diese könnten nicht final sein.

Tiger Lake UP3

SKU Kerne / Threads cTDP Up (W) cTDP Down (W) Basistakt (GHz) Turbo 1 Kern (GHz) Turbo 2 Kerne * (GHz) Turbo 4 Kerne (GHz) L3-Cache (MB) GPU EUs GPU-Takt Basis/Boost (GHz) LPDDR4x / DDR4 Datenrate (MT/s) Intel DL Boost / GNA 2.0 Intel SIPP * Intel vPro * Intel TXT *
Core i7-1185G7 4/8 28 12 3.0 4.8 4.8 4.3 12 Iris Xe Graphics 96 400/1350 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i7-1165G7 4/8 28 12 2.8 4.7 4.7 4.1 12 Iris Xe Graphics 96 400/1300 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i5-1145G7 * 4/8 28 12 2.6 4.4 4.4 4.0 8 Iris Xe Graphics 80 400/1300 4267 / 3200 Ja Ja Ja Ja
Core i5-1135G7 4/8 28 12 2.4 4.2 4.2 3.8 8 Iris Xe Graphics 80 400/1300 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i5-1125G4 4/8 28 12 2.0 3.7 3.7? 3.3 8 UHD Graphics 48 400/1300 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i3-1115G4 2/4 28 12 3.0 4.1 4.1 N/A 6 UHD Graphics 48 400/1250 3733 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Pentium Gold 7505 * 2/4 15 N/A 2.0 3.5 3.4 N/A 4 UHD Graphics 48 400/1250 3733 / 3200 Ja (?) Nein Nein Nein
Celeron 6305 * 2/2 15 N/A 1.8 1.8 1.8 N/A 4 UHD Graphics 48 400/1250 3733 / 3200 Ja (?) Nein Nein Nein

Die Tiger Lake UP3-Serie hat eine TDP, die vom Notebook-Hersteller zwischen 12 und 28 Watt festgelegt werden kann. Das Flaggschiff ist der Core i7-1185G7, der mit vier Kernen und acht Threads Taktfrequenzen von bis zu 4,8 GHz auf zwei Kernen bzw. 4,3 GHz auf allen Kernen erreicht. Der Basistakt reicht je nach TDP von 1,2 GHz bis 3,0 GHz – gerade bei Convertibles im Tablet-Modus könnte der geringe Basistakt die Temperaturen gering halten.

Der Core i3-1125G4, Core i3-1115G4, der Pentium Gold 7505 und der Celeron 6305 bieten eine UHD Graphics iGPU, während der Rest der Tiger Lake UP3-APus auf die neue Intel Xe iGPU setzen (mehr dazu später). Trotz der Bezeichnung handelt es sich bei dieser UHD Graphics aber um einen aktuellen Grafikchip der 12. Generation. Die Xe-Grafikchips erreichen Taktfrequenzen zwischen 400 MHz und 1,35 GHz im Core i7-1185G7, während die günstigeren Chips auf 1,3 GHz beschränkt sind. Die UHD iGPUs kommen mit deutlich weniger Execution Units (EUs) und mit bis zu 1,25 GHz etwas niedrigeren Taktfrequenzen.

Alle UP3-Chips unterstützen DDR4-3200, während die Core i5- und Core i7-APUs auch LPDDR4-4267-Arbeitsspeicher nutzen können. Bei Core i3, Pentium und Celeron beschränkt Intel den RAM-Support auf LPDDR4-3733. Intel hat sich bislang nicht zu vPro-Versionen von Tiger Lake geäußert, unseren Quellen zufolge werden aber sowohl der Core i7-1185G7 als auch der i5-1145G7 mit Unterstützung für vPro, SIPP und TXT angeboten werden.

Tiger Lake UP4

SKU Kerne / Threads cTDP Up (W) cTDP Down (W) Basistakt (GHz) Turbo 1 Kern (GHz) Turbo 2 Kerne * (GHz) Turbo 4 Kerne (GHz) L3-Cache (MB) GPU EUs GPU-Takt Basis/Boost (GHz) LPDDR4x / DDR4 Datenrate (MT/s) Intel DL Boost / GNA 2.0 Intel SIPP * Intel vPro * Intel TXT *
Core i7-1180G7 * 4/8 15 7 2.2 4.6 4.6 3.7 12 Iris Xe Graphics 96 ? 400/1100 4267 / 3200 Ja Ja Ja Ja
Core i7-1160G7 4/8 15 7 1.2 4.4 4.4 3.6 12 Iris Xe Graphics 96 400/1100 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i5-1140G7 * 4/8 15 7 1.8 ? 4.2 4.2 3.5 8 Iris Xe Graphics 80 ? 400/1100 4267 / 3200 Ja Ja Ja Ja
Core i5-1130G7 4/8 15 7 1.1 4.0 4.0 ? 3.4 8 Iris Xe Graphics 80 400/1100 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i3-1120G4 4/8 15 7 1.1 3.5 3.5 ? 3.0 8 UHD Graphics 48 400/1100 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein
Core i3-1110G4 2/4 15 7 1.8 3.9 3.9 N/A 6 UHD Graphics 48 400/1100 4267 / 3200 Ja Nein Nein Nein

Die Tiger Lake UP4-Serie zeichnet sich durch eine TDP aus, die vom Notebook-Hersteller zwischen 7 und 15 Watt angepasst werden kann, dabei handelt es sich also sozusagen um die neue Y-Serie. Das Angebot reicht vom Core i3-1110G4 bis hin zum Core i7-1180G7. 

Wie erwartet sinken zusammen mit der TDP auch die Taktfrequenzen, sowohl beim Prozessor als auch beim Grafikchip. Das Topmodell kann trotzdem bis zu 4,6 GHz auf zwei Kernen bzw. 3,7 GHz auf allen vier Kernen erreichen. Auch in dieser Serie sollen der Core i7-1180G7 und der Core i5-1140G7 als vPro-Variante erhältlich sein.

Performance-Vergleich – Intel nimmt den Kampf mit AMD Ryzen 4000 auf

Nachdem wir uns einen Überblick über die neuen APUs verschafft haben geht es an den Performance-Vergleich. In synthetischen Tests können die neuen Prozessoren zeigen, welche Verbesserung man im Vergleich zu Ice Lake tatsächlich erwarten darf. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es sich hierbei um Benchmark-Ergebnisse handelt, die durch unsere Quellen mit Vorserien-Laptops ermittelt wurden.

Intel mag kein Freund von Cinebench-Vergleichen sein, die ersten Ergebnisse zeichnen aber ein interessantes Bild: Im Cinebench R15 (CB15) kann der Core i7-1167G7 eine Single-Core-Wertung erzielen, die beachtliche 24 Prozent über dem Ice Lake Core i7-1065G7 liegt. Sowohl der Core i7-1165G7 als auch der Core i5-1135G7 sind schneller als der Comet Lake-U Core i7-10710U, und zwar 15 Prozent respektive 7 Prozent. Der Core i7-1165G7 kann sogar den AMD Ryzen 5 4500U und den Ryzen 7 4700U mühelos übertreffen, und zwar mit einem Vorsprung von bis zu 24 Prozent bei Nutzung von nur einem Kern.

Wenig überraschend ist allerdings auch, dass der Core i7-10710U durch seine zusätzlichen Kerne im CB15 führt, wenn alle Kerne genutzt werden – allerdings ist der Vorsprung nur marginal, der Comet Lake-Chip ist nur rund 8 Prozent schneller als der Core i7-1165G7, der Ryzen 7 4700U liegt trotz der doppelten Anzahl der Kerne nur rund 3 Prozent in Führung. Auch der Core i5-1135G7 zeigt gute Fortschritte, die APU ist 22 Prozent schneller als ein Core i5-1035G7 und 14 Prozent schneller als der Core i7-1065G7.

Bei Cinebench R20 (CB20) gibt es ebenfalls spannende Resultate zu betrachten. Hier führt der Core i7-1165G7 den Chart an, die Single-Core-Leistung liegt 23 Prozent vor dem Core i7-10710U und dem Ryzen 7 4700U, und ganze 26 Prozent vor dem Core i7-1065G7. Selbst der Core i5-1135G7 bietet eine um 10 Prozent höhere Performance als der Ryzen 7 4700U und einen Vorsprung von 19 Prozent verglichen mit dem Core i5-1035G7.

Im CB20 Multi-Core-Test fällt der Core i7-1165G7 nur etwa 3 Prozent hinter dem Ryzen 7 4700U und dem Core i7-10710U zurück, während der Ryzen 5 4500U um 16 Prozent übertroffen werden kann. Verglichen mit Ice Lake fällt der Vorsprung besonders groß aus – der Core i5-1035G7 kann um stolze 65 Prozent übertroffen werden.

Bei 3DMark 11 fällt der Core i7-1165G7 etwa 13 Prozent hinter dem Core i7-10710U zurück. Auch das dürfte daran liegen, dass der Tiger Lake-Chip nur mit vier Kernen ausgetattet ist. Interessanterweise schlägt der Core i7-1165G7 den Ryzen 7 4700U allerdings um 18 Prozent, verglichen mit dem direkten Ice Lake-Vorgänger, dem Core i7-1065G7, steigt die Leistung um 38 Prozent. Die Ergebnisse bei 3DMark Time Spy CPU und Fire Strike Physics zeigen einen ähnlichen Trend, hier führt der neue Chip um bis zu 59 Prozent verglichen mit seinem Vorgänger.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
220 Points ∼100%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
205 Points ∼93%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
191 Points ∼87%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
181 Points ∼82%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (176 - 182, n=6)
181 Points ∼82%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
 
180 Points ∼82%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
179 Points ∼81%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
178.12 Points ∼81%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
177 Points ∼80%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (138 - 194, n=7)
175 Points ∼80%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (141 - 190, n=32)
175 Points ∼80%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (161 - 182, n=2)
172 Points ∼78%
Intel Core i5-1035G7
Microsoft Surface Laptop 3 13 i5 1035G7
170 Points ∼77%
CPU Multi 64Bit
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
 
1568 Points ∼100%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
1103 Points ∼70%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (1035 - 1189, n=7)
1096 Points ∼70%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
1050 Points ∼67%
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
1020 Points ∼65%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (513 - 1113, n=7)
999 Points ∼64%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
873 (836.07min - 873.42max) Points ∼56%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (658 - 1064, n=2)
861 Points ∼55%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
810 Points ∼52%
Intel Core i5-1035G7
Microsoft Surface Laptop 3 13 i5 1035G7
712 (548.31min - 712.38max) Points ∼45%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
662 (649.58min - 662max) Points ∼42%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (288 - 836, n=33)
652 Points ∼42%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
549 (539.87min - 548.66max) Points ∼35%
Cinebench R20
CPU (Single Core)
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
565 Points ∼100%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
510 Points ∼90%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
  (474 - 479, n=2)
477 Points ∼84%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (460 - 480, n=3)
467 Points ∼83%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (448 - 476, n=6)
464 Points ∼82%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
462 Points ∼82%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
460 Points ∼81%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
453 Points ∼80%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
450 Points ∼80%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
440 Points ∼78%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (358 - 474, n=28)
440 Points ∼78%
Intel Core i5-1035G7
Microsoft Surface Laptop 3 13 i5 1035G7
427 Points ∼76%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (396 - 444, n=2)
420 Points ∼74%
CPU (Multi Core)
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
  (3213 - 3306, n=2)
3260 Points ∼100%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (2401 - 2829, n=6)
2649 Points ∼81%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
2601 Points ∼80%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
2598 Points ∼80%
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
2530 Points ∼78%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
2173 Points ∼67%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (1181 - 2598, n=4)
2123 Points ∼65%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
2000 Points ∼61%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (1516 - 2344, n=2)
1930 Points ∼59%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
1568 Points ∼48%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (1081 - 2024, n=28)
1524 Points ∼47%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
1283 Points ∼39%
Intel Core i5-1035G7
Microsoft Surface Laptop 3 13 i5 1035G7
1233 Points ∼38%
3DMark 11 - 1280x720 Performance Physics
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
13081 Points ∼100%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
 
12201 Points ∼93%
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
11390 Points ∼87%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (10012 - 13081, n=6)
11161 Points ∼85%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (9347 - 11025, n=6)
9888 Points ∼76%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
9692 Points ∼74%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (8024 - 10599, n=2)
9312 Points ∼71%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
8389 Points ∼64%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
8256 Points ∼63%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (3401 - 10494, n=31)
8151 Points ∼62%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
7324 Points ∼56%
3DMark
2560x1440 Time Spy CPU
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
 
6750 Points ∼100%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
6256 Points ∼93%
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
5200 Points ∼77%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (4427 - 6256, n=3)
5172 Points ∼77%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
4605 Points ∼68%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (3420 - 5149, n=5)
4509 Points ∼67%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
4450 Points ∼66%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
3874 Points ∼57%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (2273 - 4435, n=25)
3360 Points ∼50%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
3275 Points ∼49%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
3030 Points ∼45%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (2331 - 3587, n=2)
2959 Points ∼44%
1920x1080 Fire Strike Physics
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4800U
 
19769 Points ∼100%
Intel Core i7-10710U
MSI Prestige 15 A10SC
15892 Points ∼80%
Durchschnittliche Intel Core i7-10710U
  (13195 - 15892, n=5)
14736 Points ∼75%
Intel Core i7-1165G7
i7-1165G7 Pre-Sample
13880 Points ∼70%
Durchschnittliche AMD Ryzen 7 4700U
  (12247 - 14980, n=6)
13775 Points ∼70%
AMD Ryzen 7 4700U
HP ProBook 455 G7-175W8EA
12416 Points ∼63%
Intel Core i5-1135G7
i5-1135G7 Pre-Sample
11470 Points ∼58%
AMD Ryzen 5 4500U
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
11212 Points ∼57%
Durchschnittliche Intel Core i7-10810U
  (10456 - 10730, n=2)
10593 Points ∼54%
Durchschnittliche Intel Core i7-1065G7
  (7367 - 12021, n=26)
10162 Points ∼51%
Intel Core i7-1065G7
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
9067 Points ∼46%
Intel Core i7-10610U
Dell Latitude 7310
8558 Points ∼43%

Intel Xe verspricht Triple-A-Gaming auf einer iGPU

Neben den Fortschritten bei der Prozessorleistung ist Tiger Lake vor allem auch durch die brandneue Gen 12 Xe LP iGPU spannend. Intel hat beim Architecture Day bereits viele Informationen zur Technik hinter Xe erläutert. Dabei wird das Unternehmen neben der iGPU künftig auch die DG1-Grafikkarte und Xe Ponte Vecchio für HPC-Anwendungen anbieten. 

Bei Tiger Lake kommen Xe-Grafikchips mit maximal 96 EUs zum Einsatz, die Leistung soll gegenüber der Iris Plus in Ice Lake verdoppelt worden sein. Was den API-Support angeht, so unterstützt die Xe iGPU DirectX (DX) 12_1, genau wie seine Vorgänger. Der fehlende Support für DirectX 12_2 aka DirectX 12 Ultimate ist möglicherweise aber kein Problem, die neuen Features könnten selbst für die neue iGPU zu anspruchsvoll sein.

Es gibt einige Unterschiede zwischen den Xe iGPUs bei Tiger Lake UP3 und UP4, die wir in dieser Tabelle aufgeschlüsselt haben:

Tiger Lake Xe LP iGPU Features

Feature Tiger Lake UP3 Tiger Lake UP4
EUs Bis zu 96 Bis zu 96
3D Architektur-Verbesserungen Ja Ja
eDRAM Nein Nein
OpenGL 4.5, DirectX 12 Ja Ja
OpenCL 2.2 Ja Ja
Fertigung 10 nm 10 nm
PCIe-Konfiguration für dedizierte GPUs x4 PEG lane Nein
PCI-Unterstützung Gen4 PEG
Gen3 PCH
Gen3
Hybrid-GPU-Support Ja Nein
So sieht die Xe LP-Architektur aus. (Bild: Intel)
So sieht die Xe LP-Architektur aus. (Bild: Intel)

Während die Xe LP iGPU sowohl bei UP3- als auch bei UP4-APUs bis zu 96 EUs bietet, ist die UP4-Variante auf PCIe 3.0 beschränkt, eine zusätzliche dedizierte Grafikkarte kann nicht verbaut werden. Während Ice Lake eine iGPU mit wahlweise 8 (64 EUs), 6 (48 EUs) und 4 (32 EUs) Slices geboten hat, sind in Tiger Lake wahlweise 3 (48 EUs) oder 6 (96 EUs) Slices verbaut, während in einigen Chips auch eine Variante mit 80 EUs verbaut wird.

Tiger Lake Xe LP Medien-Features

Feature Ice Lake U/Y Tiger Lake UP3/UP4
Dekodieren (Hardware-Support) 4K60 8b 4:2:0 AVC/VP8
4K60 10b 4:4:4 HEVC/VP9
8K30 10b 4:2:0 HEVC/VP9
4K60 8b 4:2:0 AVC/VP8
5K60 10b 4:4:4 HEVC/VP9/SCC
8K60 12b 4:2:0 HEVC/VP9/SCC
8K30 10b 4:2:0 AV1
Enkodieren (Hardware-Support) 4K60 8b 4:2:0 AVC
4K60 10b 4:4:4 HEVC/VP9
8K30 10b 4:2:0 HEVC/VP9
4K60 8b 4:2:0 AVC
4K60 10b 4:4:4 HEVC/VP9/SCC
8K30 10b 4:2:0 HEVC/VP9/SCC
Enkodieren (Programmierbar PAK/VME) 4K60 8b 4:2:0 AVC
4K60 10b 4:2:0 HEVC
4K60 8b 4:2:0 AVC
4K60 10b 4:2:0 HEVC
Post Processing VEBox 10b DN HDR Tone Mapping, BT2020 (constant luminance) VEBox 12b DN HDR Tone Mapping, BT2020 (constant luminance)
Content protection Playready SL3000, HDCP 2.2 (verkabelt und drahtlos) Playready SL3000, HDCP 2.3 (verkabelt und drahtlos)
Die Xe LP Medien-Features. (Bild: Intel)
Die Xe LP Medien-Features. (Bild: Intel)

Wie wir bereits gesehen haben hat Intel die Multimedia-Features von Xe LP erweitert. Verglichen mit Ice Lake kann die neue iGPU zusätzlich 5K60 10-bit, 8K60 12-bit (4:2:0) und 8K30 10-bit (4:2:0 AVI) dekodieren inklusive Unterstützung für HEVC Screen Content Coding (SCC). Die iGPU kann auch 8K30 10-bit (4:2:0) enkodieren. SCC erlaubt eine bessere HEVC-Komprimierung. Xe LP unterstützt darüber hinaus HDCP 2.3, sowohl über eine verkabelte Verbindung als auch drahtlos.

Tiger Lake Xe LP display features

Feature Ice Lake U/Y Tiger Lake UP3/UP4
Displays 3 pipes 4 pipes
Unterstütze Auflösungen 4K120/5K60 (1 pipe / 1 port)
3x 4K60 HDR (zeitgleich)
4K120/5K60 HDR (1 pipe / 1 port)
8K60 (2 pipe / 1port)
4x 4K60 HDR (zeitgleich)
eDP eDP 1.4b HBR3, VDSC 1.1, 2-ports, PSR 2 (nur auf einem Port), MSO 2x2 2x eDP ports, eDP 1.4b HBR3, VDSC 1.1, 2-ports, PSR 2 (only on 1-port), MSO 2x2
HDMI HDMI 2.0b 10b, HCDP 2.2 HDMI 2.0b 10b, HCDP 2.3
HDMI 2.1 via DP 1.4 bridge (8K60)
DP DP 1.4 HBR3, VDSC 1.1, HDCP 2.2 DP 1.4 HBR3, VDSC 1.1, HDCP 2.3
Thunderbolt/USB-C Integrated Mux USB, Thunderbolt, DPoC (up to 4 ports on ICL-U, 3 ports on ICL-Y) Integrated Mux USB, Thunderbolt, DPoC (up to 4 ports on UP3, 3 ports on UP4)
Variable Refresh Adaptive Sync Adaptive Sync
HDR-Unterstützung HDR10 Hardware-Unterstützung, FP16 Dolby Vision auf Dolby Vision-zertifizierten eDP-Panels HDR10 Hardware-Unterstützung, FP16 Dolby Vision auf Dolby Vision-zertifizierten eDP-Panels
FB-Formate 4:2:0/4:2:2/4:4:4 6b/8b/10b/12b FP16 4:2:0/4:2:2/4:4:4 6b/8b/10b/12b FP16, E2E memory compression
Visual quality 5K 7x7 Adaptive linear scalers, 4K LACE DPST, 3DLUT HW on 1 pipe 5K 7x7 Adaptive linear scalers, 4K LACE DPST, 3DLUT HW on 2 pipes
Die Features der Xe LP Display-Engine. (Bild: Intel)
Die Features der Xe LP Display-Engine. (Bild: Intel)

Was die Display-Unterstützung angeht, so ändert sich nicht allzu viel gegenüber der Gen 11 iGPU von Ice Lake, es gibt aber ein paar Upgrades. Insgesamt können vier Displays angesteuert werden statt nur drei, maximal lässt sich ein 4K-Monitor mit 120 Bildern pro Sekunde oder aber ein 8K-Bildschirm mit 60 Hz betreiben. Die Xe iGPU kann gleichzeitig vier 4K-HDR-Monitore mit 60 Hz betreiben. Dank Support für Dual-eDP 1.4 sollten sich Laptops mit zwei Bildschirmen problemlos umsetzen lassen. Standardmäßig wird nur HDMI 2.0b unterstützt, HDMI 2.1 für 8K-Monitore ist über DisplayPort 1.4 aber möglich.

Xe LP Benchmark-Ergebnisse — Ein großer Vorsprung vor AMDs Vega 8

AMD hat seit Jahren die Nase vorn, wenn es um die Leistung der integrierten Grafik geht. Das könnte sich nun aber ändern. Schon vor ein paar Monaten haben wir exklusiv über die Leistung der Xe iGPU berichtet, jetzt haben wir neue Zahlen für detailliertere Vergleiche.

In 3DMark 11 erreicht die Intel Iris Xe Graphics G7 ein Ergebnis, welches die AMD Radeon RX Vega 8 um immerhin 10 Prozent übertrifft. Im Vergleich zur Ice Lake iGPU wurde die Leistung um stolze 50 Prozent gesteigert, wohl allen voran durch die zusätzlichen EUs und die höheren Taktfrequenzen. Der Vorsprung gegenüber AMDs Vega 8 zeigt sich auch bei 3DMark Time Spy, Fire Strike und Cloud Gate, gegenüber der älteren Iris Plus Graphics G7 können teils doppelt so hohe Wertungen erzielt werden.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX450
 
8950 Points ∼100%
Intel Iris Xe Graphics G7 96EUs
Intel Iris Xe Graphics
6710 Points ∼75%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX350
  (6135 - 6448, n=4)
6242 Points ∼70%
AMD Radeon RX Vega 8 (Ryzen 4000)
Lenovo Yoga Slim 7-14ARE
6085 Points ∼68%
Intel Iris Plus Graphics G7 (Ice Lake 64 EU)
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
4560 Points ∼51%
AMD Radeon RX Vega 6 (Ryzen 4000)
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
4392 Points ∼49%
AMD Radeon RX Vega 7
HP ProBook 455 G7-175W8EA
4019 Points ∼45%
Intel UHD Graphics 620
Dell Latitude 7310
1960 Points ∼22%
3DMark
2560x1440 Time Spy Graphics
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX450
 
1680 Points ∼100%
Intel Iris Xe Graphics G7 96EUs
Intel Iris Xe Graphics
1590 Points ∼95%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX350
  (1326 - 1370, n=3)
1346 Points ∼80%
AMD Radeon RX Vega 8 (Ryzen 4000)
Lenovo Yoga Slim 7-14ARE
1173 Points ∼70%
AMD Radeon RX Vega 6 (Ryzen 4000)
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
821 Points ∼49%
Intel Iris Plus Graphics G7 (Ice Lake 64 EU)
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
791 Points ∼47%
AMD Radeon RX Vega 7
HP ProBook 455 G7-175W8EA
742 Points ∼44%
Intel UHD Graphics 620
Dell Latitude 7310
415 Points ∼25%
1920x1080 Fire Strike Graphics
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX450
 
7500 Points ∼100%
Intel Iris Xe Graphics G7 96EUs
Intel Iris Xe Graphics
4820 Points ∼64%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX350
  (4332 - 4457, n=4)
4387 Points ∼58%
AMD Radeon RX Vega 8 (Ryzen 4000)
Lenovo Yoga Slim 7-14ARE
3938 Points ∼53%
AMD Radeon RX Vega 6 (Ryzen 4000)
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
2802 Points ∼37%
Intel Iris Plus Graphics G7 (Ice Lake 64 EU)
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
2504 Points ∼33%
AMD Radeon RX Vega 7
HP ProBook 455 G7-175W8EA
2425 Points ∼32%
Intel UHD Graphics 620
Dell Latitude 7310
1325 Points ∼18%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Intel Iris Xe Graphics G7 96EUs
Intel Iris Xe Graphics
38040 Points ∼100%
AMD Radeon RX Vega 8 (Ryzen 4000)
Lenovo Yoga Slim 7-14ARE
27160 Points ∼71%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX350
  (24723 - 24744, n=2)
24734 Points ∼65%
AMD Radeon RX Vega 6 (Ryzen 4000)
Lenovo ThinkPad E14 Gen2-20T7S00W00
21604 Points ∼57%
AMD Radeon RX Vega 7
HP ProBook 455 G7-175W8EA
16972 Points ∼45%
Intel Iris Plus Graphics G7 (Ice Lake 64 EU)
Acer Spin 5 SP513-54N-79EY
15287 Points ∼40%
Intel UHD Graphics 620
Dell Latitude 7310
10505 Points ∼28%

Alles in allem sehen die Spezifikationen und die vorläufigen Benchmark-Ergebnisse vielversprechend aus. Intel hat offenbar hart daran gearbeitet, die Performance von Tiger Lake zu optimieren, das Blatt könnte sich auf kurze Sicht also zugunsten von Intel wenden. Es ist sehr gut möglich, dass eine künftige H-Serie mit einer höheren TDP die Performance-Krone im Notebook-Markt an sich reißen kann, je nachdem, wie gut AMDs Zen 3-Architektur bei den neuen Cezanne-APUs sich schlagen kann.

Intel hat angegeben, dass mehr als 150 unterschiedliche Notebooks auf Basis von Tiger Lake verfügbar sein werden, und zwar von Herstellern inklusive Acer, Asus, Dell, Dynabook, HP, Lenovo, LG, MSI, Razer und Samsung. Project Athena wurde zu Intel Evo weiterentwickelt, diesmal werden auch Faktoren wie eine konstante Akkulaufzeit von mehr als neun Stunden bei Laptops mit einem FHD-Display, ein schnelles Aufwachen aus dem Standby-Modus und schnelles Aufladen vorausgesetzt.

Source(s)

Own; Intel Tiger Lake Press Brief

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2020-09 > Intel enthüllt die Tiger Lake-APUs der 11. Generation für Laptops: Specs, SKUs und vorläufige Performance-Vergleiche
Autor: Hannes Brecher,  2.09.2020 (Update:  2.09.2020)
Vaidyanathan Subramaniam
Editor of the original article: Vaidyanathan Subramaniam - News Editor
Eigentlich bin ich Zell- und Molekularbiologe. Seit meinen ersten PC, einem Desktop mit Intel Celeron 266 MHz Prozessor, 16 MB RAM und einer bescheidenen 2 GB Festplatte, sind Computer sind allerdings ein integraler Bestandteil meines Lebens. Von der traditionellen Floppy-basierten Speicherung und dem Ausführen von DOS-Befehlen für jede Aufgabe, bis hin zur alles vernetzenden Cloud schätze ich mich glücklich, Zeuge eines tiefgreifenden Wandels in der Technologielandschaft gewesen zu sein. Wenn ich nicht gerade dabei bin, das nächste große Heilmittel für Krebs zu finden, lese und schreibe ich über technologiebezogene Themen oder fange an, PCs und Laptops auseinander zu nehmen und neu zusammenzubauen.
Hannes Brecher
Translator: Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.